Christian

Interessante Konstellation in Gruppe E

Der 1. Spieltag der Gruppe E ist vorbei und es zeichnet sich ab, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg und um die Plätze für das Achtelfinale geben wird. Denn die Slowaken, die eigentlich am schwächsten von allen vier Teams eingeschätzt wurden, konnten die Polen besiegen. Gruppenfavorit Spanien kam dagegen in seiner Partie gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinaus.

Dabei waren die Iberer über weite Strecken der Begegnung drückend überlegen. Die Skandinavier verteidigten jedoch geschickt und hatten mit Robin Olsen einen Torhüter, der mehrfach glänzend parierte. Zudem kam Glück dazu, weil das spanische Star-Ensemble beste Chancen vergab.

Doch die Schweden hatten ihrerseits zwei hochkarätige Chancen, die allerdings nicht genutzt wurden. So stand am Ende ein 0:0 auf der Anzeigetafel.

Spanien steht dadurch am Samstag (21.00 Uhr, ARD, MagentaTV) gegen Polen ein wenig unter Druck. Eine Niederlage dürfen sich die Iberer gegen die Osteuropäer auf keinen Fall erlauben.

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Robert Lewandowski enttäuscht mit seinem Team

Weltfußballer Robert Lewandowski hat in der abgelaufenen Bundesligasaison 41 Tore erzielt. In lediglich vier Bundesligapartien, die er bestritten hat, sprang kein Treffer heraus.

Doch gegen die Slowakei blieb der 32-Jährige weitgehend blass. Damit setzt sich seine Bilanz der letzten Welt- und Europameisterschaften fort. Seit 2012 hat Robert Lewandowski bei großen Turnieren jeweils immer nur höchstens ein Tor erzielen können.

Das liegt auch daran, dass der Stürmer in der Nationalmannschaft weite Wege gehen muss. Im Spiel gegen die Slowaken war der Angreifer sogar ab und zu in der eigenen Hälfte am Ball. Bei seinem Club, dem FC Bayern kommt so etwas so gut wie nie vor. Bei den Münchnern hat Robert Lewandowski dazu absolute Weltklassespieler an seiner Seite, die es eben in der polnischen Nationalmannschaft nicht gibt.

Knackpunkt Rote Karte

So gehören die Polen bei dieser EM auch eher zu den Außenseitern. Trotzdem sollte es mit einem Sieg über die Slowakei klappen. Die Osteuropäer konnten sich nur mit sehr viel Mühe für diese EURO qualifizieren. Doch das schien die Slowaken zu beflügeln und man konnte den Willen und die Leidenschaft sehen, sich auf der großen Fußballbühne gut zu präsentieren. So sprang zur Halbzeit eine 1:0-Führung heraus. Mit einer überzeugenden Leistung.

Polens Nationaltrainer Paulo Sousa schien jedoch in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team trat wie verwandelt nach dem Seitenwechsel auf.

Schon in der 46. Minute traf Karol Linetty zum 1:1. Danach drückten die Polen auf den Führungstreffer. Den Slowaken gelang dagegen kaum noch etwas, doch dann kam die 62. Minute und die Rote Karte für Grzegorz Krychoiak. Danach änderte sich das Spiel zugunsten der Slowaken. Folgerichtig fiel in der 69. Minute das 2:1 für die Osteuropäer. Polen hatte anschließend nichts mehr entgegenzusetzen und so war der Jubel bei den Slowaken nach dem Abpfiff riesig.

Mit drei Punkten im Gepäck tritt das Team um den Kölner Ondrej Duda am Freitag (15.00 Uhr, MagentaTV) gegen Schweden an. Die Skandinavier sind bei den Buchmachern der klare Favorit in diesem Duell. So vergibt Bet365 für einen Sieg der Schweden eine Quote von 1,80. Die Chancen der Slowaken werden mit einer Quote von 4,75 taxiert.

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Christian

Die EM-Favoriten haben sich bisher schadlos gehalten

Bevor Frankreich, die deutsche Mannschaft und Spanien in das Turnier eingreifen, haben schon einige der EM-Favoriten gespielt. Dabei konnten sich Italien, Belgien, England und die Niederlande gegen ihre Kontrahenten durchsetzen. Mal mehr oder weniger souverän, doch die Spitzenteams fuhren am Ende Siege ein.

