Christian

So viel verdienen die TV-Experten

Sie gehören mittlerweile zum Fußball dazu wie das berühmte Salz in der Suppe. Die TV-Experten, die meistens früher selbst Profifußballer waren. Doch was verdient man, wenn man bei Sky, DAZN, ARD & Co. Partien analysiert? (Foto: IMAGO / Laci Perenyi)

Vorreiter bei dieser Berufssparte war Günther Netzer, der ab 1988 für die RTL-Bundesligaberichterstattung „Anpfiff“ im Einsatz war. Ihm folgten Otto Rehhagel und Karl-Heinz Rummenigge für die Öffentlich-Rechtlichen.

Auch Jürgen Klopp hat schon für das Fernsehen gearbeitet, bevor er als Trainer des BVB und des FC Liverpool Weltruhm erlangte. Franz Beckenbauer war jahrelang das Aushängeschild von Premiere, was vor über zehn Jahren zu Sky wurde.

Die heutigen Granden unter den TV-Experten heißen Lothar Matthäus, Bastian Schweinsteiger und Matthias Sammer, der nach einer kleinen Fernsehpause ab dieser Saison für Amazon die Champions League begleitet.

10.000 bis 25.000 Euro pro Einsatz in der Spitze

Diese ehemaligen Weltklassefußballer verdienen auch am meisten in Deutschland und kommen auf eine Gage von 10.000 bis 25.000 Euro pro Einsatz. In diesen Sphären bewegen sich ebenfalls Mario Gomez und Per Mertesacker, der beim ZDF angestellt ist.

Dahinter folgt die zweite Riege der TV-Experten, wenn es um das Gehalt geht. Dietmar Hamann (Sky), Benedikt Höwedes (Amazon), Ralf Rangnick (DAZN) und Stefan Kuntz (Sat. 1) verdienen pro Einsatz zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Doch es gibt auch Experten, die mit weniger Geld vorliebnehmen müssen. Steffen Freund (RTL), Sandro Wagner (DAZN), Karl-Heinz Riedle (RTL) oder Stefan Effenberg (Sport1) etwa, die auf einen Verdienst zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Einsatz kommen.

Und dann gibt es noch TV-Experten, die lediglich zwischen 1.000 und 3.000 Euro pro Einsatz bekommen. Dazu gehören unter anderem Peter Neururer (Sport1), Thorsten Mattuschka (Sky), Ralph Gunesch (DAZN) oder Thomas Broich (ARD).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass größere und bekanntere Namen mehr Geld verdienen. Das sagt jedoch nichts über die Qualität der Leistung aus. Hier hat aber bekanntlich jeder seinen eigenen Geschmack. Doch kleine bis mittlere vierstellige Beträge sind wohl branchenüblich. So soll Star-Kommentator Wolff-Christoph Fuss 3.000 Euro pro Partie erhalten.

Und hier ist die Übersicht der Gehälter der TV-Experten:

10.000 bis 25.000 Euro pro Einsatz

  • Bastian Schweinsteiger (ARD)
  • Lothar Matthäus (RTL und Sky)
  • Matthias Sammer (Amazon)
  • Mario Gomez (Amazon)
  • Per Mertesacker (ZDF)

5000 bis 10.000 Euro pro Einsatz

  • Dietmar Hamann (Sky)
  • Benedikt Höwedes (Amazon)
  • Ralf Rangnick (DAZN)
  • Stefan Kuntz (Sat.1)

3000 bis 5000 Euro pro Einsatz

  • Steffen Freund (RTL)
  • Eric Meijer (Sky)
  • Sandro Wagner (DAZN)
  • Kim Kulig (Amazon)
  • Karl-Heinz Riedle (RTL)
  • Patrick Owomoyela (Amazon)
  • Stefan Effenberg (Sport1)

1000 bis 3000 Euro pro Einsatz

  • Peter Neururer (Sport1)
  • Jonas Hummels (DAZN)
  • Olaf Thon (Sport1)
  • Thorsten Mattuschka (Sky)
  • Ralph Gunesch (DAZN)
  • Thomas Broich (ARD)
  • Sebastian Kneissl (DAZN)
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Christian

Frankfurts durchwachsener Saisonstart

Weder Fisch noch Fleisch – so könnte man das 1:1 gegen den 1. FC Köln am Samstag einordnen. Durch diese Punkteteilung warten die Frankfurter immer noch auf ihren ersten Saisonsieg. Dagegen stehen gleich sechs Unentschieden und zwei Niederlagen auf der Habenseite.

