Zahlen und Fakten zur 58. Bundesligasaison

Knapp drei Monate nach dem Ende der vergangenen Saison startet an diesem Wochenende die neue Spielzeit. Aufgrund der aktuellen Situation später als sonst, doch bis zum Mai sollen nun 34 Spieltage absolviert werden. Für die Profis und die Vereine wartet daher ein Mammutprogramm, denn zusätzlich sind noch Partien im Europapokal und zahlreiche Länderspiele zu bestreiten, bevor im nächsten Juni die Europameisterschaft stattfinden soll.

1.900

So viele Begegnungen hat Werder Bremen bisher in der 1. Bundesliga absolviert. Damit sind die Hanseaten vor den Bayern (1874) und dem HSV (1866) Rekordhalter. Bremen war seit 1963 nur eine Saison zweitklassig, die Münchner stiegen erst im dritten Bundesligajahr auf und Hamburg geht inzwischen in sein drittes Zweitligajahr. Somit wird Werder den Nordrivalen in dieser Statistik noch weiter hinter sich lassen.

9

So viele deutsche Meisterschaften haben Thomas Müller und David Alaba bisher feiern können. Zum Vergleich, der BVB gewann in seiner gesamten Bundesligahistorie lediglich fünf Meistertitel. Erstaunlich ist zudem, dass Thomas Müller in seinen zwölf Karrierejahren nur dreimal nicht deutscher Meister wurde.

Pellegrino Matarazzo

Der Trainer des VfB Stuttgart wird in der 1. Bundesliga als Chefcoach debütieren. Vor seiner Zeit bei den Schwaben war der 42-Jährige unter anderem als Co-Trainer in Hoffenheim und im Nachwuchsbereich des 1. FC Nürnberg tätig. Ebenfalls neu im Oberhaus sind Sebastian Hoeneß (TSG Hoffenheim) und Uwe Neuhaus (Arminia Bielefeld).

8,18 Millionen Euro

So viel ist ein Bundesligaspieler im Durchschnitt wert. Den höchsten Marktwert hat laut transfermarkt.de Dortmunds Jadon Sancho mit 117 Millionen Euro.

8

So viele Jahre ist Freiburgs Trainer Christian Streich in Freiburg im Amt. Damit ist er momentan der dienstälteste Coach der Bundesliga. Zum Rekord von Volker Finke fehlen jedoch noch sieben Jahre.

3.060

So viele Minuten haben Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach), Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen) und Timo Horn (1. FC Köln) in der vergangenen Saison absolviert. Damit haben diese drei Spieler keine Sekunde verpasst. Der Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten war Freiburgs Christian Günter (3.031).

408 Spiele

Nach dem Rücktritt von Claudio Pizarro ist nun Christian Gentner der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga, der noch aktiv ist. Damit belegt der 35-Jährige in der ewigen Bestenliste aber nur den 55. Platz. Spitzenreiter ist Karl-Heinz Körbel mit 602 Partien.

236 Tore

Diese hat Robert Lewandowski bisher in der Bundesliga erzielt. Damit liegt er auf Platz drei der ewigen Bestenliste. Zu Rang zwei fehlen dem Polen noch 32 Treffer. Es ist durchaus möglich, dass Robert Lewandowski in dieser Saison die Marke von Klaus Fischer erreicht. Fast uneinholbar sind aber die 365 Tore von Gerd Müller.

Sky und DAZN

Um alle Spiele live zu sehen, brauchen die Fans auch in dieser Saison zwei Abos. DAZN überträgt alle Freitagsspiele und je fünf Partien am Sonntag und Montagabend. Sky zeigt die restlichen Begegnungen, einzeln und in der Konferenz. Im Free-TV (ZDF) werden jeweils nur eine Partie des 1., 17. und 18. Spieltag zu sehen sein.

