Christian

Vorschau auf den 13. Bundesligaspieltag

Erstmals gibt es in dieser Saison ein Montagsspiel. Der Termin ist nach wie vor umstritten und die DFL hat bereits signalisiert, dass sie in Zukunft auf Montagsspiele verzichten will. Aufgrund von Rechtevergaben kann dies aber erst ab 2021 passieren, denn der aktuelle TV-Vertrag ist bis dahin gültig. So schauen auch Inhaber eines Sky-Abonnements am Montagabend buchstäblich in die Röhre, denn die Partie zwischen Nürnberg und Leverkusen wird lediglich auf dem Eurosport-Player übertragen.                                           

Kann Bremen mal wieder gegen die Bayern gewinnen?  

Werder war in den letzten Jahren neben dem HSV so etwas wie der Lieblingsgegner der Münchner. So gewann der Rekordmeister die letzten neun Gastspiele an der Weser. Die Hanseaten warten zudem seit 19 Bundesligapartien und 22 Pflichtspielen auf einen Sieg gegen die Bayern. Der letzte Erfolg stammt aus dem Jahr 2008. Angeführt von einem überragenden Mesut Özil triumphierten die Bremer 5:2 in der Allianz Arena. Die Münchner wurden damals von Jürgen Klinsmann trainiert und aktuell ist die Situation bei den Bayern vielleicht mit der damaligen Zeit vergleichbar. Trotzdem sehen die meisten Wettanbieter die Hanseaten als Außenseiter. Bei einer Niederlage des Kovac-Teams winkt mitunter eine Quote von 7,00.

An der Tabellenspitze möchten die Dortmunder ihren Vorsprung behaupten. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Der BVB geht in seinem Heimspiel gegen den SC Freiburg als klarer Favorit ins Rennen. Auch die Statistik spricht für die Borussia. Freiburgs Trainer Christian Streich holte gegen den Revierklub in elf Duellen nur zwei von möglichen 33 Punkten.

Viel Brisanz verspricht das schwäbische Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg. Der FCA musste zuletzt ein paar Federn lassen, hat aber mit 13 Punkten fünf Zähler mehr als der Tabellenletzte Stuttgart vorzuweisen. Dort gerät Trainer Markus Weinzierl, der gegen seinen Ex-Klub antritt, immer mehr unter Druck. Zu Hause verlor der Coach bisher 0:4 gegen Dortmund und 0:3 gegen Frankfurt. Nun sollen alle Kräfte mobilisiert werden, um das Tabellenende zu verlassen. So ist sich Weinzierl sicher:  

„Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass die Jungs das Herz am richtigen Fleck haben. Wir werden am Samstag eine willige und schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben, die sich wehren wird.“  

Schalke gastiert in Hoffenheim, Leipzig empfängt Gladbach  

Die Gelsenkirchener triumphierten am letzten Wochenende 5:2 gegen Nürnberg und sofort war im Revier wieder eine Aufbruchsstimmung vorhanden. Diese verflog jedoch sehr schnell und nach der Niederlage im Champions-League-Spiel in Porto ist Trainer Domenico Tedesco nach wie vor nicht mehr unumstritten. In der Bundesliga müssen die Königsblauen unbedingt Boden gut machen und daher sind Punkte in Hoffenheim fast schon Pflicht. Auch die TSG verlor unter der Woche in der Königsklasse, doch in der Bundesliga steht für die Kraichgauer aktuell Platz sechs auf der Habenseite. Es ist auch das Duell von zwei der jüngsten Trainer der Bundesligageschichte. Tedesco ist 33 Jahre, der Hoffenheimer Coach ist sogar noch zwei Jahre jünger.

In Leipzig kommt es zum Duell zwischen Retortenklub und Traditionsmannschaft. Die Gladbacher feierten schon in den 1970er-Jahren Titel und Erfolge. Rasenball Leipzig existiert noch nicht einmal 15 Jahre. Trotzdem ist diese Tatsache wohl kein Hindernis, dass in dieser Partie höchstwahrscheinlich Spitzenfußball geboten wird.

Gespannt darf man auch nach Frankfurt schauen. Die Eintracht spielt sich gerade in einen Rausch und möchte auch gegen die Wolfsburger Punkte einfahren.

