Spieler-Check: Wael Mohya vs Francis Onyeka – unsere Analyse
In unserem neuen Format „Spieler-Check: Wer macht den Unterschied“ stellen wir euch je einen Spieler zweier Mannschaften vor, die am folgenden Wochenende gegeneinander spielen und dabei eine gewichtige Rolle auf einer ähnlichen Position spielen können. Wir schauen auf die Leistungen der letzten Spiele und gehen in die Analyse, welcher Spieler auf seine Mannschaft einen größeren Einfluss hat. Dazu gibt es relevante Statistiken und das ein oder andere Filmmaterial zum Zurücklehnen. Viel Spaß damit!
Borussia Mönchengladbach - SV Elversberg ist unsere Partie zum Spieler - Check des 2.Spieltags. Die Gladbacher gespickt mit viel Tradition und einer großen Fangemeinschaft. Dem Gegenüber steht der Neuling in der Bundesliga, der die hervorragende Arbeit der letzten Jahre mit dem Aufstieg ins Oberhaus krönen konnte. Trotz der großen Unterschiede haben beide Vereine etwas gemeinsam. Junge Hoffnungsträger, die bereits jetzt den Unterschied machen und für eine erfolgreiche Saison sorgen können.
So lief der Saisonstart
Die Borussia aus Mönchengladbach konnte alle sieben Vorbereitungsspiele gewinnen. Dort konnte sich Wael Mohya drei Mal in die Torschützenliste eintragen. Ein beachtlicher Sieg gegen Aston Villa war der letzte Härtetest vor dem Start. Beim Pokalauftakt bei Schott Mainz hielten sich die Fohlen schadensfrei und gewannen souverän mit 5:0. Die erste Niederlage wurde bei RB Leipzig zum Bundesligastart eingefahren. Man unterlag 0:3 bei einem starken Gegner.
Die SV Elversberg bestritt ebenfalls sieben Spiele in der Vorbereitung und konnte zum Abschluss der Saisonvorbereitung einen Sieg gegen den FC Lorient verbuchen. Im Pokal wartete mit dem 3.Liga Spitzenreiter MSV Duisburg eine schwere Aufgabe. Dort rettete Francis Onyeka nach seiner Einwechslung das Weiterkommen mit zwei Toren in den Schlussminuten. Am Ende hieß es 3:1 für die Elversberger. Gegen Bayer 04 Leverkusen wurde der 1.Spieltag eingeläutet und es konnte nicht besser laufen. Das Spiel wurde 3:2 gewonnen und Onyeka konnte bereits in der 8. Minute den Führungstreffer vorlegen.

Diese Spieler nehmen wir in den Fokus
Für den zweiten Spieler - Check habe wir uns dieses Mal für die junge Generation entschieden. Dies auch aus gutem Grund. Während bei Borussia Mönchengladbach ein Eigengewächs für Furore sorgt, kommt bei Elversberg ein Neuzugang zum Tragen. Wael Mohya von der Borussia ist erst 17 Jahre alt, hat aber bereits einen Marktwert von 17 Millionen Euro, laut Transfermarkt.de und damit den höchsten MW innerhalb des Teams. Er kann in der Offensive alle Positionen bestreiten, fühlt sich aber im zentralen offensiven Mittelfeld aktuell am wohlsten.
Der 19-jährige Francis Onyeka wurde in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen ausgebildet. Danach wagte er den Schritt per Leihe in die 2.Liga zum VFL Bochum. Nach nur einer Saison schloss er sich dem Aufsteiger SV Elversberg an. Ebenfalls per Leihe. Sein Vertrag wurde vor kurzem bis 2032 bei Bayer verlängert. Sein Marktwert wird auf 10 Millionen Euro geschätzt und damit ist auch er der teuerste Spieler seiner Mannschaft. Er kann alle offensiven Positionen bekleiden, doch die Zentrale ist ebenfalls sein bevorzugtes Gebiet.

Wael Mohya vs Francis Onyeka – das sagen die Statisitiken
Die Rolle von Wael Mohya im aktuellen Spielsystem der Gladbacher ist nicht ganz zu greifen und dies ist als Kompliment gemeint. Er kann jede Position im Offensivbereich mit Leben füllen. Dort fungiert er als Typ Spielmacher und bewegt sich gerne in den Halbräumen, um von dort aus zu entscheiden, welche Aktion als nächstes folgt. Ebenso scheut er sich nicht in den Zweikampf zu gehen, um dann zum Torabschluss zu kommen. Er bewegt sich viel und ist für den Gegner schwer zu lesen.
Passspiel - Mitspieler suchen und finden
Ein gutes Pass- und Kombinationsspiel helfen ihm in seiner Entwicklung. Seine Quote erfolgreicher Pässe liegt bei rund 86 Prozent. Im letzten Drittel liegt diese bei 73,5 Prozent, was für einen Spieler in dem Alter und auch grundsätzlich sehr gut ist. Pässe in den Strafraum kommen zu 59,3 Prozent an den Mitspieler. Effektivität in den Aktionen und die Ausdauer es über die volle Distanz umzusetzen, sollte eines seiner nächsten Ziele in seiner Prioritätenliste sein.
Offensivspiel - Fluch oder Segen?
Er hat immer den Drang nach vorne, um dort seine Eins-gegen-Eins-Situationen anzusetzen. Seine Robustheit im Zweikampf hilft ihm zusätzlich. Weder ein Trikot ziehen noch ein Schubser bringen ihn so schnell aus der Balance. Der Wille, eine gute Aktion zu setzen, ist immer vorhanden. Seine Dribblings haben eine Erfolgsquote von 52,6 Prozent. Er hat keine Angst zu scheitern und versucht es immer wieder. Seine Offensivduelle bestreitet er mit einer Erfolgsquote von 38,5 Prozent.
Die letzte Entscheidungsfindung muss allerdings verbessert werden. Lediglich 0,19 Tore und nur 0,1 Vorlagen pro 90 Minuten stehen auf dem Habenzettel. Wann gehe ich ins Dribbling, wo gehe ich ins Dribbling und wann ist es besser den Spielerkollegen anzuspielen. Steigert er sich dort, dann wird auch seine Effektivität zunehmen.
Verhalten gegen den Ball - die Richtung stimmt
Antizipation ist sowohl in der Offensive als auch in der Defensive seine Stärke. Räume erkennen, um diese zu schließen, gehören zu seinen Qualitäten. Dazu ist sein Pressingverhalten positiv zu bewerten, da er oft an der richtigen Stelle steht, um die Situation positiv zu bereinigen. 6,24 Balleroberungen und davon rund 56 Prozent in der gegnerischen Hälfte sind ein sehr guter Wert für eine Offensivkraft. Mohya gewinnt 67,4 Prozent von 7,28 seiner Defensivzweikämpfe pro Partie. Sogar 80 Prozent seiner Grätschen sind erfolgreich. Zudem begeht er lediglich ein Foul pro Partie, was seiner guten Spieleinschätzung zu schulden ist. Trotz seiner Widerstandsfähigkeit muss er im Zweikampf körperlich zulegen. Sich dem Zweikampf stellen ist das eine, aber diesen dann auch erfolgreich zu bestreiten eine andere Sache. Die weitere Anpassung an den Herrenprofifussball wird eines der Hauptthemen in den nächsten Monaten sein. Sein Mindset wird ihn dabei positiv unterstützen, dessen bin ich mir sicher.

