WM Gruppe G: Tabelle
So sieht die aktuelle Tabelle der WM Gruppe G aus.
| Platz | Team | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
1. | 🇪🇬 Ägypten | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇧🇪 Belgien | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇮🇷 Iran | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇳🇿 Neuseeland | 0:0 Tore | 0 Punkte |
Gruppe G: Spielplan
1. Spieltag
- 15. Juni 2026, 21:00 Uhr, Belgien - Ägypten -:- (-:-)
- 16. Juni 2026, 03:00 Uhr, Iran - Neuseeland -:- (-:-)
2. Spieltag
- 21. Juni 2026, 21:00 Uhr, Belgien - Iran -:- (-:-)
- 22. Juni 2026, 03:00 Uhr, Neuseeland - Ägypten -:- (-:-)
3. Spieltag
- 27. Juni 2026, 05:00 Uhr, Neuseeland - Belgien -:- (-:-)
- 27. Juni 2026, 05:00 Uhr, Ägypten - Iran -:- (-:-)
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Ägypten – trägt Salah sein Team in die K.o.-Runde?
Mit 7 Afrika-Titeln müsste man meinen, Aegypten wäre eigentlich ein ständiger Stammgast bei Weltmeisterschaften. Dennoch haben sich die Pharaonen erst vier Mal für eine WM qualifiziert, das erste Mal 1934 als erste afrikanische Mannschaft überhaupt.
Auch im diesjährigen Afrika Cup kam man bis ins Halbfinale, schied dort dann aber gegen eine zu gut organisierte senegalesische Mannschaft mit 0 :1 aus. In der WM-Qualifikationsgruppe bestand man allerdings souverän als Gruppenerster mit 8 Siegen und 2 Unentschieden.
Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Teams, wo die Spieler vorwiegend in Europa spielen, ist die ägyptische Nationalmannschaft vor allem mit Spielern aus dem eigenen Land besetzt: Zamalek, Pyramids und Al-Ahly (alle drei in Kairo ansässig) sind hier drei vorherrschenden Clubs, drei Clubs, die in Afrika etwa das sind, was in Europa PSG, Real Madrid und der FC Barcelona sind, drei Clubs, die quasi immer um die Champions League mitspielen und auch von den Gehältern her durchaus mit vielen grösseren europäischen Clubs mithalten können.
Auch hat man mit Hossam Hassan einen Coach an der Seitenlinie, der ebenfalls bis auf zwei kleine Ausflüge in der Schweiz und Griechenland ausschließlich in Ägypten trainiert hat. Hier gab es insbesondere nach dem Afrika-Cup-Ausscheiden auch einige Kritik von ägyptischen Fans und Medien. Der Vorwurf war, dass der Verband sich zu sehr auf seine eigene Liga verließ und man deswegen als Rekord-Afrikameister nicht mehr mit den Top-Nationen aus Westafrika, wie Senegal, Nigeria oder Ghana mithalten konnte. Auch stellt sich vielen Fans aktuell die Frage, was passiert, wenn auch einer der wenigen Legionäre, nämlich Top-Star Mohamed Salah (FC Liverpool) nach der WM seine Nationalmannschaftskarriere beendet.
- Verbandsname: Egyptian Football Association
- Spitzname: Les Pharaons
- Gründung: 1921
- Aktueller Cheftrainer: Hossam Hassan
- Kapitän: Mohamed Salah
- Rekordspieler: Ahmed Hassan (184)
- Rekordtorschütze: Hossam Hassan (68)
- WM-Teilnahmen: 4
- FIFA-Rang: 29
Ones to watch & WM-Kader
Auch hier wären wir natürlich schnell wieder beim Namen Mohamed Salah, mehrfacher afrikanischer wie auch englischer Fußballer des Jahres und ganze viermal in den Top 10, wenn es um die Weltfußballerwahl des Jahres (Ballon d'or) ging.
Natürlich wird auch seine Torgefahr bei der WM ganz entscheidend für die Pharaonen sein und ob es ihm gelingt, seine Formdelle beim FC Liverpool wieder in den Griff zu bekommen.
Die Zukunft des ägyptischen Sturms lautet aber ganz klar Omar Marmoush von Manchester City. Mit 26 ganze sieben Jahre jünger als sein Sturmkollege ist er nicht nur die Zukunft der ägyptischen Nationalmannschaft, er macht auch das Spiel von Salah nochmal deutlich variabler.
