Union Berlin ist den nächsten Schritt gegangen

Union Berlin ist den nächsten Schritt gegangen

Jahrelang war Union Berlin ein Zweitligist. Damit konnten die Köpenicker gut leben. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass es bei Union auch schon ganz andere Zeiten gab. 2019 gelang schließlich doch der Aufstieg in die Bundesliga. Hier war man anfangs ein Außenseiter, dem nicht wenige Beobachter und Experten einen schweren Stand in Deutschlands Eliteliga prophezeiten.

Doch nachdem im Vorjahr mit Tabellenplatz elf der Klassenerhalt recht souverän gelang, konnten sich die „Eisernen“ in dieser Saison sogar in der ersten Tabellenhälfte behaupten.

Dabei gilt die allgemeine Feststellung, dass das zweite Bundesligajahr für einen Aufsteiger schwieriger als das erste ist. Die Unioner mussten zudem in dieser Spielzeit ohne ihren stimmgewaltigen Anhang auskommen. Trotzdem rutschten die Berliner nie in die Nähe der Abstiegsränge.

Nach dem 10. Spieltag, und trotz der Derbyniederlage gegen die Hertha, standen 16 Punkte und Tabellenplatz sechs zu Buche. Die Hinrunde schlossen die Hauptstädter mit 28 Zählern und Rang sechs ab.

Diese Punkteausbeute bedeutete quasi den Klassenerhalt, der spätestens am 25. Spieltag mit einem 2:1 über Köln und dann 38 Zählern zementiert wurde.

Somit haben die Union-Fans eine äußerst beruhigende Saison erlebt, trotz einiger Personalengpässe. Doch bei diesem Aspekt kommt Oliver Ruhnert ins Spiel, der seit Mai 2018 der Geschäftsführer Profifußball bei den „Eisernen“ ist. Der 49-Jährige hat es seit 2019 geschafft, durch kluge Transfers Union Berlin bundesligatauglich zu machen und im weiteren Schritt die Konkurrenzfähigkeit zu den Top-Klubs zu erhöhen.

Natürlich ist auch hier Trainer Urs Fischer ein wichtiger Baustein, wenn nicht sogar der entscheidende.

Beim großen Stühlerücken blieb Urs Fischer außen vor

Der Schweizer, der 2018 zu den Berlinern stieß, scheint perfekt zu dem unaufgeregten Umfeld in Köpenick zu passen. Urs Fischer selbst betont, dass er rund um „Die Alte Försterei“ in Ruhe arbeiten kann und dies auch schätzt. Dieses positive Gefühl beruht auf Gegenseitigkeit und so gab Union-Präsident Dirk Zingler bei Fischers Vertragsverlängerung (bis 2023) zu Protokoll, dass „die Entscheidung, Urs Fischer zu verpflichten, für den 1. FC Union Berlin als goldrichtig erwiesen hat“.

„Er ist ein Mensch, der wunderbar zu Union Berlin passt.“ Dirk Zingler

Die Anhänger der „Eisernen“ dürften indes froh sein, dass der Name ihres Trainer nie beim großen Wechselkarussell der Trainer in dieser Saison fiel. Klubs wie Gladbach, Frankfurt oder Wolfsbürg würde Urs Fischer sicherlich gut zu Gesicht stehen und höchstwahrscheinlich dürfte der Schweizer auch dort gute Arbeit leisten.

So hat sich der 55-Jährige aber vorerst Union Berlin verschrieben. Bei den „Eisernen“ kann er die aktuelle Mannschaft weiterentwickeln und den Verein noch nachhaltiger in der Bundesliga etablieren.

Hier sind gewiss Klubs wie Freiburg, Augsburg oder Mainz, die sich trotz geringer finanzieller Mittel seit Jahren in der 1. Liga behaupten, ein Vorbild. Union Berlin hat inzwischen selbst eine Nische in der Bundesliga gefunden. Mit gewissen Sympathiewerten in der ganzen Republik und so hoffen die Klubverantwortlichen, das Umfeld und die Fans der „Eisernen“, dass das Abenteuer Bundesliga noch viele Jahre weitergeht.

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