Die Bundesliga hat ein neues magisches Dreieck

Die Bundesliga hat ein neues magisches Dreieck

Ältere Fans können sich sicherlich an das „Trio infernal“ Balakov/Elber/Bobic des VfB Stuttgart erinnern. Von 1995 bis 1997 bildeten sie bei den Schwaben das sogenannte „magische Dreieck“ und gegnerische Abwehrreihen verzweifelten an den genialen Pässen des Mittelfeldspielers Krassimir Balakov und den Torjägerqualitäten der Stürmer Giovane Elber und Fredi Bobic. Nun scheint sich in Frankfurt ein neues magisches Dreieck gefunden zu haben. 

Die Statistiken sprechen für Ante Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic

Im Sommer verließ Niko Kovac die Frankfurter Eintracht, um bei den Bayern anzuheuern. Der Kroate ging als Pokalsieger und zu Saisonbeginn schien es so, dass er eine große Lücke hinterlassen würde. Zuerst gab es das 0:5 im Supercup gegen die Münchner und kurz darauf kam das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Ulm.

Die Verantwortlichen der Eintracht behielten jedoch die Nerven und stärkten ihrem neuen Trainer Adi Hütter, der aus Bern kam, den Rücken. Das hat sich inzwischen ausgezahlt. In der Europa League ist das Weiterkommen längst in trockenen Tüchern und in der Bundesliga steht nach dem 12. Spieltag ein Champions-League-Platz auf der Habenseite.

Diese erfolgreiche Ausbeute im ersten Saisondrittel hängt auch mit einem Sturmtrio zusammen, das von manchen Experten und Fans als neues magisches Dreieck gefeiert wird. Tatsächlich gibt es gewisse Parallelen zu dem des VfB Stuttgart. Auch der Kroate Ante Rebic, der Franzose Sebastien Haller und der Serbe Luka Jovic sind für fast alle Tore ihres Teams verantwortlich Dabei führen Haller und Jovic die Torschützenliste der Bundesliga mit jeweils neun Toren an. Rebic hat durch die WM im Sommer weniger Spiele absolviert, doch auch der Kroate kommt schon auf fünf Saisontreffer. Damit hat dieses Trio 23 der 29 Tore der Frankfurter geschossen.

Dazu kommt Haller auf sechs Assists. Mit 15 Scorerpunkten ist der Franzose damit in dieser Statistik derzeit der beste Spieler in den fünf europäischen Top-Ligen. Zudem jagt er einen Vereinsrekord der Eintracht-Legende Anthony Yeboah. Der Ghanaer erzielte einmal in acht aufeinanderfolgenden Partien jeweils ein Tor. Haller hat in den letzten sieben Bundesligabegegnungen jeweils einen Treffer markieren können.

Fredi Bobic, Sportdirektor der Frankfurter, verglich seine damalige Rolle im magischen Dreieck des VfB Stuttgart, mit der von Haller bei der Eintracht. Bobic machte zu Beginn seiner Bundesligakarriere auf sich aufmerksam, als er in seinen ersten fünf Einsätzen jedes Mal traf. Nun ist Haller der Wiederholungstäter in Sachen Tore.

Wie lange darf dieses Trio zusammen zaubern?

In Stuttgart endete die Zeit des magischen Dreiecks mit dem Weggang von Giovane Elber. Der große FC Bayern rief und der Brasilianer machte sich mit seinen Toren und seiner Art in München zum Publikumsliebling.Ähnliches ist auch nun zu befürchten. Keiner der drei Frankfurter Spieler ist älter als 25 Jahre und Rebic wurde schon im Sommer bei den Bayern gehandelt. Doch auch der europäische Hochadel scheint seine Fühler nach dem magischen Dreieck der Hessen ausgestreckt zu haben. 

„Unsere Tribüne ist seit Wochen voll mit Scouts der absoluten Top-Klubs. Sie schicken ihre besten Leute“, gab Bobic unlängst zu Protokoll.

Daher könnte das Trio bald gesprengt werden, doch für diese Saison haben die Frankfurter große Ziele. Vielleicht gelingt sogar der Sprung in die Champions League.

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