Das Comeback der starken Spielerfrauen

Das Comeback der starken Spielerfrauen

Den Freundinnen oder Ehegatten der Fußballprofis wird oft nachgesagt, dass sie sich in der Welt von Mode, Lifestyle und Shopping bewegen. Viele sind Models, zumindest sind sie fast ausschließlich äußerst attraktiv. In die Belange ihrer fußballspielenden Männer mischen sie sich selten ein. Das hat sich in der jüngsten Vergangenheit jedoch geändert. Lisa Müller, Wahiba Ribéry und Carla Naldo verkörpern vielleicht einen neuen Typ Spielerfrau.

Früher waren das knallharte Geschäftsfrauen

Legendär dürfte wohl Bianca Illgner sein. Sie verschaffte ihrem Mann Bodo ein Engagement bei Real Madrid. Sie führte die Verhandlungen mit dem damaligen Real-Präsidenten Lorenzo Sanz, bis dieser irgendwann fast schon resignierend sagte: „Nie wieder diese Frau“. Bodo Illgner wurde trotzdem Stammtorwart der Madrilenen und gewann 1998 die Champions League.

Auch seine Weltmeisterkollegen von 1990, Lothar Matthäus und Thomas Häßler, wurden von ihren Ehefrauen beraten oder gemanagt. Matthäus gab sogar einmal zu, dass bei ihm zu Hause „die Frau die Binde trägt“. Angela Häßler brachte „Icke“ Häßler bei Juventus Turin und dem AS Rom unter und auch bei Sponsorenverhandlungen stellte sie sich geschickt an.

Stefan Effenberg war jahrelang mit seiner Martina verheiratet und auch sie bot manchem Klubmanager die Stirn. Indirekt bestimmte sie sogar die interne Politik der Bayern mit.

Andreas Brehme und Bernd Schuster hatten ebenfalls starke Frauen an ihrer Seite und gerade Spanien-Legionär Schuster profitierte sehr stark davon.

Doch nach der Jahrtausendwende trat eine andere Generation von Spielerfrauen auf den Plan. Lena Gercke, Ann-Kathrin Brömmel, Cathy Hummels oder Izabel Goulart-die Verlobte von Kevin Trapp-stehen vielleicht sinnbildlich für viele Partner von Fußballprofis. Von Beruf Model, bei Instagram zu Hause und in Sachen Lifestyle und Mode ganz weit vorne. In die beruflichen Belange ihrer Männer mischen sie sich so gut wie nie ein, doch das scheint sich nun zu ändern.

Lisa Müller, Wahiba Ribéry und Carla Naldo verteidigen ihre Männer

Anfang des Jahres hatte Bayerns Franck Ribéry gewaltigen Ärger um ein vergoldetes Steak. Kritiker warfen ihm zum Beispiel Maßlosigkeit vor. Der Franzose wehrte sich über die sozialen Netzwerke, doch damit war die Sache nicht getan. Ehefrau Wahiba sprang ihrem Ehemann bei und las den Kritikern die Leviten.

In der Hinrunde der aktuellen Saison hätte Lisa Müller, Ehefrau von Thomas Müller, mit einem Instagram-Post fast Bayern-Trainer Niko Kovac geschasst. Der Kroate war zu diesem Zeitpunkt bereits angezählt und die Worte „Mehr als 70 Minuten, bis der mal einen Geistesblitz hat“ gossen zusätzlich Öl ins Feuer. Plötzlich war von fehlender Autorität Kovacs die Rede und nur durch gute Ergebnisse konnte sich der Coach in seinem Amt halten.

Für Schlagzeilen sorgte auch jüngst die Lebensgefährtin von Naldo. Sie beklagte sich öffentlich über die Verantwortlichen von Schalke 04, weil die ihren Partner nach Monaco abgeschoben hatten.

Insgesamt lässt sich ein Trend erkennen, dass Spielerfrauen wieder vermehrt in den Fokus rücken und sich in den Profifußball einmischen. Unterhaltsam ist das allemal, doch es dürfte manchen Klubboss an den Rand des Wahnsinns bringen.

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