Auf dieses Duo wird es auch bei der kommenden WM ankommen, denn mit deren Torgefahr und Tagesform steht und fällt bei Ägypten alles. Hat einer von den beiden einen guten Tag, könnten die Aegypter die Gruppe sogar gewinnen, an einem weniger guten Tag (wie bei der WM 2018) könnte man sogar sang- und klanglos in der Vorrunde ausscheiden.
Als Joker im Sturm könnte ansonsten noch Mustafa Mohamed interessant werden, der aktuell beim französischen Erstligisten FC Nantes spielt und noch mal deutlich mehr Arbeit gegen den Ball und im Pressing mitbringt. Pressing, bzw. Gegenpressing ist ohnehin das Stichwort der Ägypten: Kaum eine afrikanische Mannschaft ist derzeit so gut organisiert, wenn es darum geht, den Ball schnell zurückzuerobern. Das, gepaart mit der Schnelligkeit von Marmoush bei Konterangriffen, könnte Ägypten sogar zu einem kleinen Geheimfavoriten machen, zumindest in dieser Gruppe.
Belgien – gelingt eine souveräne Gruppenphase?
Viel zu sehen war bei den letzten drei Turnieren nicht mehr von der großen goldenen Generation Belgiens rund um Kevin de Bruyne, Eden Hazard und Romelu Lukaku. Während man bei der EM 2021 zumindest noch bis ins Viertelfinale kam, war bei den beiden Turnieren danach jeweils in der Vorrunde und im Achtelfinale Schluss. Man könnte daher sagen: Mit etwa vierjähriger Verspätung sind die einst so mächtigen Belgier (die bei der WM 2018 Dritter wurden und zuzüglich mit Thibaut Courtois (Real Madrid) den Torwart des Turniers stellten) einen ähnlichen Weg wie die Deutschen gegangen: Zu langes Verharren an alten Strukturen, zu langes Festhalten an einer lange viel zu viel überalterten Mannschaft und zu viel Chaos auf Führungs- und Trainerebene, was am Ende für ausbleibenden Erfolg sorgte.
Bei der WM 2026 scheint sich jedoch langsam eine neue goldene Generation heranzureifen, die möglicherweise noch nicht titelreif ist, aber zumindest mal wieder mit spielerischer Klasse und schönen Momenten glänzen könnte.
Die Qualifikationsgruppe gewann man mit 5 Siegen und 3 Unentschieden zwar relativ souverän mit 2 Punkten Vorsprung vor Wales auf Platz 1, hatte mit Gegnern wie Nordmazedonien, Kasachstan und Liechtenstein allerdings auch eine relativ leichte Gruppe. Deutlich mehr Hoffnung macht dafür aber der bei diesem Turnier deutlich verjüngte Kader, der insbesondere im Sturm wieder Spass machen könnte. Dass man mit Spielern wie Kevin de Bruyne (mittlerweile SSC Neapel) und Leandro Trossard (FC Arsenal) dann zuzüglich noch das entscheidende Stück Erfahrung mit im Kader hat, könnte daher bei der WM 2026 auf jeden Fall fuer eine interessante Mischung sorgen.
- Verbandsname: Royal Belgian Football Association
- Spitzname: Diables Rouges
- Gründung: 1895
- Aktueller Cheftrainer: Rudi Garcia
- Kapitän: Youri Tielemans
- Rekordspieler: Jan Vertonghen (157)
- Rekordtorschütze: Romelu Lukaku (89)
- WM-Teilnahmen: 15
- FIFA-Rang: 9
Ones to watch & WM-Kader
Einer der spannendsten jungen Spieler im Team von Trainer Rudi Garcia ist aktuell sicherlich Diego Moreira von Racing Strasbourg. Einst bei Benfica Lissabon ausgebildet, war er gerade diese Saison ganz entscheidend für den guten Saisonstart von Straßburg und war dort insbesondere auf einer Hybridposition zwischen rechtem Mittelfeld und Flügel ein ganz entscheidender Faktor für die sehr gute Hinrunde.
Doch auch der Sturm aus Lois Openda (Juventus Turin), Jeremy Doku (Manchester City) und dem Ex-Herthaner Dodi Lukebakio (Benfica Lissabon) koennte einiges an tollen Offensivmomenten bieten.
