18+ | Spiele mit Verantwortung | Es gelten die AGB | Glücksspiel kann süchtig machen | Wir erhalten Provisionen von den aufgeführten Wettanbietern

Kickfieber Christian
Peter Stoeger im September 2026

(IMAGO / Harald Dostal)

Was macht eigentlich Peter Stöger?

Er gilt in Österreich als bekanntester Fußballspieler und Trainer. Auch in der Bundesliga hat Peter Stöger seine Spuren hinterlassen. Doch die letzte Zeit verlief für den 60-Jährigen weniger erfolgreich. Aber was macht der Österreicher inzwischen?
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 29 September 2026, 11:00

Erstaunlich in seiner Karriere ist, dass Peter Stöger über vier Jahre beim 1. FC Köln war, was für Trainer eigentlich ein Schleudersitz ist. Mit den Rheinländern stieg er jedoch in der Saison 2013/14 in die Bundesliga auf, um sich dann dort die kommenden Jahre zu etablieren und 2016/17 sogar die Qualifikation für die Europa League zu schaffen.

Peter Stöger ging 2017/18 sogar in seine fünfte Spielzeit als Kölner Trainer, ein Novum seit der Vereinsgründung der Domstädter im Jahr 1948, aber unglücklicherweise ging der Saisonstart mit drei Punkten aus den ersten 14 Spielen in die Hose, sodass der langjährige Erfolgscoach am 10. Dezember 2017 beurlaubt wurde.

Eine Woche später griff der BVB zu, der Peter Stöger als Nachfolger des glücklosen Peter Bosz verpflichtete. Wohl auch, um auf der Trainerposition etwas Langfristiges zu haben. Obwohl der Österreicher die Dortmunder von Platz 7 noch in die Champions League führte, wurde der Vertrag seitens des Revierclubs nicht verlängert. Somit verabschiedete sich der 65-malige österreichische Nationalspieler aus der Bundesliga. Bis heute.

Glücklose Engagements

Nach seiner Tätigkeit beim BVB erfolgte eine einjährige Auszeit, um dann zum dritten Mal in einer verantwortlichen Position zu Austria Wien zu wechseln. Erst als Sportdirektor, später als Trainer.

Der Erfolg mit der Austria blieb jedoch aus, da man zweimal in die Abstiegsplayoffs um den Klassenerhalt musste.

Schließlich unterschrieb Peter Stöger zur Saison 2021/22 beim ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest. Nach einem durchwachsenen Saisonstart und einer Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten wurde der Österreicher jedoch schon im Dezember 2021 entlassen.

Danach ging es zurück in seine Heimat in die 2. Liga zu Admira Wacker in der Funktion eines Sportdirektors. Unter seiner Leitung wurde jedoch der Aufstieg in die österreichische Bundesliga zweimal verpasst.

Auch die anschließende Trainerrückkehr zu Rapid Wien blieb unglücklich. Trotz eines erfolgreichen Starts wurde Peter Stöger nach nicht einmal fünf Monaten im November 2025 bei den Wienern entlassen. Seitdem ist der 60-Jährige vereinslos.

Eine Rückkehr in die Bundesliga ist eher unwahrscheinlich, aber Peter Stöger hat als Österreicher in Deutschland auch etwas Bleibendes erreicht. Nicht nur die längste Amtszeit beim 1. FC Köln und das Erreichen der Champions League mit Borussia Dortmund, sondern auch den Fußballspruch des Jahres 2016 mit der Aussage: „Ich habe dem Linienrichter meine Brille angeboten. Auch das hat er nicht gesehen.“

Rafael und Sylvie van der Vaart im Oktober 2012

(IMAGO / ZweiKameraden)

Was macht eigentlich Rafael van der Vaart?

Er spielte beim HSV, als dieser noch in der Bundesligaspitze mitmischte. Zur Saison 2005/06 wechselte Rafael van der Vaart in die Hansestadt und mit ihm nicht nur ein begnadeter Fußballer aus der Ajax-Schule, sondern auch eine Person, an der die Boulevardmedien Interesse hatte.
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 25 September 2026, 11:00

Denn der Mittelfeldspieler war mit einer gewissen Sylvie van der Vaart liiert, die ab diesem Zeitpunkt in Deutschland eine Karriere als Fernsehmoderatorin startete. Ihr Mann Rafael überzeugte derweil auf dem Fußballplatz und auch in der niederländischen Nationalmannschaft, mit der er an zwei Welt- und an drei Europameisterschaften teilnahm.

