Die Rekordjagd von Manuel Neuer

Den Rekordhalter, was Partien in der Champions League anbetrifft, wird der 40-Jährige wahrscheinlich nicht mehr einholen können, denn Cristiano Ronaldo kommt in diesem Ranking auf unfassbare 183 Begegnungen. Ihm folgt Real-Legende Iker Casillas mit 177 Spielen. Aber schon gleich dahinter rangiert Manuel Neuer auf Platz 3.
Diesen Rang hat der Keeper auch bei der Liste der Spieler mit den meisten Bundesligapartien im Blick. Momentan steht Manuel Neuer bei 549 Bundesligabegegnungen. Die derzeitige Nummer 3, Oliver Kahn, kann 557 Einsätze in Deutschlands Beletage vorweisen und es ist durchaus realistisch, dass der FCB-Torwart in dieser Saison noch mindestens neun Bundesligaspiele absolvieren wird und Rang 3 in diesem erlauchten Kreis einnehmen wird.
Mit etwas Fortune und weniger Verletzungen hätte Manuel Neuer auch Karl-Heinz Körbels Spitzenposition angreifen können, doch unter anderem sein Ski-Unfall brachte ihn um etliche Partien.
Meiste gewonnene Meisterschaften
Ein Grund für seinen Wechsel von Schalke 04 zum FC Bayern war, dass man bei den Münchnern mehr Titel gewinnen kann.
Das hat sich für Manuel Neuer seit 2011 mehr als bewahrheitet. Vor allen Dingen in der Bundesliga. So ist der 40-Jährige 13-facher Deutscher Meister. Wie auch Thomas Müller. Ihn könnte Manuel Neuer im nächsten Jahr übertrumpfen und zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.
Vor der Meister-Serie der Bayern ab der Saison 2012/13 waren übrigens sieben gewonnene Titel das Maß aller Dinge und wenn man sich die Anzahl der Deutschen Meisterschaften von ganzen Clubs anschaut, sind 13 bzw. 14 Meistertitel eine außergewöhnliche Dimension. Nur zur Einordnung: Schalke 04 kommt in seiner ganzen Vereinsgeschichte auf 7 Titel, der BVB auf 8.
So ist Manuel Neuer eine lebende Legende. Zudem einer der besten Torhüter aller Zeiten. Regelmäßig streiten sich Experten und Fans, wer die wahre Nummer 1 ist. Hier fallen Namen wie Lev Jaschin, Iker Casillas oder Gianluigi Buffon. Doch als Weltmeister und Champions-League-Sieger braucht sich Manuel Neuer vor keinem verstecken und auch der FC Bayern hat 2011 alles richtig gemacht, ihn aus Gelsenkirchen loszueisen.
Was macht eigentlich Uli Borowka?

Uli Borowka hat in seiner Karriere mit den größten Trainern ihrer Zunft zusammengearbeitet. In Mönchengladbach jahrelang mit Jupp Heynckes und dann in Bremen mit dem einzigartigen Otto Rehhagel, der den zuverlässigen Abwehrspieler zu schätzen wusste.
Länderspiele kann der mittlerweile 64-Jährige auch vorweisen. Unter anderem bei der Heim-EM 1988, bei der er in allen vier Partien zum Einsatz kam.
Doch zur Wahrheit gehört auch, dass Uli Borowka während seiner aktiven Zeit immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, was 1996 mit einem schweren Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss gipfelte. Schließlich begab sich Uli Borowka im Jahr 2000 in eine viermonatige Therapie. Seitdem lebt er abstinent.
Kein Reality-TV und seriöse Suchtberatung
Seine Erfahrungen hat er in seiner Autobiographie „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ verarbeitet. Zudem gründete er einen Verein, der sich mit Suchtprävention und Beratung rund um dieses Thema auseinandersetzt.
Uli Borowka ist zertifizierter Suchtberater und hält regelmäßig Vorträge zu diesem Thema. Unter anderem bei Unternehmen und in Kliniken, Gefängnissen und Schulen. Auch im Auftrag der DFB-eigenen Sepp-Herberger-Stiftung, was dann wirklich seriös ist.
Medien oder das große Rampenlicht sucht Uli Borowka nicht. Vielmehr versucht er, seine Erfahrungen an andere weiterzugeben und Präventionsarbeit zu leisten.
Privat ist der 64-Jährige in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.
Hin und wieder ist Uli Borowka bei der Schalke-04-Traditionself im Einsatz. Auch manchmal zusammen mit Olaf Thon, dem er eigentlich bei dessen erstem Bundesligaspiel laut Aussage Thons „beide Beine brechen“ wollte, was dann aber doch nicht eingetreten ist.
Auf jeden Fall ein beeindruckender Weg, den Uli Borowka hingelegt hat. Auch seine Karriere kann sich sehen lassen. Etwa als Teil der legendären Bremer Mannschaft, die 1988 und 1993 die Deutsche Meisterschaft erringen und immer wieder den großen FC Bayern ärgern konnte.
Was macht eigentlich Jens Jeremies?

