WM Gruppe C: Tabelle
So sieht die aktuelle Tabelle der WM Gruppe C aus.
| Platz | Team | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
1. | 🇧🇷 Brasilien | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇭🇹 Haiti | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🇲🇦 Marokko | 0:0 Tore | 0 Punkte |
1. | 🏴 Schottland | 0:0 Tore | 0 Punkte |
Gruppe C: Spielplan
1. Spieltag
- 14. Juni 2026, 00:00 Uhr, Brasilien - Marokko -:- (-:-)
- 14. Juni 2026, 03:00 Uhr, Haiti - Schottland -:- (-:-)
2. Spieltag
- 20. Juni 2026, 00:00 Uhr, Schottland - Marokko -:- (-:-)
- 20. Juni 2026, 03:00 Uhr, Brasilien - Haiti -:- (-:-)
3. Spieltag
- 25. Juni 2026, 00:00 Uhr, Schottland - Brasilien -:- (-:-)
- 25. Juni 2026, 00:00 Uhr, Marokko - Haiti -:- (-:-)
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Brasilien – souveräner Gruppensieg oder frühe Probleme?
Der fünffache Weltmeister ist mittlerweile vor allem eines geworden: Eine große Wundertüte, der schon lange dem Zauber der früheren Jahre, in denen man von 1958 bis 1970 insgesamt dreimal die Weltmeisterschaft holte, nachhängt. Noch immer ist das Land gespickt von großartigen Einzelspielern, wo aber früher einmal Jogo-Bonito-Fussball auf einzigartige technische Präzision und Teamarbeit traf, war in vielen Spielen der letzten Jahre nur noch wenig von dem Brasilien zu sehen, was es einst mal war.
Seit der 1:7 Halbfinalklatsche 2014 gegen Deutschland herrschten statt Liebe zum schönen Fussball und fortwährende Dominanz eher Vorsicht und Inkonstanz, die bei der Qualifikation für die WM 2026 noch mal einen neuen Tiefpunkt erreichte. Nur auf dem 5. Platz hinter Kolumbien, Ecuador, Argentinien und Uruguay schaffte man es mit Ach und Krach, sich überhaupt für die WM zu qualifizieren und das trotz immer noch brillanter Offensivspieler wie Vinicius Junior oder Gabriel Martinelli.
Nun soll der ehemalige Real-Madrid-Trainer Carlo Ancelotti den Bock wieder umstossen und dabei auch die zuletzt oft wackelige Defensive wieder in den Griff kriegen, ein Trainer, der vor allem bekannt dafür ist, Spielern Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben.
Sicherlich wird die Herausforderung bei der ersten WM auf dem amerikanischen Kontinent seit 2014 die 1 : 7 Schmach wieder gut zu machen hierbei ebenso eine Rolle spielen, wie die Tatsache, dass viele von Ancelottis Spielern schon unter ihm bei Real Madrid gespielt haben, darunter neben Vinicius Junior auch Rodrygo, Eder Militao und der nachwievor als Megatalent geltende Endrick. Die Frage wird daher vor allem bleiben, ob es Ancelotti gelingen wird, Brasilien wieder zu ihrer alten spielerisch-leichten Identität zu führen ohne dabei die modernen Entwicklungen des Fußballs außer Acht zu lassen, an denen Brasilien bei den letzten grossen Turnieren häufig scheiterte.
Definitiv eine große Herausforderung für den italienischen Fußballlehrer. Denn die fußballerische Klasse, jederzeit wieder um einen Titel mitspielen zu können, hat der brasilianische Kader auch im Jahr 2026 noch.
- Verbandsname: Confederação Brasileira de Futebol (CBF)
- Spitzname: Selecao
- Gründung: 1914
- Aktueller Cheftrainer: Carlo Ancelotti
- Kapitän: Casemiro
- Rekordspieler: Cafu (142)
- Rekordtorschütze: Neymar (79)
- WM-Teilnahmen: 23
- FIFA-Rang: 5
Ones to watch & WM-Kader
Trotz der insbesondere 1994 und 2002 wie ein Uhrwerk funktionierenden Teamleistungen der Brasilianer standen dennoch schon historisch betrachtet wie kaum bei einer anderen Mannschaft die Stars im Fokus, ganz vorne natürlich Pele, Romario, Ronaldo und nicht zuletzt Neymar. Auch heute hat Brasilien mit dem letztes Jahr nur knapp an einem Ballon d'or vorbei gerauschten Vinicius Jr. (Real Madrid) einen Flügelstürmer im Kader, der es an einem guten Tag sicherlich gerade in puncto Dribbelstärke und Geschwindigkeit mit jedem dieser genannten Brasilien-Legenden aufnehmen kann.