2013 ging diese Liason zu Ende, aber auch die anschließende zweijährige Beziehung mit Sabia Boulahrouz füllte die Klatschspalten.

Seit zehn Jahren führt Rafael van der Vaart jedoch eine eher unaufgeregte Beziehung mit der niederländischen Handballspielerin Estevana Polman, mit der er eine Tochter hat.

Co-Trainer, Experte und Darts

Nach drei Jahren in Hamburg erfüllte sich der spanischstämmige Holländer 2008 einen Kindheitstraum und wechselte zu Real Madrid. Anschließend ging es 2010 zu Tottenham weiter. Schließlich gab es 2012 die Rückkehr zum HSV, der jedoch zu jener Zeit etwas ins Straucheln geraten war. So war sein dreijähriges Engagement bei den Norddeutschen nicht immer unumstritten, doch rückblickend war Rafael van der Vaart einer der besten und schillerndsten Spieler des HSV in diesem Jahrtausend.

So bekam der mittlerweile 43-Jährige 2018 auch ein Abschiedsspiel, nachdem er seine Karriere beim FC Midtjylland und in Esbjerg ausklingen ließ.

In seiner niederländischen Heimat ist Rafael van der Vaart nach wie vor bekannt und populär und so übt er seit vielen Jahren eine Tätigkeit als TV-Experte aus. Allerdings gab es hier bei der WM 2026 eine Kontroverse, als der Ex-Profi behauptete, dass „alle japanischen Spieler gleich aussehen würden“. Nach viel Kritik entschuldigte sich Rafael van der Vaart für diese Aussage.

Nach wie vor ist der 109-malige niederländische Nationalspieler sportlich unterwegs. Etwa im Padel, was der 43-Jährige wettkampfmäßig betreibt. Und auch im Darts-Sport nimmt Rafael van der Vaart an Turnieren teil.

Fußballerische Verantwortung strebt der Vize-Weltmeister von 2010 dagegen wohl nicht an, obwohl ihm das der HSV zu dessen Spielerzeiten angeboten hatte. So blieb es bei einer kurzen Trainertätigkeit in Esbjerg. Doch sicherlich denken viele Hamburger Fans gerne an Rafael van der Vaart zurück, als dieser mit seiner Spielübersicht und mit seinen Distanzschüssen in der Bundesliga für Furore sorgte.

Martin Demichelis von RB Leipzig im September 2026

(IMAGO / Eibner)

Gewinner und Verlierer des Bundesligastarts

In den letzten Jahren wurde die Bundesliga aufgrund von Länderspielpausen häufig bereits nach zwei Spieltagen unterbrochen. Diese Saison haben die Clubs schon jeweils vier Partien absolviert. Zeit für ein kleines Fazit und auf die Gewinner und Verlierer des Bundesligastarts zu blicken.
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 23 September 2026, 15:00

Gewinner

Borussia Dortmund

In der Vergangenheit gab es bei Begegnungen mit BVB-Beteiligung oft viele Tore. Das ist nun vorbei, denn Niko Kovac hat die Dortmunder Abwehr um Torhüter Gregor Kobel stabilisiert. Die heimstarken Dortmunder sind zudem in der Offensive immer für Treffer gut und so stehen für den Revierclub nach vier Spieltagen zwölf Punkte auf der Habenseite, was auf einen spannenden Meisterschaftskampf hoffen lässt.

SV Elversberg

Der vermeintliche Underdog ist mit zwei Siegen gestartet, wobei auch Bayer Leverkusen bezwungen wurde. Es folgte eine starke kämpferische Leistung gegen den FC Bayern mit einem knappen 1:2. Gegen Schalke konnte das Team von Trainer Vincent Wagner dann wieder punkten. Somit sieht es so aus, dass die Elversberger in der Bundesliga alles andere als chancenlos sind.

Niclas Füllkrug

Der Stürmer erlebte in den letzten zwei Jahren ein Karrieretief. Mit unglücklichen Stationen bei West Ham und beim AC Mailand. Werder Bremen, ein Ex-Club Füllkrugs, griff zu und wird durch Tore des 33-Jährigen belohnt. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten, wie es scheint, denn die Hanseaten hatten in der letzten Saison ein echtes Problem Tore zu schießen.

