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WM 2026 Gruppe E
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WM 2026 – Gruppe E: Wird Deutschland der Favoritenrolle gerecht?

17 März 2026

Die deutsche Nationalmannschaft greift am 14. Juni 2026 ins Turniergeschehen ein und trifft im ersten Gruppenspiel auf den großen Außenseiter Curaçao. Die weiteren Kontrahenten sind Ecuador und die Elfenbeinküste. Wer kommt am Ende weiter und gibt es Überraschungen?

WM Gruppe E: Tabelle

So sieht die aktuelle Tabelle der WM Gruppe E aus.

PlatzTeamTorePunkte

1.

🇨🇼 Curaçao

0:0 Tore0 Punkte

1.

🇩🇪 Deutschland

0:0 Tore0 Punkte

1.

🇪🇨 Ecuador

0:0 Tore0 Punkte

1.

🇨🇮 Elfenbeinküste

0:0 Tore0 Punkte

Gruppe E: Spielplan

1. Spieltag

  • 14. Juni 2026, 19:00 Uhr, Deutschland - Curaçao -:- (-:-)
  • 15. Juni 2026, 01:00 Uhr, Elfenbeinküste - Ecuador -:- (-:-)

2. Spieltag

  • 20. Juni 2026, 22:00 Uhr, Deutschland - Elfenbeinküste -:- (-:-)
  • 21. Juni 2026, 02:00 Uhr, Ecuador - Curaçao -:- (-:-)

3. Spieltag

  • 25. Juni 2026, 22:00 Uhr, Ecuador - Deutschland -:- (-:-)
  • 25. Juni 2026, 22:00 Uhr, Curaçao - Elfenbeinküste -:- (-:-)

Curaçao – Überraschung bei WM-Premiere?

Der leichteste Gegner für die DFB-Elf ist hingegen Curaçao. Umso wichtiger ist es aus deutscher Sicht, dass das DFB-Team dieses Team nicht nur schlägt, sondern souverän schlägt, um sich so gleich das nötige Selbstvertrauen für die nächsten beiden deutlich schwierigeren Spiele zu holen.

Ganz unterschätzen sollte man Curaçao allerdings auch nicht, gehört das Inselterritorium im Königreich der Niederlanden doch schon seit einigen Jahren zu den spannendsten Aufsteigern im karibischen Fußball. Dies liegt vor allem daran, dass durch die kulturelle und historische Nähe zu den Niederlanden, viele junge niederländische Talente auch die Staatsbürgerschaft von Curaçao haben.

Anders wäre es wahrscheinlich aber auch kaum möglich, eine Mannschaft auf WM-Niveau zu stellen, hat Curaçao doch grade mal 160.000 Einwohner, von denen 125.000 in der Hauptstadt Willemstad leben. Insgesamt sind das etwa so viele Einwohner wie die Stadt Potsdam.

So aber hat Curaçao tatsächlich einige spannende Spieler im Kader, Werder-Bremen-Fans könnten sich hier vor allem noch an den Namen Tahith Chong erinnern, der mittlerweile für Sheffield United in der zweiten englischen Liga aufläuft. Auch an Jürgen Locadia vom VfL Bochum erinnern sich sicherlich noch einige, mittlerweile 32 Jahre alt und für Miami FC aktiv.

Der bekannteste Name ist aber sicherlich der Trainer: Dick Advocaat, ehemaliger Gladbach-Trainer und seit dem für die Nationalmannschaften von den Niederlanden, Südkorea, Belgien, Russland, Vereinigte Arabische Emirate, Serbien, Irak und jetzt eben Curaçao aktiv. Ein wahrer Weltenbummler also, der alles erlebt hat und der dadurch seiner Mannschaft vor allem eins nehmen kann: Druck. Das hat er dem Team während seiner Amtszeit ermittelt, bevor Fred Rutten nun das Traineramt für das Turnier übernommen hat.