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Christian

Die Bundesliga hat ein neues magisches Dreieck

Ältere Fans können sich sicherlich an das „Trio infernal“ Balakov/Elber/Bobic des VfB Stuttgart erinnern. Von 1995 bis 1997 bildeten sie bei den Schwaben das sogenannte „magische Dreieck“ und gegnerische Abwehrreihen verzweifelten an den genialen Pässen des Mittelfeldspielers Krassimir Balakov und den Torjägerqualitäten der Stürmer Giovane Elber und Fredi Bobic. Nun scheint sich in Frankfurt ein neues magisches Dreieck gefunden zu haben. 

Die Statistiken sprechen für Ante Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic

Im Sommer verließ Niko Kovac die Frankfurter Eintracht, um bei den Bayern anzuheuern. Der Kroate ging als Pokalsieger und zu Saisonbeginn schien es so, dass er eine große Lücke hinterlassen würde. Zuerst gab es das 0:5 im Supercup gegen die Münchner und kurz darauf kam das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Ulm.

Die Verantwortlichen der Eintracht behielten jedoch die Nerven und stärkten ihrem neuen Trainer Adi Hütter, der aus Bern kam, den Rücken. Das hat sich inzwischen ausgezahlt. In der Europa League ist das Weiterkommen längst in trockenen Tüchern und in der Bundesliga steht nach dem 12. Spieltag ein Champions-League-Platz auf der Habenseite.

Diese erfolgreiche Ausbeute im ersten Saisondrittel hängt auch mit einem Sturmtrio zusammen, das von manchen Experten und Fans als neues magisches Dreieck gefeiert wird. Tatsächlich gibt es gewisse Parallelen zu dem des VfB Stuttgart. Auch der Kroate Ante Rebic, der Franzose Sebastien Haller und der Serbe Luka Jovic sind für fast alle Tore ihres Teams verantwortlich Dabei führen Haller und Jovic die Torschützenliste der Bundesliga mit jeweils neun Toren an. Rebic hat durch die WM im Sommer weniger Spiele absolviert, doch auch der Kroate kommt schon auf fünf Saisontreffer. Damit hat dieses Trio 23 der 29 Tore der Frankfurter geschossen.

Dazu kommt Haller auf sechs Assists. Mit 15 Scorerpunkten ist der Franzose damit in dieser Statistik derzeit der beste Spieler in den fünf europäischen Top-Ligen. Zudem jagt er einen Vereinsrekord der Eintracht-Legende Anthony Yeboah. Der Ghanaer erzielte einmal in acht aufeinanderfolgenden Partien jeweils ein Tor. Haller hat in den letzten sieben Bundesligabegegnungen jeweils einen Treffer markieren können.

Fredi Bobic, Sportdirektor der Frankfurter, verglich seine damalige Rolle im magischen Dreieck des VfB Stuttgart, mit der von Haller bei der Eintracht. Bobic machte zu Beginn seiner Bundesligakarriere auf sich aufmerksam, als er in seinen ersten fünf Einsätzen jedes Mal traf. Nun ist Haller der Wiederholungstäter in Sachen Tore.

Wie lange darf dieses Trio zusammen zaubern?

In Stuttgart endete die Zeit des magischen Dreiecks mit dem Weggang von Giovane Elber. Der große FC Bayern rief und der Brasilianer machte sich mit seinen Toren und seiner Art in München zum Publikumsliebling.Ähnliches ist auch nun zu befürchten. Keiner der drei Frankfurter Spieler ist älter als 25 Jahre und Rebic wurde schon im Sommer bei den Bayern gehandelt. Doch auch der europäische Hochadel scheint seine Fühler nach dem magischen Dreieck der Hessen ausgestreckt zu haben. 

„Unsere Tribüne ist seit Wochen voll mit Scouts der absoluten Top-Klubs. Sie schicken ihre besten Leute“, gab Bobic unlängst zu Protokoll.

Daher könnte das Trio bald gesprengt werden, doch für diese Saison haben die Frankfurter große Ziele. Vielleicht gelingt sogar der Sprung in die Champions League.

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Christian

Fan-Freundschaften und tiefe Abneigungen im deutschen Fußball

Das letzte Bundesligawochenende hielt neben den sportlichen Aspekten auch eine ganz besondere Stimmung auf den Rängen bei der Partie zwischen den Schalkern und dem 1. FC Nürnberg bereit. Die Anhänger beider Klubs zelebrierten vor der Begegnung eine gemeinsame Choreografie und auch die Atmosphäre war insgesamt freundlicher und harmonischer als bei anderen Duellen. Neben der Fanfreundschaft zwischen den Königsblauen und dem Club gibt es in der Bundesliga auch andere Vereine, deren Anhänger ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Natürlich bestehen auch abgrundtiefe Feindschaften zwischen einzelnen Klubs.

