- Tabelle und Spielplan
- Algerien – der letzte Tanz für Mahrez?
- Argentinien – können die Gauchos ihren Titel verteidigen?
- Jordanien – als klarer Underdog erstmals bei einer Weltmeisterschaft
- Österreich – nach 28 Jahren Abstinenz als Geheimfavorit zurück?
- Gruppenprognose: Wird der Weltmeister seiner Favoritenrolle gerecht?
WM Gruppe J: Tabelle
So sieht die aktuelle Tabelle der WM Gruppe J aus.
| Platz | Team | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
1. | 🇩🇿 Algerien | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇦🇷 Argentinien | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇯🇴 Jordanien | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇦🇹 Österreich | 0:0 Tore | 0 Punkte |
Gruppe J: Spielplan
1. Spieltag
- 17. Juni 2026, 03:00 Uhr, Argentinien - Algerien -:- (-:-)
- 17. Juni 2026, 06:00 Uhr, Österreich - Jordanien -:- (-:-)
2. Spieltag
- 22. Juni 2026, 19:00 Uhr, Argentinien - Österreich -:- (-:-)
- 23. Juni 2026, 03:00 Uhr, Jordanien - Algerien -:- (-:-)
3. Spieltag
- 28. Juni 2026, 04:00 Uhr, Jordanien - Argentinien -:- (-:-)
- 28. Juni 2026, 04:00 Uhr, Algerien - Österreich -:- (-:-)
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Algerien – der letzte Tanz für Mahrez?
Algerien hat sich souverän für die WM 2026 qualifiziert und die Qualifikationsgruppe G dominiert. In 10 Spielen holten die „Wüstenfüchse“ 8 Siege, 1 Unentschieden und nur 1 Niederlage, erzielten 24 Tore bei lediglich 8 Gegentreffern und schlossen mit 25 Punkten klar vor Uganda (18) und Mosambik (18) ab. Die Qualifikation wurde bereits vorzeitig durch ein 3:0 gegen Somalia gesichert, ergänzt durch klare Erfolge wie ein 5:1 gegen Mosambik und ein 2:1 gegen Uganda am letzten Spieltag.
Bester Spieler war zweifellos Mohamed Amoura (25). Der Stürmer des VfL Wolfsburg avancierte mit 10 Toren zum Torschützenkönig der afrikanischen Qualifikation – darunter ein Hattrick gegen Mosambik und ein Doppelpack im entscheidenden Duell gegen Uganda. Seine Treffsicherheit und Präsenz im Strafraum trugen maßgeblich zum Erfolg bei, unterstützt von Routinier und Kapitän Riyad Mahrez. Darüber hinaus konnte er weitere 4 Treffer vorbereiten, und demonstrierte damit, dass er nicht nur der reine Abschlussstürmer ist.
Trainer Vladimir Petković (62) setzte auf eine ausgewogene, disziplinierte Spielweise: meist ein 4-2-3-1 das defensive Stabilität mit schnellem Umschaltspiel und hohem Pressing verband. Er betonte wie wichtig ihm die kollektive Kompaktheit sei, und nutzte die Tempo-Stärke der Flügelspieler, während er Amoura als zentrale Speerspitze glänzen ließ – eine Mischung aus Pragmatismus und Offensivdrang, die Algerien nach 2014 zurück auf die WM-Bühne führte.
- Verbandsname: Fédération Algérienne de Football
- Spitzname: Les Fennecs
- Gründung: 1962
- Aktueller Cheftrainer: Vladimir Petkovic
- Kapitän: Riyad Mahrez
- Rekordspieler: Aïssa Mandi (116)
- Rekordtorschütze: Islam Slimani (47)
- WM-Teilnahmen: 5
- FIFA-Rang: 28
Ones to watch & WM-Kader
Bei der WM 2026 könnte Ibrahim Maza (20) zum absoluten Breakout-Star der algerischen Nationalmannschaft werden. Der erst 20-jährige offensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen hat sich in der Bundesliga und Champions League bereits als aufstrebendes Talent etabliert: Mit Doppelpacks, Man-of-the-Match-Auszeichnungen und einer beeindruckenden Technik erinnert er viele an einen jungen Riyad Mahrez.