SC Freiburg

Als Fan des SC Freiburg muss man sich wohl um die Zukunft keine Sorgen machen. Denn nach der langjährigen Ära von Christian Streich ist Julian Schuster in seine dritte Saison als SC-Coach gegangen. Die erste Tabellenhälfte ist der Stammplatz der Breisgauer geworden und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass man wieder das internationale Geschäft erreicht.

Manuel Baum

Zur Vorsaison verpflichtete der FC Augsburg mit Sandro Wagner einen prominenten Namen, der gleichzeitig ein Lautsprecher ist. Doch schon im Dezember 2025 war dieses Engagement beendet. Manuel Baum übernahm und führte den FCA auf Platz 6 der Rückrundentabelle. Auch aktuell stehen die Schwaben unter Manuel Baum mit sieben Punkten und Rang 4 gut da, was absolut für den 47-Jährigen spricht, der auch bei der WM als TV-Experte eine gute Figur abgegeben hat.

Verlierer

Union Berlin

Jahrelang hat sich der 1. FC Union Berlin mit kämpferischem Einsatz und Defensivfußball in der Bundesliga etabliert. Vor dieser Saison sollte die taktische Ausrichtung neuformiert werden, doch bislang ging dieser Schuss nach hinten los. 17 Gegentore nach vier Spieltagen sprechen eine deutliche Sprache. Die Frage ist nun, ob die Verantwortlichen der Berliner diesen Schritt weitergehen oder irgendwann die Notbremse ziehen.

Martin Demichelis

Dessen Vorgänger Ole Werner hat mit RB Leipzig in der letzten Saison Platz 3 und somit die direkte Qualifikation für die Champions League erreicht. Trotzdem musste er gehen. Auch weil er nicht den sogenannten RB-Fußball spielen ließ.

Martin Demichelis steht nach zwei Niederlagen zum Auftakt aber gleich unter Druck. Im Umfeld der Leipziger rumort es. Daher helfen jetzt erstmal nur Siege.

Borussia Mönchenglach

0 Punkte, 16 Gegentore – das ist die Bilanz von Borussia Mönchengladbach nach vier Spieltagen. Logischerweise wurde der Trainer gefeuert. Doch ob der neue Coach Alexander Blessin den gewünschten Erfolg bringt, bleibt fraglich. So hat Kapitän Tim Kleindienst schon mehrfach die fehlende Einstellung seiner Mitspieler beklagt.

Deniz Undav

Zur WM war Deniz Undav Publikumsliebling, der von den Fans immer wieder gefordert wurde. Nach schwachem Saisonstart wurde der Stürmer von Julian Nagelsmann nicht in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Nations League berufen. Doch das kann sich auch wieder ändern, sollte Deniz Undav zu alter Form zurückfinden.

DAZN im September 2026

(IMAGO / Hanno Bode)

Wie geht es mit DAZN weiter?

Vor zehn Jahren ging DAZN in Deutschland an den Start. Mit einem völlig neuartigen Konzept, denn Streaming-Übertragungen und Programmen auf Abruf im Sportbereich gab es bis dahin so gut wie nicht. Auch der Preis von knapp 10 Euro war revolutionär. Fakt ist aber auch, dass DAZN jahrelang rote Zahlen schrieb. Inzwischen macht der Streaming-Anbieter Gewinne, was jedoch mit Preissteigerungen für Kunden einherging.
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 18 September 2026, 12:30

So kostet ein DAZN-Monatsabo derzeit 44,95 Euro. Zahlt man ein Jahr im Voraus, sind es immer noch 30 Euro im Monat. Dafür bekommt man allerhand geboten. Wie etwa die Samstags-Konferenz und die Sonntagsspiele der Fußballbundesliga. Darüber hinaus Partien der Serie A, der Ligue 1 und aus La Liga. Auch anderen Sport wie Baseball oder Darts kann man bei DAZN sehen.

Das absolute Filetstück ist aber die Champions League, die DAZN bis auf ein Dienstagsspiel komplett zeigt. Und hier fängt das Problem für den Pay-TV-Anbieter an.

Paramount+ plant keine Sublizenzen

So hält DAZN die Rechte an der Königsklasse nur noch diese Saison inne. Ab 2027 übernimmt Paramount+, ein Big Player aus den USA, der enorm viel für die Champions League geboten und DAZN ausgestochen hat.

Wie nun bekannt wurde, plant Paramount+, welches auch die Rechte an Champions-League-Übertragungen in Großbritannien, Italien und den mittel- und südamerikanischen Raum erworben hat, keine Sublizenzen zu vergeben.

