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Was macht eigentlich Christian Wörns?

Bereits mit 17 Jahren debütierte Christian Wörns in der Bundesliga. Das war 1989 im Trikot von Waldhof Mannheim. Seine Karriere dauerte schließlich bis 2008, als er als BVB-Spieler und nach 469 Bundesligapartien seine Fußballschuhe an den Nagel hing. Doch was macht Christian Wörns heute? (Foto: IMAGO / Krieger)

Mit seinen 469 Bundesligaspielen rangiert Christian Wörns auf Platz 20 unter den Spielern mit den meisten Einsätzen in Deutschlands Eliteliga. Dabei bestritt der heute 50-Jährige jeweils über 200 Partien für Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Überhaupt war Christian Wörns in seiner Karriere nur für vier Clubs aktiv, was im modernen Fußball eher ungewöhnlich ist.

Gerade bei Bayer Leverkusen war der Verteidiger hochgeschätzt. Bei Borussia Dortmund trug er viele Jahre die Kapitänsbinde. In einer Zeit, in der es für den BVB bis auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2002 sportlich nicht besonders lief. In seiner Vita stehen 66 Länderspiele. Allerdings verliefen die Turniere, an denen Christian Wörns teilnahm, nicht besonders. Bei der EM 2004 schied die deutsche Mannschaft in der Vorrunde aus. Im Viertelfinalduell gegen Kroatien bei der WM 1998 sah Christian Wörns nach einer Notbremse die Rote Karte, was die 0:3-Niederlage gegen die Kroaten einleitete.

Bei den erfolgreichen Turnieren (EM 1996 und WM 2002) war Christian Wörns hingegen nicht dabei.

Unter dem Strich war Christian Wörns keiner, dem die Sympathien der Fans zuflogen, doch seine konstanten Leistungen über viele Jahre hinweg und seine Vereinstreue machten ihn zu einem überdurchschnittlichen Fußballprofi.

Nachwuchstrainer

Nach seinem etwas unfreiwilligen Karriereende 2008, als er für die sportliche Talfahrt des BVB mitverantwortlich gemacht wurde und bevor Jürgen Klopp bei den Schwarz-Gelben übernahm, ging Christian Wörns zum Hombrucher SV und trainierte dort die C-Jugend. Es folgten Trainerstationen im Nachwuchsbereich beim VfL Bochum, beim FC Schalke 04, bei der SpVgg Unterhaching, beim FC Augsburg und beim TSV 1860 München. Bei all diesen Stationen blieb Christian Wörns jedoch jeweils immer nur eine Saison.

2019 erfolgte schließlich der Wechsel zum DFB. Für ihn ist er als Trainer der U18 bis heute aktiv, nachdem er auch schon für die U19 und U20 verantwortlich war.

Der DFB beschreibt das Profil von Christian Wörns auf seiner Homepage folgendermaßen: „Christian Wörns hat als Spieler und Trainer immer ein hohes Maß an Bereitschaft, Disziplin, Widerstandsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen verkörpert. Gleichzeitig ist er aber auch immer wissbegierig und hat viele Erfahrungen im Nachwuchsbereich gesammelt. Diese Eigenschaften, gepaart mit seinen Erfahrungen als ehemaliger Nationalspieler, bringt er nun ins Team DFB und die U-Nationalmannschaften ein.“

Aufgrund der Nationalmannschaftskarriere und den kurzen Engagements als Jugendtrainer kann sich jedoch jeder ein eigenes Urteil bilden, ob der DFB immer die besten Leute für seine Nachwuchsmannschaften verpflichtet.

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Bilanz nach zwei Spieltagen in der Champions League

Zwei Spieltage sind in der diesjährigen Champions-League-Saison bisher absolviert und schon sind erste Trends erkennbar. So haben sich die Favoriten auf den Titel in der Königsklasse bisher weitgehend schadlos gehalten. Die Ausbeute der fünf deutschen Teams ist dagegen eher durchwachsen.

Eine Ausnahme bildet der FC Bayern München. In einer sehr schwierigen Gruppe mit Inter Mailand und dem FC Barcelona konnte der deutsche Rekordmeister seine ersten beiden Partien gewinnen. Damit haben die Münchner vor den anstehenden Duellen mit Viktoria Pilsen eine glänzende Ausgangsposition.

