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Christian

Im Fokus: Alphonso Davies

Er ist der beste Spieler aller Zeiten seines Landes und steht bei der WM natürlich besonders im Blickpunkt, da Kanada Co-Gastgeber dieses Turniers ist. Aber Alphonso Davies plagt sich seit einiger Zeit mit Verletzungen herum und ist auch jetzt angeschlagen. Daher ist sein Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina, welches am Freitag den 12. Juni um 21 Uhr MESZ stattfindet, nicht sicher. (Bild: IMAGO / Beautiful Sports International)

Der Auftritt des Bayernspielers wäre jedoch für die Kanadier enorm wichtig, um internationale Aufmerksamkeit und eine gewisse Euphorie in dem Eishockey-Land zu erzeugen. Denn Kanada ist alles andere als ein Fußballland. So gab es bislang erst zwei WM-Teilnahmen und auch sonst halten sich die Erfolge in Grenzen.

Alphonso Davies wiederum spielt seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau im europäischen Fußball und hat schon viele Schlachten in der Champions League geschlagen, obwohl er erst 25 Jahre alt ist. Man kann davon ausgehen, dass der Linksverteidiger seit sehr langer Zeit auf diese Weltmeisterschaft hin gefiebert hat, weil seit Juni 2018 feststeht, dass sie neben der USA und Mexiko auch in Kanada ausgetragen wird. Umso tragischer ist jetzt sein Verletzungspech.

Eigentlich kommt die Eröffnungspartie für Alphonso Davies zu früh, doch der 25-Jährige hofft noch:

„Im Leben ist alles möglich. Für mich hängt alles davon ab, wie mein Genesungsprozess verläuft, wie die nächsten Tage und die Woche vor dem Spiel laufen.“

Kanadas Trainer Jesse Marsch erklärt dagegen, dass man kein Risiko eingehen werde. Dennoch hofft der frühere Coach von RB Leipzig:

„Ich weiß, dass er einige Verletzungen hatte und nicht geplant ist, dass er zum ersten Spiel zurück sein wird. Aber dieser Mann ist ein außergewöhnlicher Athlet und ein Wettkämpfer. Ohne Druck auf ihn ausüben zu wollen, glaube ich an Alphonso. Wir schauen von Tag zu Tag.“

Wie heikel die ganze Sache ist, auch für den FC Bayern, ist das Ereignis vom März 2025, als er angeschlagen in ein Länderspiel gegen die USA auflief und sich einen Kreuzbandriss zuzog und mehrere Monate ausfiel, was die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters in Richtung des kanadischen Verbandes stark kritisierten.

Fakt ist, dass Alphonso Davies seit seinem Comeback im Dezember 2025 immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Münchner den Linksverteidiger abgeben möchten, was dramatisch für Alphonso Davies wäre, weil er sich in der Isarstadt wohlfühlt, eigentlich einen Vertrag bis 2030 hat, Publikumsliebling und aufgrund seiner Art beliebt in der Mannschaft ist.

Daher bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass Alphonso Davies rechtzeitig fit wird und er bei der WM verletzungsfrei bleibt.

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Christian

Union hat seine Nische gefunden

Als jahrelanger Zweitligist schaffte Union Berlin 2019 den Aufstieg in die Bundesliga. Auch in der nächsten Saison spielen die Köpenicker erstklassig und man kann nach sieben Jahren in der Beletage des deutschen Fußballs festhalten, dass Union nicht nur ein Farbtupfer, sondern ein absolut belebendes Element der Bundesliga ist und dort seine Nische gefunden hat. (Bild: IMAGO / Matthias Koch)

Vergleichbar vielleicht mit den Mainzern, die sich als eher kleinerer Club seit vielen Jahren in der Bundesliga behaupten. Mit ihrem sogenannten Mainzer Weg und den im Gegensatz zu zahlreichen anderen Klubs geringeren finanziellen Mitteln.