Hier stellt sich die Frage, ob DAZN-Kunden künftig 30 Euro oder mehr pro Monat bezahlen wollen. Denn auch die NFL gibt es bei dem Streamingdienst nicht mehr. Wie auch seit längerer Zeit die englische Premier League oder die NHL.

RTL/Sky als großer Konkurrent

In diesem Jahr hat der europäische TV-Riese RTL die Sky Group übernommen, die in letzter Zeit schwächelte. Gerade beim extrem teuren Rechteerwerb hat DAZN nun eine knallharte Konkurrenz, welche schon die NFL von DAZN übernommen hat und darüber hinaus mit der Formel 1 und den Freitags- und Samstagsspielen der Bundesliga aufwarten kann und wohl auch in Zukunft ernsthaft um große Rechte mitbieten wird.

Auch ein so beliebtes Gesicht und Zugpferd wie Laura Wontorra hat RTL von DAZN abgeworben.

Ein Vakuum entsteht zudem bei DAZN, denn die langjährige Deutschlandchefin Alice Mascia, die den Streamingdienst in den letzten Jahren zweifellos vorangebracht hat, hört Ende des Jahres auf.

Alles in allem unsichere Zeiten für DAZN. Gerade in Deutschland regiert König Fußball und mit ihm die Bundesliga und die Champions League. Für die Fußballbundesliga hat DAZN bis 2029 die Rechte. Aber eben auch nur für einen Teil. Dafür zeigt DAZN die Europa League, die aber weniger attraktiv als die Champions League ist. Auch der DFB-Pokal läuft bei Sky

Dazu muss sich DAZN seit einiger Zeit mit einer Sammelklage herumschlagen. Kunden hatten wegen vermeintlich unangemessenen Preiserhöhungen in der Vergangenheit geklagt und auch das Image von DAZN in Deutschland ist nicht mehr wie in den Anfangsjahren.

Christian Lell im Juni 2026

(IMAGO / Panama Pictures)

Was macht eigentlich Christian Lell?

Er kam als 8-Jähriger zum FC Bayern und war insgesamt 17 Jahre beim deutschen Rekordmeister, wo er zwischen 2006 und 2009 mehr oder weniger regelmäßig spielte und häufig in der Startformation stand. Doch anders als Philipp Lahm, der wie Christian Lell gebürtiger Münchner und ein Jahr älter ist, gelang dem Rechtsverteidiger nie der ganz große Durchbruch.
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 18 September 2026, 10:30

So blieb es etwa nur bei Länderspielen im Nachwuchsbereich. Zur Saison 2009/10 hatte der damalige Bayerntrainer Louis van Gaal schließlich keine Verwendung mehr für Christian Lell. Dieser wechselte daraufhin zur Berliner Hertha, für die er zwei Jahre spielte. Auch sein Engagement bei UD Levante dauerte nur zwei Saisons.

Aufgrund des Todes seiner Schwester verzichtete Christian Lell in der Folgezeit auf die Fortführung seiner Profikarriere und spielte nur noch „aus Spaß“ in der bayerischen Kreisklasse für den TSV Weyarn.

Lebenskrisen und Mentalcoach

Schon 2012 gründete Christian Lell ein eigenes Unternehmen. In den Feldern Immobilien und Sportberatung versuchte der damalige Fußballprofi sich ein zweites Standbein aufzubauen, was 2019 in der Lell Holding mündete, die sich hauptsächlich mit der Baubranche befasste.

Aufgrund von wirtschaftlichen Faktoren und Krisen im Immobilienbereich hatte die Lell Holding jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Christian Lell gab später dem Magazin 11 Freunde ein Interview, in dem er bekundete, dass er wegen finanzieller Sorgen sogar einen Suizidversuch unternommen habe.

In der Gegenwart ist Christian Lell nicht mehr als Unternehmer tätig, sondern seit 2025 als Mentalcoach und Autor mit den Themen Selbstreflexion, Vergebung und persönlicher Entwicklung. Unter dem Titel From Ego to Heart, mit denen er auch Vorträge hält.

Wie erfolgreich das ist, bleibt fraglich, denn kürzlich wurde bekannt, dass der mittlerweile 42-Jährige im Herbst 2026 bei Promi Big Brother mitmacht. Doch vielleicht kann er dort etwas über die Stoffwechselstörung Mukoviszidose erzählen. Denn an dieser Krankheit starb 2014 seine Schwester, woraufhin der Ex-Bayernspieler die Christian Lell Stiftung gründete, die Gelder für die Erforschung dieser Krankheit sammelt und die sich darüber hinaus um emotional vernachlässigte Kinder kümmert.