Francis Onyeka ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar. Er kann die Zentrale besetzen, genau so wie auch eine Position weiter offensiv. Zudem lief er bereits als Stürmer auf und war auch auf den Außenpositionen zu finden. Er fungiert hauptsächlich als Spielmacher mit besonderen dynamischen Fähigkeiten. Dabei hilft ihm seine Beweglichkeit und Athletik Situationen zu lösen und diese vorne wie hinten positiv zu entscheiden.
Passspiel - Effektivität steigern
Sein Passspiel ist eines seiner Stärken. Er spielt seine Mitspieler gerne in der Tiefe an und agiert durch die Linien hindurch. 59,3 % der Pässe im letzten Drittel kommen an. 48,1 % sind es im Strafraum des Gegners. Bewegt er sich auf den Außen, dann gehören Flanken ebenfalls zu seinem Repertoire. Seine Stärke ist zugleich auch seine Schwäche. Durch sein erhöhtes Risiko im Passspiel provoziert er gute Situationen hervor, steigert aber das Risiko eines Ballverlustes. Seine Passquote von 76,3 % könnte durchaus höher sein, wenn seine Entscheidungsfindung verbessert wird. Es wird eher der risikoreiche Pass gesucht, anstatt auch mal die sichere Variante zu wählen.
Offensivspiel - die große Stärke
Sein Offensivspiel ist geprägt von überzeugenden 1:1 Duellen. Er gewinnt 51,4 % seiner Dribblings. Dort kann er seine körperliche Stärke, Agilität und Drang nach vorne ausleben. Zudem setzt er auch gerne seine Mitspieler ein durch sein flexibles Passspiel. Seine Balance muss er allerdings noch finden. Wann muss ich zum Abschluss kommen und wann den Mitspieler einsetzen? Seine Effektivität zeigte sich allerdings bereits jetzt schon im jungen Alter. Beim VFL Bochum erzielte er starke acht Saisontore in 30 Spielen. Als Kapitän der U19 schoss er sogar 14 Tore in 14 Spielen. Er schießt 0,45 Tore pro 90 Minuten und das ist ein besonders starker Wert.
Verhalten gegen den Ball - Effektivität gefordert
Das Defensivverhalten ist ausbaufähig. Er spielt mit, läuft Räume zu, aber muss dabei noch effektiver werden und besser antizipieren. Seine Erfolgsquote bei Defensivduellen liegt bei 53,7 %. Lediglich 37,2 % der Bälle im freien Raum kann er für sich entscheiden. Das sollte mit seinen Fähigkeiten ausbaufähig sein. Denn seine Aggressivität und körperlichen Fähigkeiten sind gegeben. Es muss nur in den richtigen Momenten gesteuert werden. Er ist auch ein guter Pressingspieler, was eine Quote von 50,4 % in der gegnerischen Hälfte beweist. Wobei er noch schneller und frühzeitiger antizipieren müsste, um dann bei Ballgewinn seine Offensivstärke auszuspielen.