5.000,00

Das ist die Wettquote für einen Abstieg des FC Bayern. Das bedeutet, dass man Millionär werden würde, wenn man bei Tipico 200 Euro darauf setzt und dieser Fall eintreten würde . Die Wahrscheinlichkeit einer deutschen Meisterschaft der Münchner ist dann doch höher. Hier beträgt die Quote lediglich 1,18. Tipico schätzt die Chancen des BVB mit einer Quote von 7,00 ein. Dahinter folgen RB Leipzig (20,00) und Borussia Mönchengladbach (50,00).

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Der FC Bayern ist wirklich für die Fans da

Warum ist man ein Bayernfan? Nun, wahrscheinlich liegt das bei mir auch daran, dass ich Verwandtschaft in München habe. In DDR-Zeiten war das die berühmte Westverwandtschaft und irgendwie war damals alles faszinierend, was aus München und dem Westen kam.

Zum ersten Mal bewusst in Berührung mit dem FC Bayern bin ich 1984 gekommen. Ich war damals sieben Jahre und durfte das DFB-Pokalendspiel schauen, weil dieses am Nachmittag stattfand. Die Bayern mit Udo Lattek und Karl-Heinz Rummenigge spielten gegen die Gladbacher mit ihrem Trainer Jupp Heynckes und Lothar Matthäus, der zum letzten Mal für die Borussia auflief.

Es war ein nervenaufreibendes Spiel und ich freute mich, als Lothar Matthäus seinen berühmten Elfmeter verschoss. Fortan war ich infiziert und ich verfolgte ab jetzt die Bayern. Mit allen Höhen und Tiefen. Die gewonnene Last-Minute-Meisterschaft 1986, die unglückliche Niederlage gegen den FC Porto 1987, Augenthalers Eigentor gegen Roter Stern Belgrad 1991, das Trainer-Comeback von Franz Beckenbauer 1994 usw.

Ziemlich schnell merkte ich aber, dass viele Menschen den FC Bayern abgrundtief hassen. In Thüringen, wo ich lebe, ist dies nicht immer leicht, wenn man Bayernfan ist, aber man gewöhnt sich daran und steht zu seinem Verein.

Die Bayern kannte ich bis 2016 nur aus dem Fernsehen. Zwar war ich bis dahin auch schon bei einem Bayernspiel in der Allianz Arena gewesen, aber irgendwie genügt es mir, den Rekordmeister von der heimischen Couch aus zu verfolgen. Dank Pay-TV kann man ja inzwischen jede Partie live sehen.

Selfies mit den Bayernspielern

In der ersten Runde des DFB-Pokals der Saison 2016/17 wurde den Münchnern der FC Carl Zeiss Jena zugelost. Somit spielte mein Lieblingsklub ganz in meiner Nähe. Ich sah aber bald die Aussichtslosigkeit, an Karten zu kommen. Das war jedoch nicht weiter tragisch, schaute ich das Pokalspiel im Fernsehen. Zudem war ich am Vorabend am Mannschaftshotel und konnte zum Beispiel ein Foto von Mats Hummels, der Autogramme gab, machen.

Am Morgen nach dem Spiel wollte ich noch einmal zum Mannschaftshotel, um vielleicht einen weiteren Blick auf Spieler zu erhaschen. Das Jenaer Esplanade, dort nächtigten die Bayern, kenne ich sehr gut, weil ich dort mal ein Praktikum gemacht hatte und eine Freundin von meiner Partnerin den Wellnessbereich managt und ich daher mit den Räumlichkeiten des Hotels vertraut bin. So wusste ich, dass es von der Tiefgarage über einen Fahrstuhl einen Zugang zur 1. Etage gibt. Ich versuchte einfach mein Glück und gelangte tatsächlich ins Hotel. Es war noch weit vor 8.00 Uhr und weit und breit war keiner zu sehen.

Ich wusste auch, dass jeder Hotelgast den gleichen Fahrstuhl benutzen musste, um nach draußen zu gelangen. Doch es würde noch eine ganze Weile dauern, bis der Tross der Bayern abreiste. So versuchte ich, mich unauffällig zu verhalten und vielleicht wie ein Hotelgast zu wirken. Dazu setzte ich mich in die Davidoff-Lounge des Hotels, die mit Fenstern versehen ist und sich nur 15 Meter vom Fahrstuhl befindet.