Als Fußballprofi kann Christian Lell auf zwei Deutsche Meisterschaften und zwei Triumphe im DFB-Pokal zurückblicken. Und er hat mit Granden des deutschen Fußballs wie Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm zusammengespielt. Zudem hat er als in München Geborener für den FC Bayern gespielt. Ein Traum, den unzählige Kinder und Jugendliche haben.

Julian Nagelsmann und Sandro Wagner im Juni 2025

( IMAGO / Ulmer/Teamfoto)

Die Schnelllebigkeit im Trainergeschäft

Wir alle leben in hektischen Zeiten. Nahezu jeden Tag passiert etwas in der Politik und in der Gesellschaft. Auch der Profifußball ist da nicht ausgenommen. So hat etwa der dienstälteste Bundesligatrainer, Stuttgarts Sebastian Hoeneß, eine Amtszeit von drei Jahren und fünf Monaten, was eher eine Seltenheit ist. Denn die Hälfte aller Bundesligacoaches sind bei ihren jeweiligen Clubs weniger als ein Jahr im Amt. Also nicht einmal eine Saison.
Christian Waidmann Profile Image
Geschrieben von Christian Waidmann
Veröffentlicht: 16 September 2026, 16:30

Mehr als zwei Spielzeiten können lediglich der erwähnte Sebastian Hoeneß, Freiburgs Julian Schuster und Bayerns Vincent Kompany vorweisen, der zudem bei den Münchnern erstmals seit zehn Jahren in eine dritte Saison als Coach geht.

Ein gewisser Julian Nagelsmann unterschrieb 2021 beim deutschen Rekordmeister einen Fünfjahresvertrag. Alles Makulatur. Und auch die Bundestrainerzeit ist für Julian Nagelsmann längst Geschichte.

Dessen Assistent bei der Nationalmannschaft war Sandro Wagner, der nach der EURO 2024 als kommender Supertrainer gehandelt wurde. Inzwischen ist der Ex-Augsburg-Trainer unter anderem beim FC Basel in der eher zweitklassigen Schweizer Super League im Gespräch.

Wenige Ausnahmen

Steffen Baumgart galt in der Saison 2021/22 als Kulttrainer beim 1. FC Köln. Doch bei den Rheinländern ist der 54-Jährige schon längst nicht mehr. Wie auch bei Union Berlin, Steffen Baumgarts Station nach dem 1. FC Köln. Der „Effzeh“ wiederum startete letzte Saison mit Lukas Kwasniok. Doch dieser ist in der Domstadt ebenfalls Geschichte.

Auch Borussia Dortmund sucht seit der 7-jährigen Ära von Jürgen Klopp nach einem Trainer, der längerfristig bleibt. Nach Namen wie Peter Stöger, Lucien Favre, Peter Bosz oder Nuri Sahin möchte der BVB nun mit Niko Kovac etwas aufbauen.

Da stellt sich die Frage, wie Bundesligatrainer ihre Haus- und Wohnungssuche gestalten. Ein Hausbau an einem Ort ist da absolut unrealistisch. Dazu gesellt sich das Problem, dass die Kinder der Coaches oft den Wohnort und die Schule wechseln müssen.

Eine große Ausnahme bei dieser Thematik ist der SC Freiburg, wo erst Volker Finke und danach Christian Streich weit mehr als ein Jahrzehnt wirkten. Was unter anderem auch daran liegt, dass Freiburg keine Medienstadt wie München, Köln oder Hamburg ist und Trainer dort einfach ruhiger arbeiten können. So wie seiner Zeit Otto Rehhagel, der 14 Jahre in Bremen mehr oder weniger nur mit Regionalzeitungen zu tun hatte, um dann in München nach nicht einmal einem Jahr entlassen zu werden.

Auch ein Aufstieg ist keine Jobgarantie, denn im Fußball regieren die Ergebnisse und wenn der Druck zu groß wird, bleibt den Klubbossen oft keine Wahl. Den Gang in die Zweitklassigkeit hat aber der 1. FC Heidenheim mit seinem langjährigen Trainer Frank Schmidt angetreten. Die berühmte Ausnahme von der Regel.

Christian

Christian

Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs

Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.