So hatten die Italiener im Eröffnungsspiel wenig Mühe gegen die Türken, die sich allerdings harmlos präsentierten. Trotzdem muss ein Team auch erst einmal drei Tore gegen solch ein Abwehrbollwerk schießen. Gegen die Schweiz dürfte es für den Europameister von 1968 am kommenden Mittwoch etwas schwerer werden, aber das 3:0 gegen die Türkei ist erst einmal ein Ausrufezeichen.

Das setzten auch die Belgier. Der Mitfavorit zeigte beim 3:0 über Russland eine souveräne Leistung. Permanent das Spiel kontrollierend zogen die Westeuropäer immer mal wieder das Tempo an und spielten sich so zahlreiche Chancen heraus. Dabei musste Belgien noch auf seinen Superstar Kevin De Bruyne verzichten. Doch vorne im Sturm gibt es ja Romelu Lukaku, der momentan zu den stärksten Stürmern Europas gehört und mit seiner individuellen Klasse und bulligen Art jederzeit ein Tor erzielen kann. Und so muss man Belgien auf jeden Fall auf der Rechnung haben, wenn es um die Frage des EM-Titels geht.

Auch England und die Niederlande mit guten Auftritten

England hatte in seinem Auftaktspiel den Vize-Weltmeister von 2018 vor der Brust. Doch Kroatien musste sich am Ende 0:1 geschlagen geben, auch weil die „Three Lions“ sehr gut in der Verteidigung standen. Im Angriff gibt es für das Southgate-Team zwar noch etwas Luft nach oben, doch auch die Engländer muss man bei diesem Turnier auf dem Zettel haben.

Wie auch die Niederlande. Das Duell gegen die Ukraine war wohl bisher das beste Spiel dieser Europameisterschaft. Mit hohem Tempo spielte sich die Elftal zahlreiche sehr gute Chancen heraus und führte kurz nach der Halbzeit mit 2:0. Die Ukraine schlug zweimal eiskalt zurück, doch die Niederlande ließ sich davon nicht beirren und erzielte kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer. Wie Italien, Belgien und die England verfügen die Niederländer über einige Hochkaräter und außergewöhnliche Spieler. Für diese Mannschaften sollte die Qualifikation für das Achtelfinale reine Formsache sein. Interessant wird es dann, wenn diese Teams irgendwann aufeinandertreffen. Fußball der Extraklasse ist dann sicherlich garantiert.

Wie geht es weiter?

Gespannt darf man auf den ersten Auftritt der Spanier sein. Die Iberer haben bei dieser EM einiges vor und haben wie die anderen Favoriten einen ausgezeichneten Kader beisammen, der es am Montagabend mit den Schweden zu tun bekommt.

Und dann gibt es ja noch die Todesgruppe F mit Frankreich, Deutschland und Portugal.

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Hochklassiger Fußball ist hier wohl garantiert, wenn die Gewinner der drei letzten großen Turniere aufeinandertreffen. Dabei gibt es wohl keinen eindeutigen Favoriten. So sieht Unibet das Duell Frankreich-Deutschland ausgeglichen (Sieg Frankreich 2,70, Unentschieden 3,20, Sieg Deutschland 2,95).

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Russland steht das DFB-Team bei dieser Europameisterschaft in der Bringschuld und daher steht bei der Partie gegen die Franzosen einiges auf dem Spiel.

Fußballfans dürfen sich jedoch freuen. Die bisherigen Partien bei dieser EM machen Lust auf mehr.

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Christian

Was macht eigentlich Michael Ballack?

Elf Jahre war Michael Ballack Nationalspieler. Sechs Jahre davon führte er das DFB-Team als Kapitän an. Er spielte unter anderem für den FC Bayern und den FC Chelsea und war lange Zeit das einzige Aushängeschild des deutschen Fußballs, bevor die Weltmeistergeneration um Manuel Neuer, Thomas Müller und Mats Hummels nachrückte. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Der ganz große Triumph, etwa ein WM-Sieg oder der Titel in der Champions League, blieb Michael Ballack in seiner Karriere versagt. Doch insgesamt konnte der gebürtige Görlitzer elf Trophäen während seiner Profizeit gewinnen. Darunter mehrere Meisterschaften und nationale Pokale. 2012 hängte der heute 44-Jährige seine Fußballschuhe an den Nagel.

Doch was macht Michael Ballack heute?