Doch man muss feststellen, dass es zuletzt eine Leistungssteigerung gab. Gegen die in dieser Saison gut aufspielenden Wolfsburger hielt die Eintracht in der vergangenen Woche gut mit und erkämpfte sich am Ende ein Remis. Gegen Köln holte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner einen Rückstand auf und mit etwas mehr Glück hätte es auch zum Sieg reichen können.

Dagegen kann man von einem verpatzten Saisonstart sprechen. Mit dem peinlichen Pokalaus gegen Waldhof Mannheim und der 2:5-Klatsche gegen den BVB am 1. Bundesligaspieltag. Auch das dürftige 0:0 gegen den FC Augsburg und das magere 1:1 gegen Arminia Bielefeld, beides Teams, die sich wohl in dieser Spielzeit eher in unteren Tabellenregionen ansiedeln werden. So manch Eintracht-Fan bekam es da sicherlich mit der Angst zu tun. Denn nach den Jahren des Erfolges möchte niemand in der Mainmetropole einen Abstiegskampf mitmachen.

Oliver Glasner helfen nur Siege

Doch erst einmal ist die Ausbeute von fünf Punkten nach sechs Spieltagen recht zufriedenstellend. Zur ersten Tabellenhälfte (Platz neun) sind es lediglich drei Punkte Rückstand, doch Frankfurt muss in den kommenden Wochen liefern. Allerdings geht es nächste Woche in die Allianz Arena. Dort sind zuletzt die Hertha und der VfL Bochum böse unter die Räder gekommen.

Nach der Länderspielpause kommt dann die Hertha in den Deutsche Bank Park, bevor ein Auswärtsspiel beim VfL Bochum wartet. Gerade in diesen beiden Partien sollten die Hessen dringend punkten, denn danach kommt es zum Duell mit RB Leipzig.

Dazwischen stehen Spiele in der Europa League an, die das Glasner-Team möglichst auch erfolgreich gestalten will.

Gerade an dem 47-Jährigen liegt es jetzt, die Eintracht auf das Wesentliche zu fokussieren. Eine weitere Abwärtsspirale soll unbedingt verhindert werden, denn die gibt es etwa seit einem halben Jahr. Mitte April gab Adi Hütter bekannt, dass er Frankfurt zum Saisonende verlassen wird. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hessen auf Platz vier. Mit sieben Zählern Vorsprung auf den Tabellenfünften Borussia Dortmund. Der Rest ist bekannt. Die Eintracht holte aus den folgenden sechs Partien nur noch sieben Punkte und verpasste somit die Champions League.

Saisonübergreifend haben die Frankfurter daher aus den letzten zwölf Bundesligaspielen zwölf Punkte geholt. Nun liegt es an der Mannschaft um Kapitän Sebastian Rode, dass Ruder herumzureißen, sonst droht ein unruhiger Herbst in der Bankenstadt.

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Vor 40 Jahren ǀ Die Mini-WM in Uruguay

In den letzten Jahren ließen FIFA und UEFA mit immer neueren Wettbewerben aufhorchen, was jedoch nicht jedem Fußballfan gefiel. Doch auch schon in der Vergangenheit gab es Veranstaltungen, die jenseits von Fußballwelt- oder Europameisterschaften stattfanden. So wurde etwa zum Jahreswechsel 1980/81 eine sogenannte Mini-WM, die Mundalito (wörtlich: kleine Weltmeisterschaft) ausgetragen.

