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Im Sommer ist für Arjen Robben Schluss bei den Bayern

Im Sommer ist für Arjen Robben Schluss bei den Bayern

Es hatte sich angedeutet. Nun ist es Gewissheit. Nachdem Uli Hoeneß bei einem Fanclubtreffen am Wochenende erklärte, dass diese Saison wohl die letzte der Flügelzange Robbéry beim FC Bayern sein wird, hat sich nun auch Arjen Robben geäußert. „Das ist mein letztes Jahr beim FC Bayern. Es waren zehn wundervolle Jahre. Und dann ist es auch gut“, so der Holländer. Damit geht im Sommer eine Ära zu Ende, die wohl zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte der Münchner gehört.   

„Irgendwann werden sie diesen Spielzug nach ihm benennen“

Arjen Robben wechselte im Spätsommer 2009 an die Isar. Vorher hatte er einige wechselvolle Jahre beim FC Chelsea und bei Real Madrid erlebt. Der Flügelspieler galt als hochveranlagt, aber viele Verletzungen hatten ihn oft zurückgeworfen. Auch in seinen fast zehn Jahren in München fiel Robben häufig verletzungsbedingt aus, aber er wurde beim Rekordmeister heimisch.

In seinem ersten Bundesligaspiel blitzte gleich sein Können auf. Robben erzielte gegen den VfL Wolfsburg zwei Tore und es deutete sich an, dass die Bayern nun mit ihm und Franck Ribéry ein brandgefährliches Duo haben, das gegnerische Abwehrreihen schwindlig spielen kann.

So wurde der Holländer schnell zum Fan-Liebling. Dann kam jedoch die Saison 2011/12, in der die Münchner lediglich Vize-Meister wurden und sowohl das Champions-League-Finale als auch das DFB-Pokalendspiel verloren. Robben verschoss in der heißen Phase der Saison zwei Elfmeter. Einen im vorentscheidenden Ligaspiel gegen den BVB und einen im „Finale dahoam“ gegen den FC Chelsea. Gerade diesen Fehlschuss nahmen ihm die Fans des Rekordmeisters übel und Robben wurde beim anschließenden Freundschaftsspiel gegen die holländische Nationalmannschaft gnadenlos ausgepfiffen. Worte wie „Egoist“ und „Egomane“ machten die Runde, doch die Vereinsführung der Bayern hielt an dem Holländer fest.

Was Arjen Robben in seiner Karriere vor allen Dingen auszeichnete, war sein grenzenloser Ehrgeiz und sein Trainingsfleiß. An seinem Körper war nie ein Gramm Fett und oft absolvierte er Zusatzschichten. Das Jahr 2012 prägte Robben und er arbeitete fortan noch härter. Das sollte sich auszahlen. Die Bayern holten 2013 das Triple und der Angreifer war ein wichtiger Bestandteil dieser erfolgreichen Mannschaft. Unsterblich machte er sich jedoch mit seinem Siegtreffer im Champions-League-Finale gegen die Dortmunder. Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen und jeder Spieler auf dem Platz hatte in den fast 90 Minuten alles gegeben und war platt. Robben hatte jedoch noch ein paar Körner und schoss das spielentscheidende 2:1 für die Bayern.

In Erinnerung bleiben jedoch auch die zahlreichen Bundesligaspiele, die Robben erfolgreich absolvierte. Meist auf der rechten Seite agierend hatte er eine ganz spezielle Bewegung. Er täuschte nach außen an, zog dann nach innen und schloss mit seinem starken linken Fuß ab. Gegnerische Spieler wussten das, doch verteidigen konnten sie es nicht. Dieser sogenannte „Robben-Move“ war so prägend, dass Sky-Kommentator Wolf Fuss bei einem Bundesligaspiel einmal anmerkte, dass dieser Spielzug irgendwann nach ihm benannt wird.


Inzwischen ist der Holländer 35 Jahre alt. Er hätte schon vor zwei oder drei Jahren nach China gehen können, doch er wollte auf einem hohen Niveau weiterspielen. Nun ist die Zeit gekommen, von der ganz großen Fußballbühne abzutreten, doch Robben hat bereits erklärt, dass er mindestens noch ein Jahr bei einem seiner Ex-Vereine Eindhoven oder Groningen dranhängen wird. In München werden sie sich jedoch noch lange an Robben zurückerinnern.

Über 700 Spiele von Robbéry

Franck Ribéry stieß 2007 zu den Bayern und auch er hat in München Heldenstatus erreicht. Für ihn wird wohl auch im Sommer beim Rekordmeister Schluss sein, doch er wird in die Annalen des Klubs eingehen. So lobte Karl-Heinz Rummenigge die beiden Flügelflitzer auf der Jahreshauptversammlung

 „Das Duo Robbéry bekommt ein eigenes glorreiches Kapitel in unserer Geschichte. Sie haben über 700 Spiele absolviert, dabei 261 Tore geschossen und 289 Vorlagen gegeben. Sie sind Legenden des FC Bayern.“ 

Dem ist kaum etwas hinzuzufügen, obwohl beide Spieler in ihrer Karriere auch nicht immer unumstritten waren, gerade abseits des Platzes und Robbens Theatralik bei Fouls im Strafraum gefiel nicht jedem gegnerischen Fan, aber Franck Ribéry und Arjen Robben gehören zu den größten Spielern, die je in der Bundesliga gespielt haben.

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