Alexander

Fan-Abzocke! 129€ für neues DFB-Trikot!

Ach, war ich stolz, als ich mir mein erstes Fußball-Trikot übergestreift habe. Es war das rote Torwart-Trikot von Werder Bremens ehemaligen Meisterkeeper Andreas Reinke, aus der Saison 2004/2005. Es war ein Geschenk zu Ostern von meiner Mutter. Da ich zur Anprobe beim Einkauf dabei war, wusste ich, dass es 29,99€ gekostet hat, Herrengröße S. Es war bereits vergünstigt, weil sich die Saison dem Ende neigte. Egal, ob beim Kick im Garten mit meinen Geschwistern, oder beim Fußball-Training meiner Dorfmannschaft, zwischen den Pfosten durfte das rote Shirt nicht fehlen. Es gab mir einen richtigen Kick. Gefühlt parierte ich doppelt so viele Schüsse wie davor.

Ich konnte mich dadurch noch viel mehr mit Werder identifizieren. So sehr, als wenn ich ein Spieler der Mannschaft gewesen wäre. Bei dem Preis von 29,99€, oder selbst bei dem regulären Preis von 49,99€, hatte ich auch das Gefühl, dazuzugehören. Der Verein gab mir die Möglichkeit, das offizielle Trikot zur Saison zu einem fairen Preis zu kaufen, das auch Reinke auf dem Platz trug.

129,99€ für das neue DFB-Trikot! Geht's noch?

Im Laufe der Jahre stiegen die Preise an. Mittlerweile kostet ein Werder-Trikot 84,99€. Bei den Preisen wird mir ganz anders. Logisch, es kostet mittlerweile fast doppelt so viel, wie mein erstes Trikot. Der Preis ist im Vergleich zu einem normalen Sportshirt eigentlich nicht mehr vertretbar. Dennoch entschließe ich mich fast jedes Jahr ein Trikot zu kaufen. Vielleicht ist es falsch und man müsste die horrenden Trikotpreise boykottieren. Doch dann dürfte man sich nicht nur der Trikotwirtschaft abwenden. Denn Kino, Bahn und Videospiele werden auch nicht von Jahr zu Jahr billiger. Und Fußball ist nun mal ein stetig wachsendes Milliardengeschäft, das wir, die Fans, mit dem Kauf eines Trikots für 84,99€ aber auch unterstützen. Denn ein Markt ist nur da, wenn es auch die passende Kundschaft gibt.

Aber jetzt schießen Vereine und Nationalmannschaften den Vogel ab! Für das neue DFB-Heimtrikot verlangt "Die Mannschaft" 129,99€! Wo ist da noch die Liebe zum Fan, wie ich sie noch vor ein paar Jahren zu spüren bekam? Stattdessen verlangt jetzt "meine" Nationalmannschaft 129,99€, damit ich das gleiche Trikot, wie Reus, Gnabry und Co. tragen kann. Das ist eine Frechheit. Natürlich sind Adidas und DFB an einem hohen Profit interessiert. Aber diese Summen sind unmenschlich. Die Bedeutung und Rolle der Fans werden mit Füßen getreten. Bei dem durchschnittlichen Verdienst in Deutschland wird deutlich, dass das Team nicht daran interessiert ist, dass sich möglichst viele Deutschland-Fans das originale Trikot leisten können.

Der Fan wird vom DFB manipuliert

Im DFB Shop wird immerhin noch eine andere Version des Heimtrikots angeboten, für 89,99€. Das ist dann also noch teurer, als das offizielle Werder-Trikot von dieser Saison. Und mit dem 89,99€ Trikot kann ich nicht mal sagen, dass es das Trikot ist, das die Spieler auf dem Feld tragen. Es ist nur das Fan-Trikot und nicht das "authentische", atmungsaktivere Trikot der Stars. Wenn ich mir also das 89,99€ Trikot hole, habe ich nur die "billige" Kopie vom Original, mit minderer Qualität. Durch die teurere Version versucht der DFB hinterlistig den Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Denn durch den Verkauf der teuren Version erschafft der DFB bei den Fans das Bild, dass sie nur die Kopie und das Schlechtere haben, wenn sie sich das günstigere Trikot anschaffen. Damit bezwecken sie bei einigen Fans, dass sie tiefer in die Geldbörse greifen und das total überteuerte Shirt für 129,99€ kaufen. Natürlich ist das Trikot für 129,99€ qualitativ auch etwas besser. Das rechtfertigt aber bei Weitem nicht den Preisunterschied und die Tatsache ein Trikot für so eine Summe anzubieten. Der Fan wird also manipuliert, sein Konsumverhalten gnadenlos ausgenutzt. Ein trauriges Zeugnis der Nationalmannschaft, die immer wieder betont, nur durch den Zusammenhalt des ganzen Landes, Erfolge feiern zu können...