Ich war nun im Zentrum der Bayern. Mats Hummels und Teammanagerin Kathleen Krüger huschten ab und zu vorbei. Ich sah Pressesprecher Dieter Nickles und in der Davidoff-Lounge hielten sich unter anderem ein Zeugwart und ein Koch auf. Auch Leute von der Security, die mich aber nicht ansprachen. Draußen vor dem Hotel sammelten sich immer mehr Fans, ich nahm mir vor, mich weiter unauffällig zu verhalten.

Dann nach etwa zweieinhalb Stunden kamen die Spieler, um sich zum Mannschaftsbus, der vor dem Hoteleingang stand, zu bewegen. Zuerst sah ich Manuel Neuer, der allein unterwegs war. Ich fragte ihn höflich, ob ich ein Foto mit ihm machen dürfte. Er war einverstanden und so bekam ich ein Selfie mit ihm.

Dann kam Thomas Müller. Auch einzeln. Er wirkte wie im Fernsehen. Locker und gut drauf. „Herr Müller, könnte ich ein Foto mit Ihnen machen?“ Thomas Müller nickte und so hatte ich auch ein Selfie mit ihm.

Dieses ergatterte ich auch von Mats Hummels. Wie Manuel Neuer und Thomas Müller wirkte der Weltmeister äußerst sympathisch.

Danach kam eine Spielertraube mit David Alaba, Philipp Lahm, Joshua Kimmich und Robert Lewandowski. Leicht verunsichert von der Ansammlung dieser Stars fragte ich den größten Spieler nach einem Selfie. Es war Robert Lewandowski, der sich ebenfalls bereiterklärte. Wie auch Franck Ribéry, Arturo Vidal, Rafinha und Javi Martinez. Auch mit Herrmann Gerland erhielt ich ein Selfie und der „Tiger“ unterhielt sich sogar kurz mit mir.

Dann waren die Bayern verschwunden, doch ich hatte gerade Manuel Neuer, Thomas Müller und andere Bayernprofis aus nächster Nähe gesehen. Da konnte ich es auch verschmerzen, dass zwei meiner Lieblingsspieler, Arjen Robben und Jerome Boateng, nicht dabei waren, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt mit einer Verletzung herumplagten. Ich war begeistert, denn die kurze Begegnung mit meinem Lieblingsverein hatte etwas äußerst Sympathisches und Wunderbares.

Ein familiärer Verein

Ab und zu mache ich in München oder der Umgebung Urlaub. So nutze ich jedes Mal die Gelegenheit, mir das Bayernmuseum in der Allianz Arena anzusehen und an der Säbener Straße vorbeizuschauen. Bei jedem der Besuche merkt man, dass der Klub um die Bedeutung der Fans weiß. Denn ohne sie wäre das Big Business Fußball nicht möglich. Man spürt immer eine gewisse familiäre Atmosphäre und eine große Fannähe. Das ist sicherlich auch ein Verdienst von Uli Hoeneß und ein Oliver Kahn steht sicherlich auch für diese Werte.

Sicherlich kann man in der Vereinspolitik manche Dinge kritisieren, aber irgendetwas scheinen die Klubbosse ja richtig zu machen, wie die ganzen Erfolge beweisen. Die Bayern achten bei Spielereinkäufen auch auf die Persönlichkeit des Profis. Deshalb haben Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Serge Gnabry eingeschlagen. Diese Spieler würden Fans höchstwahrscheinlich auch kein Selfie verwehren, wenn man sie höflich fragen würde und so freue ich mich auf weitere Jahre als Bayernfan. Unterhaltung ist sowieso garantiert. Das hat der Fußball an sich. So wird sicherlich auch die nächste Saison spannend. Bei Interwetten kann man darauf tippen, dass die Münchner erneut das Triple holen. Die Quote hierfür beträgt 12,00.

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Vorschau auf den DFB-Pokal

Am Wochenende startet mit dem DFB-Pokal die neue Saison. 19 Tage nach dem Champions-League-Finale und rund zweieinhalb Monate nach dem 34. Spieltag der Spielzeit 2019/20.

