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Was macht eigentlich Zvjezdan Misimović?

Was macht eigentlich Zvjezdan Misimović?

Zvjezdan Misimović zählte zu den talentiertesten Spielmachern, die je in der Bundesliga aufliefen. Besonders in Erinnerung bleibt seine Zeit beim VfL Wolfsburg, wo er als zentraler Mittelfeldspieler die Meistermannschaft von 2009 maßgeblich dirigierte. Doch was macht der ehemalige Spielmacher der Wölfe eigentlich? (Bild: IMAGO / Avanti)

Mit 20 Vorlagen stellte er damals einen Bundesliga-Rekord auf (später von Kevin De Bruyne gebrochen), assistierte Edin Džeko sowie Grafite und war der kreative Kopf hinter dem Sensations-Titel der „Wölfe“. Vorher hatte er bei Bayern München II und dem 1. FC Nürnberg gespielt, danach folgten Stationen bei Galatasaray Istanbul, Dynamo Moskau und Beijing Renhe in China, wo er im Januar 2017 mit 34 Jahren seine Profikarriere beendete.

Heute, mit 43 Jahren ist Misimović voll im Fußballbusiness aktiv – allerdings nicht mehr als Spieler, sondern als Funktionär und Verbandsmann in seinem Heimatland Bosnien und Herzegowina. Seit einigen Jahren ist Misimovic Präsident des traditionsreichen Erstligisten FK Borac Banja Luka.

Der Klub aus der Republika Srpska kämpft regelmäßig um die Spitzenplätze in der bosnischen Premijer Liga und qualifizierte sich zuletzt sogar für europäische Wettbewerbe wie der Conference League. In einem kicker-Interview vom September 2025 erklärte Misimović:

„Ich bin Präsident bei Borac Banja Luka, einer Erstliga-Mannschaft in Bosnien. Wir sind letztes Jahr erst im Achtelfinale in der Conference League ausgeschieden.“ Er betont damit, dass der Verein unter seiner Führung sportlich ambitioniert bleibt und internationale Erfahrung sammelt.

Direktor der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowina

Parallel dazu arbeitet Misimovic als Direktor der A-Nationalmannschaft beim bosnischen Fußballverband. Er ist dort als hochrangiger Funktionär und Berater tätig, kümmert sich um organisatorische Belange, Trainerentscheidungen und die strategische Ausrichtung der „Zmajevi“ (dt. „Drachen“).

Diese Doppelfunktion – Klubpräsident und Verbandsdirektor – macht ihn zu einer der einflussreichsten Figuren im bosnischen Fußball. In Interviews äußert er sich regelmäßig zu Themen wie der Entwicklung junger Talente oder der Bundesliga, etwa 2024/25 zu Jamal Musiala oder Edin Džeko.

Privat und weitere Aktivitäten

Abseits der offiziellen Rollen hält sich Misimovic eher bedeckt. Er lebt größtenteils in Bosnien, pflegt aber noch seine Kontakte nach Deutschland – etwa zum VfL Wolfsburg, wo er 2022 zu seinem 40. Geburtstag noch ein Interview gab und betonte, er sei „kein Typ für Trainerposten“.

Früher war er mit Ex-Kollege Stefan Niedermeier in ein Immobilienprojekt involviert, doch der Fokus liegt klar auf seiner Funktionärsarbeit. Auf Instagram (@misimovic10) zeigt er gelegentlich familiäre Trainingsmomente oder Einblicke in den Alltag bei Borac.

Kurz gesagt: Aus dem genialen Spielmacher von einst ist ein einflussreicher Funktionär geworden, der den bosnischen Fußball von zwei wichtigen Positionen aus prägt. Wer heute in Banja Luka oder bei der bosnischen Nationalelf Erfolge feiert, hat oft Misimovićs Handschrift darauf – und in Wolfsburg erinnert man sich gerne an den Mann, der 2009 mit 20 Assists großen Anteil am historischen Meistertitel hat.

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