Maza debütierte jung für die „Fennecs“, überzeugte bereits mit 2 Toren und einer Vorlage beim Afrika-Cup und bringt nun die Erfahrung aus einer starken Leverkusen-Saison mit. In Vladimir Petkovićs dynamischem System passt er perfekt als Achter oder hängende Spitze hinter Mohamed Amoura: Er bricht Linien mit Steckpässen, dribbelt in enge Räume und schießt präzise aus der zweiten Reihe. Seine Spielintelligenz und Resilienz unter Druck machen ihn zum potenziellen Game-Changer.
Fans und Medien sehen in ihm den Spieler, der die Wüstenfüchse in neue Höhen führen und langfristig das Erbe von Mahrez übernehmen könnte. Maza teilt mit Mahrez die Eleganz und Kreativität: Beide sind Linksfüßer mit exzellentem Ballgefühl, starken Dribblings und der Fähigkeit, Verteidiger zu täuschen. Doch Maza bringt mehr Tempo, Explosivität und Vielseitigkeit mit – er spielt flexibel als Achter, Zehner oder Flügel, gewinnt mehr Duelle und presst aggressiver.
Während die algerische Ikone der ruhige Maestro mit Street-Football-Instinkt ist, wirkt Maza dynamischer und physischer – ein potenzieller Nachfolger, der Mahrez’ Magie mit jugendlicher Frische und Workrate kombiniert.
Argentinien – können die Gauchos ihren Titel verteidigen?
Argentinien hat sich souverän für die WM 2026 qualifiziert und die Südamerika-Qualifikation als Tabellenführer abgeschlossen. In 18 Spielen holte die „Albiceleste“ 12 Siege, 2 Unentschieden und nur 4 Niederlagen, erzielte 31 Tore bei lediglich 10 Gegentreffern und landete mit 38 Punkten klar vor Ecuador und Kolumbien. Die Qualifikation stand bereits mehrere Spieltage vor Schluss fest – unter anderem durch ein beeindruckendes 4:1 gegen Erzrivale Brasilien und ein 6:0 über Bolivien.
Bester Spieler war einmal mehr Lionel Messi (38). Der Kapitän erzielte in nur 12 Einsätzen 8 Tore/3 Vorlagen und wurde damit Torschützenkönig der südamerikanischen Qualifikation. Highlights waren sein Hattrick gegen Bolivien sowie die Doppelpacks gegen Peru und Venezuela in seinem letzten Heim-Quali-Spiel.
Trainer Lionel Scaloni (47) setzte auf eine flexible, kollektive Spielweise: meist ein 4-3-3 oder 4-3-1-2, das defensive Stabilität mit schnellem Umschaltspiel und hoher Pressing-Intensität verband. Er managte Messis Einsatzzeiten klug, integrierte junge Talente und ließ das Team trotz Starbesetzung immer als Einheit agieren – eine Fortsetzung des erfolgreichen Konzepts der WM 2022- und dem Copa-Triumph.
- Verbandsname: Asociación del Fútbol Argentino
- Spitzname: La Albiceleste
- Gründung: 1893
- Aktueller Cheftrainer: Lionel Scaloni
- Kapitän: Lionel Messi
- Rekordspieler: Lionel Messi (198)
- Rekordtorschütze: Lionel Messi (116)
- WM-Teilnahmen: 19
- FIFA-Rang: 3
Ones to watch & WM-Kader
Bei der WM 2026 könnte Franco Mastantuono (18) zum großen Breakout-Star der argentinischen Nationalmannschaft avancieren. Der erst 18-jährige Flügelspieler, der nach einer beeindruckenden Entwicklung von River Plate zu Real Madrid gewechselt ist, hat sich bereits in La Liga als Schlüsselspieler etabliert. Vor seiner Verletzung im November spielte er fast jedes Ligaspiel, erzielte Tore und bereitete vor – eine Leistung, die viele Fans an einen jungen Ángel Di María erinnerte.
Mastantuono debütierte bereits in den Qualifikationsspielen für Argentinien, darunter beim 1:0 gegen Chile, und bringt nun drei Länderspiele mit. In Lionel Scalonis System, das auf Tempo, direkte Flanken und kreative Momente setzt, könnte er perfekt als rechter Außenbahnspieler oder invertierter Flügelstürmer glänzen.