Dazu kommt eins von den Namen her eigentlich auch Weltklasse-Innenverteidigerduo aus Eder Militao (Real Madrid) und Marquinhos (Paris St. Germain).
Wo allerdings auch kadertechnisch Schwachstellen liegen sind auf den Außenverteidigerpositionen und im defensiven MIttelfeld, wo es insbesondere in der Tiefe im Kader an Qualität mangelt.
Die große Stärke der Brasilianer ist wie in alten Zeiten der Sturm, insbesondere auf den Flügeln.
Ein großes Auge sollte man allerdings auch auf den zuletzt vom FC Chelsea verpflichteten Youngstar Estevao haben. Dieser gilt mit seinen 18 Jahren aktuell als eines der heißesten Talente des Landes und könnte mit seiner Geschwindigkeit und Technik insbesondere als Joker dem brasilianischen Spiel nochmal eine ganz neue Note geben.
Im Sturmzentrum gibt es momentan zwar nicht den einen "neuen Ronaldo" dafuer koennte es hier, was die WM-Nominierungen angeht, nochmal ein spannendes Battle geben zwischen den 3 Premier-League-StürmernRicharlison (Tottenham), Joao Pedro (Chelsea), wie auch dem grade diese Saison bei mittlerweile 17 Tore stehenden Brentford-Stürmer Igor Thiago.
Haiti – Überraschung bei der zweiten WM-Teilnahme?
Die kleine, etwa 12 Millionen Einwohner umfassende Karibikinsel, die zuzüglich zu den ärmsten Ländern der Welt gezählt wird, ist natürlich einer der absoluten Außenseiter bei der WM. Dennoch hat sie sich bei der WM 1974 in Deutschland schon einmal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.
Die haitianische Fußballnationalmannschaft, bekannt als Les Grenadiers, schreibt damit 2025/2026 ein Stück Sportgeschichte.
Die Rückkehr Haitis in den Kreis der besten Fußballnationen ist daher mehr als nur sportlich bedeutend. Nach einer 51-jährigen Pause und angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen im Land – inklusive politischer Instabilität und anhaltender Sicherheitsprobleme – markiert diese Qualifikation einen der größten Erfolge der haitianischen Sportgeschichte.
Haiti beendete die CONCACAF-Qualifikation nicht nur als einer der drei Vertreter aus Nord-, Zentralamerika und der Karibik, sondern führte seine Gruppe sogar an, mit einem starken Teamgeist und einer überraschend stabilen Leistung. Besonders bemerkenswert: Das Team spielte fast alle Qualifikationsspiele außerhalb der eigenen Grenzen, da das nationale Stadion in Port-au-Prince aus Sicherheitsgründen nicht zur Verfügung stand.
Unter der Leitung von TrainerSébastien Migné, einem erfahrenen französischen Coach, hat sich Haiti ein modernes, taktisch diszipliniertes Spielsystem erarbeitet, welches insbesondere gegen kleinere Gegner zu überraschen wusste.
- Verbandsname: Fédération Haïtienne de Football
- Spitzname: Les Grenadiers
- Gründung: 1904
- Aktueller Cheftrainer: Sebastien Migne
- Kapitän: Johny Placide
- Rekordspieler: Pierre-Richard Bruny (95)
- Rekordtorschütze: Duckens Nazon (44)
- EM-Teilnahmen: 2
- FIFA-Rang: 83
Ones to watch & WM-Kader
Der bekannteste Spieler im Kader der Haitianer ist zweifelsohne Jean-Ricner Bellegarde von den Wolverhampton Wanderers, dessen Transfermarktwert mit 16 Millionen mehr als fünfmal so hoch ist, wie der aller anderen Spieler. Der zentrale Mittelfeldspieler, der zuvor in der Ligue 1 für Straßburg und Lens aktiv war, ist damit natürlich der Dirigent, der den Spielaufbau einleitet und die Offensive in Szene setzt. Allerdings hat auch sein Verein als aktueller abgeschlagener Tabellenletzter der Premier League derzeit große Probleme.