Mein Fazit zum Spielerduell

Beide Spieler sind noch nicht in der Verantwortung tragende Säulen ihrer Vereine zu sein. Ihre Karriere ist gerade erst am Anfang und ihre Entwicklung wird nun versucht auf die nächste Stufe zu heben. Das ändert nichts daran das beide ein großes Potential aufweisen und bereits jetzt ihre Duftmarken setzen können. Das Vertrauen der Gladbacher in ihr Eigengewächs und die bereits in der 2.Liga nachgewiesene Effektivität Onyekas, lässt auf ein spannendes Spiel hoffen.
Mein Tipp:
Schaffen es die Elversberger ihr Offensivspiel durchzudrücken und die Gladbacher ihren Heimvorteil überwiegend zu nutzen, dann wird es ein offener Schlagabtausch mit vielen Chancen. Mein Ergebnistipp lautet 2:2.
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Spieler-Check: Joshua Kimmich vs Angelo Stiller – unsere Analyse
In unserem neuen Format „Spieler-Check: Wer macht den Unterschied“ stellen wir euch je einen Spieler zweier Mannschaften vor, die am folgenden Wochenende gegeneinander spielen und dabei eine gewichtige Rolle auf einer ähnlichen Position spielen können. Wir schauen auf die Leistungen der letzten Spiele und gehen in die Analyse, welcher Spieler auf seine Mannschaft einen größeren Einfluss hat. Dazu gibt es relevante Statistiken und das ein oder andere Filmmaterial zum Zurücklehnen. Viel Spaß damit!
Die 64. Spielzeit beginnt mit dem Süd-Klassiker FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart. Die letzte Begegnung beider Mannschaften war im Mai das Pokalfinale in Berlin vor über 74.000 Zuschauer. Dort konnte sich der Rekordmeister durch drei Tore von Harry Kane mit 3:0 durchsetzen. Aufgrund der Leistung der vergangenen Saison wurde der Engländer folgerichtig zum Fußballer des Jahres 2026 gewählt.
Die Vorbereitung beider Teams
Die Saisonvorbereitung der Bayern bestand aus fünf Siegen, dem eine Auftaktniederlage gegen Wehen Wiesbaden zu Buche steht. Allerdings stand in diesem Spiel kein Spieler der ersten regulären Elf auf dem Platz. Das erste Pflichtspiel und sogleich der erste Titel der Saison konnte mit einem 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund eingefahren werden. Der Supercup ging somit einmal mehr nach München.
Der VfB aus Stuttgart bestritt ebenfalls sechs Spiele, wobei die Bilanz bei vier Siegen, einem Remis und einer Niederlage endete. Den Erfolgen gegen unterklassige Mannschaften stehen ein Unentschieden gegen Paris FC sowie eine 1:0 Niederlage gegen Fulham gegenüber. Als es wichtig wurde, gewannen die Schwaben allerdings mit 4:0 im DFB-Pokal bei Hansa Rostock und präsentierten sich äußerst dominanz. Neuzugang Dzenan Pejcinovic erzielte einen Dreierpack und Tiago Tomas komplettierte das Ergebnis.

Diese Spieler nehmen wir in den Fokus
Bei der Spielerauswahl haben wir uns für Joshua Kimmich und Angelo Stiller ausgesprochen. Beide bekleiden in einem flexiblen System die 6er-Position und geben gerne den Takt an. Die Spielmacher sind sowohl defensiv als auch offensiv außergewöhnlich aktiv. Sie sind für die Ordnung sowie Geschwindigkeit im Spielaufbau zuständig und entscheiden, ob der Ball tief, zur Seite oder als Verlagerung genutzt wird. Manchmal darf es auch der Torhüter sein, wenn sich keine sinnvolle Anspielstation findet.

Joshua Kimmich vs Angelo Stiller – das sagen die Statisitiken
In der Bundesliga gibt es nur wenige Spieler, die den Ball so konsequent fordern wie Joshua Kimmich. Der Bayern-Mittelfeldspieler will das Spiel jederzeit an sich ziehen und ist im Aufbau praktisch überall zu finden. 82,88 Pässe pro 90 Minuten und 2.608 Pässe insgesamt bei einer Passquote von 91,1 Prozent in der letzten Bundesliga-Saison sprechen eine deutliche Sprache. Dazu kommen 77,21 erhaltene Pässe. Fast jeder Angriff des FC Bayern nimmt irgendwann den Weg über seine Füße.
Kimmich ist damit weit mehr als nur eine Anspielstation. Er gibt den Münchnern Struktur, bestimmt das Tempo und entscheidet, wann ein Angriff beschleunigt oder beruhigt wird. Er fordert den Ball auch dann, wenn der Gegner Druck macht, und übernimmt damit bewusst Verantwortung für den Spielaufbau.
Angelo Stiller ist im Stuttgarter System ebenfalls eine zentrale Figur, geht seine Aufgabe jedoch etwas anders an. Mit 65,8 Pässen pro 90 Minuten, einer Passquote von 90,1 Prozent und 48,3 erhaltenen Pässen kommt er auf ein geringeres Volumen als Kimmich. Das bedeutet allerdings nicht, dass er weniger Einfluss auf das Spiel besitzt.
Vielmehr wirkt Stiller etwas dosierter. Während Kimmich das Spiel beinahe an sich zieht und ständig neue Aktionen einleitet, verteilt Stiller den Ball mit großer Ruhe und wartet häufiger auf den richtigen Moment. Er muss nicht jeden Angriff selbst steuern. Oft reicht ihm ein einziger sauberer Pass, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken.
Genau hier liegt ein interessanter Unterschied: Kimmich braucht den Ball, um das Spiel zu kontrollieren. Stiller kontrolliert das Spiel teilweise gerade dadurch, dass er nicht jeden Ballkontakt erzwingt.

Vertikalität und Torgefahr: Kimmich spielt mit Tempo, Stiller mit Gefühl
Auch wenn beide Mittelfeldspieler ihre Mannschaft aus der Tiefe heraus nach vorne bringen, tun sie dies auf unterschiedliche Art und Weise. Kimmich ist der klassische Raumüberwinder. Sobald sich eine Lücke auftut, sucht er den direkten Weg nach vorne. 16,58 Pässe ins letzte Drittel pro 90 Minuten bei einer Erfolgsquote von 85,4 Prozent zeigen, wie häufig er versucht, die gegnerischen Linien direkt zu überspielen. Dazu kommen 4,59 Pässe in den Strafraum.
Der Bayern-Spieler will das Spielfeld also nicht einfach nur verwalten. Er möchte es verkleinern. Mit seinen Pässen bringt er den Ball gezielt in jene Zonen, in denen aus Ballbesitz schließlich Torgefahr entstehen kann. Auch bei der Chancekreation ist Kimmich aus der Tiefe heraus gefährlich. Ein xA-Wert von 0,29 und durchschnittlich 1,67 Torschussvorlagen pro Spiel zeigen, dass seine Aktionen nicht erst im letzten Drittel relevant werden. Er kann einen Angriff bereits aus dem Mittelfeld heraus in eine gefährliche Richtung lenken.
Stiller wirkt dagegen weniger wie ein Spieler, der ständig den großen Raum vor sich sucht. Seine Stärke liegt vielmehr darin, den Ball durch enge Räume zu bringen. Besonders bei Steilpässen zeigt sich seine Präzision. Bei 1,68 Versuchen pro 90 Minuten bringt er 64,1 Prozent dieser Zuspiele an den Mann. Kimmich kommt bei 2,13 Versuchen auf 48,0 Prozent.
Das klingt zunächst nach einem kleinen statistischen Unterschied, ist taktisch aber durchaus interessant. Stiller setzt den Pass durch die Schnittstelle wesentlich gezielter ein. Er wartet auf den Moment, in dem sich die Lücke tatsächlich öffnet, und spielt dann den Ball mit hoher Genauigkeit hinein.