Und genau diese Wir-haben-hier-nichts-zu-verlieren-Mentalität könnte auch dafür sorgen, dass Curaçao in der Gruppe sogar für eine kleine Überraschung sorgen konnte, wenn auch natürlich alles andere als ein Aus in der Gruppenphase schon mehr als nur ein kleines Wunder bräuchte.

🇨🇼 Curaçao – Daten & Fakten
  • Verbandsname: Federashon Futbòl Kòrsou
  • Spitzname: La Familia Azul
  • Gründung: 1921
  • Aktueller Cheftrainer: Fred Rutten
  • Kapitän: Leandro Bacuna
  • Rekordspieler: Leandro Bacuna (66)
  • Rekordtorschütze: Rangelo Janga (21)
  • WM-Teilnahmen: 1
  • FIFA-Rang: 81

Ones to watch & WM-Kader

Curaçao verfügt über einige spannende Spieler, von denen der ein oder andere auch beim ein oder anderen namhaften Verein spielt. Im Tor ist Eloy Room gesetzt, der auch beim Stadtrivalen vom Messi-Club Miami FC das Tor hütet. In der Defensive stehen mit Armando Obipso (PSV Eindhoven) und Shurandy Sambo (Sparta Rotterdam) gleich zwei spannende Spieler aus der oberen Hälfte der holländischen Liga bereit.

Zum heimlichen "Player To Watch" der WM könnte aber Sontje Hansen vom FC Middlesbrough werden. Der technisch starke Flügelspieler wurde in der Nachwuchsakademie von Ajax Amsterdam ausgebildet und galt früh als eines der vielversprechendsten Talente seines Jahrgangs in den Niederlande. Dabei ist er vor allem ein klassischer inverser Flügelspieler: Er zieht von außen nach innen, sucht das Eins-gegen-Eins und scheut nicht den Abschluss aus der Distanz. Seine größte Stärke ist die Explosivität auf den ersten Metern, wodurch er einer der Spieler sein könnte, der durchaus mal zu Torchancen gegen stärkere Gegner kommen könnte.

Generell ist Curaçao ein Paradebeispiel dafür, wie gezielte Talentförderung und internationale Vernetzung eine kleine Fußballnation konkurrenzfähig machen können. Mit einem erfahrenen Trainer wie Dick Advocaat, einer soliden Achse erfahrener Profis und großer Motivation könnte das Team bei der WM 2026 daher zumindest für Achtungserfolge sorgen.

Deutschland – endlich wieder eine überzeugende WM?

Ist es doch mal wieder an der Zeit für große Träume? Oder muss es doch mehr und mehr das Mittelmaß sein, mit dem sich Deutschland langfristig zufrieden geben muss? Das Wissen eben nicht mehr Teil dieses geschlossenen Kreises an Top-Teams zu sein, die dank ihrer Nachwuchsarbeit vielleicht sogar für die nächsten 15-20 Jahre die Teams sein werden, die den WM-Titel unter sich ausmachen werden: Frankreich, Spanien, England, Argentinien plus vielleicht noch Portugal?

Stand 2026 ist das erstmal die Grundfrage, die sich der DFB stellen muss. Wie tritt man auf? Mutig, vielleicht - wie Julian Nagelsmann bei seiner "Natürlich wollen wir Weltmeister werden"-Rede - auch mal sehr selbstbewusst: Oder weiterhin zurückhaltend, kleine Ziele definierend, Medium als Anspruch, kein "Wollen wir vielleicht doch mehr sein", ganz nach dem Motto: Viertelfinale ist das Ziel.

Außer Frage steht, dass die Gruppe E mit Elfenbeinküste und Ecuador einige Tücken mit sich bringt, alles andere als das Ausrufen des Gruppensieges der Qualität der aktuellen deutschen Nationalmannschaft aber dennoch in keinster Weise gerecht werden würde. Dies hat man insbesondere im letzten Qualifikations-Gruppenspiel noch mal klar gesehen.