Die Profis haben nun bis Weihnachten ein straffes Programm vor sich. Mit vielen Ligaspielen, einer weiteren Pokalrunde, der Vorrunde in der Champions League und zahlreichen Länderspielen.

Doch vorher gilt es für die Bundes- und Zweitligisten, sich nicht gegen die unterklassigen Vereine zu blamieren und schon früh in der Saison unter Druck zu geraten.

Das gilt insbesondere für den FC Schalke 04. Die Königsblauen hoffen auf eine ruhige Saison und daher wäre ein Weiterkommen beim 1. FC Schweinfurt eminent wichtig (Sonntag 13.9. 15.30 Uhr). Beide Teams trafen bereits vor zwei Jahren im DFB-Pokal aufeinander. Die Gelsenkirchener setzten sich 2:0 durch und konnten in die nächste Runde einziehen.

Ein Wiedersehen feiern auch Hansa Rostock und der VfB Stuttgart, die sich zum dritten Mal in Folge im DFB-Pokal gegenüberstehen (Sonntag 13.9. 15.30 Uhr). Zu einem Klub aus den neuen Bundesländern muss auch der HSV. Bei Dynamo Dresden wird es für die Hanseaten sicherlich heiß hergehen (Montag 14.9. 18.30 Uhr).

Zu einem Traditionsduell kommt es in Duisburg, wenn Borussia Dortmund beim MSV antritt (Montag 14.9. 20.45 Uhr). Diese Partie wird im Free-TV übertragen und die große Frage wird sein, ob sich der Favorit durchsetzen kann. Die Wettanbieter setzen klar auf den BVB. Interwetten vergibt auf einen Dortmunder Sieg lediglich eine Quote von 1,10. Ein Duisburger Erfolg würde eine Quote von 15,00 bringen.

Für finanziell angeschlagene Klubs ist der DFB-Pokal eine Chance, Geld in die Kassen fließen zu lassen. Ein Weiterkommen kann sich hier richtig lohnen. Auch die Chance, sich wieder ins bundesweite Gedächtnis zu rufen, ist ein Ansporn. Im Vorjahr gelang dies den Saarbrückern, die bis ins Halbfinale vorstießen.

Das würde sich zum Beispiel auch der 1. FC Kaiserslautern wünschen. Der Drittligist muss aber erst einmal gegen Jahn Regensburg bestehen (Sonntag 13.9. 15.30 Uhr). Auch Waldhof Mannheim möchte wieder aufhorchen lassen. Der ehemalige Bundesligist hat es mit dem SC Freiburg zu tun (Sonntag 13.9. 18.30).

Spannend wird zu sehen sein, wie sich Bundesligisten gegen Klubs aus der Regionalliga schlagen werden. Die Viertligisten haben in ihren Ligen schon einige Spieltage absolviert und stehen daher mitten im Saft, während die Klubs aus der 1. Bundesliga noch kein Pflichtspiel bestritten haben. So könnte es in Jena zu einer Überraschung kommen. Carl Zeiss warf vor fünf Jahren den HSV aus dem Wettbewerb und Gegner Bremen musste in den letzten Jahren einige Pokalschlappen ertragen (Samstag 12.9. 20.45 Uhr). So ist vielleicht ein Tipp auf die Jenaer drin. Bei Interwetten brächte dies eine Quote von 9,50.

Ebenfalls bei Regionalligisten beweisen müssen sich unter anderem die Mainzer (TSV Havelse), der VfL Wolfsburg (Union Fürstenwalde), Borussia Mönchengladbach (FC Oberneuland) oder der 1. FC Köln (VSG Altglienicke). Ein Selbstläufer werden

diese Partien sicherlich nicht. Vor allen Dingen Altglienicke hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt und möchte die Kölner in Bedrängnis bringen. Interwetten hat für den Fall eines Sieges des Viertligisten eine beachtliche Quote von 17,00 zu bieten.