Ganz besonders stach in dieser Saison allerdings Torwart Senne Lammens (Manchester United) hervor, der zuletzt mit seinen Paraden ein ganz entscheidender Faktor für den Wiederaufschwung der Red Devils war und mit seinen trotzdem gerade mal 23 Jahren schon bald der neue Thibaut Courtois werden könnte.
Probleme liegen aber in der 2018 einst so sattelfesten Abwehr. Hier hat man die Abgänge von Kompany, Vertonghen und Vermaelen nachwievor noch nicht komplett kompensiert, wodurch Unsicherheiten von noch sehr jungen Spielern wie Arthur Theate (Eintracht Frankfurt) und Koni de Winter (AC Milan) vorprogrammiert sind und am Ende vielleicht den grossen Triumph kosten könnten.
Iran – zwischen Politik und Karrierehighlight
Die iranische Nationalmannschaft, im eigenen Land ehrfürchtig „Team Melli“ genannt, gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen im asiatischen Fußball. Dreimal gewann der Iran in den 60er- und 70er-Jahren die Asienmeisterschaft, regelmäßig mischt das Team in der WM-Qualifikation vorne mit – doch auf der ganz großen Bühne fehlte bislang der entscheidende Schritt. Siebenmal war der Iran bei einer Weltmeisterschaft dabei, doch der Sprung ins Achtelfinale ist bis heute unerreicht geblieben. Das soll sich 2026 endlich ändern!
Die große Hoffnung für 2026: das neue WM-Format. Erstmals werden 48 Teams teilnehmen. Das bedeutet mehr Gruppen, mehr Spiele – und vor allem: größere Chancen für ambitionierte Außenseiter. Selbst ein dritter Platz in der Gruppenphase könnte zum Weiterkommen reichen. Für ein Team wie den Iran eröffnet das völlig neue Möglichkeiten. Die Konkurrenz bleibt zwar enorm, doch die Wahrscheinlichkeit, erstmals in die K.-o.-Runde einzuziehen, ist so hoch wie nie.
Taktisch setzt Trainer Amir Ghalenoei auf eine kompakte Defensive und schnelles Umschaltspiel. Der Iran steht traditionell stabil, ist körperlich robust und brandgefährlich bei Kontern. Gerade gegen spielstarke Favoriten könnte diese Herangehensweise zum Trumpf werden. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft in den entscheidenden Momenten kühlen Kopf bewahrt, um sich endlich den großen Traum zu erfüllen: Das Weiterkommen in der Gruppenphase.
- Verbandsname: I. R. Iran
- Spitzname: Team Melli
- Gründung: 1919
- Aktueller Cheftrainer: Amir Ghalenoei
- Kapitän: Alireza Jahanbakhsh
- Rekordspieler: Javad Nekounam (160)
- Rekordtorschütze: Ali Daei (108)
- WM-Teilnahmen: 7
- FIFA-Rang: 21
Ones to watch & WM-Kader
Bei keinem Team ist die Diskrepanz zwischen Kadergesamtmarktwert der Einzelspieler und Team-Leistungen so hoch.
Mit einem Kadergesamtmarktwert von 34,25 Millionen ist man nämlich aktuell auf der gleichen Höhe mit Luxemburg und vergleichbaren Fußballzwergen, in der FIFA-Weltrangliste steht man jedoch wiederum auf Platz 20, vor Dänemark, Österreich, Norwegen oder der Türkei. Dies zeigt, dass das Team unglaublich gut zusammen funktioniert oder - wie man so schön sagt - bei kaum einem anderen Team die Summe so viel größer ist als die Einzelteile.
So gibt es auch keine wirklichen Stars im Team von Iran, am ehesten vielleicht noch Stürmer Mehdi Taremi, der lange bei Inter Mailand und dem FC Porto auf Torejagd ging und auch nachwievor mit 33 noch mit Olympiakos Piraeus in der K.O.-Runde der Champions League spielt.
Ansonsten findet man aber so gut wie keine Spieler im iranischen Kader, die in Europa spielen. Auch ist die politische Lage im Iran immer wieder stark angespannt, beziehungsweise der Druck auf die Spieler sehr gross, was sich unter anderem bei der WM 2022 zeigte, als einige Spieler Angst um ihre Familien haben mussten, weil sie aus Protest vor dem Regime die iranische Nationalhymne nicht mitsingen wollten. Auch das Spiel gegen die USA wurde bei dieser WM im Vorhinein mit einer großen medialen Brisanz aufgeladen, was sich bei einem Heimturnier in den USA mit iranischer Beteiligung gerade in der aktuellen Situation natürlich noch einmal verschärfen könnte.