Nach einer peinlichen 0:2-Niederlage im Hinspiel gegen die Slowakei, wie auch mehreren zuvor eher knappen und spielerisch nicht immer schönen Siegen gegen Nordirland und Luxemburg, zeigte man hier mit einem furiosen 6:0-Sieg gegen die Slowaken nochmal allen, wozu dieses aktuelle DFB-Team wirklich fähig ist: Ein Team, was an einem guten Team jeden schlagen kann und ihre Qualifikationsgruppe folgerichtig natürlich auch mit Platz 1 abschloss.

Ebenso hat man aus den Erfahrungen der WM 2022 in Katar gelernt, sich diesmal nicht in politische Fragen einzumischen und sich komplett auf den Fußball zu fokussieren, wie Kapitän Joshua Kimmich vor kurzem nochmal klar gestellt hat.

Dieser Bubble-Effekt, gepaart mit einer positiven Energie, plus dem Hunger junger neuer Talente: Das muss es sein, worauf die Deutschen schon im ersten Gruppenspiel gegen Curaçao setzen müssen: Sich nicht von dem Druck der Medien beeinflussen lassen, am besten gar nicht über große oder kleine Ziele reden, sondern mit dem Flow gehen, die Tage und Wochen in den USA genießen und genau so am Ende dann vielleicht doch wieder ganz oben stehen

🇩🇪 Deutschland – Daten & Fakten
  • Verbandsname: Deutscher Fußball-Bund e. V.
  • Spitzname: -
  • Gründung: 1900
  • Aktueller Cheftrainer: Julian Nagelsmann
  • Kapitän: Joshua Kimmich
  • Rekordspieler: Lothar Matthäus (150)
  • Rekordtorschütze: Miroslav Klose (71)
  • WM-Teilnahmen: 21
  • FIFA-Rang: 10

Ones to watch & WM-Kader

Sicher ist der deutsche Kader in der Breite nicht ganz so hochqualitativ besetzt, wie der der Spanier, Engländer oder Franzosen. Wenn man sich aber die Top 11-15 DFB-Spieler anschaut, gibt es da eigentlich wenige Argumente, warum diese, z.B. in einem durchaus möglichen WM-Achtelfinale gegen Frankreich, nicht an einem guten Tag auch diese Mannschaften schlagen kann. Dies hatte man nicht zuletzt schon bei der Heim-EM 2024 bewiesen, wo man gegen Spanien nur äußerst knapp und aufgrund einer unglücklichen Schiedsrichter-Handspielentscheidung im Viertelfinale ausschied.

Denn ob es die Innenverteidigung rund um Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck ist, die beiden Außenverteidigerpositionen rund um Kapitän Joshua Kimmich auf rechts und David Raum (Alternativ Mittelstädt) auf links oder das Mittelfeld, wo man mit Aleksander Pavlovic, Leon Goretzka und Angelo Stiller gleich drei spannende Möglichkeiten auf der Sechs hat: Eigentlich ist alles da, möchte man meinen - vorausgesetzt natürlich, die wichtigen Spieler bleiben unverletzt.

Das einzige, wo Julian Nagelsmann nach wie vor vorsichtig sein muss, sind zu viele Experimente. Hier muss er vor allem darauf achten die Hierarchien, von denen er überzeugt ist, nicht kurz vor oder waehrend des Turniers zu durchbrechen oder in irgendeinem vermeintlichen Pep-Guardiola-Moment Umstellungen vorzunehmen, die das Team überfordern.

Hier könnte daher zum Beispiel die erneute Verletzung von Ex-Barca-Keeper Marc-Andre ter Stegen Fluch und Segen zugleich sein, da damit die Frage, dass bei der WM 2026 Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann der Torwart der deutschen Nationalmannschaft sein wird, quasi klar ist.

Genauso sollte es aber auch auf den anderen Positionen sein: Eine klare Hierarchie, die lange vor der WM klar definiert ist und wo es immer heißt: Der spielt dort, wenn der nicht kann dann spielt der dort. Der einzige Mannschaftsteil, wo eine gewisse Unberechenbarkeit vielleicht sogar das Alleinstellungsmerkmal und die größte Stärke der DFB-11 werden könnte, wäre die Offensive.