Etwas anders sieht die Situation für RB Leipzig aus. Die Sachsen müssen nach den beiden Niederlagen gegen Schachtjor Donezk und Real Madrid ernsthaft um das Weiterkommen bangen. Die beiden Partien gegen Celtic Glasgow werden nun richtungsweisend sein.

Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt haben den totalen Fehlstart verhindert

Nach ihren Auftaktniederlagen standen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt unter gehörigem Druck. Doch die „Werkself“ setzte sich am Dienstag gegen Atlético Madrid durch. Die Hessen triumphierten bei Olympique Marseille. Diese Siege sind sehr hoch einzuschätzen, da insbesondere Olympique Marseille derzeit in der französischen Ligue 1 eine sehr gute Rolle spielt. Zudem ist Atlético Madrid auf europäischer Bühne wirklich keine Laufkundschaft.

Auch Borussia Dortmund wusste am zweiten Gruppenspieltag zu überzeugen. Zwar verlor der BVB 1:2 bei Manchester City, doch auf die gezeigte Leistung beim Guardiola-Team können die Schwarz-Gelben aufbauen. Zumal schon einmal drei Punkte nach dem Sieg über den FC Kopenhagen auf der Habenseite stehen. Nun müssen die Dortmunder jedoch gegen den FC Sevilla bestehen, doch die Wettanbieter sehen den BVB für die Partie am 5.10. leicht vorne.

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Robert Lewandowski – ein Weltstar hat beim FC Bayern gespielt

Sein Abgang vom FC Bayern lief nicht ohne Nebengeräusche ab und vieles wurde über die Medien ausgetragen. Doch in einigen Jahren, mit etwas Abstand und wenn Robert Lewandowski seine Karriere beendet hat, wird man sagen, dass ein echter Weltstar, sogar ein zweimaliger Weltfußballer beim FC Bayern München gespielt hat, der sich zudem in die Geschichtsbücher der Bundesliga eingetragen hat. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

Da wären zum einen seine 312 Tore, die der Angreifer in Deutschlands Eliteliga geschossen hat. In 60 Jahren Bundesliga hat nur Gerd Müller mehr Treffer erzielt (365). Dafür brauchte der „Bomber der Nation“ 427 Partien, was einen Schnitt von 0,85 Toren pro Spiel macht. Die Quote von Robert Lewandowski beträgt 0,81, was ihn weit vor Bundesliga-Legenden wie Jupp Heynckes (0,60) oder Klaus Fischer (0,50) liegen lässt.

Der Abschied von Gerd Müller von „seinen“ Münchnern lief 1979 übrigens auch nicht ohne Nebengeräusche und gegenseitigen Kränkungen ab. Doch seit unzähligen Jahren werden beim FC Bayern immer wieder die Verdienste von Gerd Müller herausgehoben. Natürlich kann man dessen Einfluss auf die Entwicklung des deutschen Rekordmeisters nicht mit Robert Lewandowski vergleichen, doch der polnische Nationalspieler (76 Tore in 132 Länderspielen) hat den FC Bayern in seinen acht Spielerjahren auch geprägt.

Internationale Strahlkraft und 86 Treffer in der Champions League

In weiten Teilen des Globus ist die UEFA Champions League das Maß aller Dinge. Gerade im asiatischen und arabischen Raum. Besonders dort werden die englischen Teams und Clubs wie Real Madrid oder der FC Barcelona favorisiert. Aber auch Stars spielen eine Rolle und hier hat Robert Lewandowski dem FC Bayern und der Bundesliga viel Glanz verliehen. Erst recht durch seine individuellen Auszeichnungen.

Auch durch diese Strahlkraft fällt es womöglich den Bayern-Verantwortlichen etwas leichter, internationale Top-Stars an die Isar zu holen, weil Robert Lewandowski gezeigt hat, dass bei den Münchnern eine Weltkarriere möglich ist und auch die Champions League gewonnen werden kann.

In der Königsklasse kommt der Stürmer auf 86 Tore. In dieser Statistik liegen nur Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Karim Benzema vor ihm. Alle genannten Spieler sind lebende Legenden, die den Weltfußball in den letzten 10-15 Jahren geprägt und zum Teil dominiert haben.

Die Bayern lagen mit Robert Lewandowski praktisch immer 1:0 in Führung

Doch vor allen Dingen im deutschen Fußball hat Robert Lewandowski tiefe Spuren hinterlassen. So gewann der polnische Stürmer nicht weniger als zehn Deutsche Meisterschaften und holte viermal den DFB-Pokal. Dazu kommen sechs Supercupsiege, zwei Auszeichnungen als Spieler des Jahres und siebenmal der Titel des Torschützenkönigs.