Anlass war das 50-jährige Bestehen der Fußballweltmeisterschaft, die 1930 ins Leben gerufen wurde. Die erste WM wurde in Uruguay durchgeführt und so war das südamerikanische Land auch Schauplatz der Mini-WM. Eingeladen waren die bisherigen Weltmeister Uruguay, Italien, Deutschland, Brasilien, England und Argentinien. Die „Three Lions“ sagten jedoch ab und so rutschte die Niederlande als zweimaliger Vize-Weltmeister nach.

Das Turnier begann einen Tag vor Silvester mit der Partie Uruguay-Niederlande, welches der Gastgeber 2:0 gewann. Die deutsche Mannschaft, die erst am 28. Dezember angereist war, bestritt ihr erstes Spiel am Neujahrstag gegen Argentinien. Im Duell des amtierenden Europameisters gegen den aktuellen Weltmeister ging die DFB-Elf durch ein Tor von Horst Hrubesch in Führung. Manfred Kaltz fabrizierte schließlich in der 84. Minute ein Eigentor. Ramon Diaz gelang anschließend sogar noch der Siegtreffer für die „Gauchos“, sodass Bundestrainer Jupp Derwall, der seit 1978 im Amt war, seine erste Niederlage als Verantwortlicher des DFB-Teams kassierte.

„Diese Mini-WM war unnötig wie ein Kropf“

Im zweiten und letzten Gruppenspiel hieß dann der Gegner Brasilien. Auch in dieser Partie ging die deutsche Mannschaft um ihren Kapitän Bernhard Dietz in Führung, um dann am Ende 1:4 zu verlieren.

Der damalige DFB-Verteidiger Karl-Heinz Förster gab viele Jahre später einen Einblick in das Innenleben der deutschen Nationalmannschaft und befand, dass „diese Mini-WM unnötig wie ein Kropf war“.

Und tatsächlich hatten die DFB-Kicker mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. So betrug der Temperaturunterschied zum Jahreswechsel 1980/81 vom kalten Deutschland zum tropisch-heißen Uruguay 40 Grad. Zudem war diese Mini-WM mehr oder weniger sportlich wertlos, doch bei diesem Turnier endete die längste Siegesserie einer deutschen Mannschaft, die es je gab (23 Spiele), und so war dann die Enttäuschung doch groß, zumal das Spiel gegen Argentinien äußerst unglücklich verlorenging.

Ein Jahr später, bei der richtigen WM, wurde Deutschland dann Vize-Weltmeister, mit einem Kader der laut Karl-Heinz Förster besser als der von 1990 war. Und tatsächlich hatte das DFB-Team in diesen Jahren überragende Einzelspieler. Einen jungen Toni Schumacher, Karl-Heinz-Rummenigge, der sich in die Weltklasse gespielt hatte, und mit Hans-Peter Briegel, Karl-Heinz Förster und Manfred Kaltz überragende Verteidiger. Dazu ein talentiertes Mittelfeld mit Felix Magath und Paul Breitner, der zur WM 1982 reaktiviert wurde.

Doch die Mini-WM blieb am Ende eine lästige Pflichtveranstaltung. Gewonnen hatte diese schließlich der Gastgeber. Durch einen Sieg 2:1-Sieg im Finale gegen Brasilien. Erwähnenswert ist noch, dass sich Diego Maradona bei diesem Turnier erstmals auf der großen Fußballbühne präsentiert hat. Zudem ist die Tatsache interessant, dass in den folgenden 40 Jahren nur noch zwei weitere Weltmeister dazukamen, die sich den Titel erstmals sichern konnten (1998 Frankreich und 2010 Spanien).

So sind auch die üblichen Verdächtigen die Top-Favoriten auf den WM-Sieg in Katar, die ebenfalls im Winter ausgetragen wird. Momentan listet Bwin hier Frankreich (Siegquote 6,00) vor Brasilien (6,50), England (7,50), Deutschland (10,00), Argentinien (10,00), Italien (10,00) und Spanien (11,00). Belgien als erster Nicht-Weltmeister folgt dahinter (12,00).