Denn hier ist mit Jamal Musiala, Florian Wirtz, Kai Havertz, Nick Woltemade, Deniz Undav, Jamie Leweling, Assan Ouedraogo, Said El Mala und Lennart Karl mittlerweile eine neue Generation an Offensivspielern heran gewachsen, die technisch spritzig, unglaublich spielintelligent und fuer ausnahmslos jeden Gegner extrem schwer zu verteidigen ist - ganz anders, als das meist mit zwei Spitzen spielende Klose-Podolski-Deutschland, an dass sich sich Fussbalnostalgiker noch erinnern. Diese neue Offensive Deutschlands erinnert vielmehr eher an das Deutschland, was 2014 Weltmeister wurde, nur technisch nochmal auf einem ganz anderen Level.

Unser Player To Watch, der all diese Elemente nochmal zusammen fasst, ist dabei natürlich der grade mal 17-jährige Lennart Karl, dessen Leistungen beim FC Bayern wiederholt gezeigt haben, dass für ihn eine WM-Nominierung unumgänglich ist: Er, als Joker, der zwischen den Positionen variiert und mit seiner Unbekümmertheit und Torgefahr dem Spiel der Deutschen nochmal eine ganz neue frische Note verleiht.

Sollte das alles zusammen wirken - Unberechenbarkeit und Spielfreude in der Offensive und Klarheit und Struktur in der Defensive - sagen wir, ist für dieses DFB-Team bei der WM 2026 definitiv alles drin, sowohl in der Gruppe als auch darüber hinaus.

Ecuador – mit Schwung aus der Quali in die WM?

In letzten Gruppenspielen tat sich Deutschland allerdings zuletzt schwer, so gesehen bei der EM 2024 gegen die Schweiz, so wie auch bei der WM 2018, wo man aufgrund einer 0:2 Niederlage gegen Südkorea sogar ganz rausflog. Daher sollte man Ecuador, den Zweitplatzierten der diesjährigen Südamerika-Qualifikation hinter Argentinien dieses Mal auf keinen Fall unterschätzen. Gegen diesen Gegner müssen die Deutschen nämlich bei der WM 2026 an Spieltag 3 ran, dann, wenn es möglicherweise noch um alles, im schlimmsten Fall sogar um das Weiterkommen in der Gruppenphase geht.

La Tri", wie die Mannschaft in Ecuador genannt wird, gilt vor allem als Weltklasse-Verteidigungsmannschaft. Hier verfügt sie über eine der besten Defensivreihen des Turniers, angeführt von ihren beiden Innenverteidigern Piero Hincapie (FC Arsenal) und William Pacho (Paris St. Germain). Nur 5 Gegentore in 18 Spielen ließ das Team in der gesamten WM-Qualifikation durch, ein absoluter Rekordwert und Bestwert aller südamerikanischen Mannschaften.

Dieses ist vor allem auf Trainer Sebastian Beccacece zurückzuführen, einem Argentinier, der seit August 2024 im Amt steht und vorher als Assistenztrainer unter Jorge Sampaoli gearbeitet hat.

Beccacece hat Ecuador zur WM geführt und dort eine defensive Disziplin eingebracht, die das Team zu einem der härtesten Gegner macht, wenn es darum geht, wenig Räume zuzulassen und physisch kompakt zu stehen. Hier spielt er vor allem in einem kompakten 4-4-2, einzig und allein in der Offensive wechselt er zum Teil zwischen zwei Stürmern oder einem Stürmer plus einer hängenden Spitze. Der mittlerweile schon 36-jährige Enner Valencia ist dann meist derjenige, der die Bälle im Sechzehner verwerten soll, wenn Ecuador mal selbst zu einem Angriff einleitet. Dass das allerdings eher seltener passiert, beweisen die nur 14 Tore in 18 Spielen, welche die drittwenigsten aller südamerikanischen Mannschaften in der Qualifikation waren.