Union Berlin hingegen zieht seine Kraft aus der Gemeinschaft, in die zwischen Verantwortlichen, Vereins-Mitarbeitern und Fans wirklich kein Blatt Papier passt und die durch jahrelange Zusammenarbeit, mit Erfolgen und negativen Erlebnissen, miteinander gewachsen und wie ein verschworener Haufen ist. Mit Präsident Dirk Zingler, der seit 2004 im Amt ist. Dass es da häufige Wechsel auf der Trainerposition gibt, ist dabei nicht ungewöhnlich und im Profifußball die Regel.

Gerade die Alte Försterei spielt hier eine besondere Rolle. Als Traditionsort mit seinem ganz eigenen Charme. Hier wird Fußball gelebt und gearbeitet, mit der bedingungslosen Unterstützung der meist stehenden Fans. Von „wahrem Fußball“ sprach einmal Joshua Kimmich nach einem Auswärtsspiel seiner Bayern in der Alten Försterei. Auch andere Profis und Supporter der Gastmannschaften finden oft lobende Worte. Wie auch Kommentatoren und Experten der Sendeanstalten, die schon viel gesehen haben.

Erwähnenswert ist zudem, dass es seit 2008 kein ehemaliger DDR-Oberligist mehr in die 1. Bundesliga geschafft hat. Bis eben auf die Unioner, die in der ewigen Bundesligatabelle inzwischen auf den 30. Platz vorgestoßen sind.

Natürlich ist es kein Selbstläufer, dass Union Berlin die nächsten Jahre immer erstklassig bleibt. Wie es aber bei Werder Bremen, dem 1. FC Köln oder beim FC Augsburg auch nicht ist, um nur einige Beispiele zu nennen.

So darf man gespannt sein, wohin der Weg des „kleinen gallischen Dorfes“ noch hinführt. Mit über 70.000 Mitgliedern und einer wohl immer ausverkauften Alten Försterei.

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Christian

Jürgen Klopp – Geld, Werbung und RB

Zweifelsohne ist Jürgen Klopp eine Kultfigur. Das lässt sich zum Beispiel daraus ablesen, dass man beim BVB seit über zehn Jahren versucht, solch einen Trainertypen noch einmal zu verpflichten, was mehr oder weniger erfolglos geblieben ist.

Auch beim FC Liverpool ist der 58-Jährige zur Legende geworden. Durch seine Art und dass er mit den „Reds“ nach über 30 Jahren den englischen Meistertitel geholt und zudem in der Champions League triumphiert hat. (Bild: IMAGO / Sports Press Photo)

Doch seit einiger Zeit gibt es bei vielen Menschen Irritationen über Jürgen Klopps Aktivitäten. Es ist keinesfalls verwerflich, wenn Fußballer oder Trainer Werbung für etwas machen. Aber bei dem gebürtigen Stuttgarter hat man das Gefühl, dass er den Hals nicht voll bekommt. Opel, Erdinger, Trivago, Deutsche Vermögensberatung und andere Sachen – Jürgen Klopp ist omnipräsent.

Dabei kann man durchaus dessen Zusammenarbeit mit der DVAG kritisch sehen, denn hier werden manchmal Leute mit Geldanlagen und Lebensversicherungen abgezockt. Das passt so gar nicht zum malochenden und bodenständigen Pott und auch nicht zur Arbeiterstadt Liverpool.

Warum RB?

Jürgen Klopp hat als Vereinstrainer über 20 Jahre fast täglich auf dem Trainingsplatz gestanden und auch in diesem Zeitraum den Stress des Erfolgsdrucks des Profifußballs mitgemacht.

Da ist es verständlich, dass man sich irgendwann etwas Ruhigeres sucht. Sicherlich ist die Position bei Red Bull ein Traumjob, doch irgendwo ein Verrat an Idealen.

