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Die Bayern schlagen zurück-zehn Siege aus den letzten elf Bundesligaspielen

Die Bayern schlagen zurück-zehn Siege aus den letzten elf Bundesligaspielen

Es war Ende November, als die Bayern nur 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf spielten. Und das nach einer 3:1-Führung. Der Rückstand auf Tabellenführer Dortmund betrug damals stolze neun Punkte und die Tage von Niko Kovac als Münchener Trainer schienen gezählt. Der Kroate erhielt jedoch zumindest bis zur Champions-League-Partie gegen Benfica Lissabon eine Jobgarantie. Dieses Spiel wurde 5:1 gewonnen und seitdem stimmen beim Rekordmeister wieder die Ergebnisse.

Rapport bei Hoeneß 

Als Niko Kovac bei den Bayern begann, kam er zwar als frischgebackener Pokalsieger, doch mehr oder weniger fehlte ihm das Renommee internationaler Startrainer. Dass intern nicht immer die Chemie zwischen Coach und Team stimmte, merkte man an verschiedenen Zwischentönen. James soll Kovac an den Kopf geworfen haben, dass München nicht Frankfurt sei und die Ehefrau von Thomas Müller stellte den Kroaten öffentlich mit einem Instagram-Post bloß.

Niko Kovac traf in seiner Anfangszeit als Bayerntrainer unangenehme Entscheidungen, weil er verdiente, aber auch älter gewordene, Stars öfters draußen ließ. So murrten Spieler wie Arjen Robben, Thomas Müller oder Mats Hummels herum, weil sie nicht immer spielten.

Doch Kovac hatte immer die Rückendeckung der Vereinsführung und so bestellte irgendwann Präsident Uli Hoeneß vier Führungsspieler der Münchener zu sich, um „zu erfahren, was da eigentlich los sei“. Zudem erklärte Karl-Heinz Rummenigge öffentlich, dass alle Spieler bis zum Sommer auf Bewährung spielen. Diese Maßnahmen schienen gefruchtet zu haben, denn seitdem weht bei den Bayern ein anderer Wind. Die Einsatzbereitschaft stimmte auf einmal wieder und auch die spielerische Leistung wurde besser. Einziges Manko ist jedoch nach wie vor die fehlende Balance zwischen Offensive und Defensive. Bis auf die letzten beiden Partien gegen Liverpool und die Hertha kassierten die Bayern in der Rückrunde in jedem Spiel mindestens ein Gegentor, doch unter dem Strich eilt der Rekordmeister fast von Sieg zu Sieg. Die Münchener haben zehn ihrer letzten elf Bundesligabegegnungen gewonnen. Dazu gab es das Weiterkommen im Pokal bei der Hertha und das stark erkämpfte 0:0 gegen Liverpool.

Der Umbruch ist in vollem Gange

Betrachtet man sich die Startaufstellung der Partie gegen die Engländer, sticht heraus, dass mit Mats Hummels, Javi Martinez und Robert Lewandowski lediglich drei Feldspieler eingesetzt wurden, die mindestens 30 Jahre alt sind. Dagegen waren mit Joshua Kimmich, Niklas Süle, Serge Gnabry und Kingsley Coman vier Profis aktiv, die 1995 oder 1996 geboren worden und damit noch nicht einmal 25 Jahre sind. Hinzu kommen die 27-jährigen Thiago und James.

Das hört sich nach einer guten Mischung an, denn auch Erfahrung ist im Spitzenfußball eine wichtige Komponente, was die Leistungen von Mats Hummels und Javi Martinez in Liverpool zeigen. Dazu haben die Bayern mit Leon Goretzka, Renato Sanches und Corentin Tolisso noch junge Spieler in der Hinterhand.

Doch ohne Zweifel muss der Rekordmeister im Sommer auf dem Transfermarkt tätig werden. Der Kader der Münchener ist sehr eng gestrickt. So finden sich dort nur ein etatmäßiger Stürmer, lediglich drei Außenverteidiger und auch nur drei gelernte Innenverteidiger. Dies wird momentan kaschiert, weil derzeit relativ wenig Spieler verletzt ausfallen.

Aber eines ist auch sichtbar. Wichtige Säulen der letzten Jahre wie Thomas Müller oder Jerome Boateng finden sich vermehrt auf der Bank wieder. Auch Mats Hummels und Javi Martinez waren häufig bei Spielen nur Zuschauer, doch beide haben sich durch gute Leistungen zurück ins Team gekämpft.

So scheint Niko Kovac den richtigen Umgang mit den Bayernstars gefunden zu haben. Und dank der letzten Ergebnisse würde er wohl auch ein Ausscheiden gegen Liverpool überstehen.





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