Kompakt stehen, alle Angriffe des Gegners abblocken und auf den richtigen Moment warten: Das sind die Hauptstärken der Ecuadorianer, einer Mannschaft, die zu Hause übrigens in einem der höchstgelegenen Stadien der Welt (etwa 2.780 Meter über dem Meeresspiegel) spielt, ein Stadion, wo die Gegner regelmäßig Atemprobleme bekommen, weil dort die Luft so dünn ist. Dieser Vorteil wird Ecuador bei der WM allerdings nicht helfen.

🇪🇨 Ecuador – Daten & Fakten
  • Verbandsname: Federación Ecuatoriana de Fútbol
  • Spitzname: La Tri
  • Gründung: 1925
  • Aktueller Cheftrainer: Sebastián Beccacece
  • Kapitän: Moisés Caicedo
  • Rekordspieler: Iván Hurtado (168)
  • Rekordtorschütze: Enner Valencia (48)
  • WM-Teilnahmen: 5
  • FIFA-Rang: 23

Ones to watch & WM-Kader

Im Zentrum der Ecuadorianer wird sich zweifelsfrei alles um ihn drehen: Moises Caicedo, einem der laut Transfermarkt 15 wertvollsten Spielern der Welt. Der Mittelfeldspieler vom FC Chelsea ist das Herzstück des Spiels. Caicedo verbindet enorme Laufstärke mit Spielintelligenz und Zweikampfhärte. Er ist der Taktgeber vor der Abwehr, räumt defensiv ab und leitet gleichzeitig gezielt Angriffe ein.

In der Defensive gehört der Ex-Leverkusener Piero Hincapié zu den absoluten Schlüsselspielern. Mittlerweile beim FC Arsenal unter Vertrag, ist er trotz seines jungen Alters bereits enorm abgeklärt. Er überzeugt mit starkem Stellungsspiel, Tempo im Rückwärtsgang und sauberem Spielaufbau. Neben ihm hat sich Willian Pacho zu einer festen Größe entwickelt. Seine Physis und Kopfballstärke machen ihn besonders bei Standardsituationen wertvoll. Gemeinsam bildet dieses Duo das Fundament der defensiven Stabilität, die Ecuador in der WM-Qualifikation so unschlagbar gemacht hat.

Auf der linken Außenbahn sorgt Pervis Estupiñán für Dynamik. Der Außenverteidiger verbindet defensive Disziplin mit offensivem Vorwärtsdrang. Seine Läufe entlang der Linie, wie auch seine präzisen Flanken sind ein wichtiges Element im Umschaltspiel der „La Tri".

Besonders spannend mit Blick auf die WM 2026 ist die neue Offensivgeneration, allen voran der erst 18-jährige Kendry Páez (River Plate), eines der größten Talente Südamerikas. Der offensive Mittelfeldspieler bringt Kreativität, Technik und Spielwitz mit und könnte für eine dieser unberechenbaren Aktionen sorgen, die grade bei Kontern Gegnern unglaublich gefährlich werden könnte. Denn trotz seines jungen Alters ist er nicht nur blitzschnell, sondern auch erstaunlich reif am Ball und ist damit auch unser "Player To Watch" bei der WM 2026.

Ein Auge wird man sonst seitens des Ecuadorianischen Verbands auch auf den auch grade mal 20-jährigen Stürmer Jeremy Arevalo haben, der diesen Winter zum VfB Stuttgart in die Bundesliga gewechselt ist. Sollte er dort an seine guten Hinrunde in der zweiten spanischen Liga anknüpfen, könnte auch er für die WM nochmal ein Thema werden.

Elfenbeinküste – gelingt diesmal der große Coup?

Die Elfenbeinküste wird der Gegner sein, an dem das DFB-Team am zweiten WM-Spieltag ran muss, auf dem Papier sicherlich neben Deutschland das stärkste Team in der Gruppe E. Erst 2024 konnte man den Afrika-Cup gewinnen und auch beim diesjährigen Afrika-Cup schied man nur äußerst knapp im Viertelfinale gegen Ägypten aus.