Entspannter Privatmann

Der Kapitän des DFB-Teams während der Heim-WM 2006 war der erste deutsche Spieler, der richtig viel Geld verdiente. Anfang dieses Jahrtausends explodierten die Gehälter der Fußballprofis und so bezog Michael Ballack nach seinem Wechsel zu den Bayern 2002 ein Jahresgehalt von acht Millionen Euro. 2006 erfolgte der Wechsel zum FC Chelsea, wo er zehn Millionen pro Jahr verdiente. Zahlreiche Werbeverträge kamen hinzu und so muss sich Michael Ballack auch heute keine Sorgen um Geld machen.

In allererster Linie genießt der 44-Jährige sein Leben. Hin und wieder tauchen Fotos auf Instagram auf, die ihn beispielsweise mit seinem Teenagersohn mit coolen Sonnenbrillen in Miami zeigen. Oder er präsentierte sich mit seiner Freundin beim Oktoberfest.

Im heutigen Profigeschäft ist Michael Ballack ein gefragter Mann. Er arbeitete schon als Experte für ESPN und die britischen Sender Sky und ITV. Zudem hat der ehemalige Mittelfeldspieler eine eigene Kolumne in der „Times“. Auch deutsche Medien befragen hin und wieder den Ex-Nationalspieler und für die ARD und RTL war er auch schon als Experte tätig. Zur Fußballeuropameisterschaft wird Michael Ballack einige Spiele für Magenta TV begleiten.

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Privat war Michael Ballack bis Ende 2019 mit der Bankerin Natacha Tannous zusammen. Aus der Ehe mit Simone Ballack hat er drei Kinder.

Wird Michael Ballack Trainer?

Sicherlich könnte der „Capitano“ heutigen Fußballern einiges mitgeben. In seiner Spielerzeit war Michael Ballack ein Führungsspieler, der andere auf dem Platz mitreißen konnte und mit Siegeswillen voranging. Im letzten Sommer überraschte der 44-Jährige mit Bildern, die ihn beim Erwerb der UEFA B-Lizenz zeigten.

Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine Trainerkarriere bevorsteht. Unter Druck steht Michael Ballack aber nicht und so kümmert er sich aktuell um seinen ersten Verein, den kränkelnden Chemnitzer FC. Mit großzügigen Spenden etwa und wertvollen Ratschlägen.

Doch sicherlich wäre Michael Ballack jemand, der auch einen Bundesligaklub oder ein Team aus der Premier League voranbringen könnte.

Allerdings musste sich der 44-Jährige zuletzt auch mit gesundheitlichen Problemen herumschlagen. So wurde ihm im August ein Tumor, der zum Glück gutartig war, entfernt. Zudem gab es einigen Ärger mit Behörden wegen eines Umbaus seiner Villa am Starnberger See.

Einen internationalen Titel hat der Mittelfeldspieler nie gewinnen können, im Gegensatz zu seinen Nachfolgern im DFB-Team. Auch bei der nächsten EM zählt die deutsche Nationalmannschaft zu den Mitfavoriten. Bwin vergibt für den Fall eines Titelgewinns des Löw-Teams derzeit eine Quote von 9.00. Nur die Chancen von England, Frankreich und Belgien werden aktuell höher eingeschätzt. Spanien und Portugal werden dabei ähnliche Chancen wie der deutschen Mannschaft ausgerechnet, dahinter folgt Italien.

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Christian

Fast 100 Bundesligaspieler bei der EURO vertreten

Am 11. Juni geht sie nun endlich los. Mit der Partie Italien-Türkei startet die 16. Fußballeuropameisterschaft. 24 Teams sind am Start, die bis zum 11. Juli den Nachfolger von Titelverteidiger Portugal suchen.

Aus der 1. und 2. Bundesliga sind zahlreiche Profis vertreten. 91, um ganz genau zu sein.

Dabei stellt der FC Bayern mit 14 Spielern das größte Kontingent. Von den europäischen Clubs hat nur Manchester City mit 16 EM-Akteuren noch mehr Spieler. Überhaupt verfügt das Mutterland des Fußballs über die meisten EM-Teilnehmer (146).

Nur Bielefeld ist bei der EURO außen vor

Der BVB und Borussia Mönchengladbach kommen auf jeweils zehn Spieler, die bei der Europameisterschaft dabei sind. RB Leipzig schickt immerhin noch neun eigene Profis zur EURO.

