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Kickfieber Sascha Bartosz Mazurek (19) zum BVB - Was ist dran an den Gerüchten?
Bartosz Mazurek zum BVB

IMAGO / Ball Raw Images

Bartosz Mazurek (19) zum BVB - Was ist dran an den Gerüchten?

Bartosz Mazurek ist mit vier Scorerpunkten in acht Partien sensationell in die Saison gestartet. Der 19-jährige Pole sorgt bei RB Salzburg mit seinen starken Leistungen für Transfergerüchte mit dem BVB und weiteren ausländischen Vereinen. Doch wie konkret sind die Verhandlungen und passt er überhaupt in das System von Trainer Nico Kovac?
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Veröffentlicht: 15 Oktober 2026, 18:24

Die Transfergerüchte um den 19-jährigen Polen Bartosz Mazurek (RB Salzburg) haben in den letzten Wochen an Fahrt aufgenommen. Borussia Dortmund soll bereits im Frühjahr 2026 Scouts zu Spielen von Jagiellonia Białystok geschickt haben – gemeinsam mit Scouts von Brighton.
 

Am Ende war Salzburg schneller und verpflichtete den zentralen Mittelfeldspieler im Sommer für rund sechs Millionen Euro (plus mögliche Boni). Der Vertrag läuft bis 2031, der Marktwert taxiert laut Transfermarkt bei etwa zehn Millionen Euro. Seit dem starken Start in Österreich mit 4 Scorern in acht Partien taucht Mazureks Name wieder regelmäßig in Verbindung mit den Schwarzgelben auf. 

Spielerprofil - Technik, Intensität und Torhunger

Mazurek ist rund 1,84 Meter groß und Rechtsfuß. Er durchlief die Akademie von Jagiellonia und stieg Anfang 2025 in den Profikader auf. Der Durchbruch kam mit einem historischen Auftritt: Im Februar 2026 erzielte er gegen die Fiorentina in der Conference League einen Hattrick beim 4:2-Auswärtssieg (nach 0:3 im Hinspiel). Er war der erste Pole mit einem Conference-League-Hattrick, der jüngste Pole mit einem Europacup-Hattrick und der erste 2007-Geborene mit drei Toren in einem UEFA-Wettbewerb. Die Gazzetta dello Sport verglich ihn sogar mit Cristiano Ronaldo.
 

In Salzburg wurde er bisher in praktisch allen Pflichtspielen eingesetzt (rund 15 Partien, knapp 960 Minuten, zwei Tore, drei Assists). Die Passquote liegt bei etwa 89 Prozent, er gewinnt viele Zweikämpfe und ist stark in Balleroberungen und Tacklings. Darüber hinaus ist er technisch gut ausgebildet, ein progressiver Mittelfeldspieler mit guter Ballkontrolle, Dribblingfähigkeit, Übersicht für Steilpässe und Abschlussstärke.
 

Physisch ist er für sein Alter schon sehr robust, und verfügt über eine hohe Intensität und Laufleistung. Zudem wirkt er mental stark und mutig - Verbesserungspotenzial liegt bei der Entscheidungsfindung, Konstanz und dem Timing im Pressing. Er ist kein klassischer kreativer Zehner oder reiner Ballverteiler, sondern eher ein Box-to-Box-Typ, respektive Achter mit offensiven Instinkten – jemand, der das Tempo mitbestimmt, den Ball nach vorne schleppt und auch selbst gefährlich wird.

Rolle bei RB Salzburg unter Danny Röhl

Trainer Danny Röhl (ehemals Assistent bei Hansi Flick) setzt auf ein intensives 4-2-3-1. Mazurek agiert meist als einer der beiden Sechser neben Abubakr Barry (26), spielt aber deutlich höher und progressiver als ein klassischer defensiver Sechser. Er sucht die schnelle Progression, ist vor dem Strafraum aktiv und beteiligt sich intensiv am Pressing.
 

Während Barry eher als Taktgeber und Passgeber fungiert, bringt Mazurek Intensität, Technik und Torbedrohung mit. Österreichische Medien bezeichnen ihn bereits als nahezu unverzichtbar im Rotationssystem; im September wurde er zum Spieler des Monats gewählt. Salzburg führt die Tabelle nach einem starken Saisonstart an und bleibt unter Röhl in allen Pflichtspielen bisher ungeschlagen.

Passt er in die Taktik von Dortmund?