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Alexander

Lust auf einen Spaziergang?

Wie schreibt man eigentlich einen Blog? Das hat mir nie jemand erklärt, erzählt oder verdeutlicht. Gelesen habe ich bereits viele, aber mich selbst an einem versucht? Bisher noch nicht. Doch das wird sich jetzt ändern. Für Kickfieber werde ich mich zum ersten Mal dieser Aufgabe widmen. Wollen wir wetten?

Zunächst will ich mich bei allen Leserinnen und Lesern vorstellen. Ich bin Alex, 23, studiere Lehramt und lebe im wunderschönen Frankenland. Ursprünglich komme ich aus Bremen. Dort spielst auch meine Fußball-Liebe Werder Bremen. Vor dem Studium bin ich meiner journalistischen Ausbildung (Volontariat) nachgegangen. Dort habe ich die verschiedensten Textstile gelernt, aber eben keinen Blog verfasst...

Sport wird immer eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen

Ich sage es direkt vorweg, mein Leben dreht sich nicht nur um Fußball, zumindest nicht ganz. Ich kann mich für viele Sportarten begeistern. Neben dem König Fußball ist das vor allem die Formel 1 und im Winter Biathlon.

Schon von klein auf habe ich Sport leidenschaftlich verfolgt. Die Spannung, der Ehrgeiz der Athleten, die Schnelligkeit, der Wettkampf und die Emotionen haben mich direkt vom Hocken gehauen. Mit 23 bin ich immer noch ein junger Hüpfer, aber dennoch weiß ich, dass Sport immer eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen wird.

Eines Tages habe ich dann auch die Sportwetten für mich entdeckt. Zu Schulzeiten wurden schon auf dem Pausenhof kleinere Wetten mit den Freunden zu den Champions League Partien abgeschlossen. Schließlich waren wir zu jung, um in ein Wettbüro zu gehen, oder sich auf einer Wettseite zu registrieren.

Der Wettmarkt ist wie ein bisher unberührtes Goldvorkommen

Mit 18 habe ich schließlich direkt bei Tipico registriert. Dort spielten die meisten meiner Kollegen. Über Jahre habe ich Geld verloren, immer wieder riskante Kombinationen gespielt, um den großen Jackpot zu gewinnen. Zwar waren das im Monat "nur" jeweils zehn Euro, aber ärgerlich war es trotzdem.

Mittlerweile gehe ich das Wetten ganz anders an. Sachlicher, realistischer, analytischer und sicherer. Ich studiere sämtliche Statistiken, arbeite verlorene und auch gewonnene Wetten nach und lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Aber ich schaue auch auf die sportlichen Aspekte vor jeder Partie. Wer rein mathematisch wettet, kann es gleich bleiben lassen.

Aber am Ziel bin ich noch lange nicht. Ich sehe das alles wie eine große Forschung. Denn der Wettmarkt steckt voller Potential. Er ist wie ein unberührtes Goldvorkommen unter der Erde, für das noch keiner einen Weg gefunden hat, an das Edelmetall heranzukommen.

Wetten ist kein reines Glücksspiel

Im Klartext: Ständig werden neue Quoten hinzugefügt, User-freundliche Tools, wie der Wettkonfigurator oder verschiedene Cashout-Funktionen eingeführt. Der Wettmarkt wächst rasch weiter und weiter, die verschiedenen Buchmacher bekämpfen sich, um den Kunden die besten Quoten und Konditionen anzubieten. Und dabei tun sich Möglichkeiten auf für Wett-Profis.

Aber allen Spielern, die wetten, muss klar sein, dass am Ende auch oft Pech dazu kommt und nicht das Glück gefehlt hat. Deswegen finde ich es immer irreführend, wenn Leute sagen, dass Wetten ein reines Glücksspiel sei. Es ist eher zu vergleichen mit einem verregneten Spaziergang im Dunkeln, bei dem nur noch der Mondschein den Weg leuchtet. Der Weg ist dementsprechend kaum zu erkennen und voller Pfützen. Nur wer scharfsinnig schaut und gut überlegt die Schritte setzt, schafft es die Pfützen zu überqueren und meistert den Weg. Konkret: Nur wer alle Spiele perfekt analysiert, sich nicht in die Irre führen lässt und mit all seiner Quoten-Erfahrung die richtige Wette auswählt, wird erfolgreich sein.

Aber auch die besten Spieler werden in die ein oder andere Pfütze steigen, allerdings viel seltener als die anderen Gambler.

Ich bin noch nicht ganz da angekommen, wo ich mit dem Wetten hin will. Aber es geht in die richtige Richtung. Ich weiche immer mehr Pfützen aus und arbeite akribisch daran, dass es so weitergeht.

In diesem Blog möchte ich euch auf diesen Spaziergang mitnehmen...

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