Defensivprofil: Stiller räumt auf, Kimmich antizipiert
Wenn es gegen den Ball geht, werden die Unterschiede zwischen den beiden Mittelfeldspielern noch deutlicher. Angelo Stiller bringt eine bemerkenswerte Robustheit in die Stuttgarter Zentrale. 77,8 Prozent gewonnene Bodenzweikämpfe bei 3,91 Duellen pro 90 Minuten sind ein starker Wert. Noch überraschender wird das Bild bei den Luftzweikämpfen: 68,1 Prozent seiner 2,54 Duelle pro 90 Minuten gewinnt Stiller ebenfalls.
Der 25-Jährige ist damit keineswegs nur der elegante Passspieler, als der er häufig wahrgenommen wird. Er kann auch den Kampf annehmen und seinem Team vor der Abwehr Stabilität geben. Wenn ein Gegner versucht, durch das Zentrum zu kommen, ist Stiller zur Stelle und stellt sich dem Duell.
Kimmich löst diese Aufgaben etwas anders. Seine Defensivwerte sind stark vom Spielstil des FC Bayern geprägt. Mit 3,87 Abfangaktionen und 8,49 Balleroberungen wird deutlich, wie Kimmich auch gegen den Ball mitarbeitet. Knapp 48 Prozent seiner Balleroberungen entstehen dabei sogar in der gegnerischen Hälfte. Das ist auch Ausdruck der hohen und dominanten Spielweise der Bayern.
Im direkten Duell ist er dagegen weniger dominant. 64,4 Prozent gewonnene Bodenzweikämpfe und 42,0 Prozent gewonnene Luftzweikämpfe liegen deutlich unter Stillers Werten. Zudem erobert Stiller seine Bälle sogar prozentual betrachtet noch höher. Über 50 Prozent seiner Balleroberungen befinden sich in des Gegners Hälfte.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Kimmich defensiv der schwächere Spieler ist. Er verteidigt schlicht anders. Seine größte Waffe ist nicht die körperliche Präsenz, sondern die Antizipation. Er erkennt häufig früh, wohin der Ball gespielt werden soll, rückt aggressiv nach und versucht, den Gegner bereits bei der ersten Aktion nach dem Ballverlust unter Druck zu setzen. Stiller dagegen kann eine Situation auch über den direkten Zweikampf lösen. Kimmich versucht sie möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

Die interessantesten statistischen Werte im Überblick.
Mein Fazit zum Spielerduell

Beide Spieler sind die zentralen Figuren für ihre Mannschaften. Neben der Qualität der Mitspieler ist es wichtig, ihre Fähigkeiten im Spiel nach vorne durchzusetzen. Stiller kann bei hohen Balleroberungen blitzschnell umschalten und seine Offensivkräfte durch seine One-Touch-Bälle durch die Mitte einsetzen. Kimmichs Chip-Bälle sind allerdings ebenfalls brandgefährlich und das Timing wird entscheidend sein, die Offensive mit Kane, Olise und Diaz zu füttern.
Mein Tipp:
Beide werden dem Spiel ihren Stempel aufdrücken, aber ein Sieg der Münchner sollte nicht zu verhindern sein. Seit Kompany übernommen hat, haben die Bayern alle direkten Duelle gewonnen und ein Torverhältnis von 19:3 aufzuweisen. Stiller konnte es trotz seiner herausragenden Werten nicht verhindern und wird es dieses Mal auch nicht schaffen. Daher tippe ich auf einen 3:1-Sieg für die Bayern.
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Der VFL Bochum und Hertha BSC Berlin eröffnen die 2.Bundesliga! Doch was kostet euch die Dauerkarte im Vergleich?
Der Ball rollt wieder und traditionell wird mit der 2.Bundesliga gestartet. Dort treffen der VFL Bochum und Hertha BSC am Freitagabend um 20.30 Uhr aufeinander. Beide Vereine kommen insgesamt auf 78 Jahre 1.Bundesliga. Der VFL galt jahrelang als unabsteigbar, aber dies änderte sich 1993 mit dem Abstieg. Insgesamt durften sich die Bochumer 38 Jahre im Oberhaus präsentieren. Zwei Jahre mehr verbucht der Hauptstadtklub. Nach der durchwachsenen letzten Saison und dem Abgang von Vereinsliebling Fabian Reese zu Liga-Konkurrent VFL Wolfsburg, müssen sich die Herthaner erstmal neu erfinden und auch ihre Ziele neu stecken. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)
Um sich die Entwicklung im eigenen Verein aus nächster Nähe anzuschauen, ist ein Eintrittskarte von Nöten. Noch besser dagegen eine Dauerkarte. Was muss man dafür hinlegen? Wir beantworten euch die Frage und auch, wo es besonders teuer für euch wird. Ob es sich lohnt? Das kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

Beim VFL Bochum zahlt ihr aktuell 221,50 Euro – 259 Euro für eine Dauerkarte. Ihr müsst nicht zwingend Dauerkarteninhaber sein, allerdings ist es fast nicht möglich eine der begehrten Karten zu ergattern. Fast alle 18.000 DK-Inhaber haben ihr Recht wahrgenommen, auch nach dem Abstieg ihrem Verein treu zu sein. Die Preisstruktur wurde vom Verein nicht verändert. Trotz des Ganges in die 2.Liga. Mit der günstigsten Stehplatzdauerkarte landet der VFL hinter St. Pauli auf Platz 6 der günstigsten Karten.