Die Hauptstärken des 18-jährigen Gauchos liegen in seiner außergewöhnlichen Technik und Kreativität. Als Linksfuß mit exzellentem Ballgefühl glänzt er durch präzise Pässe, starke vertikale Bälle und die Fähigkeit, das Runde unter Druck zu halten. Er dribbelt elegant und täuschend, findet Räume dank hoher Spielintelligenz und schießt gefährlich aus der Distanz oder per Freistoß. Mastantuono verkörpert die perfekte Übergangsfigur: jung genug für die Zukunft, und reif genug für den Moment.
Jordanien – als klarer Underdog erstmals bei einer Weltmeisterschaft
Jordanien hat Geschichte geschrieben und sich erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert – ein Meilenstein für den jordanischen Fußball, dessen Nationalmannschaft einen Marktwert von gerade einmal 15,3 Millionen Euro besitzt! In der AFC-Qualifikation starteten die „Nashama“ stark in der zweiten Runde (Gruppe G), wo sie mit 4 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage (16:4 Tore, 13 Punkte) vor Saudi-Arabien den Gruppensieg holten.
In der entscheidenden dritten Runde (Gruppe B) sicherten sie sich als Zweiter hinter Südkorea mit 4 Siegen, 4 Unentschieden und 2 Niederlagen (16:8 Tore, 16 Punkte) das direkte Ticket zur Endrunde. Der entscheidende Moment kam am 5. Juni 2025: Ein 3:0-Auswärtssieg gegen den Oman durch einen Hattrick von Ali Olwan besiegelte die Qualifikation, bestätigt durch Südkoreas Sieg gegen Irak.
Bester Spieler der Qualifikation war Mousa Al-Taamari (28). Der Flügelstürmer von Stade Rennes (ehemals Ligue 1) war mit seinen 7 Toren, 2 Assists und blitzschnellen Dribblings der beständige Antreiber des Teams – seine Geschwindigkeit und Technik machten Jordanien gefährlich im Umschaltspiel und trugen maßgeblich zu den entscheidenden Ergebnissen bei.
Trainer Jamal Sellami (55) setzte auf ein kompaktes 4-2-3-1 oder 4-3-3, das defensive Solidität mit schnellem Konterfußball vereinte. Hohes Pressing, Flankenläufe von Al-Taamari und disziplinierte Mittelfeldarbeit ermöglichten Jordanien, gegen stärkere Teams zu bestehen – eine Mischung aus Pragmatismus und Mut, die das Team nach dem sensationellen Asien-Cup-Finale 2023 nun zur WM führte.
- Verbandsname: JFA Jordan Football Association الاتحاد الأردني لكرة القدم
- Spitzname: Die Ritterlichen
- Gründung: 1949
- Aktueller Cheftrainer: Jamal Sellami
- Kapitän: Mahmoud Al-Mardi
- Rekordspieler: Amer Shafi (171)
- Rekordtorschütze: Hamza Al-Dardour (30)
- WM-Teilnahmen: 1
- FIFA-Rang: 63
Ones to watch & WM-Kader
Bei der WM 2026 könnte Ibrahim Sabra (20) zum echten Breakout-Star der jordanischen Nationalmannschaft werden. Der erst 20-jährige Mittelstürmer des türkischen Erstligisten Göztepe hat bereits beeindruckende Spuren hinterlassen: Als erster Jordanier erzielte er ein Tor in dieser Liga – ein spektakulärer Fallrückzieher beim 3:0-Sieg über Beşiktaş – und etablierte sich schnell als talentierter Dribbler mit starkem Abschluss und viel Übersicht.
Sabra wechselte nach neun Toren in 21 Spielen für Al-Wehdat in der jordanischen Pro League in die Süper Lig und bringt nun europäische Erfahrung mit. In Jamal Sellamis kompaktem 4-2-3-1 oder 4-3-3-System könnte er als invertierter Flügel oder Mittelstürmer glänzen, wo er mit Mousa Al-Taamari die Offensive belebt: Explosive Dribblings, präzise Pässe und Torgefahr aus der zweiten Reihe machen ihn zum potenziellen Rookie, besonders in Kontersituationen gegen stärkere Gegner.
