Der Start der Bundesligasaison macht Lust auf mehr

Der Start der Bundesligasaison macht Lust auf mehr

Anders als in den letzten Jahren findet die erste Länderspielpause der Saison nicht nach dem 2. Spieltag statt, sondern nach dem dritten Bundesligawochenende. So konnten die Fans mehr Spiele bewundern, bevor die ungeliebte zweiwöchige Pause stattfindet. Schließlich dauerte die bundesligafreie Zeit im Sommer lang genug.

Dabei begeisterte die höchste deutsche Spielklasse an den ersten drei Spieltagen. In den 27 Partien fielen 93 Tore, was ein überdurchschnittlicher Wert ist und die vielen Geschichten rund um die Clubs machen Lust auf mehr. Zudem darf man auf einen engen Meisterschaftskampf hoffen, da der BVB bis auf den Ausrutscher bei Union Berlin furios gestartet ist und RB Leipzig seine ersten drei Begegnungen allesamt gewonnen hat.

Jeder kann jeden schlagen

Ein Merkmal der Bundesliga war es schon immer, dass ein Underdog jederzeit gegen einen Favoriten gewinnen kann. So ist es auch in dieser Spielzeit. Bestes Beispiel ist Union Berlin, das seine Bundesligapremiere 0:4 gegen die Leipziger verlor. Zwei Wochen später lieferten die Eisernen jedoch Borussia Dortmund einen harten Kampf und schlugen das Favre-Team, welches davor beim 5:1 über Augsburg und dem 3:1-Auswärtserfolg über Köln souverän auftrat, mit Einsatz und Leidenschaft 3:1.

Oder die Hertha. Die Berliner erkämpften sich im Saisoneröffnungsspiel bei den favorisierten Bayern ein 2:2. Eine Woche später stand dann jedoch ein 0:3 gegen den VfL Wolfsburg auf der Anzeigentafel. Auch der Aufsteiger aus Paderborn wusste zu überzeugen. Zwar gingen die ersten beiden Partien gegen Leverkusen und Freiburg verloren, doch die Ostwestfalen begeisterten durch einen erfrischenden Offensivfußball, und am 3. Spieltag konnte das Team von Trainer Steffen Baumgart ein 1:1 bei den Wolfsburgern, die zuvor zweimal gewonnen hatten, ergattern

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Timo Werner trifft zum 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach

Starke Torschützen

Die Bundesliga hat ein paar richtig starke Knipser, die für 25 oder gar 30 Saisontore gut sind. Robert Lewandowski erreicht diese Marken regelmäßig. In dieser Saison stehen für den Polen auch schon wieder sechs Treffer auf der Habenseite. Leipzigs Timo Werner steht ihm da kaum nach. Der 23-Jährige hat schon fünfmal getroffen. Für Dortmunds Paco Alcácer sind vier Tore in den Statistiken verzeichnet und bei dem Spanier hat man das Gefühl, dass er in jedem Spiel treffen kann.

Bremens Yuya Osako und Augsburgs Ruben Vargas kommen auf jeweils drei Saisontreffer, was ebenfalls ein guter Schnitt ist.

Wie geht die Reise für Gladbach, Schalke und Leverkusen weiter?

Die Schalker wollen ihre verkorkste vergangene Saison vergessen machen. Der Start für die Gelsenkirchener verlief durchwachsen. Vier Punkte konnten die Königsblauen bisher sammeln, doch in den nächsten Wochen entscheidet sich, wohin der Weg des Revierclubs geht. Dann kann man auch die Arbeit des neuen Trainers David Wagner beurteilen.

Die Gladbacher sind ebenfalls mit einem neuen Coach in die Saison gestartet und man darf gespannt sein, wohin der hochgelobte Marco Rose die Borussia führen wird.

Leverkusen ist in den letzten Jahren stets als Meisterschaftsmitfavorit gehandelt worden, doch diese Erwartungen konnte das Bayer-Team nie erfüllen. In diese Saison sind die Leverkusener mit sieben Punkten furios gestartet und vielleicht kann sich das Bosz-Team weiter oben festsetzen.

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Philippe Coutinho im Spiel gegen Mainz 05

Leipzig-Bayern und Dortmund-Leverkusen am 4. Spieltag

Nach der Länderspielpause stehen richtige Kracher auf dem Spielplan. Der 1. FC Köln empfängt zum Beispiel die Gladbacher zum prestigeträchtigen Rheinderby. Die Anhänger beider Clubs gelten als verfeindet und sportlich wäre ein Sieg über den Erzrivalen für beide Teams doppelt wichtig.

In Leipzig kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenführer aus Leipzig und den Bayern. Die Münchner haben nun ihren Wunschkader zusammen und insbesondere auf Rekordleihspieler Philippe Coutinho sind die Fans gespannt. Die Sachsen wollen hingegen ihre weiße Weste behalten und eigene Titelambitionen untermauern.

Diese hat auch Borussia Dortmund, doch der BVB strauchelte bekanntlich zuletzt bei Union Berlin. Nun möchte die Borussia zurück in die Erfolgsspur. Für die Leverkusener ist diese Partie dagegen ein echter Gradmesser und es wird spannend zu sehen sein, wie sich das Bayer-Team im SIGNAL IDUNA PARK schlägt.

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