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Bayern, Schalke oder AC Mailand – wohin wechselt Ozan Kabak?

Bayern, Schalke oder AC Mailand – wohin wechselt Ozan Kabak?

Schalkes Technischer Direktor Michael Reschke gilt als Juwelenentdecker. Im Januar fädelte er für den VfB Stuttgart, seinen Ex-Arbeitgeber, einen Deal mit einem jungen türkischen Verteidiger ein, der nun ein halbes Jahr später von europäischen Topklubs gejagt wird. Wegen des Abstiegs der Schwaben kann Ozan Kabak für eine festgeschriebene Ablösesumme von 15 Millionen Euro den Verein wechseln. Das ist ein Schnäppchen für einen 19-Jährigen, der in Zukunft zu einem Weltklasseverteidiger heranreifen kann. Denn der Türke bringt dazu alle nötigen Voraussetzungen mit. Er ist enorm zweikampfstark, hat ein gutes Stellungsspiel und verfügt mit seiner Körpergröße von 1,86 m über Stärken beim Kopfball. Alles Attribute, die ihn für Spitzenklubs attraktiv machen.

Es ist allein Kabaks Entscheidung

Fazil Özdemir ist in dieser Woche ein vielbeschäftigter Mann. Er ist der Berater von Ozan Kabak und wurde am Montag in München gesichtet. Am Mittwoch führ er beim AC Mailand vor. Die Rossonieri bemühen sich ernsthaft um seinen Klienten und versprechen ihm unter anderem eine Stammplatzgarantie und Einsätze in der Europa League. Aber es gibt noch weitere Interessenten. So möchte Michael Reschke seine Entdeckung vom Januar zu Schalke lotsen. Zudem hat auch West Ham United seinen Hut in den Ring geworfen.

Somit liegen Ozan Kabak vier unterschriftsreife Verträge vor. Es liegt nun an ihm, sich zu entscheiden.

Bei den Bayern dürfte es wohl schwierig werden, regelmäßige Startelfeinsätze zu bekommen. Obwohl Mats Hummels die Münchener verlassen hat, ist die Konkurrenz in der Innenverteidigung nach wie vor groß. Zwar können die Neuzugänge Lucas Hernandez und Benjamin Pavard auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden, aber eben auch im Abwehrzentrum, wie Niklas Süle, der bei den Bayern ohnehin gesetzt ist.

Diese Konstellation könnte Schalke ins Spiel bringen. Es ist bekannt, dass Kabak die Bundesliga mag und gerne weiter in Deutschland spielen würde. Bei den Gelsenkirchenern hätte der 19-Jährige sicherlich einen Stammplatz sicher und die Möglichkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein nicht unerhebliches Argument für ein aufstrebendes Talent.

„Es kann sich innerhalb von wenigen Stunden oder von Tagen konkretisieren“

Diesen Satz tätigte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat am Montag. Tatsächlich könnte bald eine Entscheidung fallen, wohin Ozan Kabak wechseln wird. Es wäre für den Türken der vorläufige Schlusspunkt einer rasanten Entwicklung. Vor einem Jahr betrug sein Marktwert noch läppische 150000 Euro und außerhalb der Türkei war sein Name sicherlich nicht jedem bekannt. Bisher steht auch noch kein Länderspiel in der A-Nationalmannschaft zu Buche. Auch nicht in der U21.

Ozan Kabak ist ein echtes Eigengewächs von Galatasaray Istanbul. Mit elf Jahren wechselte er zu Gala und durchlief dort alle Jugendmannschaften. 2018 gab er schließlich sein Profidebüt, doch für den türkischen Hauptstadtklub sollte er nur 14 Mal auflaufen. Dann kam Michael Reschke und legte 11 Millionen Euro für den damals 18-jährigen Innenverteidiger auf den Tisch. Galatasaray ließ Kabak ziehen und nach 15 Spielen für den VfB Stuttgart steht Ozan Kabak nun die große weite Fußballwelt offen.

Das klingt fast wie ein Märchen aus 1001 Nacht, kommt aber im Big Business Fußball immer mal wieder vor, dass ein sehr junger Spieler durchstartet.

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