Die 2. Bundesliga hat in den letzten Jahren einige ihrer Zugpferde verloren. Wie etwa Schalke 04, den 1. FC Köln oder den Hamburger SV, die inzwischen wieder erstklassig sind. Auch Werder Bremen spielte bekanntlich in diesem Jahrzehnt schon in der 2. Liga.
Doch noch immer ist Deutschlands Unterhaus von den Clubs her äußerst attraktiv, mit einer Mischung aus Traditionsclubs, die um den Aufstieg kämpfen, und durchaus ambitionierten Außenseitern.
In dieser Saison ist aber der VfL Wolfsburg so etwas wie ein Fremdkörper, da die Niedersachsen über drei Jahrzehnte erstklassig und bis zu diesem Sommer noch nie aus der Bundesliga abgestiegen waren. In der Autostadt sieht man das Ganze als Betriebsunfall, aber Fakt ist auch, dass die „Wölfe“ für Zweitligaverhältnisse personell sehr gut besetzt sind. Dementsprechend gelten sie als klarer Aufstiegsanwärter, was auch die Wettanbieter so sehen. Diese sehen hinter den Wolfsburgern Hannover 96 als zweitstärkstes Team an. Die 96er, mit ihrem Cheftrainer Christian Titz, mischte schon in der vergangenen Saison im oberen Tabellendrittel mit und möchte nach einigen Enttäuschungen zurück in die Bundesliga.
Das möchten auch die beiden Absteiger St. Pauli und Heidenheim. Die Hamburger mussten jedoch einige namhafte Abgänger verkraften. Bei den Heidenheimern wiederum ist der langjährige Erfolgscoach Frank Schmidt an Bord geblieben und so versucht der kleine Club, noch einmal ein Wunder zu schaffen.
Starten Dresden, Nürnberg und Kaiserslautern durch?
Gefühlt eine Ewigkeit müssen der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern ihr Dasein in der 2. Liga verbringen. Fans, Stadion und Tradition sind dagegen erstklassig und so streben beide Bundesligagründungsmitglieder die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs an.
Das hoffen insgeheim auch die Anhänger von Dynamo Dresden, das seine Leistungsträger weitgehend halten konnte und eine gute Vorbereitung absolviert hat. Somit sind die Sachsen so etwas wie ein Geheimfavorit auf den Aufstieg.
Wie schlagen sich die Aufsteiger?
Kleinere Brötchen bäckt dagegen die Berliner Hertha, die als Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz herausgegeben hat. Wundertüten sind hingegen Darmstadt 98 und Holstein Kiel, die im Sommer jeweils einen erheblichen personellen Umbruch verkraften mussten.
Eintracht Braunschweig und die SpVgg Greuther Fürth wiederum möchten nicht noch einmal solch eine Zittersaison wie die vorherige erleben, als man fast abgestiegen wäre. Auch der VfL Osnabrück, eine Fahrstuhlmannschaft der letzten Jahre, wünscht sich wohl eine ruhige Spielzeit.
Der andere Aufsteiger, Energie Cottbus, möchte natürlich ebenfalls in der 2. Liga verbleiben. Doch „Pele“ Wollitz ist einiges zuzutrauen und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass man vorerst nicht wieder in die 3. Liga zurückmuss.
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