Neben seinen 312 Bundesligatreffern ist noch eine Statistik erstaunlich. Denn Robert Lewandowski gab in der Bundesliga in 384 Spielen auch 75 Vorlagen. Das bedeutet, dass ein Bundesligaverein, welches Robert Lewandowski in seinen Reihen wusste, statistisch immer mit einem 1:0-Vorsprung in eine Partie ging.

Aber Robert Lewandowski hat sich auch durch seine zurückhaltende und bescheidene Art sehr viele Sympathien in Fußball-Deutschland erobert. Er machte auch nie einen Hehl daraus, dass er ein Vollblut-Profi und Vereinstreue daher begrenzt ist.

Ich selbst hatte 2016 die Gelegenheit im Bayern-Teamhotel in Jena neben Robert Lewandowski zu stehen. Obwohl weltberühmt und mehrfacher Millionär war er sofort bereit, mit mir ein Selfie zu machen und verhielt sich auch sonst sehr sympathisch.

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An seine beeindruckenden Statistiken werden sich wohl in Zukunft zahlreiche außergewöhnliche Stürmer die Zähne ausbeißen, zumal Erling Haaland nicht mehr in der Bundesliga spielt.

Und selbst seine Kritiker werden zugeben müssen, dass Robert Lewandowski hinter Gerd Müller der zweitbeste Stürmer der Bundesligageschichte und eine lebende Legende ist.

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Bundesliga: Vorschau 4. Spieltag

Drei Spieltage sind in der neuen Saison absolviert und schon stehen einige Teams unter Druck. RB Leipzig und Bayer Leverkusen zum Beispiel, wo Domenico Tedesco und Gerardo Seoane um ihre Jobs bangen müssen. Währenddessen zerlegen die Bayern ihre Gegner und haben mit einem Torverhältnis von 15:1 einen neuen Bundesligastartrekord aufgestellt. (Bild: IMAGO / Revierfoto)

Den 4. Spieltag eröffnen der SC Freiburg und der VfL Bochum. Der Revierclub hat bisher noch keinen Punkt ergattern können und kam am letzten Wochenende beim 0:7 gegen die Münchner böse unter die Räder. Die Breisgauer hingegen haben schon sechs Punkte auf dem Konto und gehen in dieses Freitagabendspiel als Favorit hinein.

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Vorschau 2. Spieltag

Der 1. Bundesligaspieltag hielt schon jede Menge interessante Geschichten bereit. Und so fiebern die Fans dem 2. Spieltag entgegen. Zudem können die Gegner von Länderspielpausen aufatmen, denn die erste findet nach dem 7. Spieltag statt. So gibt es die kommenden Wochen Bundesligafußball satt.

Los geht es am Freitagabend mit dem Gastauftritt des BVB beim SC Freiburg. Sicherlich wird bei dieser Partie Dortmunds Neuzugang Anthony Modeste besonders im Fokus stehen. Der Wechsel des Franzosen hat nicht nur das Kölner Lager bewegt. Auch einige BVB-Fans sehen seine Verpflichtung kritisch.

Die Freiburger hingegen sind mit einem 4:0 beim FC Augsburg glänzend aus den Startlöchern gekommen. Nun möchte das Streich-Team nachlegen. Es ist auch die Wiederkehr des verlorenen Sohnes. Denn Nico Schlotterbeck kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Sechs Spiele am Samstag

Anhänger der Bundesligakonferenz kommen am Samstag voll auf ihre Kosten. Gespannt sein darf man zum Beispiel auf das Duell zwischen der Hertha und Eintracht Frankfurt. Beide Mannschaften lechzen nach bösen Schlappen am 1. Spieltag nach Wiedergutmachung. Zudem verloren die Hessen am Mittwoch den europäischen Supercup gegen Real Madrid.

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In diesen Bundesligastadien darf noch geraucht werden

Raucher haben es immer schwerer. Früher durfte fröhlich in Restaurants, im Zug und sogar im Flugzeug gequalmt werden. Seit 2008 gibt es jedoch in Deutschland in der Gastronomie ein generelles Rauchverbot. Ebenso in Zügen der Deutschen Bahn und selbst auf Atlantikflügen darf nicht mehr geraucht werden. (Foto: IMAGO / ActionPictures)

Doch wie sieht die Situation in den Bundesligastadien aus?