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Christian

RB Leipzig steht fast schon mit dem Rücken zur Wand

Vier Bundesligaspieltage sind bisher absolviert, in denen man eine gewisse Tendenz erkennen kann. Die Ausbeute der Leipziger kann man dabei als mager bezeichnen. Lediglich drei Punkte stehen auf der Habenseite. Der Rückstand zur Tabellenspitze beträgt bereits neun Zähler. Zu den Bayern sind es sieben Punkte Abstand. Daher sind die „Roten Bullen“ in den nächsten Wochen zum Siegen verdammt, soll der Blick auf die vorderen Plätze nicht ganz verlorengehen.

Denn es ist davon auszugehen, dass die Konkurrenz fleißig weiterpunktet. Allen voran die Münchner und der BVB. Der deutsche Rekordmeister scheint schon jetzt gefestigt und wird wohl auch die nächsten Spiele erfolgreich gestalten, während die Dortmunder über ein unheimlich großes Potential verfügen und auch ihre Siege einfahren werden.

Daher gilt es für die Leipziger, nicht noch weiter an Boden zu verlieren. Die nächsten Gegner in der Bundesliga heißen Köln, Hertha und Bochum, bevor die nächste Länderspielpause ansteht. Das sind alles machbare Aufgaben, bei denen es darum geht, zumindest sieben Punkte zu holen.

Dazu kommt es in der Champions League zu den Aufeinandertreffen mit Manchester City und dem FC Brügge. Starten die Leipziger auch hier schlecht, könnte darunter die Stimmung in der sächsischen Stadt leiden.

Bisher noch keine Rückschläge bei RB

Leipzig war 2016 in die Bundesliga aufgestiegen und erreichte gleich einen 2. Platz. Die „Roten Bullen“ waren kein gewöhnlicher Aufsteiger, das konnte man schnell sehen. Und so setzten sich die Sachsen schnell auf den vorderen Plätzen der Bundesliga fest. So erreichten die Leipziger bisher in jedem Jahr ihrer Bundesligazugehörigkeit die Teilnahme am internationalen Geschäft und dabei bis auf eine Ausnahme immer die Champions League. Dazu konnte der Brauseclub zweimal das Finale des DFB-Pokals erreichen und kam 2020 bis ins Halbfinale der Champions League.

Überhaupt haben es die Leipziger in ihrer fünfjährigen Bundesligazugehörigkeit geschafft, keinen Trainerwechsel während der laufenden Saison vornehmen zu müssen. Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann beendeten ihre Arbeitsverhältnisse bei den Sachsen jeweils immer zum Saisonende.

So gab es bei RB bisher keine wirklichen Rückschläge. Die Philosophie des Clubs war es zudem, junge Spieler zu verpflichten und sie weiterzuentwickeln. Etwaige Niederlagen waren eingeplant und man hatte bei den Leipzigern immer das Gefühl, dass Erfolge immer eine Zugabe waren, als immer noch relativ neues Bundesligamitglied, welches man war und eigentlich noch ist. Doch eine Saison jenseits der Europapokalplätze wäre dann wirklich eine Enttäuschung.

Wurde Leipzig kaputtgekauft?

Beim Bundesligazweiten der Vorsaison war der Aderlass in diesem Sommer sehr groß. Neben Erfolgstrainer Julian Nagelsmann verließ mit Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté die komplette Innenverteidigung den Club. Dazu gingen in den Jahren zuvor schon mit Naby Keita und Timo Werner wichtige Eckpfeiler des Erfolgs weg.