Platz 1 geht an den Absteiger 1.FC Heidenheim. Diese bezahlen lediglich 180 Euro für den dauerhaften Besuch ihrer 1.Mannschaft. Obwohl das Stadion nicht viel Platz bietet, ist dies besonders zu erwähnen, denn es gibt andere Vereine im Oberhaus, die ein andere und für den Supporter, negative Struktur verfolgen. Durch die begrenzte Anzahl an Zuschauern und gesteigerte Nachfrage, werden die Preise auf ein höheres Niveau gehoben, beziehungsweise gehalten. Dort ist der SC Paderborn als Negativbeispiel zu nennen.

Zur Auflockerung ein YouTube - Video von Content Creator Gamerbrother mit seiner Saisonprognose der 2.Bundesliga. Seit Jahren moderiert er seine eigene Talkshow namens AtBroski und hat dort bereits hochrangige Gäste präsentieren dürfen.

Die Hertha aus Berlin verlangt satte 240 Euro von ihren Anhängern. Damit liegen sie auf Platz 13 und teilen sich diesen mit Magdeburg und Hannover. Lediglich Holstein Kiel, Osnabrück und Schlusslicht Energie Cottbus greifen noch tiefer in die Tasche ihrer Fans. Manche Vereine verlangen eine Mitgliedschaft zum Erwerb der Karte, andere verzichten wiederum darauf. Das ist von Verein zu Verein unterschiedlich.

Ebenfalls auf Platz eins und zwei in der Kategorie Dauerkarte Sitzplatz, sind ebenfalls Heidenheim und Wolfsburg zu finden. Dahinter folgt der 1.FC Kaiserslautern, der bei den Stehern nur im Mittelfeld landet, aber bei den Sitzplätzen hinter den beiden Teams landet. Knapp dahinter ist der 1.FC Magdeburg, der noch unter 300 Euro für eine sitzende Dauerkarte verlangt. Die Berliner Hertha hat ein besonders großes Spektrum an Preisen für seine Fans. Von 310 Euro bis 750 Euro dürft ihr je nach Platz aufwenden.
Je nach Verein und Struktur gibt es Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Rentner. Dazu gibt es noch, wenn möglich, Dauerkarten für Nicht-Mitglieder. Im Einzelfall können die Preise dementsprechend anders ausfallen.
Zuschauerzahlen 2025/26 veröffentlicht – Wo steht die Bundesliga?
Die DFL hat die Zuschauerzahlen für die Saison 2025/26 veröffentlicht. Wo liegt die Bundesliga im Europäischen Vergleich?
Die Bundesliga (1.+2. Buli) hat ihre Zahlen für die Saison 2025/26 bekannt gegeben. Demnach strömten insgesamt 21.404.258 Zuschauer zu den Spielen der Bundesliga. Das macht einen Gesamtdurchschnitt von 34.974 Zuschauern inklusive Ehren- und Freikarten. Die Bundesliga durfte sich über 12.718.097 Besucher erfreuen. Davon vielen alleine 7.052.600 auf Dauerkartenbesitzer. Das macht einen Anteil von 55,45%. Der Rest ging an Tageskarten raus.

Neben der Bundesliga hat es auch die 2. Bundesliga in das Top-Ranking Europas geschafft.
Das Oberhaus konnte ein Plus von 9,1% zulegen, was in der Gesamtheit einen Rekordwert darstellt. Die Gründe dafür liegen förmlich auf der Hand. Die Liga ist ein sehr starkes Produkt und erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit. Als weiterer Faktor muss die Zusammenstellung der einzelnen Ligen genannt werden. Wenn Zuschauermagneten wie der Hamburger SV und 1.FC Köln wieder die Fußballbühne auf nationalem, höchstem Niveau betreten, dann wirkt sich das selbstverständlich auch auf die Zahlen aus. Insgesamt bewohnten 41.562 die Spiele alleine im Oberhaus.

Schauen wir uns die Bundesliga im Top 5 - Vergleich an, dann kann nur eine Liga mithalten, denn die englische Premier League kann mit 15.491.099 Besuchern aufwarten. Das macht in der Premier League mit 20 Mannschaften einen Durchschnitt von 41.635 Zuschauern. Krösus und der meistebsuchte Verein ist Manchester United. Dort können etwas mehr als 74.000 Zuschauer die Mannschaft unterstützen. Im Vergleich zu Deutschland würde das aber nur zu Platz 3 hinter Borussia Dortmund (Platz 1: 81.365) und Bayern München (Platz 2: 75.000) reichen.
Unsere Top 5 haben wir in dem Fall um einen Platz erweitert und das hat einen guten Grund. Die 2.Bundesliga ist aufgrund der vielen Traditionsmannschaften und zahlreichen Anhänger weiterhin sehr beliebt bei den Fans. Mit Schalke 04 ist der Krösus der Liga nun auch aufgestiegen. 61.799 Blau-Weisse Anhänger fanden sich regelmäßig im Ruhrpott wieder, um letztendlich den Aufstieg zu feiern. Man könnte fast die gesamte Liga aufzählen, denn eine solche Dichte an Mannschaften mit toller Vergangenheit und hoher Fanidentifikation in einer Liga hat man bisher noch nicht gesehen.