Jens Jeremies war sicherlich kein begnadeter Fußballer, doch der defensive Mittelfeldspieler war für seine jeweiligen Mannschaften enorm wichtig, weil er auf dem Platz immer vollen Einsatz zeigte und gegnerische Spieler ihn aufgrund seiner Bissigkeit und seinen Tacklings fürchteten. Ein richtiger Wadenbeißer eben, den jedes Team braucht. (Foto: IMAGO / Sven Simon)
Wenn es in der jüngeren Vergangenheit bei den Bayern mal nicht wie gewünscht lief, verwies Uli Hoeneß gerne auf Jens Jeremies, der „Gegner schon im Spielertunnel attackieren würde“.
#ClubLegend Jens Jeremies - Bayern Munich - Midfielder 1998-06 Made 248 Appearances - 55 Germany Caps #FCBayern pic.twitter.com/8u4GnzAV6L
— Martyn Bishop (@MartynBCFC) April 27, 2016
So ganz unrecht hat der langjährige Bayern-Manager da nicht, denn während seiner Münchner Zeit (1998-2006) holte Jens Jeremies zahlreiche Titel. Unter anderem gewann er 2001 die Champions League, mit einem Team, das vor allen Dingen durch einen starken Willen geprägt war.
Sein letztes Profispiel bestritt er im Mai 2006 mit 32 Jahren. Doch was macht Jens Jeremies heute?
Beraterfirma, Musikfan und Stiftung
Der gebürtige Görlitzer, der in seiner Karriere lediglich für Dynamo Dresden, 1860 München und den FC Bayern spielte, hält sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Doch im Profifußball ist er nach wie vor tätig, als Angestellter der Beraterfirma T21+, die unter anderem Leroy Sané berät.
Als Privatmensch lässt es sich Jens Jeremies gutgehen. Legendär ist ein Tweet eines Dresden-Fans, der den ehemaligen Dynamo-Spieler in Rio während eines Toten-Hosen-Konzerts für ein Selfie gewinnen konnte.
YES! Champions League winner & World Cup runner up Jens Jeremies at a Toten Hosen concert in Buenos Aires. pic.twitter.com/9ItHq3YqeP
— Cristian Nyari (@Cnyari) May 18, 2015
Der 50-Jährige ist bekennender Fan der Düsseldorfer Punk-Band, trotz des „Anti-Bayernsongs“, in dem eine Zeile lautet „Ich würde niemals zum FC Bayern München gehen“.
Jens Jeremies bewarb sich 2012 sogar für ein Wohnzimmer-Konzert der Toten Hosen. Ganz normal mit 4500 anderen Bewerbern. Campino und Co. traten dann auch im Partykeller von Jens Jeremies‘ Münchner Wohnung auf.

Seine Bekanntheit nutzt der ehemalige Fußballprofi auch für wohltätige Zwecke. Seit 2001 gibt es die Jens-Jeremies-Stiftung mit dem Motto „Der Jugend ihre Zukunft“. Die Stiftung kümmert sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche. So erhalten junge Menschen in Hamburg regelmäßige und gesunde Mahlzeiten sowie Nachhilfe. Auch ein Kinderheim in Sibirien und ein Kinderhaus in Zwickau werden unterstützt.
Jens Jeremies scheint also mit sich im Reinen. Auf eine erfolgreiche Karriere kann er sowieso zurückblicken. Sechs Deutsche Meisterschaften und vier Pokalsiege stehen für ihn auf der Habenseite, besagter Triumph in der Champions League, 55 Länderspiele und sogar ein WM-Finale (2002). Zudem nahm er an einer weiteren Weltmeisterschaft und an zwei Europameisterschaften teil. Doch über allem steht der Gewinn der Champions League 2001. Seine Nachfolger im Bayern-Trikot versuchen in dieser Spielzeit, nach 2020 erneut die Königsklasse zu gewinnen. Die Münchner gehören bei NEO.bet zu den Mitfavoriten auf den Titel.
Wie viel verdient Sascha Boey beim FC Bayern?

