Das ist Bayerns neue Nummer 21

Das ist Bayerns neue Nummer 21

Die Rückennummer 21 ist bei den Bayern eine geschichtsträchtige Zahl. Philipp Lahm trug sie von 2005 bis zu seinem Karriereende 2017. Nun bekommt sie Rekordeinkauf Lucas Hernandez, für den der deutsche Rekordmeister 80 Millionen Euro an Atletico Madrid überwies. Der französische Weltmeister soll bei den Bayern eine Tradition fortsetzen. Spieler aus Frankreich waren in München oft langjährig aktiv und Publikumslieblinge, so wie Bixente Lizarazu, Willy Sagnol und der gerade erst zurückgetretene Franck Ribery, der zwölf Jahre für die Bayern spielte. Zudem ist es vorgesehen, dass Lucas Hernandez zusammen mit Niklas Süle die neue Innenverteidigung des deutschen Rekordmeisters bildet und die Nachfolge des Weltmeisterduos Mats Hummels/Jerome Boateng antritt. Doch wer ist dieser Lucas Hernandez, über den der französische Nationaltrainer Didier Deschamps sagt, er sei ein Krieger.

Geboren in Frankreich, mit elf Jahren zu Atletico Madrid

Lucas Herandez kam 1996 in Marseille zur Welt, dem Jahr, in dem die Bayern den UEFA-Cup gegen Girondons Bordeaux holten. Als Lucas Hernandez fünf Jahre alt war, zog seine Familie nach Spanien, weil Vater Jean Francois Hernandez einen Vertrag bei Atletico Madrid unterschrieben hatte. Laut eigener Aussage spricht Lucas Hernandez auch heute noch besser spanisch als französisch.

Sein Bruder Theo, der kürzlich zum AC Mailand wechselte, absolvierte schließlich 2007 ein Probetraining bei Atletico Madrid. Die Mutter fand damals keinen Aufpasser für Lucas und so gingen beide gemeinsam zum Trainingsgelände von Atletico. Während Theo bei den Madrilenen vorspielte, machte Lucas auf einem Nebenplatz ein paar Ballübungen. Nur so zum Zeitvertreib, doch die Atletico-Scouts waren so begeistert, dass sie Lucas Hernandez sofort in ihre Jugendakademie aufnahmen.

Acht Jahre später, zur Saison 2015/16, folgte dann der Sprung in die Profimannschaft des zweimaligen Champions-League-Finalisten. Lucas Hernandez bot konstant gute Leistungen und so berief ihn Didier Deschamps irgendwann in den Kader der französischen Nationalmannschaft. Mit der L’Equipe tricolore wurde Lucas Hernandez 2018 Weltmeister und der damals 22-Jährige absolvierte alle sieben Turnierpartien.

Atletico Madrid gab daraufhin Lucas Hernandez einen Vertrag bis 2024 und setzte eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro fest. Viel Geld für einen Abwehrspieler, doch die Bayern, die bis dahin nie mehr als 42 Millionen Euro für einen Spieler ausgegeben hatten, schreckte das nicht ab und sie verpflichteten den französischen Weltmeister. Der Transfer kam im Frühling 2019 zustande, obwohl Lucas Hernandez damals eine Knieverletzung plagte und er operiert werden musste. Doch der 23-Jährige soll die Bayern die kommenden Jahre prägen und eine neue Ära in München einläuten.

Auch für Lucas Hernandez ist das Maximum der Gewinn der Champions League. Das hat er kürzlich in einem Interview noch einmal betont. „Natürlich ist es ein ganz großes Ziel von mir, mit dem FC Bayern die Champions League zu gewinnen. Es wird schwer, aber die Bayern zählen immer zu den Mitfavoriten. Ich werde jedenfalls alles geben für dieses große Ziel, und es macht mich stolz, dass ich dies bei einem der besten Vereine der Welt versuchen darf“, so Lucas Hernandez. Auch sei es eine Ehre für ihn bei einem so großen Klub wie den Bayern zu spielen. Seine Nationalmannschaftskollegen hätten ihn ermutigt, diesen Schritt zu gehen. Das betonte Lucas Hernandez noch einmal bei seiner offiziellen Vorstellung am Montag.

Familienmensch und ein harter Arbeiter

Kurz vor dieser Präsentation zeigte sich der Franzose schon einmal im Bayerntrikot. Auf seinen Kanälen postete er Bilder von sich, die ihn im Kraftraum zeigen. Noch kann der 23-Jährige nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, doch das soll sich bald ändern. Trainer Niko Kovac hofft, dass Lucas Hernandez bald seine Schnelligkeit, sein gutes Zweikampfverhalten und sein herausragendes Stellungsspiel bei den Münchnern einbringen kann. Auch eine Leaderrolle ist für Lucas Hernandez durchaus denkbar. Aus Madrid ist zu hören, dass der Weltmeister ein Spieler sei, der für andere Profis ein Vorbild sein kann. Er gäbe tagtäglich alles für sein Beruf und möchte sich immer weiter verbessern.

So etwas hört man gerne bei den Bayern und das Mia-san-Mia-Gefühl wird Lucas Hernandez sicherlich auch bald übernehmen. Bei seiner Vorstellung gab es jedenfalls schon ein bayerisches „Servus“ und ein selbstbewusstes „Pack ma’s“.

Privat ist der Franzose eher ein Familienmensch und kein Partytyp. Allerdings gab es einmal vor zwei Jahren eine handfeste Auseinandersetzung mit seiner jetzigen Frau, bei der die Polizei einschreiten musste. Doch kurz nach diesem Streit heirateten beide in Las Vegas und Lucas Hernandez betont immer wieder, wie wichtig ihm die Familie ist.

Die Bundesliga kann sich jedenfalls auf einen echten Star freuen. 80-Millionen-Rekordmann Lucas Hernandez wird sicherlich auch in Deutschland die Fans entzücken.

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