Neuseeland – der große Außenseiter könnte unterschätzt werden
Neuseelands Nationalmannschaft, die „All Whites“, hat sich ihren Platz bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko souverän gesichert und kehrt damit erstmals seit 2010 auf die ganz große Bühne zurück. Für das Fußball-Land am anderen Ende der Welt ist es erst die dritte WM-Teilnahme nach 1982 und 2010 – und allein das ist schon ein Erfolg. Doch diesmal wollen die Kiwis mehr als nur Erfahrung sammeln. Sie reisen mit Selbstvertrauen, Teamgeist und einem klaren Ziel nach Nordamerika.
Seit Australien 2006 in die asiatische Konföderation wechselte, ist Neuseeland die dominierende Kraft in Ozeanien. Die direkte Qualifikation für die WM 2026 spielte den All Whites in die Karten, und im entscheidenden Spiel der OFC-Qualifikation ließ man nichts anbrennen. Unter Trainer Darren Bazeley präsentiert sich die Mannschaft strukturiert, diszipliniert und taktisch gut organisiert. Es ist kein Starensemble – aber ein Team, das genau weiß, was es kann.
Dennoch ist Neuseeland natürlich sportlich der klare Außenseiter in dieser Gruppe, nicht mit der Turniererfahrung gesegnet wie der Iran, nicht mit dem einen ganz grossen Superstar a la Mo Salah (Aegypten) und erst recht nicht mit der Talentfülle der Belgier.
Doch genau darin liegt auch eine gewisse Gefahr für die Gegner: Die All Whites sind schwer zu bespielen, verteidigen kompakt und setzen auf schnelles Umschaltspiel. Schon 2010 blieben sie in der Gruppenphase ungeschlagen – drei Remis, darunter ein viel beachtetes 1:1 gegen Italien, sorgten damals weltweit für Respekt.
- Verbandsname: New Zealand Football
- Spitzname: All Whites
- Gründung: 1891
- Aktueller Cheftrainer: Darren Bazeley
- Kapitän: Chris Wood
- Rekordspieler: Chris Wood (88)
- Rekordtorschütze: Chris Wood (45)
- WM-Teilnahmen: 3
- FIFA-Rang: 85
Ones to watch & WM-Kader
Im Mittelpunkt steht natürlich Kapitän Chris Wood. Der Stürmer von Nottingham Forest ist nicht nur Rekordtorschütze seines Landes, sondern auch das Gesicht dieser Generation. Mit seiner Erfahrung aus der Premier League, seiner Kopfballstärke und seinem Instinkt im Strafraum ist Wood die Lebensversicherung der Offensive. Wenn Neuseeland bei der WM Tore erzielen will, führt kaum ein Weg an ihm vorbei.
Unterstützt wird er von erfahrenen Kräften wie Michael Boxall in der Abwehr, dem laufstarken Mittelfeldspieler Joe Bell und Außenverteidiger Liberato Cacace, der mit Tempo und Offensivdrang Akzente setzen kann. Dazu kommen jüngere Spieler wie Marko Stamenic oder Ben Waine, die frischen Wind ins Team bringen und das Gerüst der Routiniers ergänzen.
In Deutschland werden sich zu dem noch viele an den offensiven MIttelfeldspieler Sarpreet Singh erinnern. 2 Profispiele für die Bayern, wie auch danach noch lange bei Nürnberg, Regensburg und Hansa Rostock gespielt, war er gefühlt sein halbes Leben in Deutschland unterwegs bis er in den letzten Jahren ein wenig in der Versenkung verschwand.
Und so manch einer erinnert sich vielleicht an das Spiel bei der letzten EM, wo mit Klaus Gjasula ebenfalls ein ehemaliger Hansa-Rostock-Spieler dem zu dem Zeitpunkt ebenfalls absoluten Außenseiter Albanien mit seinem Ausgleichstor in der Nachspielzeit die Fans zum Toben brachte. Wer weiss, vielleicht könnte sich ja auch diese Geschichte noch einmal wiederholen.