Auch aus der 2. Bundesliga gibt es EM-Fahrer. So laufen etwa die beiden Düsseldorf-Spieler Dawid Kownacki (Polen) und Kenan Karaman (Türkei) bei der Europameisterschaft auf. Dagegen kann Arminia Bielefeld als einziger Club aus der 1. Bundesliga keinen EM-Teilnehmer vorweisen.

Interessant ist jedoch der Fakt, dass nicht das DFB-Team die meisten Bundesligaprofis bei dieser EURO stellt (17). Denn Österreichs EM-Kader kommt sogar auf 21 Profis, die in Deutschland ihr Geld verdienen.

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Und hier ist der Überblick über alle Spieler aus der 1. und 2. Bundesliga, die in den Kadern der 24 EM-Teilnehmer stehen:

Bayern München (14): Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Thomas Müller, Jamal Musiala, Manuel Neuer, Leroy Sané, Niklas Süle (alle Deutschland), Benjamin Pavard, Kingsley Coman, Lucas Hernandez, Corentin Tolisso (alle Frankreich), David Alaba (Österreich), Robert Lewandowski (Polen)

Borussia Dortmund (10): Thorgan Hazard, Thomas Meunier, Axel Witsel (alle Belgien), Mats Hummels, Emre Can (beide Deutschland), Jude Bellingham, Jadon Sancho (beide England), Thomas Delaney (Dänemark), Raphael Guerreiro (Portugal), Manuel Akanji (Schweiz)

Borussia Mönchengladbach (10): Matthias Ginter, Jonas Hofmann, Florian Neuhaus (alle Deutschland), Nico Elvedi, Breel Embolo, Yann Sommer, Denis Zakaria (alle Schweiz), Stefan Lainer, Valentino Lazaro (beide Österreich), Marcus Thuram (Frankreich)

RB Leipzig (9): Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann (beide Deutschland), Konrad Laimer, Marcel Sabitzer (beide Österreich), Peter Gulacsi, Willi Orban (beide Ungarn), Yussuf Poulsen (Dänemark), Emil Forsberg (Schweden), Dani Olmo (Spanien)

Eintracht Frankfurt (6): Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker (beide Österreich), Djibril Sow, Steven Zuber (beide Schweiz), Kevin Trapp (Deutschland), André Silva (Portugal)

1899 Hoffenheim (6): Christoph Baumgartner, Florian Grillitsch, Stefan Posch (alle Österreich), Robert Skov (Dänemark), Andrej Kramaric (Kroatien), Pavel Kaderabek (Tschechien)

VfL Wolfsburg (6): Pavao Pervan, Xaver Schlager (beide Österreich), Kevin Mbabu, Admir Mehmedi (beide Schweiz), Josip Brekalo (Kroatien), Wout Weghorst (Niederlande)

Bayer Leverkusen (4): Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic (beide Österreich), Lukas Hradecky (Finnland), Patrik Schick (Tschechien)

FC Augsburg (4): Fredrik Jensen (Finnland), Michael Gregoritsch (Österreich), Ruben Vargas (Schweiz), Laszlo Benes (Slowakei)

FSV Mainz 05 (4): Karim Onisiwo (Österreich), Robin Quaison (Schweden), Edmilson Dernandes (Schweiz), Adam Szalai (Ungarn)

Hertha BSC (3): Dedryck Boyata (Belgien), Peter Pekarik (Slowakei), Vladimir Darida (Tschechien)

Werder Bremen (3): Marco Friedl (Österreich), Ludwig Augustinsson (Schweden), Jiri Pavlenka (Tschechien)

SC Freiburg (3): Christian Günter (Deutschland), Philipp Lienhart (Österreich), Roland Sallai (Ungarn)

Union Berlin (2): Joel Pohjanpalo (Finnland), Christopher Trimmel (Österreich)

FC Schalke 04 (2): Frederik Rönnow (Dänemark), Alessandro Schöpf (Österreich)

VfB Stuttgart (2): Darko Curlinov (Nordmazedonien), Sasa Kalajdzic (Österreich)

1. FC Köln (1): Ondrej Duda (Slowakei)

Fortuna Düsseldorf (2): Dawid Kownacki (Polen), Kenan Karaman (Türkei)

Hier geht es zu den EM-Gruppen:

