Die Pläne der FIFA sind Wahnsinn

Die Pläne der FIFA sind Wahnsinn

Fußballweltmeisterschaften sind das absolute Highlight. Für Fußballfans und die beteiligten Akteure. Sie finden alle vier Jahre statt, doch sollen laut aktuellen Überlegungen im 2-Jahres-Rhythmus über die Bühne gehen. Dafür würde die EM in den ungeraden Jahren stattfinden und somit hätte man in jedem Sommer ein großes Turnier.

Schon jetzt ist bei einigen Fans eine Übersättigung zu beobachten. Auch weil die Spirale in den letzten Jahren immer weiter nach oben gedreht wurde. So gibt es seit einiger Zeit die Nations League, eine Klub-WM wird bald ausgetragen und ab 2024 gibt es noch mehr Spiele in der Champions League. Dazu wurde ein dritter europäischer Wettbewerb, die Conference League, ins Leben gerufen. Und die WM findet bald anstatt mit 32 Mannschaften mit 48 Teams statt. Auch eine Europameisterschaft mit 24 Ländern ist äußerst fragwürdig.

Am Ende geht es wohl um Geld, obwohl im aktuellen Fußballgeschäft schon genug verdient wird. Mehr Spiele bedeuten mehr Einnahmen, doch die Gefahr, dass sich die Menschen irgendwann abwenden, besteht.

Dazu waren Fußballweltmeisterschaften immer etwas Besonderes. Würde eine WM alle zwei Jahre stattfinden, hätten auch Erfolge nicht mehr die Bedeutung. Zudem würden sich Spielpaarungen immer wiederholen. Schon jetzt ist das in der Champions League zu beobachten, wo in der Vorrunde eigentlich schon feststeht, welche Vereine weiterkommen und wo es ab dem Viertelfinale zu immer fast den gleichen Duellen kommt.

Der Druck der kleineren Nationen

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der gegen die FIFA-Pläne Sturm läuft, hatte sich seine Wahl gesichert, indem er eine EM mit mehr Teams versprach. So bekommen nun eher kleinere Nationen die Gelegenheit, bei einem großen Turnier dabei zu sein. Island, Zypern oder Wales sind hier gute Beispiele.

Auch Gianni Infantino, seines Zeichens FIFA-Präsident, hat ein Wahlversprechen an die eher kleineren Fußballnationen eingelöst und die WM von 32 auf 48 Mannschaften erweitert. Würde eine Weltmeisterschaft ab 2026 alle zwei Jahre ausgetragen werden, könnten noch mehr Länder teilnehmen, die noch nie bei einer WM dabei waren.

Zweifellos würde dann auch das Niveau sinken und es gäbe sehr viele unattraktive Spiele. Zudem scheinen die Fußballprofis jetzt schon am Limit. Gerade Regenerationspausen im Sommer sind wichtig. Gäbe es in jedem Jahr ein großes Turnier, wären die Spieler noch mehr überlastet.

Aber es gibt eben den asiatischen und arabischen Markt. Dort ist die Fußballbegeisterung riesengroß. Und dort ist auch das große Geld zu verdienen. Das weiß die FIFA, und auch die UEFA und die europäischen Top-Vereine, und richten ihre Strategie seit einigen Jahren danach aus. Doch es ist nicht unrealistisch, dass diese Blase irgendwann platzt. Als gutes Vorbild könnte jedoch die NFL dienen. American Football ist in den USA unheimlich beliebt und setzt Milliardenbeträge um. Mehr Spiele gibt es trotzdem nicht. Die NFL bleibt bei ihren 16 Saisonspielen und den Playoffs, obwohl noch mehr Geld zu verdienen wäre, würde es mehr Spiele geben.

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