Dafür hat sich die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste, oft „Les Éléphants“ („Die Elefanten“) genannt, nach einer zwölfjährigen Abwesenheit endlich wieder souverän für die FIFA Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Das ist umso beeindruckender, da man es schaffte, während der gesamten Qualifikation in zehn Spielen kein einziges Gegentor zu kassieren. Am Ende setzte man sich schließlich mit zehn Siegen und acht Gegentoren mit einem Punkt vor Gabun durch.

Und was den Trainer angeht: Nach dem es rund um den Afrika-Cup-Sieg 2024 noch großes Chaos rund um den Chefcoach der Elfenbeinküste gab, herrscht auch hier mittlerweile mehr Konstanz. Denn an der Seitenlinie steht nun bereits seit fast zwei Jahren Emerse Faé, ein ehemaliger ivorischer Nationalspieler, der seit 2024 das Team betreut. Der Coach arbeitete zunächst als Assistenztrainer von Jean-Louis Gasset, als dieser aber während des Afrika-Cups 2024 aufgrund eines enttäuschenden dritten Platzes in der Gruppenphase entlassen wurde, war es Fae, der die „Elephants" mal eben kurzerhand zum Titel führte.

Dementsprechend wird das Comeback des Teams bei der WM 2026 in der Heimat gefeiert und die Erwartung ist natürlich mindestens in die K.O.-Runden, wenn nicht sogar noch weiter zu kommen.

🇨🇮 Elfenbeinküste – Daten & Fakten
  • Verbandsname: Fédération Ivoirienne de Football (FIF)
  • Spitzname: Les Éléphants
  • Gründung: 1960
  • Aktueller Cheftrainer: Emerse Faé
  • Kapitän: Franck Kessié
  • Rekordspieler: Didier Zokora (123)
  • Rekordtorschütze: Didier Drogba (65)
  • WM-Teilnahmen: 4
  • FIFA-Rang: 37

Ones to watch & WM-Kader

Dies liegt auch an dem Kader, der klar zu den stärksten in ganz Afrika zählt. Kaum ein Nationalkader in Afrika verfügt über so viele Spieler, die in den europäischen Top-Ligen spielen. Angefangen von Ex-Frankfurter beziehungsweise Ex-Leverkusener Evan Ndicka (AS Rom) und Odilon Kossounou (Atalanta Bergamo) in der Innenverteidigung bis hin zu Veteranen wie Franck Kessie (Al-Ahly FC) und den beiden Nottingham-Spielern Willy Boly und Ibrahim Sangare verfügt der Kader vor allem über eins: Robustheit, Erfahrung und taktische Disziplin.

Kossounou gilt hier mittlerweile als der Abwehrchef: körperlich präsent, stark im Zweikampf und mit extrem guter Spieleröffnung. Im MIttelfeld ist Kapitän Franck Kessié der emotionale und spielerische Fixpunkt. Mit seiner Erfahrung aus europäischen Top-Ligen bringt er Führungsqualität, Torgefahr aus der zweiten Reihe und enorme Laufstärke ein. Neben ihm sorgen Porto-Star Seko Fofana und Ibrahim Sangaré für Dynamik und defensive Absicherung. Während Fofana eher als Box-to-box-Spieler agiert und das Spiel nach vorne treibt, übernimmt Sangaré häufig die Rolle des Abräumers vor der Abwehr. Diese Kombination verleiht dem Team physische Dominanz und gleichzeitig spielerische Struktur.

Besonders spannend wird es aber in der Offensive, wo der Blick gleich zwei mal in die Bundesliga geht: Bazoumana Touré (TSG Hoffenheim) und Yan Diomandé (RB Leipzig). Diese beiden Youngstars gehören zu den größten Entdeckungen der diesjährigen Bundesligasaison und haben gemeinsam bereits 25 Scorer für ihre Vereine erzielt. Insbesondere Diomandé gilt dabei bereits jetzt als der nächste 100-Millionen-Transfer, so offensichtlich ist sein absolutes Ausnahmetalent. Neben ihnen wirbeln zuzüglich noch Evan Guessand vom Noch-Oliver-Glasner-Club Crystal Palace, so wie auch Amad Diallo von Manchester United, was offensiv natürlich nochmal auf einem ganz anderen Level ist als Ecuador und die Elfenbeinküste klar zu Deutschlands gefährlichstem Gruppengegner macht.