Damit teilt RB jedoch das Schicksal vieler anderer Clubs. Aus der Bundesliga können eigentlich nur die Bayern regelmäßig ihre besten Spieler halten. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass weitere Stars Leipzig den Rücken zukehren werden. Dazu sind die europäischen Spitzenclubs einfach zu mächtig und zu finanzstark, doch das Beispiel von Marcel Sabitzer hat auch gezeigt, dass es unter Umständen noch einmal eine andere Bedeutung hat, wenn man bei einem wirklichen Schwergewicht unter Vertrag steht. Und so haben die Leipziger vielleicht in den letzten zwei Jahren unter Julian Nagelsmann die große Gelegenheit verpasst, den deutschen Meistertitel zu erringen.

Doch vielleicht sieht die Situation in ein paar Wochen wieder rosiger für die Leipziger aus. Doch dazu sollte auch bei Manchester City bestanden werden. Bwin sieht jedoch wenig Chancen für RB, etwas Zählbares von der Insel mitzunehmen. So beträgt Leipzigs Siegquote in diesem Spiel 8,50. Ein Erfolg des Guardiola-Teams wird mit einer Quote von 1,30 taxiert.

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Die Pläne der FIFA sind Wahnsinn

Fußballweltmeisterschaften sind das absolute Highlight. Für Fußballfans und die beteiligten Akteure. Sie finden alle vier Jahre statt, doch sollen laut aktuellen Überlegungen im 2-Jahres-Rhythmus über die Bühne gehen. Dafür würde die EM in den ungeraden Jahren stattfinden und somit hätte man in jedem Sommer ein großes Turnier.

Schon jetzt ist bei einigen Fans eine Übersättigung zu beobachten. Auch weil die Spirale in den letzten Jahren immer weiter nach oben gedreht wurde. So gibt es seit einiger Zeit die Nations League, eine Klub-WM wird bald ausgetragen und ab 2024 gibt es noch mehr Spiele in der Champions League. Dazu wurde ein dritter europäischer Wettbewerb, die Conference League, ins Leben gerufen. Und die WM findet bald anstatt mit 32 Mannschaften mit 48 Teams statt. Auch eine Europameisterschaft mit 24 Ländern ist äußerst fragwürdig.

Am Ende geht es wohl um Geld, obwohl im aktuellen Fußballgeschäft schon genug verdient wird. Mehr Spiele bedeuten mehr Einnahmen, doch die Gefahr, dass sich die Menschen irgendwann abwenden, besteht.

Dazu waren Fußballweltmeisterschaften immer etwas Besonderes. Würde eine WM alle zwei Jahre stattfinden, hätten auch Erfolge nicht mehr die Bedeutung. Zudem würden sich Spielpaarungen immer wiederholen. Schon jetzt ist das in der Champions League zu beobachten, wo in der Vorrunde eigentlich schon feststeht, welche Vereine weiterkommen und wo es ab dem Viertelfinale zu immer fast den gleichen Duellen kommt.

Der Druck der kleineren Nationen

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der gegen die FIFA-Pläne Sturm läuft, hatte sich seine Wahl gesichert, indem er eine EM mit mehr Teams versprach. So bekommen nun eher kleinere Nationen die Gelegenheit, bei einem großen Turnier dabei zu sein. Island, Zypern oder Wales sind hier gute Beispiele.

Auch Gianni Infantino, seines Zeichens FIFA-Präsident, hat ein Wahlversprechen an die eher kleineren Fußballnationen eingelöst und die WM von 32 auf 48 Mannschaften erweitert. Würde eine Weltmeisterschaft ab 2026 alle zwei Jahre ausgetragen werden, könnten noch mehr Länder teilnehmen, die noch nie bei einer WM dabei waren.

Zweifellos würde dann auch das Niveau sinken und es gäbe sehr viele unattraktive Spiele. Zudem scheinen die Fußballprofis jetzt schon am Limit. Gerade Regenerationspausen im Sommer sind wichtig. Gäbe es in jedem Jahr ein großes Turnier, wären die Spieler noch mehr überlastet.