Hertha BSC Berlin, Kaiserslautern, Nürnberg und Hannover, um nur einige zu nennen. Für den Osten hielten Dynamo Dresden und Magdeburg die Fahnen hoch. Mit 28.386 Zuschauern im Durchschnitt kommt die heimische 2.Liga auf Platz 5 im europäischen Vergleich und lässt sogar die französische Ligue 1 hinter sich. Selbst die italienische Serie A (Platz 4), oder die spanische La Liga (Platz 3) sind in Reichweite.
Wer sind die bislang teuersten Transfers des Sommer? (Top 5)
Das Sommertransferfenster ist geöffnet und die Vereine sind wieder auf der Jagd nach einem Schnäppchen, oder Spieler, die ihre Mannschaft wirklich verbessern. Dort wo das Geld besonders locker sitzt, ist die Premier League. Vier der fünf teuersten Spieler wurden von den Topvereinen der PL verpflichtet. Wir stellen sie euch vor. Hättet ihr alle gewusst? (Bild: IMAGO / IPA Sport)

Platz 5: Anthony Gordon
Auf Platz 5 ist der Engländer Anthony Gordon, der für eine satte Ablösesumme von 80 Millionen zum FC Barcelona gewechselt ist. In der Liga konnte er keine überragenden Werte erzielen und kam in 26 Spielen auf nur 8 Scorer. Anders lief es in der Champions League. Dort erzielte er zehn Tore und konnte zudem auch zwei Vorlagen verbuchen. Die Hälfte seiner Tore wurden allerdings per Elfmeter erzielt und sind nicht aus dem Spiel herausgefallen.
So verstärkt Gordon den FC Barcelona:
- Aggressive Spielweise gegen den Ball
- Hoher Antritt und Endgeschwindigkeit
- Kann Spiele auf hohem Level mit seiner Torgefahr entscheiden
- Progressives Spiel auf gutem Level (sowohl progressives Passspiel als auch Läufe)
- Schwer ihn im Dribbling vom Ball zu trennen (Erfolgsquote bei über 60%)
Platz 4: Mateus Fernandes
Einen Platz höher angesiedelt und 99 Millionen Wert ist Mateus Fernandes, der zu den Tottenham Hotspurs wechselt. Der zentrale Mittelfeldspieler aus Portugal ist 22 Jahre alt und spielte zuvor bei West Ham United. Dort absolvierte er 36 Spiele und konnte 7 Scorer beisteuern. Der Kapitän der U21 durfte am 1.04.2026 sogar sein Debüt in der A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes feiern.
Deswegen zahlen die Spurs diese Summe für Fernandes:
- Durchsetzungsstark in Dribblings (Erfolgsquote bei rund 70%)
- Hohe Passqualität (über 90% Passgenauigkeit)
- Konsequente Arbeit gegen den Ball
- Sehr gute Arbeitsrate

Platz 3: Sandro Tonali
Der Italiener Sandro Tonali hat sich ebenfalls Tottenham angeschlossen. Für ein paar Millionen mehr schnürt er ebenfalls die Schuhe für den ehemaligen Verein von Harry Kane. Nach 3 Jahren bei Newcastle United und zuvor AC Mailand, sucht er wieder eine neue Herausforderung. Er sammelte insgesamt 2.545 Spielminuten in 35 Premier League Duellen. Der Sechser hat sich zweimal als Vorbereiter ausgezeichnet. Genau so viele Torbeteiligungen konnte er auch in der Champions League beisteuern.
Darum ist den Spurs Tonali das Geld wert:
- Ausgezeichnetes Passspiel, vor allem die Progressivität überzeugt
- Exzellenter Taktgeber aus der Mittelfeldzentrale heraus
- Guter Standardschütze
- Hohe Arbeitsrate über die gesamte Spielzeit
Platz 2: Elliott Anderson
Nottingham Forrest kann sich über eine Überweisung von 135 Millionen Euro für Elliot Anderson freuen. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselt zu Manchester City und dort zu dem neuen Trainer Enzo Maresca, der Pep Guardiola beerbt hat. Dieser hat die Blues nach 10 Jahren verlassen. Dieser kann sich über einen Dauerbrenner freuen, der letzte Saison alle 38 Spiel absolviert hat und 3.335 Spielminuten vorweisen kann. Nebenbei sammelte er zudem 4 Tore und ebenfalls 4 Vorlagen.
Siebzehn Länderspiele hat der 23-jährige mittlerweile absolviert und es wird spannend sein zu beobachten, wie er sich in einem neuen Umfeld schlagen wird.
Warum zahlt Manchester City so viel Geld für Anderson?
- Ligaweit auf seiner Position einer der Spieler mit den meisten Defensivaktionen
- Mittelfeldmotor mit exzellenter Arbeitsrate
- Progressives Passspiel gehört zur Elite der Premier League auf seiner Position
- Sicheres Passspiel in Kombination mit hoher Qualität (über 90% Passquote)

Platz 1: Morgan Rogers
Den Platz an der Sonne hat ein Spieler aus England inne. Morgan Rogers ist ein Jahr älter als Anderson und kostete Chelsea sogar noch 3 Millionen mehr. Der ZOM von Aston Villa war in 37 Spielen in der Premier League tätig und konnte zweistellig treffen. Zudem steuerte er auch noch sieben Torvorlagen bei. In der Europa League sammelte er acht Scorer.
Sein Nachfolger wurde bereits verpflichtet und kommt aus der Bundesliga vom SC Freiburg. Der Schweizer Johan Manzambi machte bei der Weltmeisterschaft in CAN/MEX/USA auf sich aufmerksam und das reichte Villa, um ihn für 60 Millionen nach England zu locken.
Darum ist Rogers der (bis jetzt) teuerste Transfer:
- Auffallend viele erfolgreiche progressive Läufe mit Ball
- Bringt sich durch kluges Positionsspiel in aussichtsreiche Abschlusssituationen
- Hat sich im Output klar gesteigert, immer eine Gefahr für den Gegner (Letzte Saison: 14 Tore & 12 Vorlagen)
- Sehr trickreiche und damit unberechenbare Spielweise
- Wunschspieler von Xabi Alonso