Ansonsten besteht der Kader größtenteils aus einer Mischung von Spielern aus kleineren europäischen Ligen, der US-Major-League-Soccer und karibischen Ligen, wo man dann wieder bei der Realität wären, dass alles andere als ein Ausscheiden in der Gruppenphase für Haiti ein Fußballwunder wäre.
Die Einstellung der Haitianer wird daher vor allem erstmal sein: Dabei sein und an einem guten Tag vielleicht sogar Schottland einen Punkt oder mehr anknüpfen, um dann einfach mal zu schauen, was geht.
Marokko – ein schlagkräftiger Gegner für Brasilien?
Fast wäre es beim diesjährigen Afrika-Cup so weit gewesen für den WM-Halbfinalisten von 2022. Denn in diesem Jahr stand man sogar im Finale, musste sich dann aber schließlich im eigenen Land dem Senegal mit 0:1 geschlagen geben. Hier war, in einem völlig wilden Spiel, bei dem die senegalesische Mannschaft wegen einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung zwischenzeitlich sogar das Spielfeld verließ, am Ende Brahim Diaz der traurige Held, der im entscheidenden Moment einen Panenka-Elfmeter genau in die Arme des Torhüters lupfte.
In der WM-Qualifikation schaffte es Marokko hingegen völlig souverän auf Platz 1 und kassierte hier lediglich zwei Gegentore in acht Spielen. Diese überragende Defensive, die schon bei der letzten WM bereits Spanien und Portugal zur Verzweiflung und schließlich zum Ausscheiden brachte, wird auch im Hinblick auf die kommende WM wieder entscheidend sein, sollten die Marokkaner nochmal nach dem ganz großen Stern greifen wollen.
Besonders im Fokus steht fuer den marokkanischen Verband allerdings die WM 2030, wo Marokko neben Spanien und Portugal einer der Mitausrichter des Turniers ist, eine Ehre, für das vor den Toren von Casablanca derzeit sogar am größten Fußballstadion aller Zeiten gebaut wird.
Es könnte daher sein, dass das Turnier 2026 fuer Marokko als auch eine Art Generalprobe gesehen wird: Marokko sie das Team, was sollten einige der jungen Talente noch ein paar Schritte nach oben gehen, spätestens im Jahr 2030 tatsächlich den WM-Titel nach Afrika zu holen?
- Verbandsname: Fédération Royale Marocaine de Football
- Gründung: 1955
- Aktueller Cheftrainer: Walad Regragui
- Kapitän: Achraf Hakimi
- Rekordspieler: Noureddine Naybet (115)
- Rekordtorschütze: Ahmed Faras (36)
- WM-Teilnahmen: 6
- FIFA-Rang: 8
Ones to watch & WM-Kader
Wie viele afrikanische Teams bei großen Turnieren lebt auch Marokko vor allem von einem immens starken Mann-gegen-Mann-Pressing und einer hervorragenden Defensivarbeit.
Der amtierende Champions-League-Sieger Achraf Hakimi wird sicherlich der Spieler sein, von dem die Defensive steht und faellt, da er nicht nur bei PSG, sondern auch in der Nationalmannschaft weit mehr ist als ein reiner Aussenverteidiger. Seine Vorstösse auf den Flügel sind so unberechenbar und dazu noch gepaart mit Geschwindigkeit, dass in der letzten Champions League vom Viertelfinale bis zum Finale in jedem Spiel ein Tor schoss.
Daneben werden auch Noussair Mazraoui (Manchester United) und Nayef Aguerd (Olympique Marseille) vor allem die Spieler sein, auf denen Walid Regraguis kompaktes 4-1-4-1 basiert.