Aber es gibt eben den asiatischen und arabischen Markt. Dort ist die Fußballbegeisterung riesengroß. Und dort ist auch das große Geld zu verdienen. Das weiß die FIFA, und auch die UEFA und die europäischen Top-Vereine, und richten ihre Strategie seit einigen Jahren danach aus. Doch es ist nicht unrealistisch, dass diese Blase irgendwann platzt. Als gutes Vorbild könnte jedoch die NFL dienen. American Football ist in den USA unheimlich beliebt und setzt Milliardenbeträge um. Mehr Spiele gibt es trotzdem nicht. Die NFL bleibt bei ihren 16 Saisonspielen und den Playoffs, obwohl noch mehr Geld zu verdienen wäre, würde es mehr Spiele geben.

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Christian

Vorschau auf den 4. Spieltag

Für viele Fußballfans ist die Länderspielpause vorbei, obwohl die deutsche Nationalmannschaft unter Hansi Flick in ihren drei Partien mehr als überzeugte. Doch jetzt steht wieder der Vereinsfußball im Fokus. Bevor nächste Woche die Champions League in ihre neue Saison startet, findet an diesem Wochenende der 4. Bundesligaspieltag statt.

Dabei kommt es zu zwei Spitzenspielen. Besonders die Begegnung zwischen RB Leipzig und den Bayern verspricht viel Brisanz. Denn bei den Münchnern gab es in der Sommerpause drei Neuzugänge aus Leipzig. Sicherlich werden die Sachsen daher besonders motiviert sein, vor allen Dingen, um Julian Nagelsmann seine Rückkehr in die Red Bull Arena zu vermiesen. Aber für die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch geht es auch darum, den eigenen schlechten Saisonstart mit lediglich drei Punkten aus drei Spielen vergessen zu machen.

Auch deshalb gehen die Bayern als Favorit in diese Partie. So vergibt Betano für einen Sieg des Nagelsmann-Teams eine Quote von 2,15. Ein Erfolg der Leipziger brächte eine Quote von 3,00 ein. Anpfiff dieser Partie ist Samstag um 18.30 Uhr.

Bereits drei Stunden vorher tritt der BVB bei Bayer Leverkusen an. Viele Tore sind hier sicherlich garantiert, denn es treffen zwei sehr offensivstarke Mannschaften aufeinander. Zudem ist es ein echtes Spitzenspiel, denn die Leverkusener belegen derzeit mit sieben Punkten den zweiten Platz. Die Dortmunder folgen mit sechs Zählern auf Rang fünf.

Ebenfalls am Samstag versucht der VfL Wolfsburg, die Tabellenspitze zu behaupten. Dazu reisen die Niedersachsen nach Fürth. Die Spielvereinigung wartet noch immer auf ihren ersten Bundesligaheimsieg. Die Wettanbieter trauen dies jedoch den Fürthern auch diesmal nicht zu. Bei Betano beträgt die Siegquote des Aufsteigers 5,60. Ein Dreier der „Wölfe“ wird mit einer Quote von 1,57 taxiert.

Drei Partien am Sonntag

Die Montagsspiele sind bekanntlich Geschichte. Dafür wurde ein neuer Termin am frühen Sonntagabend gefunden. So kommt es um 19.30 Uhr zum Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld. Die Gladbacher können mit ihrem Saisonstart nicht zufrieden sein, denn bisher steht lediglich ein mageres Pünktchen auf der Habenseite. Bielefeld ist dagegen mit drei Punkten ordentlich in die Saison gekommen.

Zudem gibt es am Sonntag die Paarungen Eintracht Frankfurt-VfB Stuttgart und VfL Bochum-Hertha BSC. Dabei stehen die Hessen und die Berliner unter besonderem Druck. Denn beide Teams sind noch sieglos. Die Hertha hat sogar ihre drei Spiele allesamt verloren und sich zuletzt in der Allianz Arena desolat gezeigt. Die Eintracht hingegen sucht in dieser Saison noch etwas ihre Identität, nachdem es im Sommer einige Wechsel in der Führungsetage gab.

Alle drei Begegnungen am Sonntag werden von DAZN übertragen. Die Samstagsspiele zeigt Sky.

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