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Nach einer guten Vorbereitung – Gladbach ist bereit für die Saison

Nach einer guten Vorbereitung – Gladbach ist bereit für die Saison

Erstmals seit 2016 nehmen die Gladbacher wieder am Europapokal teil. Trotz Platz fünf in der abgelaufenen Spielzeit musste Trainer Dieter Hecking dennoch gehen, was für viele Beobachter etwas überraschend kam. Doch Sportdirektor Max Eberl wollte auf der Trainerposition etwas Neues ausprobieren und die Art des Fußballs bei der Borussia verändern. So verpflichtete Eberl Salzburgs Marco Rose, der von zahlreichen Bundesligaklubs umworben war. Der 42-Jährige, der mit RB Salzburg 2018 und 2019 österreichischer Meister wurde, kommt mit viel Vorschlusslorbeeren und einer klaren Spielphilosophie nach Gladbach und da es bis auf Thorgan Hazard keine nennenswerten Abgänge gab, hoffen die Fans der Borussia auf eine erfolgreiche Saison.

Die Spieler sind begeistert von Rose

Seit einigen Jahren absolvieren die Gladbacher im bayerischen Rottach-Egern ihre Sommervorbereitung. So auch diesmal. Unter dem Motto „Gemeinsam nach vorne“ versuchte Marco Rose seinen Spielern seine Ideen vom Fußball zu vermitteln. Das beinhaltet zum Beispiel das extrem hohe Vorwärtsverteidigen. Solch einen Spielstil pflegt zum Beispiel RB Leipzig und fordert von den Spielern laut Rose „mehr Laufbereitschaft und mehr Sprints“. Dies sei jedoch nicht das Komplettpaket, erklärt der 42-Jährige: „Wir wollen auch den kontrollierten Ballbesitz, aber eben nicht dabei einschlafen.“

Marco Rose verlangt einiges von seinen Profis, doch Sportdirektor Max Eberl hat während der Vorbereitung gemerkt, dass „die Mannschaft die Anweisungen aufsauge“. Er selbst sei angetan, wie die Spieler „mit höchster Bereitschaft und höchstem Engagement alles umsetzen“.

Auch Mittelfeldspieler Christoph Kramer ist vom neuen Trainer begeistert: „Mein Eindruck vom Trainer ist noch besser als der, den ich durch die Medien entwickelt hatte. Er hat eine sehr geile und klare Ansprache, ist sehr umgänglich, fair und ehrlich in der Kommunikation. Dass er eine sehr gute Idee von Fußball hat, war in den bisherigen drei Wochen der Vorbereitung schon zu sehen.“

Die Gladbacher brennen auf die neue Saison, doch gleich zu Beginn wartet eine unangenehme Aufgabe im DFB-Pokal. Anstatt einen Regionalligisten oder Amateurverein zu ziehen, wartet mit dem SV Sandhausen in der ersten Runde ein Zweitligist. Dennoch möchte die Borussia diese Pflichtaufgabe lösen. Danach steht in der Bundesliga ein Auftaktprogramm an, was schwieriger hätte sein können. Nach der Heimpremiere gegen Schalke 04 warten Mainz, Leipzig, Köln, Düsseldorf, Hoffenheim und Augsburg. Bis auf die Sachsen sind das alles Gegner, die in der abgelaufenen Spielzeit schlechter als die Gladbacher platziert waren. Nach dem Spiel gegen die Augsburger steht eine Länderspielpause an und dann wird man sicherlich ein erstes Fazit ziehen können. Kredit hat Marco Rose ohnehin erst einmal in Gladbach.

Bei der Aufstellung wird es Härtefälle geben

Gerade in der Offensive haben sich die Gladbacher hervorragend verstärkt. So konnte die Borussia zum Beispiel Marcus Thuram, den Sohn des Weltmeisters von 1998 Lilian Thuram, verpflichten. Aus Schalke kam Breel Embolo. Mit Alassane Plea und Dauerbrenner Raffael haben die Fohlen zudem weitere Optionen im Angriff. Auch im Mittelfeld herrscht ein Überangebot. So streiten sich mit Lars Stindl, Christoph Kramer, Florian Neuhaus, Jonas Hofmann, Denis Zakaria, Tobias Strobl, Michaël Cuisance und Patrick Herrmann acht Spieler um vier freie Mittelfeldplätze. Da wird es oft Härtefälle geben und es sieht so aus, dass Raffael und Patrick Herrmann hier erst einmal das Nachsehen haben, obwohl sie eine gute Vorbereitung absolviert haben.

Doch die Borussia tritt in dieser Saison bekanntlich auch in der Europa League an und mit dieser Doppelbelastung braucht es einen großen Kader. Die Euphorie rund um den Borussia-Park ist derzeit jedenfalls groß, aber natürlich müssen auch die Ergebnisse stimmen, damit Marco Rose und seine Mannschaft in Ruhe weiterarbeiten können. Deshalb soll vor allen Dingen ein Pokalaus in Sandhausen vermieden werden.

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