Weiterhin kommt es in der 1. Runde zu zwei äußerst interessanten Begegnungen. So trifft der 1. FC Nürnberg auf RB Leipzig (Samstag 12.9. 15.30 Uhr) und Eintracht Frankfurt muss bei 1860 München antreten (Freitag 11.9. 20.45 Uhr).

Die Bayern bestreiten dagegen ihre Erstrundenpartie erst im Oktober, weil das Champions-League-Finale erst knapp drei Wochen her ist. Gegner wird dann der 1. FC Düren sein, der in der fünftklassigen Mittelrheinliga spielt.

Die 2. Pokalrunde wird dann am 22. und 23. Dezember ausgetragen, bevor es Anfang Februar mit den Achtelfinals weitergeht. Das Finale steigt schließlich am 13. Mai 2021 in Berlin.

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Die Rückennummern 7 und 10 sind bei den Bayern wieder vergeben

Franck Ribéry und Arjen Robben prägten zwölf bzw. zehn Jahre den FC Bayern. Der Franzose wechselte 2007 nach München, Arjen Robben kam 2009 und zusammen bildeten sie ein kongeniales Duo, welches die gegnerischen Abwehrreihen schwindlig spielte.

Dank Robbery konnte der deutsche Rekordmeister auch zahlreiche Erfolge einfahren, mit dem Triple 2013 als Krönung.

Lange war man sich nicht sicher, ob die Bayern auf den Flügeln den Umbruch hinbekommen würden. Zu dominant traten Franck Ribéry und Arjen Robben, die beide 2019 aus München weggingen, auf und es war klar, dass die Nachfolger in große Fußstapfen treten würden.

Auch die Rückennummern 7 und 10, die der Franzose und der Holländer bei den Bayern trugen, waren eine große Bürde und so trat auch in der Saison 2019/20 ein Vakuum ein, weil diese beiden Rückennummern nicht vergeben waren. Doch jetzt sind die 7 und die 10 wieder besetzt.

Die 7 trugen bei den Bayern bisher erst zwei Spieler

Erst zur Spielzeit 1995/96 bekam in der Bundesliga jeder Spieler eine feste Rückennummer zugeteilt. Mehmet Scholl erhielt die Nummer 7 und behielt sie bis zu seinem Karriereende 2007. Sein Nachfolger Franck Ribéry trug die 7 ebenfalls zwölf Jahre.

Serge Gnabry spielte nach seinem Wechsel an die Isar mit der 22, doch nun hat er sich die Nummer 7 ausgesucht, auch weil diese Rückennummer zu seiner Position passt.

Die 10 wiederum war ein Transferversprechen an Leroy Sané, dem damit ein Wechsel nach München schmackhaft gemacht werden sollte. Natürlich neben vielen anderen Faktoren.

Somit ist der Umbruch auf den Flügelpositionen endgültig vollzogen, was sich nun auch auf jedem Spielberichtsbogen niederschlägt.

Die große Frage wird aber sein, ob Serge Gnabry und Leroy Sané eine ähnlich erfolgreiche Ära prägen können.

Zumindest kann man diese Frage schon mit einem „Teilweise“ beantworten, obwohl man die wirkliche Antwort erst in ein paar Jahren weiß. Denn Serge Gnabry war ein wesentlicher Bestandteil des Münchner Triples im Jahr 2020.

Besonders beim 3:0-Halbfinalsieg über Olympique Lyon war der 25-Jährige der Matchwinner. Und dann ist ja da noch Kingsley Coman, ebenfalls ein Nachfolgekandidat von Robbery, der im Endspiel den vielumjubelten Siegtreffer besorgte.

In Leroy Sané setzen die Bayern große Hoffnungen. Der 24-Jährige ist hochtalentiert und bringt alles mit, um ein internationaler Superstar zu werden.

Auf jeden Fall haben es die Bayern geschafft, dass auf den Flügelpositionen zwei deutsche Nationalspieler vertreten sind. Beide könnten den Rekordmeister über viele Jahre prägen, so wie es Franck Ribéry und Arjen Robben ein Jahrzehnt lang getan haben.