EURO 2021 – Gruppe A

EURO 2021 - Gruppe B

EURO 2021 - Gruppe C

EURO 2021 - Gruppe D

EURO 2021 - Gruppe E

EURO 2021 - Gruppe F

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Christian

So sehen die Buchmacher Deutschlands EM-Chancen

Bald hat das Warten ein Ende, denn am 11. Juni beginnt die Fußballeuropameisterschaft. Die deutsche Mannschaft greift am Dienstag, den 15. Juni mit der Partie gegen Frankreich ins Turniergeschehen ein. Doch wie sehen die Buchmacher die Chancen des DFB-Teams bei dieser EM? Und was sind erfolgsversprechende Tipps?

Nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Russland und den wenig berauschenden Ergebnissen danach ist die Stimmung rund um die Nationalmannschaft in der Republik fast auf einem Tiefpunkt angelangt. Besonders Noch-Bundestrainer Joachim Löw hat viel an Vertrauen eingebüßt. Trotzdem sehen die Wettanbieter das Löw-Team in der Mitfavoritenrolle. So ist die Quote von 9,00 auf den Turniersieg bei Tipico die fünftbeste aller 24 teilnehmenden Mannschaften. Am realistischsten schätzt Tipico jedoch ein Ausscheiden im Achtelfinale ein. Für diesen Fall beträgt die Wettquote 2,70. Und hier sind alle Quoten für das Abschneiden der „Mannschaft“ im Überblick:

  • Aus im Achtelfinale 2,70
  • Aus im Viertelfinale 5,00
  • Aus in der Gruppenphase 5,50
  • Aus im Halbfinale 6,50
  • Europameister 9,00
  • Vize-Europameister 10,00

Für die Performance in der Gruppenphase hält Tipico weitere Quoten bereit:

  • Gewinnt alle Gruppenspiele J 6,50 N 1,08
  • Verliert alle Gruppenspiele J 60,00
  • Erzielte Tore Über 5,5 J 2,00 N 1,70
  • Gesamtpunktzahl Über 5,5 J 1,65 N 2,10

Hier wäre eine Wette „Über 5,5 Tore“ unter Umständen erfolgsversprechend. Die DFB-Elf verfügt über einige herausragende Offensivspieler und es ist durchaus realistisch, dass in der Vorrunde einiges an Toren zusammenkommt. Besonders gegen Portugal und Ungarn stehen hier die Chancen gut, vorausgesetzt der EM-Auftakt gegen Frankreich misslingt nicht vollkommen. Für diese Partie sieht Tipico den amtierenden Weltmeister in der leichten Favoritenrolle.

Frankreich-Deutschland 2,55 3,20 2,90

Im Duell gegen die Portugiesen (Samstag 19.6.) ist „Die Mannschaft“ bei Tipico dagegen in der etwas besseren Position.

Portugal-Deutschland 3,20 3,30 2,25

Hier könnte eine Wette „Sieg Deutschland“ durchaus Sinn machen, denn auf dem Papier ist das DFB-Team stärker als die Südwesteuropäer besetzt und bei den letzten Aufeinandertreffen hatte die deutsche Nationalmannschaft stets die Nase vorn, auch weil der Spielstil der Portugiesen der DFB-Auswahl liegt.

Klarer sind Tipicos Quoten dagegen für das letzte Gruppenspiel.

Deutschland-Ungarn 1,20 6,50 13,00

Auch auf die exakte Punkteanzahl in der Vorrunde des Löw-Teams kann man bei Tipico wetten. Hier stehen die niedrigsten Quoten bei 6 bzw. 7 Zählern (4,50).

  • 0 Punkte: 60,00
  • 1 Punkte: 20,00
  • 2 Punkte: 17,00
  • 3 Punkte: 8,00
  • 4 Punkte: 5,00
  • 5 Punkte: 8,50
  • 6 Punkte: 4,50
  • 7 Punkte: 4,50
  • 9 Punkte: 6,50

    Man darf gespannt sein, wie die deutsche Mannschaft am Ende dann wirklich abschneidet, doch spannende Partien sind auf jeden Fall garantiert.

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    Christian

    Was macht eigentlich Per Mertesacker?