Die BVB-Fans sind jedenfalls weniger amused, gerade weil das RB-Konstrukt, neben Dietmar Hopp und der TSG Hoffenheim, das Feindbild schlechthin für die schwarz-gelben Anhänger ist. So ist Jürgen Klopp bei dem Revierklub aktuell näher an einem Stadionverbot als an einem Denkmal vor dem Signal Iduna Park dran. Und das will bei dem letzten Dortmunder Meistertrainer etwas heißen.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist Jürgen Klopp für Magenta Sport als Experte im Einsatz. Das wird sicherlich unterhaltsam werden. So wie es damals beim ZDF war, als der 58-Jährige noch Mainz trainierte. Aber man kann davon ausgehen, dass auch diese Tätigkeit gut bezahlt wird.

Beim FC Liverpool war Jürgen Klopp neun Jahre und hat dort kolportierte 18 bis 22 Millionen Euro pro Jahr verdient. Als Global Head of Soccer bei Red Bull sollen es zwischen 10 und 15 Millionen Euro per anno sein. Dazu kommen jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge, die aus Werbeverträgen resultieren. Gerade bei dem Verdienst aus der Liverpooler Zeit fragt man sich, ob man so viel Werbung machen muss. Wie aktuell für die DVAG und Expedia. Aber da ist Jürgen Klopp im Profifußball beileibe kein Einzelfall, wenn man so manche Vertragsverhandlungen von Spielern anschaut oder Cristiano Ronaldo und andere in Saudi-Arabien beobachtet.

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Christian

WM 1986: Deutschland als Turniermannschaft

Nachdem das DFB-Team bei der EM 1984 bereits in der Vorrunde ausschied, übernahm Franz Beckenbauer das Traineramt von Jupp Derwall. Dabei lag die Spielerzeit vom „Kaiser“ noch gar nicht so lange zurück. Doch auch auf Drängen der „Bild-Zeitung“ wurde der Weltmeister von 1974 in diese Position gehievt. Da Franz Beckenbauer über keine Trainerausbildung verfügte, gab man ihm den Titel des Teamchefs.

So strahlend alles bei der WM 1990 in Italien glänzte, war es bei der Weltmeisterschaft 1986 beileibe nicht. Rund um die Mannschaft gab es viele Querelen, was im Torwartstreit zwischen Toni Schumacher und Uli Stein gipfelte. Dieser betitelte Franz Beckenbauer als Suppenkasper, woraufhin die Nummer 2 im deutschen Tor nach Hause geschickt wurde.

Auch sportlich lief es nicht besonders. Im ersten Gruppenspiel gegen Uruguay lag die DFB-Auswahl früh zurück. Erst spät in der zweiten Halbzeit gelang der Ausgleich. Es folgte ein glanzloses 2:1 gegen eher zweitklassige Schotten, um beim anschließenden 0:2 gegen starke Dänen keine Chance zu haben.

Aber durch diese Niederlage kam es im Achtelfinale zum Aufeinandertreffen mit dem Außenseiter Marokko. Auch hier mühte sich die deutsche Mannschaft, bis Lothar Matthäus kurz vor Schluss einen Freistoß zum Tor verwandelte.

Gegen Mexiko, zu jener Zeit alles andere als ein Fußball-Schwergewicht, brauchte es ein Elfmeterschießen, um weiterzukommen.

Doch schlussendlich stand Franz Beckenbauer mit seinem Team im Halbfinale, was vor allen Dingen durch Losglück und einige günstige Umstände zustande kam.

Gegen den amtierenden Europameister Frankreich mit seinem Superstar Michel Platini steigerte sich jedoch das DFB-Team und zog mit einem 2:0 ins Endspiel ein.

Hier wartete Diego Maradona, der Argentinien quasi im Alleingang ins Finale gebracht hatte.

Dagegen bestand die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM vorwiegend aus Arbeitern, wie Hans-Peter Briegel, Karl-Heinz Förster, Ditmar Jakobs oder Norbert Eder, die alle als Zerstörer im Finalspiel im Aztekenstadion aufliefen. Ergänzt durch den damaligen defensiven Mittelfeldspieler Lothar Matthäus. Doch diese eher destruktive Spielweise brachte nichts, da die Argentinier 2:0 in Führung gingen. Auch weil Toni Schumacher entscheidend patzte.