Für viele Stadionbesucher gehört die Zigarette zu einem Fußballspiel dazu, wie die Bratwurst und das Bier. Ab der 2. Liga abwärts, bis hin zur Kreisklasse, müssen sich Raucher diesbezüglich auch kaum einschränken.

Anders sieht es jedoch im internationalen Fußball aus. Die EM war komplett rauchfrei. Wie auch die kommende Weltmeisterschaft in Katar. In den englischen Premier-League-Arenen herrscht schon seit vielen Jahren ein striktes Rauchverbot. Auch Real Madrid und der FC Barcelona haben die Zigaretten aus ihren Stadien verbannt.

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Komplett rauchfrei: Das Camp Nou in Barcelona

In der Bundesliga gibt es fünf komplett rauchfreie Stadien. Vorreiter war hier der FC Bayern München. Uli Hoeneß höchstpersönlich setzte sich dafür ein, dass in der Allianz Arena nicht mehr geraucht werden darf. Selbst E-Zigaretten sind dort seit der Saison 2018/19 verboten.

Ebenfalls komplett rauchfrei sind derzeit fünf andere Bundesligastadien. Darunter die Leverkusener BayArena, die Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena, die Leipziger Red Bull Arena und das Kölner Rhein-Energie-Stadion. In den anderen Stadien gibt es zumindest rauchfreie Blöcke, so etwa im Dortmunder Signal Iduna Park mit dem Rewe Familienblock.

Die Alte Försterei als letzte Raucherbastion

Union Berlin hat den eigenen Anspruch, der „etwas andere Verein“ zu sein. Das spiegelt sich zum Beispiel in der Tatsache wider, dass die Alte Försterei fast ein reines Stehplatzstadion ist, und auch nach dem Umbau sein wird. Die Heimstätte der Köpenicker ist auch ein El Dorado für Raucher, denn hier können sie ohne Einschränkungen ihrem Laster nachgehen und rauchend Erstligafußball sehen.

Sehr zum Unmut der Initiative Pro Rauchfrei e.V. Dessen Vorstandsmitglied Rainer Nickel hatte sich bei einer Jahreshauptversammlung des FC Bayern für ein Rauchverbot in der Allianz Arena starkgemacht. 2010 wurde das Bayern-Mitglied dafür ausgelacht und ausgebuht, doch einige Jahre später wagte er einen neuen Versuch. Der Rest ist bekannt. Nickels Mitstreiter bei Pro Rauchfrei e.V., Siegfried Ermer, geht sogar so weit, dass „Zigarettenrauch nicht zur Fußballkultur gehöre“.

🏟 Bundesligastadien 2021/22 im Überblick
VereinStadionRauchverbot
FC Bayern MünchenAllianz ArenaJa
Borussia DortmundSignal Iduna ParkNein
RB LeipzigRed Bull ArenaJa
Bayer 04 LeverkusenBayArenaJa
Borussia M'gladbachBorussia-ParkNein
VfL WolfsburgVolkswagen ArenaNein
Eintracht FrankfurtDeutsche Bank ParkNein
TSG 1899 HoffenheimPreZero ArenaJa
Hertha BSCOlympiastadionNein
VfB StuttgartMercedes-Benz ArenaNein
SC FreiburgSC-StadionNein
1.FSV Mainz 05Mewa ArenaNein
FC AugsburgWWK ArenaNein
1.FC Union BerlinAlte FörstereiNein
1.FC KölnRheinEnergieStadionJa
Werder BremenWeserstadionNein
VfL BochumVonovia RuhrstadionJa
FC Schalke 04VELTINS-ArenaNein

Es ist davon auszugehen, dass es in Zukunft immer mehr rauchfreie Stadien geben wird. Solche Pläne hat etwa Werder Bremen. Derzeit gibt es in den Bundesligastadien den Kompromiss der rauchfreien Blöcke, deren Anzahl stetig erweitert wird.

Doch früher oder später wird wohl der komplette deutsche Profifußball komplett rauchfrei sein. Abgesehen von einigen Akteuren. So ist zum Beispiel von Hans-Joachim Watzke, Dirk Zingler, Horst Heldt und Jürgen Klopp bekannt, dass sie Raucher sind.

  • Mehr zur Bundesliga findest du hier.
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