Unter Niko Kovač spielt der BVB flexibel, oft in einem 3-4-2-1 oder Varianten davon (bei Ballbesitz auf 3-2-5). Der Fokus liegt auf physischer Dominanz, hoher Intensität, Pressing, schnelles vertikales Spiel und offensiver Freiheit für die Mittelfeldspieler. Die Flügelverteidiger und zentralen Mittelfeldakteure sollen vorwärts orientiert agieren, der Ball soll durch die Halbräume und mit Tempo vorgetragen werden.
 

Mazureks Profil – Laufstärke, Zweikampfstärke, Balltragen, Pressingbereitschaft und offensive Beiträge – passt gut zu diesem Ansatz. Er könnte als progressiver Achter oder in einer Doppel-Sechs-Rolle mit Vorwärtsdrang eingesetzt werden und die Rotation um Spieler wie Felix Nmecha oder Jobe Bellingham ergänzen.
 

Historisch gibt es Verbindungen: Der BVB holte bereits Erling Haaland und Karim Adeyemi aus Salzburg, zuletzt Joane Gadou. Die Nähe Österreich–Deutschland und die polnische Tradition in Dortmund (Lewandowski, Piszczek, Błaszczykowski) machen die Verbindung naheliegend.

Welche Spielertypen hat der BVB schon auf der Position?

Im zentralen Mittelfeld verfügt Dortmund über eine Mischung aus Box-to-box und intensiven wie progressiven Akteuren wie Felix Nmecha, Jobe Bellingham, und Marcel Sabitzer. Dazu kommt der passstarke Joey Veerman, der mehr als spielerischer Taktgeber fungiert.
 

Die offensiveren Optionen respektive Zehner-ähnliche Profile bilden dabei Konstantinos Karetsas, Ethan Nwaneri und Giannis Konstantelias.
 

Mazurek würde vor allem in die erste Kategorie fallen und Tiefe sowie langfristiges Potenzial bringen, ohne sofort einen Stammspieler zu verdrängen. Der Kader ist im Mittelfeld bereits gut besetzt und jung, was den Bedarf relativiert – es sei denn, Abgänge stehen an.

Transferwahrscheinlichkeit: 30 Prozent

Sascha Baharian
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Die Gerüchte basieren hauptsächlich auf polnische Medien wie WP SportoweFakty und Aussagen von Journalisten wie Kuba Cimoszko. Sie berichteten auch von Scouting-Beobachtungen bereits vor dem Salzburg-Wechsel und anhaltendem Interesse. Deutsche Medien greifen das lediglich auf.

Die genannten Quellen gelten bei polnischen Talenten als gut informiert, liefern aber eher Beobachtungs- und Interessenberichte als konkrete Verhandlungen oder Angebote. Einige polnische Insider sehen Porto (wegen Agenturkontakten zu André Villas-Boas) oder Brighton stärker im Rennen als den BVB, halten jedoch einen Winterwechsel generell für unrealistisch.

Realistisch ist das Interesse auf Scouting-Ebene, was sicherlich durch die starken Leistungen nochmal intensiviert wurde. Ein Wechsel im Winter ist aufgrund des kürzlichen Transfers zu RB und dem langfristigen Vertrag eher unwahrscheinlich. Zudem will Salzburg das Talent weiterentwickeln und nicht unter Wert abgeben.

Mittelfristig wie im Sommer 2027 oder später, bleibt es denkbar, besonders bei weiterer Steigerung und falls Dortmund mehr Tiefe im Mittelfeld benötigt. Die guten Beziehungen zwischen dem BVB und Salzburg spricht ebenfalls eher dafür als dagegen, aber es bleibt stand heute reine Spekulation. Daher sehe ich für das Wintertransferfenster lediglich eine Wechselwahrscheinlichkeit von 30 Prozent.

Sascha
Sascha @sascha_baharian

Hingebungsvoller Fachmann in Bezug auf den italienischen Fußball und speziell die Serie A 🇮🇹

Wenn es um die Serie A oder im Allgemeinen den Fußball in Italien geht, ist man bei Sascha goldrichtig. Seit Jahren verfolgt er ganz genau die Entwicklungen der höchsten Spielklasse in Italien und weiß mit qualitativ hochwertigen Analysen zu glänzen. Diese könnt Ihr Euch auch jederzeit in seinem eigenen Podcast anhören. Des Weiteren weiß er auch mit seinem Wissen in Sachen Jugendfußball zu überzeugen und ist daher insgesamt ein sehr wertvoller Teil unseres Teams. 

PS: Seit neuestem ist Sascha zudem auch Zertifizierter Scout & Spielanalyst nach IST.