Dennoch geht unser "Player To Watch" Award an einen Innenverteidiger, nämlich Ousmane Diomandé von Sporting Lissabon. Der 22-Jährige gilt dort seit Jahren als eines der größten Innenverteidiger Europas und dass es Sporting Lissabon als die vielleicht größte Überraschung der aktuellen Champions-League-Saison direkt in die Top 8 der Ligaphase schaffte, beweist nur einmal wieder, wie wichtig er sowohl für seinen Club als auch für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste ist.

Wird Deutschland der Favoritenrolle gerecht?

Leon Buche

Leon Buche

Fangen wir mit Curaçao an, die in dieser Gruppe natürlich der klare Außenseiter sind. Alles andere als ein reines Dabei-Sein wäre daher mehr als nur eine Riesenüberraschung und das wissen natürlich auch die Fans, die die Mannschaft trotzdem mit allem, was sie haben, unterstützen werden.

Was die anderen drei Teams angeht, wird vor allem die Mentalität entscheidend sein. Sowohl Ecuador als auch die Elfenbeinküste befinden sich derzeit in einem großen Umbruch, insbesondere in der Offensive. Nur mit den altgedienten Spielern wird es nicht reichen, bei der WM 2026 weit zu kommen: Man muss die jungen Spieler mit reinbringen, um unberechenbar zu sein und auch offensiv Ausrufezeichen setzen zu können. In dem Fall, dass das aber gelingt, wäre es beiden Mannschaften sogar zuzutrauen, einen ähnlichen Weg zu gehen wie Marokko 2022 oder Uruguay 2010, eben wegen ihrer extrem starken Defensivreihen.

Und was Deutschland angeht: Dank des neuen WM-Systems, wo auch Gruppendritte weiter kommen können, sollte die Panik vor einem (nach 2018 und 2022) erneuten Aus in der Gruppenphase eher gering sein. Denn - wenn man ehrlich ist - um diese Schmach zu verhindern, sollte eigentlich schon ein klarer Sieg gegen Curaçao ausreichen. Die viel wichtigere Frage aber ist, was passiert darüber hinaus?

Hier denke ich: Schaltet man den Kopf ein, redet ständig über Ziele, konzentriert sich mehr auf Medienarbeit, als auf Fußball - oder versucht, wie in Katar, mehr zu sein, als man ist, nämlich am Ende einfach nur ein Team, was Höchstleistungssport betreibt: Dann wird man kein erfolgreiches Turnier spielen und dann wird auch spätestens im Achtelfinale Schluss sein.

Lässt man aber dieser jungen Generation, insbesondere in der Offensive rund um Musiala, Wirtz, Kai Havertz und den noch jüngeren und vielleicht sogar noch stärkeren Talenten rund um Lennart Karl, den Vortritt und sagt ihnen - natürlich gestützt von einer top organisierten Defensive rund um Kimmich, Schlotterbeck und Tah - vielleicht wirklich mal wieder ganz in Sepp-Herberger-Manier "Geht's raus und spielt Fussball", "Habt Spass und dann schauen wir mal was passiert": Dann könnte meiner Meinung nach für die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM sogar alles drin sein: Vielleicht sogar am 19. Juli 2026 "Das Wunder von New Jersey", der fünfte Stern für Deutschland.

Meine Prognose Gruppe D:

  1. 🇩🇪 Deutschland
  2. 🇨🇮 Elfenbeinküste
  3. 🇪🇨 Ecuador
  4. 🇨🇼 Curaçao

Das sind die Prognosen der WM-Wettanbieter

Wer wird Gruppensieger?
🇩🇪 Deutschland1.251.301.30
🇪🇨 Ecuador5.005.005.00
🇨🇮 Elfenbeinküste8.008.008.00
🇨🇼 Curaçao101.00100.00150.00
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