Angefangen hatte es im Januar 2024 mit einem Versprechen. Für die stolze Ablösesumme von 35 Millionen Euro kam der Rechtsverteidiger von Galatasaray Istanbul, wo er starke Leistungen ablieferte und zum Publikumsliebling avancierte. So war auch ein Teil der Galatasaray-Mannschaft enttäuscht über den Wechsel.
Der Start in München verlief für Sascha Boey jedoch mehr als holprig. Auch weil er mit einem unsicheren Passspiel, technischen Defiziten und einem schwachen Defensivverhalten auffiel. Zudem kamen immer wieder Verletzungsprobleme hinzu und so bestritt der ehemalige französische U21-Nationalspieler bislang auch nur 25 Bundesligaspiele für die Bayern, in denen er meistens enttäuschte.
Folgerichtig war die Leihe zu Galatasaray zur Rückrunde der vergangenen Saison.
Geplatzte Wechsel
Bei seinem Ex-Club blühte Sascha Boey wieder etwas auf. Trotzdem verpflichtete der türkische Rekordmeister ihn nicht fest, was an der geforderten Ablösesumme lag und auch an der Ausländerregelung in der Süper Lig.
Auch andere Wechsel scheiterten, obwohl der Marktwert des Rechtsverteidigers inzwischen auf 7 Millionen Euro geschrumpft ist, was unter dem Strich auf jeden Fall immer ein Verlustgeschäft für den FC Bayern bedeutet. Doch weil Sascha Boey in München einen Vertrag bis 2028 hat, wird auch ein Gehalt fällig.
Dieses soll laut Focus Online 3 Millionen Euro im Jahr betragen, was einem Monatsgehalt von 250.000 Euro entspricht. Geld, was der deutsche Rekordmeister woanders einplanen könnte.
Jedenfalls hat der Franzose in dieser Saison 13 Spielminuten absolviert und es ist davon auszugehen, dass der Rechtsverteidiger die kommenden Wochen und Monate Partien höchstens als Auswechselspieler bestreiten wird. Die Bayern wiederum hoffen, dass sich in der nächsten Wechselperiode ein Abnehmer für den Transferflop findet.
Missverständnisse gab es in der FCB-Geschichte aber schon zu Genüge. Da ist Sascha Boey beileibe kein Einzelfall. Man denke nur einmal an Bernardo, Alan McInally oder Edson Braafheid.
Was macht eigentlich Martin Dahlin?