Im Mittelfeld ist Ismael Saibari (PSV Eindhoven) mittlerweile das entscheidende Puzzlestück zwischen Offensive und Defensive, hinter ihm der gerade bei der letzten WM so überragende Sofiane Amrabat. Alle Bundesligafans sollten auch ein Auge auf den erst 21-jährigen Bilal El-Khannouss (VFB Stuttgart) haben, der gerade beim Afrika-Cup eine richtig gute Figur machte.
Als größte Überraschung des Afrika-Cups und vielleicht der "Player To Watch" der WM muss hier aber nicht zuletzt Brahim Diaz genannt werden, der bis vor dieser Saison bei Real Madrid eher Reservespieler war und auch in der Nationalmannschaft noch nicht die Rolle inhatte, wie beim diesjährigen Afrika-Turnier.
Beim Afrika-Cup führte er am Ende mit 5 Toren die Torjägerliste aller Mannschaften an. Und wer weiß, vielleicht motiviert ihn sein verschossener Elfmeter im Finale, der Marokko am Ende den Afrika-Cup-Titel kostete, ja vielleicht sogar nochmal besonders in Bezug auf das nächste Turnier.
Schottland – können sich die Schotten behaupten?
Wer auch immer den letzten Spieltag der europäischen WM-Qualifikation verfolgt hat, wird sich sicherlich noch an den größten Gänsehautmoment erinnern, als Scott McTominay mit seinem fulminanten Fallrückzieher das Ticket zur WM für die Schotten löste und dabei sogar WM-Stammgast Dänemark zurück in die Playoffs schoss.
Der Fußballer des Jahres 2025 in der Serie A, der zuletzt entscheidend mitverantwortlich für den erneuten Meistertitel der SSC Neapel war, wird auch bei der WM als Mittelfeldregisseur klar der Dreh- und Angelpunkt der Schotten werden. Doch auch sonst sind die Bravehearts längst keine kompletten Aussenseiter mehr, spielen doch mehr und mehr Spieler der Schotten tragende Rollen bei Top-Vereinen in der Serie A, wie auch der Premier League.
Ein Paradebeispiel für den Aufschwung der Schotten war unter anderem ein 2:0 Sieg gegen Spanien bei der letzten EM-Qualifikation, einzig und allein im EM-Eröffnungsspiel gegen Deutschland erwischte man leider keinen guten Tag.
Dennoch istSchottland immer ein Team, wo auch die Begeisterung der Fans eine große Rolle spielt, wie man auch bei der WM sehen konnte, als 200.000 schottische Fans durch die Münchener Bierstuben pilgerten. Mit diesen Stärken werden sie auch bei der WM 2026 wiederkommen müssen, denn dann sind sie definitiv für jede Mannschaft schwer zu schlagen.
- Verbandsname: Scottish Football Association (Scottish FA)
- Spitzname: Bravehearts
- Gründung: 1873
- Aktueller Cheftrainer: Steve Clarke
- Kapitän: Andrew Robertson
- Rekordspieler: Kenny Dalglish (102)
- Rekordtorschütze: Kenny Dalglish, Denis Law (30)
- WM-Teilnahmen: 8
- FIFA-Rang: 38
Ones to watch & WM-Kader
Natürlich sind McTominay und Liverpool-Legende Andrew Robertson die bekanntesten Spieler im Kader. Und dennoch hat sich auch die Offensive stark verbessert, was vor allem an ihm liegt: John McGinn, aktuell bei Aston Villa unter Vertrag, und ein Spieler, der mit seiner Vielseitigkeit neben McTominay noch mal dieses gewisse Etwas ins Spiel der Schotten bringt. Eigentlich zentraler Mittelfeldspieler wird er von Coach Clarke häufig auch mal auf der Achterposition, zum Teil sogar als hängende Spitze eingesetzt. Auf ihn gilt es insbesondere bei Kontern zu achten, bei einem Team, was vor allem gegen Marokko und Brasilien häufig tief stehen und auf Fehler der Gegner warten wird.
Das und die tiefstehende kompakte Defensive, welche immer wieder mit Einzelkönnern wieMcTominay, Robertson oder auch junge Talente wie Aaron Hickey und Billy GIlmour zu überraschen gibt, könnte auch bei der WM auf jeden Fall für ein Weiterkommen mindestens über den dritten Platz reichen.