Dortmund und Schalke-mehr Rivalität geht nicht

Sehr oft ist es so, dass der Lokalrivale ein rotes Tuch ist. Konkurrieren zwei Vereine, die in unmittelbarer geografischer Nähe liegen, bildet sich nicht selten tiefe Verachtung zwischen den Anhängern heraus. Beispiele gibt es mehr als genug. In München konkurrieren die „roten“ Bayern und das „blaue“ 1860 um die Gunst der Anhänger. Eine tiefe Abneigung besteht zwischen Fans von Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach, des Karlsruher SC und des VfB Stuttgart, von Union Berlin und Hertha BSC bzw. BFC Dynamo, des 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf, von Eintracht Braunschweig und Hannover 96, des Hamburger SV und des FC St. Pauli bzw. Werder Bremen-die Liste der Rivalitäten, die durch die geringe lokale Entfernung entstanden, ist lang. Eine der größten Fanfeindschaften der Bundesliga existiert jedoch zwischen den Anhängern des BVB und Schalke 04.

Doch es gibt auch Vereine, die deutschlandweit Abneigung unter gegnerischen Fans hervorrufen. Die Bayern haben zwar die größte Fangemeinde in Deutschland, doch den Rekordmeister hassen auch die meisten Fußballfans. Das verbindet in diesem Punkt dann auch die Dortmunder und die Schalker, die in den letzten Jahren einige Leistungsträger an die Münchner abgeben mussten. Auch die sogenannten Retortenklubs wie RB Leipzig oder die TSG Hoffenheim ziehen viel Hass auf sich. Der Brauseklub ist bei Anhängern der Ost-Traditionsklubs wie Dynamo Dresden oder Hansa Rostock unbeliebt. Hoffenheim ist besonders BVB-Anhängern ein Dorn im Auge und auch in der Region um Sinsheim ist der SAP-Klub nicht wohlgelitten.

Doch Fans und Ultras vieler Vereine pflegen auch Freundschaften, die oftmals schon viele Jahrzehnte existieren.

Schalke und Nürnberg seit Anfang der 80er-Jahre freundschaftlich verbunden 

Die Knappen und die Franken haben in ihrer Geschichte zusammen 16 deutsche Meistertitel gewonnen und der Club war jahrelang Rekordmeister in Deutschland. Es ist möglich, dass die Erfolge, die besonders in den 30er- und 40er-Jahren passierten, beide Vereine und auch die Anhänger zusammenschweißt.

Weitere Fanfreundschaften bestehen zwischen dem HSV und Hannover 96, dem 1. FC Kaiserslautern und 1860 München und dem Karlsruher SC und Hertha BSC.

Einige Ultras des BVB pflegen freundschaftliche Kontakte zu Anhängern des 1. FC Köln. Ultrafreundschaften existieren zum Beispiel auch zwischen den Münchner Bayern und Drittligist Carl Zeiss Jena und zwischen Leverkusener Ultras und Fans von Kickers Offenbach.

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Christian

Paco Alcácer-der neue Hoffnungsträger des BVB

Die Dortmunder hatten in diesem Jahrzehnt schon einige hochkarätige Stürmer in ihren Reihen. Robert Lewandowski oder auch Pierre-Emerick Aubameyang schossen Tore am Fließband, bevor sie sich für andere Vereine entschieden. Nun scheinen die Schwarz-Gelben wieder einen Knipser zu haben, der gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten lehrt. Francisco „Paco“ Alcácer hat in dieser Saison eingeschlagen wie eine Bombe und BVB-Anhänger dürften sicherlich froh sein, dass sich der Spanier bis 2023 an den Ruhrpottklub gebunden hat.  