    Er galt als einer der fairsten Profis, der als Abwehrspieler in über 600 Pflichtspielen lediglich 29 Gelbe Karten erhielt. Per Mertesacker nahm an drei Weltmeisterschaften teil und bestritt 104 Länderspiele. Die Krönung war sicherlich der WM-Titel 2014 in Brasilien. Während des Turniers sorgte der Abwehrspieler für ein legendäres Interview, als er sichtlich genervt auf Fragen von ZDF-Reporter Boris Büchler reagierte. Doch was macht Per Mertesacker, der 2018 seine Karriere beendet hat, heute? (Foto: IMAGO / Sven Simon)

    Zumindest kann der 36-Jährige nun die richtigen Fragen stellen. Sogar beim ZDF, denn der öffentlich-rechtliche Sender hat ihn als Experten als Nachfolger von Oliver Kahn engagiert. Diese Funktion übte Per Mertesacker vorher bei DAZN aus und überzeugte dort auf ganzer Linie. Auch bei der EM wird er im Einsatz sein.

    Hier geht's zur EM-Übersicht mit Spielplan

    Als ehemaliger Profifußballer kennt er das Metier bestens und er ist auch keiner, der draufhaut. Eher geht es um sachliche Analysen und fundierte Meinungen.

    Sein bekanntes Interview bei der WM 2014 ist da wirklich ein Ausrutscher, was man vielleicht auch verstehen kann. Per Mertesacker hatte damals gerade anstrengende 120 Minuten gegen Algerien in den Knochen. Bei diesem Spiel ging es darum, einer Blamage zu entgehen und die hart kämpfenden Nordafrikaner verlangten dem DFB-Team alles ab. Es war eben „keine Karnevalstruppe“, wie Per Mertesacker zu Boris Büchler meinte. Dieser fragte sich wiederum, warum sich die deutsche Mannschaft so schwerfällig war.

    Einige Nationalspieler gaben nach dem Turnier zu, dass dieses Interview eine Art Initialzündung war, die „Die Mannschaft“ noch enger zusammenschweißte. Das Ende ist hinlänglich bekannt.

    Leiter der Arsenal Academy

    2014 war Per Mertesacker Spieler des FC Arsenal. Dorthin war er 2011 gewechselt. Auf der Insel machte sich der Abwehrspieler schnell einen Namen und wurde vor allen Dingen als fairer Sportsmann wahrgenommen. Da war es auch wenig verwunderlich, dass ihn die „Gunners“ irgendwann zum Kapitän beriefen. Sportliche Erfolge blieben jedoch in der starken Premier League eher Mangelware. Aber zwei Erfolge im FA-Cup stehen immerhin in der Vita des 36-Jährigen.

    Im Europapokal kam oft das frühe Ausscheiden, aber Arsenal sollte zur zweiten Heimat des Niedersachsen werden. So beriefen ihn die Londoner 2018 zum Leiter ihrer Jugendakademie. Einer Funktion, die er als Vorbild bestens ausfüllt.

    Auch der DFB schätzt seine Meinung. Deshalb wurde Per Mertesacker von Oliver Bierhoff in den sogenannten Expertenbeirat berufen. Vielleicht kann der Weltmeister von 2014 einiges an Expertise für die Europameisterschaft einbringen. Die deutsche Mannschaft gehört jedoch nicht zu den Top-Favoriten auf den Titel. So vergibt BildBet für den EM-Titel des DFB-Teams eine Quote von 8,00. Die Chancen von England (5,50), Frankreich (6,00) und Belgien (6,00) ordnet BildBet aber höher ein.

    „Per-Mertesacker-Stiftung“ und eigene Immobilienfirma

    Wie die meisten Fußballspieler engagiert sich Per Mertesacker für wohltätige Zwecke. So gibt es seit 2006 die „Per-Mertesacker-Stiftung“, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Region Hannover hilft. Hier können Patenschaften übernommen werden, die zu 100 Prozent bei den Patenkindern ankommen.

    "Per-Mertesacker-Stiftung"

    Darüber hinaus unterstützte der mit 199,5 cm größte deutsche Nationalspieler aller Zeiten bei der WM 2010 das Sozialprojekt „Wir helfen Afrika“.

    In der Geschäftswelt ist Per Mertesacker auch zu finden. Gemeinsam mit seinem früheren Teamkollegen Clemens Fritz betreibt der 36-Jährige eine Immobilienfirma.

    Doch der Fußball bleibt seine Leidenschaft und man darf gespannt sein, wohin der Weg noch führt.

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