Doch in Deutschland bekannt wurde Martin Dahlin durch seine Zeit bei Borussia Mönchengladbach, als er dort von 1991, mit einer kurzen Unterbrechung, bis 1997 spielte. In einer Ära, die für die Gladbacher besonders erfolgreich war. Mit Teilnahmen am internationalen Geschäft und dem Sieg im DFB-Pokal 1995, Gladbachs letztem Titel.
Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass der sportliche Abstieg der Borussia zum Ende der 1990er-Jahre auch mit dem Weggang Martin Dahlins zu tun hat. Denn der Schwede lieferte bis 1997 immer ab. Mit stolzen 60 Toren in 125 Bundesligaspielen. Darüber hinaus erzielte Martin Dahlin das schnellste Tor der VfL-Bundesligageschichte sowie den 2.000 Bundesligatreffer der Gladbacher Historie.
Würden ihn die „Fohlen“ heute verpflichten, hätten sie einen Stürmer in ihren Reihen, der rechnerisch in jedem zweiten Spiel trifft, was etwa 14-17 Treffer pro Saison bedeuten würde.
Spielerberater in Schweden
Erfolge des schwedischen Fußballs bei großen Turnieren sind relativ überschaubar. Doch bei der WM 1994 erreichten die Skandinavier das Halbfinale. Nicht zuletzt Dank vier Turniertreffer von Martin Dahlin. Auch bei der Heim-EM 1992 kam die schwedische Auswahl mit Martin Dahlin unter die vier besten Mannschaften.
Dementsprechend ist der mittlerweile 58-Jährige in seiner Heimat bekannt, obwohl der Ex-Profi selten die Öffentlichkeit sucht.
Stattdessen arbeitet Martin Dahlin mit seiner Spieleragentur „MD Management“ eher im Hintergrund und fast ausschließlich nur mit schwedischen Spielern. Den höchsten Marktwert seiner betreuten Profis hat der Schwede Gabriel Gudmundsson von Leeds United (25 Millionen Euro). Dahinter folgen Frankfurts Love Arrhov und Neo Jönsson, der bei IK Sirius unter Vertrag steht, mit jeweils 5 Millionen Euro.
Insgesamt hat „MD Management“ 82 Profis unter Vertrag, von denen 32 in einer ersten Liga spielen.
Privat musste Martin Dahlin dagegen unlängst eine Scheidung verkraften, doch inzwischen ist er wieder liiert. In Mönchengladbach denkt man dagegen gerne an Martin Dahlin zurück. Nicht nur wegen seiner vielen Tore.
Was macht eigentlich Hans-Jörg Butt?

Hans-Jörg Butt ist eine wahre Bundesliga-Legende, denn als Torwart kann er 26 Tore in der Bundesliga und drei Treffer in der Champions League vorweisen, die er alle per Elfmeter erzielte. Aber auch bei seinen eigentlichen Aufgaben als Keeper überzeugte der gebürtige Oldenburger. (Bild: IMAGO / Sven Simon)
Denn er war ab 1997 Stammtorhüter des Hamburger SV und von 2001 bis 2007 der Leverkusener. In diesen zehn Jahren verpasste Hans-Jörg Butt lediglich vier Ligaspiele und war insbesondere mit dem Bayer-Team, das zur Jahrtausendwende in der Bundesligaspitze mitmischte, recht erfolgreich. Und so wurde Hans-Jörg Butt auch zur WM 2002 mitgenommen, als das deutsche Team Vize-Weltmeister wurde.
Deutscher Meister mit dem FC Bayern
Nach einer Zwischenstation bei Benfica Lissabon erfolgte 2008 der Wechsel zu Bayern München. Der deutsche Rekordmeister vertraute nach dem Rücktritt von Oliver Kahn zur Saison 2008/09 Michael Rensing die Position im Tor an.
Doch für Michael Rensing war die ganze Angelegenheit eine Nummer zu groß und so wurde Hans-Jörg Butt im Saisonverlauf die neue Nummer 1, was er auch in der Double-Spielzeit 2009/10 war.
2011 verpflichteten die Münchner schließlich Manuel Neuer. Daraufhin verlängerte Hans-Jörg Butt mit 37 Jahren noch einmal seinen Vertrag, um Nummer 2 im Bayern-Tor zu werden.
Nach der Spielzeit 2011/12 beendete Hans-Jörg Butt seine Karriere, um eigentlich im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern arbeiten zu können. Diese Tätigkeit gab er jedoch nach ein paar Wochen auf.
Arbeit im Familienunternehmen
Skandale sucht man im Leben des mittlerweile 51-Jährigen vergeblich. Eher ist Hans-Jörg Butt, der drei Kinder hat und langjährig verheiratet ist, ein Familienmensch. Auch aus dem Fußball-Business hat sich der Ex-Keeper weitestgehend zurückgezogen.
Dafür geht Hans-Jörg Butt einer gewöhnlichen Arbeit nach. Im familieneigenen Unternehmen „Butt GmbH“, das Auffahrrampen und Torabdichtungen vertreibt, ist der ehemalige Nationalspieler seit 2013 für den süddeutschen Raum tätig.
Obwohl Hans-Jörg Butt in seiner Karriere immer ein sicherer Elfmeterschütze war, bleibt jedoch eine Szene besonders hängen. Denn nach einem verwandelten Elfmeter gelangte der Keeper nicht schnell genug zurück in sein Tor, was Mike Hanke ausnutzte und Hans-Jörg Butt von der Mittellinie überwand.


Christian
Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs
Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.