Dass die Bayern in der kommenden Saison erneut das Triple holen, kann man bei Interwetten tippen. Sollte das der Fall sein würde bei einem Einsatz von 20 Euro ein Gewinn von 240 Euro winken (Quote 12,00).

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Wichtige Standortbestimmung oder Muster ohne Wert?

Knapp zehn Monate hat die deutsche Nationalmannschaft kein Spiel mehr bestritten. Die letzte Partie fand Mitte November gegen Nordirland statt. Seitdem befand sich vor allen Dingen Bundestrainer Joachim Löw im Wartestand, auch weil die EURO 2020 ausgefallen war.

Nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft 2018 sollte die EM als wichtige Standortbestimmung dienen und zeigen, ob das DFB-Team noch zur Weltspitze gehört.

Diese wichtige Frage, sie hätte auch über die Zukunft von Joachim Löw als Bundestrainer entschieden, wurde nun um ein Jahr verschoben, weil ab Juni 2021 die EURO nachgeholt werden soll.

So bleibt dem Weltmeistertrainer von 2014 mehr Zeit, um den Umbruch weiter voranzutreiben.

Dazu soll auch die Nations League dienen, die bis Ende des Jahres ausgetragen wird. Bei der ersten Auflage dieses neuen Turnieres blamierte sich „Die Mannschaft“ und wurde hinter den Niederlanden und Frankreich Gruppenletzter. Eigentlich hätte das den Abstieg in die Gruppe B bedeutet, doch die UEFA überarbeitete den Modus der Europa League und so darf das Löw-Team weiter in der erstklassigen Gruppe A spielen.

Hier trifft man nun auf Spanien, die Schweiz und die Ukraine. Sicherlich würde ein erneut schlechtes Abschneiden Joachim Löw nicht den Job kosten. Schließlich ist alles auf die Europameisterschaft ausgerichtet, doch gute Ergebnisse in der Europa League würden Ruhe in das Umfeld der deutschen Nationalmannschaft bringen.

Doch sicherlich geht es vor allen Dingen darum, ein schlagkräftiges Team für die Zukunft zu formen.

Der Umbruch ist in vollem Gange

Von den Weltmeistern sind inzwischen nur noch Manuel Neuer und Toni Kroos dabei. Langjährige Stützen wie Jerome Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels wurden vom Bundestrainer aussortiert, was zwar aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen des Trios eine äußerst diskutable Entscheidung ist, doch im Vordergrund steht, dass in der Nationalmannschaft eine neue Hierarchie aufgebaut wird.

Und hier ist das DFB-Team auf einem guten Weg. Neue und hungrige Spieler, die sehr talentiert sind, drängen immer mehr in den Vordergrund. Dabei bilden die Champions-League-Sieger Joshua Kimmich (25), Serge Gnabry (25), Niklas Süle (24) und Leon Goretzka (25) eine schlagkräftige Achse, die nun weiß wie man ein Endspiel gewinnt.

Dazu kommen Spieler, die sehr viel Potential haben. Kai Havertz (21), Leroy Sané (24) und Timo Werner (24) sind hier besonders zu nennen.

Doch gegen Spanien (Donnerstag 20.45 Uhr) und die Schweiz (Sonntag 20.45 Uhr) werden viele Spieler aus diesem Kreis nicht dabei sein. Hinzu kommt, dass alle Spieler einen unterschiedlichen Vorbereitungsstand haben. Das trifft aber auch auf die Iberer und die Eidgenossen zu.

So ist das Abschneiden in der Nations League dann wohl doch ein Muster ohne Wert. Vielmehr geht es darum, Spielsysteme einzustudieren und als Team und Gruppe zu funktionieren.

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet vorerst auf Experimente. So hat der 60-Jährige für die beiden Partien mit Robin Gosens, Oliver Baumann und Florian Neuhaus lediglich drei Neulinge berufen.

Auf die Nationalspieler wartet bis Jahresende ein Mammutprogramm. Die Hinserie in den nationalen Ligen und in der Champions League und Europa League ist zu absolvieren. Hinzu kommen noch jeweils drei Länderspieltermine im Oktober und November.