Neun Tore in 237 Minuten sind ein neuer Bundesligarekord  

Dortmunds Trainer Lucien Favre ist derzeit in einer komfortablen Position. Der Schweizer braucht in Bundesligapartien nur um die 60. Spielminute herum Paco Alcácer einwechseln. Dabei kann er sich sicher sein, dass der Stürmer trifft. So geschehen gegen die Bayern, als Alcácer den 3:2-Siegtreffer besorgte. Und auch am letzten Wochenende gegen Mainz wurde der Spanier für die letzte halbe Stunde eingewechselt. Prompt besorgte er das wichtige 1:0. Am Ende standen ein 2:1-Erfolg und wichtige drei Punkte auf der Habenseite.


Paco Alcacer lässt Rekorde purzeln - neun Tore nach 237 Minuten für den BVB


Paco Alcácar ist im Augenblick ein Phänomen. Scheinbar spielerisch leicht erzielt er seine Tore und seine Chancenverwertung sucht seinesgleichen. Für seine neun Bundesligatreffer benötigte der Spanier gerade einmal 16 Torschüsse und 237 Spielminuten. Mit dieser Bilanz wurde ein Uralt-Rekord der Bundesliga aus der Saison 1963/64 gebrochen. Damals brauchte HSV-Legende Gert „Charly“ Dörfel 565 Minuten für neun Treffer.

Angesichts dieser Ausbeute ist es verständlich, dass die Borussia Paco Alcácer langfristig an sich gebunden hat. Eigentlich war der Spanier vom FC Barcelona nur ausgeliehen, doch am Freitag zog der BVB die Kaufoption und verpflichtete den Stürmer bis 2023. Dabei ist Alcácer auch eine Kapitalanlage. Gerade einmal 23 Millionen Euro hat er insgesamt gekostet, was äußerst günstig für einen Spieler seiner Klasse ist. Die Dortmunder können sich sicher sein, dass sie in den nächsten Jahren einen treffsicheren Stürmer in ihren Reihen haben. Sollte allerdings ein absoluter Top-Klub kommen und Alcácer verpflichten wollen, würde eine üppige Ablösesumme fließen.

Auch die Bundesliga darf sich freuen, dass mit dem Spanier ein so herausragender Akteur auf Deutschlands Fußballplätzen spielt.  

Seine bisherigen Stationen  

Den ausgesprochenen Torriecher hat Paco Alcácer auch schon bei seinen früheren Klubs unter Beweis gestellt. Im Dress des FC Valencia erzielte der Spanier 30 Treffer in 93 Ligapartien. Beim Champions-League-Finalisten von 2001 debütierte er als 18-Jähriger und begann, seine ersten Schritte im Profibereich zu gehen. Mit 22 Jahren schien dann die Zeit reif, um zum großen FC Barcelona zu wechseln. Doch dort spielt bekanntlich Luis Suarez auf seiner Position und für Alcácer war es schwierig, auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Trotzdem gelangen ihm in 37 Partien zehn Tore. Auch die spanische Nationalmannschaft griff schon auf seine Dienste zurück. Für sie schoss der Stürmer bisher neun Treffer in 15 Länderspielen.

Barcelona schien jedoch für Alcácer irgendwann zu einer Sackgasse zu werden und so war für ihn der BVB ab dem Sommer 2018 eine neue Chance. Bisher war seine Dortmunder Zeit auch von Verletzungen geprägt, doch die sportliche Führung glaubt an ihn. So gab Sportdirektor Michael Zorc bei seiner Verpflichtung zu Protokoll:  

„Ich bin überzeugt davon, dass Paco 100-prozentig zu uns passt - sowohl spielerisch-fußballerisch als auch als Typ, der sich trotz Sprachbarriere schnell integriert hat und bereit ist, für die Mannschaft zu arbeiten.“  

Auch die Dortmunder Anhänger haben Alcácer in ihr Herz geschlossen. Mit seinen Toren liegt die erste Deutsche Meisterschaft seit 2012 in greifbarer Nähe.

 

 

 

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Christian

Die große Streichliste der Bayern

Spätestens nach der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund ist klar, dass die Bayern vor einem Umbruch stehen. Klubboss Uli Hoeneß gab auch schon die Richtung vor und erklärte, dass die Münchner Spieler in den nächsten drei bis vier Monaten unter genauer Beobachtung stehen werden. Danach könne man laut Hoeneß feststellen, welche Profis noch zu gebrauchen sind. Doch intern soll es bereits eine Streichliste geben. Fakt ist jedenfalls, dass sich der deutsche Rekordmeister verjüngen muss.

Ribéry, Robben, Martinez und Rafinha vor dem Aus?