Nach zwei Ecken gelang aber das 2:2. Nun schien sogar der Titel möglich und so drängte die deutsche Mannschaft auf das 3:2, was sich jedoch als fatal herausstellen sollte, da Argentinien durch einen Konter selbst das 3:2 erzielte, was enttäuschte deutsche Spieler zurückließ.

Trotzdem stand unter dem Strich der Vize-Weltmeistertitel zu Buche, was nicht jede Spielergeneration geschafft hat, wenn man beispielsweise an die Turniere 2018 und 2022 denkt und auch in die WM 2026 geht der vierfache Weltmeister keinesfalls als Top-Favorit.

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Christian

WM 1994: K.o. gegen Bulgarien

Anfang der 1990er-Jahre galt die deutsche Mannschaft als eine der stärksten der Welt. So belegte das DFB-Team in der 1993 eingeführten FIFA-Weltrangliste lange Zeit Platz 1. Zudem war man 1990 Weltmeister und 1992 Vize-Europameister geworden. (Bild: IMAGO / Laci Perenyi)

Auch das Reservoir an Spielern konnte sich sehen lassen, denn zur Weltmeister-Generation waren gute Fußballer aus der ehemaligen DDR dazugestoßen. Wie Matthias Sammer, Ulf Kirsten oder Thomas Doll. Ergänzt durch neue Nationalspieler wie Stefan Effenberg oder Karl-Heinz Riedle, der zwar schon 1990 mit dabei war, aber 1994 mit 29 Jahren im Zenit seiner Leistungsfähigkeit stand.

Doch schon der Start gegen Bolivien verlief holprig. Anders als bei der WM in Italien erwischte die deutsche Nationalmannschaft in den USA keine Welle nach dem Auftaktspiel. Das 1:0 gegen die Südamerikaner war holprig, was sich beim 1:1 gegen Spanien fortsetzte. Schließlich gingt das Vogts-Team in der dritten Vorrundenbegegnung gegen Südkorea 3:0 in Führung, um am Ende mit einem knappen 3:2 dazustehen.

Bundestrainer Berti Vogts stellte daraufhin vor der Achtelfinalpartie gegen Belgien um und ersetzte im Sturm den glücklosen Karl-Heinz Riedle durch den damals 34-jährigen Rudi Völler, was sich positiv auswirkte und mit einem Sieg über die Belgier mündete.

Alles schien in bester Ordnung und auch im Viertelfinale gegen Bulgarien lief anfangs alles nach Plan, weil Lothar Matthäus die DFB-Mannschaft durch einen Elfmeter 1:0 in Führung brachte.

Die Bulgaren wiederum konnten mit ihrer sogenannten „Goldenen Generation“ aufwarten, mit ihrem Superstar Hristo Stoichkov und den Bundesliga-Legionären Krassimir Balakov oder Yordan Letchkov.

Das DFB-Team war dagegen etwas in die Jahre gekommen, was sich im ganzen Turnier angedeutet hatte und gegen Bulgarien dann endgültig sichtbar wurde. Auch weil es in diesen Tagen im Sommer 1994 in den USA sehr heiß war.

Und so kam es, wie es kommen musste. Erst besorgte Hristo Stoichkov mit einem sehenswerten Freistoß den Ausgleichstreffer. Anschließend erzielte Yordan Letchkov mit einem Kopfball den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer.

Deutschland war ausgeschieden und dementsprechend die Stimmung schlecht. Das Bild von Berti Vogts, der im Mannschaftshotel allein an einem Tisch sitzt, bleibt dabei besonders in Erinnerung. Die Stars um Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann hatten sich von ihm abgewendet. Berti Vogts überstand schlussendlich die WM 1994, obwohl die Rufe nach seinem Rücktritt laut wurden, und führte das DFB-Team bei der EURO 1996 zum Titel, um dann bei einem erneuten Scheitern im Viertelfinale bei der WM 1998 seinen Hut zu nehmen.