Trotz seiner Jugend zeigt er Reife und Qualität, die Jordanien in der Gruppenphase Überraschungen ermöglichen könnte. Viele Beobachter sehen in ihm den Spieler, der neben Al-Taamari die neue Generation verkörpert. Ein Talent, dass bei diesem historischen Turnier über sich hinauswachsen könnte und seinem Land zur ein oder anderen Überraschung führen könnte.
Österreich – nach 28 Jahren Abstinenz als Geheimfavorit zurück?
Österreich hat sich eindrucksvoll für die WM 2026 qualifiziert und die UEFA-Gruppe H dominiert. In 8 Spielen holte die ÖFB-Elf 6 Siege, 1 Unentschieden und nur 1 Niederlage, erzielte beeindruckende 22 Tore bei lediglich 4 Gegentreffern und schloss mit 19 Punkten vor Bosnien-Herzegowina (17) und Rumänien (13) ab. Das WM-Ticket sicherte ein dramatisches 1:1 im letzten Heimspiel gegen Bosnien am 18. November 2025 – Michael Gregoritsch glich in der 77. Minute aus und bescherte Österreich die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Routinier Marko Arnautovic (36) avancierte mit 8 Toren in 7 Partien zum entscheidenden Mann für die ÖFB-Elf. Mittlerweile kickt der ehemalige Inter-Spieler für Roter Stern Belgrad, jedoch hat er in der serbischen Liga seine Klasse nie verloren. Trotz seiner weniger gewordenen Schnelligkeit, überzeugt er durch technische Qualität und Abschlussstärke.
Trainer Ralf Rangnick (67) setzte konsequent auf sein Markenzeichen: ein hochintensives Gegenpressing-System in einem flexiblen 4-2-2-2 oder 4-3-3, das aggressive Vorwärtsverteidigung mit schnellem Umschalten und hoher Balleroberungsrate verband. Er nutzte die Bundesliga-Erfahrung von Stars wie Alaba, Sabitzer oder Laimer, um Disziplin und Tempo zu maximieren – eine Mischung aus taktischer Cleverness und kollektiver Power, die Österreich nach 28 Jahren Abstinenz zurück auf die WM-Bühne führte.
- Verbandsname:Österreichischer Fußball Bund
- Spitzname: Unsere Burschen
- Gründung: 1904
- Aktueller Cheftrainer: Ralf Rangnick
- Kapitän: David Alaba
- Rekordspieler: Marko Arnautovic (132)
- Rekordtorschütze: Marko Arnautovic (47)
- WM-Teilnahmen: 9
- FIFA-Rang: 24
Ones to watch & WM-Kader
Bei der WM 2026 könnte Christoph Baumgartner (26) zum unerwarteten Breakout-Star der österreichischen Nationalmannschaft avancieren. Der 26-jährige offensive Mittelfeldspieler von RB Leipzig hat sich in den letzten Monaten zu einem der formstärksten Akteure in Rangnicks System entwickelt: In der Bundesliga und Champions League überzeugt er mit einer beeindruckenden Präsenz in der Box-to-Box-Rolle, oft auch als zweiter Stürmer oder Achter.
Baumgartner bringt bereits über 30 Länderspiele mit, doch bei großen Turnieren wie der EM 2024 blieb er unter seinen Möglichkeiten – genau das könnte sich bei der WM ändern. In Ralf Rangnicks hochintensivem Gegenpressing-System passt er perfekt: Er gewinnt Bälle hoch, schaltet blitzschnell um und trifft aus der zweiten Reihe oder per Fernschuss. Seine Vielseitigkeit erlaubt es, ihn flexibel einzusetzen – mal hinter Arnautović/Gregoritsch, mal auf dem Flügel – und er profitiert enorm von der Freiheit, die Sabitzer und Laimer ihm geben.
Mit seiner Technik, seinem Tempo und dem wachsenden Selbstvertrauen verkörpert Baumgartner den idealen Übergangsspieler: erfahren genug, um Verantwortung zu übernehmen, jung genug, um noch einen Sprung zu machen. Er könnte der potenzielle herausragende Mann sein der das Team erstmals seit 1998 über die Vorrunde hinaus trägt.