Mein Fazit zum bisherigen Transfersommer

Die heutigen Ablösesummen haben mit denen vor einem Jahrzehnt und länger nichts mehr zu tun. Die Spieler, die damals den Verein verlassen haben, konnten bereits sportlich so weit überzeugen, oder waren so talentiert, dass sich das Risiko in Grenzen gehalten hat. Heute bezahlt man für das Versprechen es könnte aus dem Spieler etwas Großes werden, oder zumindest eine Stammkraft auf hohem Niveau, was aber oft genug nicht eintraf.
War die WM 2026 Fluch oder Segen? – Mein Fazit zur Weltmeisterschaft
Manchmal geschehen Dinge und Ereignisse, die muss man auf sich wirken lassen. Es wird eine Nacht drüber geschlafen und dann sieht die Welt wieder etwas rosiger aus. Oder vielleicht auch zwei oder drei Nächte. Im Fall der Weltmeisterschaft 2026 hat auch eine Woche nicht gereicht. (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
Als Fußballliebhaber und Gerechtigkeitsfanatiker war die WM in CAN/MEX/USA ein Schlag in die Magengrube. Alle negativen Faktoren, die man um den Fußball herum nicht haben möchte, wurden zelebriert und der Welt gezeigt, wer das Sagen wirklich hat. Für euch haben wir nur einige wenige Ereignisse in Kurzform zusammengefasst.
Die Preise bei der WM 2026
Die Kommerzialisierung des Fußballs schreitet weiter voran und macht auch bei den Tickets keinen Halt. Gruppenphase ab 60 bis 105 Dollar in der Vorrunde Kategorie 4 , bis zu 345 bis 600 Dollar in der Kategorie 1. Im Achtelfinale starteten die Preise bei 170 Dollar und gingen bis auf 890 Dollar hoch. Das Viertelfinale begann bei 410 Dollar und endete bei 1.690 Dollar. Halbfinale 455 bis 2.780 Dollar. Finale 2.030 bis 6.730. Vereinzelt wichen die Preise je nach Stadion auch von den regulären Preisen ab.
Aber damit nicht genug. Wer zum Beispiel in New York mit dem Zug nach New Jersey fahren wollte, musste statt 12 Euro umgerechnet 130 Euro berappen. Schuld daran war die Gouverneurin Mikie Sherrill, die ihrerseits nicht bereit war die Kosten zu übernehmen. Die FIFA wies zwar darauf hin, dass es eine schriftliche Vereinbarung gibt, nachdem die Austragungsorte diese Kosten übernehmen müssen, allerdings hielt sie sich nicht daran. Es wird damit begründet, sie sei nicht bereit dafür, ihre Bürger dafür aufkommen zu lassen.
Schauen wir uns die Bierpreise an, da kann man durchaus zum Wasserfreund werden. Die Preise belaufen sich bei circa 0,5 Liter Bier zwischen 15 und 23 Dollar. In den USA ist man durchaus hohe Preise gewohnt, aber das macht es auch nicht besser. Einzig die Mercedes-Benz Arena in Atlanta hatte verhältnismäßig stabile Preise. Der 83-jährige Besitzer Arthur Blank, seines Zeichen Milliardär und Unternehmer, machte bei der Preistreiberei nicht mit. Dort wurde für einen knappen Liter Wasser weniger als 3,50 Euro fällig und wer einen guten halben Liter Bier genießen wollte, musste rund 7,70 Euro bezahlen.

Das waren die WM-Ticketpreise in der Übersicht.
"Hier gab es noch nie überhöhte Preise. Wir möchten, dass sich die Menschen hier wie zu Hause fühlen – sicher und geborgen, willkommen, geliebt und respektiert", sagte er gegenüber dem Sportportal "The Athletic". "Diese Dinge stehen nicht zur Diskussion. Das gilt für die Weltmeisterschaft genauso wie für den Super Bowl."
Der Fall des Schiedsrichters aus Somalia
Die Grenzschutzbehörde erklärte ihrerseits, nach einer Routinekontrolle sei festgestellt worden, dass Artan "aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt" gewesen sei. Somit sei ihm die Einreise verweigert worden, erklärte ein Sprecher der Zoll- und Grenzschutzbehörde am Rande des Turniers.
Dem somalischen WM-Schiedsrichter Omar Artan wurde die Einreise in die USA verweigert. Grund dafür seien Verbindungen „mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen", wie ein Vertreter des US-Außenministeriums gegenüber AFP erklärte.
Der nun von den USA abgewiesene Schiedsrichter Omar Artan ist bei der Ankunft in Somalia begeistert empfangen worden. Am Flughafen der Hauptstadt Mogadischu begrüßten Offizielle sowie mehrere hundert Menschen, die somalische Flaggen schwenkten, den ursprünglich für die Fußball-WM vorgesehenen Schiedsrichter.
Die UEFA hat auf ihre ganz eigene Weise reagiert und den Vertreter aus Somalia als Unparteiischen für den UEFA Super Cup nominiert. Damit stellt sie sich ganz klar auf seine Seite und beanstandet indirekt das US-amerikanische Verfahren und frontet damit auch die FIFA.