Zwei Geschichten bleiben von dem Turnier in den USA auch noch haften. Natürlich Stefan Effenberg, der deutschen Fans den Stinkefinger gezeigt hatte und daraufhin nach Hause geschickt wurde. Und Entertainer Stefan Raab, der für den Musiksender VIVA durch Nordamerika tourte, und immer wieder „Böörti Böörti Vogts“ anstimmte.

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Christian

WM 1990: Schwarz-Rot-Gold überall

Wenn man Menschen fragt, was die schönste Fußball-Weltmeisterschaft war, nennen die meisten die WM 1990 in Italien. Marcel Reif etwa, der heute immer noch von der einzigartigen Atmosphäre, dem guten Essen und den wunderbaren Spielen schwärmt.

Leute, die den DFB jahrelang begleitet haben, betonen, dass 1990 die beste Stimmung herrschte. Alle hätten an einem Strang gezogen und so war der große Triumph möglich. Auch heute noch treffen sich die Akteure von damals. Leider ohne die inzwischen verstorbenen Franz Beckenbauer und Andi Brehme. (Bild: IMAGO / WEREK)

Dazu lag sich im Sommer 1990 ein ganzes Land in den Armen, da es kurz vor der Wiedervereinigung stand und so führen auch einige Fans aus der ehemaligen DDR zu dem Turnier nach Italien.

Auch zahlreiche italienische Fußballfans waren von der deutschen Mannschaft begeistert, weil viele Spieler in italienischen Klubs unter Vertrag standen und in der Alpenrepublik sehr beliebt waren.

Diese Legionäre bildeten auch den Stamm der deutschen Mannschaft. Allen voran die Inter-Spieler Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus. Dieser absolvierte in der ersten Gruppenpartie gegen Jugoslawien das beste seiner 150 Länderspiele. Jürgen Klinsmann wiederum erlegte die Holländer mit ihrem Superstar Ruud Gullit im Achtelfinale fast im Alleingang, nachdem Rudi Völler vom Schiedsrichter unberechtigterweise vom Platz gestellt wurde.

Doch ein Spieler hatte sich nach Meinung des Teamchefs Franz Beckenbauer besonders in den Vordergrund gespielt und in allen Begegnungen am konstantesten gespielt. Der oft hölzern wirkende Guido Buchwald war es, der gegen Holland die Vorarbeit zum Führungstreffer durch Jürgen Klinsmann leistete und im Endspiel Argentiniens Diego Maradonna abmeldete.

In diesem Finale sollte ein Schuss entscheiden, ob Deutschland Weltmeister wird. Andreas Brehme behielt schließlich gegen Elfmeter-Töter Sergio Goycochea die Nerven und verwandelte eiskalt vom Punkt.

Die Südamerikaner wiederum präsentierten sich als schlechte Verlierer und kassierten in der Schlussphase noch zwei Rote Karten. Dem DFB-Team war das egal, denn die Freude kannte keine Grenzen. Auch in Deutschland, wo zahlreiche Menschen auf die Straßen und Plätze strömten und ausgelassen feierten.

Es war der Gewinn der dritten Weltmeisterschaft. Nach 1954 und 1974 und es sollte 24 Jahre dauern, bis der vierte Stern folgte.

In Erinnerung bleiben aber die jubelnden Spieler und ein sich still freuender Franz Beckenbauer am Abend des 8. Juli 1990 in der ewigen Stadt Rom. Die FIFA dagegen ordnet die WM 1990 als durchschnittlich ein. Es hätte zu viel Defensivfußball, zu wenige Tore und zu viele Elfmeterschießen gegeben.

Wie die Weltmeisterschaft 2026 wird, bleibt abzuwarten. Die deutsche Mannschaft gehört diesmal nicht zu den großen Favoriten.

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