Der Weg bis zum Start der Heim-EM
Im Herbst 2023 wurde die Reißleine gezogen. Nach einer schwachen Weltmeisterschaft 2022 und weiterhin uninspirierten Auftritte musste Hansi Flick seinen Posten räumen. Die Entlassung war aufgrund des anhaltenden Negativtrends unausweichlich, zumal sich Flick weiterhin an seinen Posten klammerte und die Realität zu verweigern schien. Damit war Flick der erste deutsche Nationaltrainer, der nicht freiwillig aus seinem Amt ausgetreten ist.
Sein Nachfolger wurde mit Julian Nagelsmann einer der besten deutschen Trainer überhaupt. Nach einem Sieg gegen die USA und einem Remis gegen Mexiko zum Auftakt begann wieder eine leichte Euphorie bei den deutschen Fans einzusetzen. Zwar gingen die letzten beiden Testspiele unter Nagelsmann verloren, dennoch blieb die Vorfreude auf die bevorstehende EURO 2024 und wird täglich größer. Bis zum ersten Gruppenspiel gab es nun noch zwei Testspiele für Nagelsmann gegen die Ukraine und Griechenland, danach musste er den endgültigen Kader nominieren.
Wie weit kommt Deutschland bei der Heim-EM?

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EM-Gruppe Deutschland 2024
Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es bei der EURO 2024 im eigenen Land in der Gruppenphase mit Schottland, Ungarn und der Schweiz zu tun. In Anbetracht der anderen Gruppenkonstellationen eine machbare, aber dennoch gefährliche Gruppe.
Gefährlich können diese drei Mannschaften deshalb werden, weil sie vom Papier her unterschätzt werden könnten. Sowohl gegen Ungarn als auch Schottland stehen uns defensiv eingestellte Mannschaften gegenüber, die es erstmal zu knacken gilt. Die Schweiz, Gegner im letzten Gruppenspiel, verfügt über eine hohe individuelle Klasse und konnte bei der EURO 2021 Top-Favorit Frankreich bezwingen. Es gilt entsprechend die Konzentration in jedem Spiel hochzuhalten, dann ist die K.O.-Phase als Mindestziel greifbar.
Die deutschen Spiele bei der EURO 2024 im Überblick
- 14. Juni 2024, 21:00 Uhr, Deutschland - Schottland 5:1 (3:0)
- 19. Juni 2024, 21:00 Uhr, Deutschland - Ungarn 2:0 (1:0)
- 23. Juni 2024, 21:00 Uhr, Schweiz - Deutschland 1:1 (1:0)
Deutschland EM-Kader 2024
Zum jetzigen Zeitpunkt steht der endgültige deutsche Kader für die Heim-EM 2024 noch nicht fest. Jüngst nominierte Nationaltrainer Julian Nagelsmann jedoch seinen vorläufigen Kader. Dieser hatte tatsächlich die eine oder andere Überraschung zu bieten.
Leistungsträger wie Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Antonio Rüdiger, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan, Jamal Musiala, Kai Havertz, Leroy Sané oder auch DFB-Torjäger Niclas Füllkrug hatten dabei ihren Platz im Kader für die Heim-EM praktisch sicher. Zudem kommt es zum letzten Tanz von Toni Kroos im Trikot der Nationalmannschaft sowie in seiner Karriere, nachdem er jüngst sein Karriereende verkündet hat.
Allerdings gab es auch Verlierer der Berufungen. So gehört Mats Hummels trotz überragender Leistungen bei Borussia Dortmund nicht zum Aufgebot von Nagelsmann. Die Gründe für die Nicht-Nominierung sind weiterhin rätselhaft. Darüber hinaus wird auch Leon Goretzka vom FC Bayern München trotz zuletzt besserer Leistungen nicht im Kader stehen und somit das Turnier im eigenen Land verpassen. Eine Entscheidung, an der beide Akteure zu knabbern haben dürften.
Tor
- Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)
- Manuel Neuer (FC Bayern München)
- Oliver Baumann (TSG Hoffenheim)
Abwehr
- Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)
- Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen)
- Antonio Rüdiger (Real Madrid)
- Waldemar Anton (VfB Stuttgart)
- Robin Koch (Eintracht Frankfurt)
- David Raum (RB Leipzig)
- Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart)
- Joshua Kimmich (FC Bayern München)
- Benjamin Henrichs (RB Leipzig)
Mittelfeld
- Emre Can (Borussia Dortmund)
- Robert Andrich (Bayer 04 Leverkusen)
- Ilkay Gündogan (FC Barcelona)
- Toni Kroos (Real Madrid)
- Pascal Groß (Brighton & Hove Albion)
- Florian Wirtz (Bayer 04 Leverkusen)
- Jamal Musiala (FC Bayern München)
- Kai Havertz (FC Arsenal London)
Sturm
- Chris Führich (VfB Stuttgart)
- Leroy Sané (FC Bayern München)
- Thomas Müller (FC Bayern München)
- Maximilian Beier (TSG Hoffenheim)
- Deniz Undav (VfB Stuttgart)
- Niclas Füllkrug (Borussia Dortmund