Angeblich ist es bereits beschlossene Sache, dass diese vier Spieler in der nächsten Saison nicht mehr das Bayern-Trikot tragen werden. Die Verträge von Franck Ribéry und Arjen Robben laufen ohnehin aus und gerade beim Franzosen merkt man das fortgeschrittene Fußballeralter an. Die Statistiken sprechen zudem nicht für ihn. Lediglich eine Torbeteiligung in 15 Partien steht für den 35-Jährigen zu Buche. Arjen Robben ist zwar momentan der zweitbeste Scorer der Münchner, doch seine Tempoläufe und seine Dribblings haben nicht mehr die Durchschlagskraft von früher. Auch Javi Martinez, 2012 für 40 Millionen Euro aus Bilbao gekommen, hinkt seit einiger Zeit seiner Form hinterher. Bei einem entsprechenden Angebot könnte der Spanier, der in München noch bis 2021 Vertrag hat, den Verein verlassen. Auch Rafinha ist wohl zu ersetzen, obwohl der Brasilianer in den letzten Jahren immer da war, wenn er gebraucht wurde. Aber mit Benjamin Pavard steht ein französischer Weltmeister scheinbar schon parat, der Rafinhas Rolle übernehmen könnte.

James, Boateng und Hummels müssen zittern

Das größte Problemkind der Bayern ist derzeit James. Der Kolumbianer ist mit Fähigkeiten ausgestattet, die ihn zu einem Weltklassespieler machen. Doch intern gab es in dieser Saison häufig Probleme zwischen ihm und den Verantwortlichen. Gerade mit Trainer Niko Kovac kommt James überhaupt nicht zurecht und es ist mehr als fraglich, ob die Münchner im Sommer die Kaufoption für den WM-Torschützenkönig von 2014 ziehen werden. Aber der Kolumbianer kann sich in der Rückrunde beweisen, momentan ist er verletzt, und vielleicht gibt es ja doch eine Zukunft beim deutschen Rekordmeister. 

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James Gemütslage sieht nun häufiger so aus

Auf Bewährung sollen ebenfalls Mats Hummels und Jerome Boateng spielen. Gerade den beiden Innenverteidigern werfen viele Experten vor, dass sie ihren Zenit längst überschritten haben. Doch vielleicht bekommen Hummels und Boateng noch einmal die Kurve. Ein Aufwärtstrend war zuletzt jedenfalls erkennbar.

Auch zwei Eigengewächse sind nicht mehr unumstritten. Thomas Müller und David Alaba befinden sich ab und zu in Formtiefs. Es scheint zwar abwegig, dass die Bayern diese zwei Publikumslieblinge abgeben werden, aber gänzlich ausgeschlossen ist es nicht.

Wer könnte im Sommer kommen?

Namen geistern fast täglich durch die Medien. Angeblich steht Arsenals Aaron Ramsey kurz vor der Vertragsunterschrift bei den Münchnern. Der walisische Mittelfeldspieler wäre ablösefrei, doch es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Bayern im Sommer richtig viel Geld in die Hand nehmen, um neue Spieler zu verpflichten. In der Bundesliga gibt es für den deutschen Rekordmeister einige heiße Kandidaten. Die Dortmunder Christian Pulisic und Jadon Sancho, der Leverkusener Leon Bailey und auch Leipzigs Timo Werner werden in der Isarmetropole heiß gehandelt. Fakt ist jedoch, dass auch diese Spieler richtig viel Geld kosten und ob der BVB seine Juwele einfach so ziehen lassen wird, ist fraglich. Andererseits hat es sich schon oft gezeigt, dass Verträge in der Bundesliga kaum Bestand haben, erst recht nicht, wenn der große FC Bayern ruft.

Ein offenes Geheimnis ist hingegen, dass Benjamin Pavard die Stuttgarter verlassen wird und zum deutschen Rekordmeister wechselt. Fix ist dagegen der Transfer von Alphonso Davies, der in dieser Woche schon an der Säbener Straße mittrainierte und ab der Rückrunde zum Münchner Kader gehört.

Den letzten großen Umbruch erlebten die Bayern 2012 nach einem titellosen Jahr. Die aktuelle Mannschaft ist zweifellos stark genug, um doch noch Deutscher Meister zu werden. Aber mittelfristig müssen die Münchner ihr Team umbauen, um auch in Europa wieder konkurrenzfähig zu sein.

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