Zuschauerausschluss beim Iran
Es war zu befürchten, aber die USA hat ihre strengen Einreisebestimmungen bei den Weltmeisterschaften durchgezogen. Trotz des Versprechens der FIFA für die inklusivste WM der Geschichte zu sorgen, ist genau das Gegenteil eingetreten.
Bei einer Pressekonferenz in New York ziehen Human Rights Watch und die Sport & Rights Alliance gemeinsam mit Vertretenden von Amnesty International USA, Football Supporters Europe und weiteren Organisationen eine vernichtende Bilanz des Turniers. "Das war keine inklusive WM. Viele Fans, insbesondere aus Afrika und Asien, wurden durch die Einreisebestimmungen ausgeschlossen", sagt Ronan Evain, Geschäftsführer von Football Supporters Europe.
Ihm zufolge konnten zahlreiche Fans ihre Nationalmannschaften nicht vor Ort unterstützen. Aufgrund der strikten Vorgaben der US-Regierung galten Einreisebeschränkungen oder Einreiseverbote für Menschen aus WM-Teilnehmerländern, darunter Haiti, der Elfenbeinküste, Iran und Senegal.
In den USA geraten LGBTQ+-Rechte zunehmend unter Druck. So erließ die Trump-Regierung 2025 Verordnungen, die sich gegen Transgender-Personen richteten, darunter bundesweite Beschränkungen in Bezug auf etwa Gesundheitsversorgung und Ausweispflicht.
Die Vergabe der Visa, gerade an Nichteuropäische Fans, ist auf große Kritik gestoßen. Unterstützer der genannten Mannschaften kamen überwiegend aus den USA selber oder waren anderer Herkunft als das unterstützte WM-Team.
Die Verhaltensweise gegenüber dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan und die willkürlichen Zuschauerausschlüsse seitens der USA haben nur einen schlichten Hintergrund. Die politische Richtung der Machthaber in den USA zu stützen. Rassismus ausleben, politische Gegner (unter anderem dem Kriegsgegner Iran) schädigen und den milliarden Menschen in der Welt zeigen, wer das Heft des Handels in der Hand hat und was man in Zukunft von solch einem Land erwarten darf.
Der Fall Balogun
Ein weiterer Skandal ist der Fall Balogun. Hat er im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina noch die Rote Karte gesehen, wurde am gleichen Tag bei Polymarket eine Wettoption eröffnet. Dort stand zur Frage: Wird Folarin Balogun gegen Belgien spielen? Das ist insbesondere deswegen auffällig, da bei keinem der anderen 14 Profis mit Platzverweis etwas Vergleichbares auf dem Wettmarkt geschah.
Es wird Insiderwissen vermutet und deshalb hat die Group of Copenhagen offiziell eine Anfrage bei der FIFA gestellt und um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Ebenso ist verwunderlich, dass ausgerechnet diese Sperre aufgehoben wurde. Dies geschah alles nach einem bestätigtem Telefonat zwischen Donald Trump und dem FIFA Präsident Infantino.

Die Hydration Break (auch Werbepause genannt)
Ablauf und Regeln
- Zeitpunkt: Jeweils um die 22. und 67. Spielminute (eine Pause pro Halbzeit).
- Dauer: 3 Minuten pro Unterbrechung.
- Wetterunabhängig: Gilt in allen Stadien – selbst unter geschlossenem Dach oder bei Klimaanlage.
- Nachspielzeit: Die verlorene Zeit wird am Ende jeder Halbzeit komplett nachgespielt.
- Position: Die Spieler müssen auf dem Spielfeld bleiben
Werbeeinnahmen von circa 250 Millionen US Dollar allein in den USA. Einzelne Spots kosteten bis zu 400.000 US Dollar. Auch in Deutschland wurden 5-stellige Beträge für einen Werbespot aufgerufen.
Gründe und offizielle Begründung der FIFA
- Hitzeschutz: Schutz der Spieler vor starker sommerlicher Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit in den Austragungsorten.
- Gleiche Bedingungen: Feste, verpflichtende Unterbrechungen nach rund 22 und 67 Minuten sollen für alle Teams im Turnier einheitliche Verhältnisse schaffen – unabhängig vom konkreten Wetter oder ob ein Stadion klimatisiert ist
Die sogannte Hydration Break ist nicht anderes, als eine weitere Idee, um Geld zu verdienen unter dem Vorwand der Fürsorge. Weltweit wurde eine Milliardensumme dadurch eingenommen. Wer in das Spiel eingreift, um damit noch mehr Mehreinnahmen zu generieren, hat in diesem Sport meiner Ansicht nach nichts zu suchen.
Mein persönliches WM-Fazit

Fußball war und ist immer schon ein Politikum gewesen. Daran kann man leider nicht viel ändern. Es gibt aber Grenzen, die über die Liebe zum Sport hinausgehen und diese wurde bereits mit dem Turnier in Katar erreicht und mit der diesjährigen Weltmeisterschaft auf eine unerwartete Art und Weise nochmals deutlich überschritten.
- Staatsmänner, die in die Hoheit der Rechtsfindung der FIFA eingreifen
- Profitgier, getarnt als Fürsorge
- aktives Eingreifen in die Grundregeln des Spiels (Balogun, Hydration Break, Halbzeitshow Finale usw.)
Wer wurde Weltmeister? Spanien und das auch zurecht. Freue ich mich, dass der Fußball in diesem Finalspiel gesiegt hat? Natürlich. Kann ich über das alles hinwegschauen und sagen, so ist es eben? Nein, nein und nochmals nein!
Wir müssen die Totengräber des Fußballs aus ihren Ämtern heben. Die politischen Machthaber der Länder gleich mit, damit eine solche Weltmeisterschaft wie in den USA hoffentlich nie wieder vorkommt.
Ich möchte den Fußball zurück!
Den Rest könnt ihr behalten.
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Stephan
@oms_stephanFachmann für interessante Stats – Analyst des erfolgreichen Mia San Mia
Seit neuestem hat Stephan eine neue Rolle bei Kickfieber.de. Während er früher über den eSports berichtete und die neuesten Entwicklungen beschrieb, ist er ab sofort unser Mann für Statistiken.
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