Doch erst einmal gilt es, einen guten Start in die Nations League zu schaffen. Gegen Spanien ist das DFB-Team bei den Wettanbietern leichter Favorit. Interwetten vergibt auf einen Erfolg gegen den Weltmeister von 2010 eine Quote von 2,45. Spaniens Chancen werden mit einer Quote von 2,90 taxiert. Ein Unentschieden brächte eine Quote von 3,20.

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Eine Schlammschlacht droht

Lionel Messi ist der wohl beste Spieler aller Zeiten. Auf jeden Fall gehört der Argentinier zu den Top 3, die jemals auf diesem Planeten Fußball gespielt haben.

Doch nun droht das Szenario, dass sein eigenes Denkmal erhebliche Risse bekommt. Und nicht nur das. Beim derzeitigen Wechseltheater scheint es nur Verlierer zu geben. Der FC Barcelona und der Fußball als Ganzes werden wohl großen Schaden nehmen. Es geht aber auch um die Millionen von Fans, die es nicht verstehen würden, wenn ein Gericht entscheiden müsste, wo Lionel Messi in der nächsten Saison spielt.

Es ist nicht zuletzt die jüngere Generation, die den Argentinier vergöttert. Auf der ganzen Welt tragen Kinder stolz das Barcelona-Trikot mit der Rückennummer 10. Lionel Messi hat zudem die letzten 15 Jahre im Weltfußball geprägt. Auch durch ihn wurde der Fußball noch populärer. Doch jetzt könnte das letzte Stück Fußballromantik, wo man gehofft hatte, dass es sie noch gibt, zerstört werden.

Denn was längst klar ist, wird nun noch einmal bestätigt. Es geht im Fußball am Ende nur ums Geld. Um richtig viel Geld.

Viele werden es nicht verstehen, dass der FC Barcelona seinen Superstar nicht einfach ziehen lässt. Nach 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit. Doch man kann die Katalanen auch verstehen, dass dies nicht zum Nulltarif geschehen kann. Dies wäre passiert, wenn Lionel Messi im Juni seine Ausstiegsklausel gezogen hätte. Da die letzte Saison jedoch erst im August beendet wurde, pocht der Argentinier auf die veränderten Umstände, die ihn dazu veranlasst hatten, seinen Wechselwunsch später zu hinterlegen.

Der FC Barcelona besteht dagegen auf die festgeschriebene Ablösesumme von 700 Millionen Euro.

Eine riesengroße Schlammschlacht droht nun, bei der wohl Anwälte und Gerichte entscheiden, wo „La Pulga“ zukünftig spielt.

Es sei denn, ein Verein zahlt diese unglaublichen 700 Millionen Euro. Ganz abwegig ist das aufgrund der Scheichs und Investoren, die sich inzwischen im europäischen Fußball tummeln, nicht. Dafür hätten die meisten Fans dann aber wirklich kein Verständnis mehr. Schon die 222 Millionen Euro, die PSG an den FC Barcelona vor drei Jahren für Neymar zahlte, waren höchst grenzwertig.

Was macht Lionel Messi derweil? Er möchte sich von seinem Jugendverein wegstreiken. Das Kapitel FC Barcelona ist für den Argentinier wohl abgeschlossen. Zu groß sind inzwischen die Risse und eine weitere Zusammenarbeit scheint fast unmöglich.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der mehrmalige Weltfußballer zu seinem ehemaligen Mentor Pep Guardiola möchte. Schließlich hat der 33-Jährige mit dem Spanier seine erfolgreichste Zeit erlebt.

Man kann übrigens darauf wetten, wo Lionel Messi ab dem 16. Oktober, dem Ende der Wechselfrist, unter Vertrag steht. Dabei sehen die Wettanbieter Manchester City vorne. Betfair zahlt für den Fall eines Wechsels zu den Engländern eine Quote von 1,83 aus. Sollte Lionel Messi beim FC Barcelona bleiben, gäbe es eine Quote von 2,00. Inter Mailand als neuen Arbeitgeber des Argentiniers brächte eine Quote von 13,00.

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