Wie kann sich Real Madrid Kylian Mbappé leisten?

Wie kann sich Real Madrid Kylian Mbappé leisten?

Cristiano Ronaldo (36) und Lionel Messi (33) waren in den letzten 15 Jahren zweifellos die Superstars des Weltfußballs. Ihre Karrieren neigen sich jedoch dem Ende entgegen und so müssen neue Helden her. Heißeste Anwärter auf den Titel „Weltfußballer“ sind Erling Haaland (20) und Kylian Mbappé (22), wenn sie es nicht schon sind.

Nun ist es der Anspruch der beiden spanischen Großvereine Real Madrid und des FC Barcelona, dass solche Superstars bei ihnen im Kader stehen. Auch weil es für die weltweite Vermarktung mehr als förderlich ist. Doch die Frage stellt sich, wie die Madrilenen, die Kylian Mbappé verpflichten wollen, und Barca, das mit Erling Haaland in Verbindung gebracht wird, das Ganze finanziell stemmen wollen.

Zwar hat Real in den letzten Jahren gut gewirtschaftet, so wurden lediglich 61 Millionen Euro mehr für neue Spieler ausgegeben, als durch Verkäufe eingenommen wurden, doch Schätzungen zufolge sollen die Königlichen Schulden von 900 Millionen Euro haben.

So lassen sich auch die Super-League-Pläne, die vor allen Dingen Real-Präsident Florentino Pérez vorangetrieben hat, erklären.

So gab der 74-Jährige auch zu, dass die großen Klubs spätestens 2024 „alle tot“ seien. Hier sei erwähnt, dass Wirtschaftsunternehmen, und das ist Real Madrid auch, neben der Einnahmen- auch die Ausgabenseite beachten müssen. Doch das scheint für Florentino Pérez und seine „Galacticos“ nicht zu zählen.

Transfervolumen von über 250 Millionen Euro

Kylian Mbappé wechselte 2017 zu Paris Saint-Germain. Der Wechsel erfolgte aufgrund des Neymar-Transfers als Leigeschäft. Ein Jahr später zahlte PSG 180 Millionen Euro an den AS Monaco und stattete den damals 19-Jährigen mit einem Vertrag bis 2022 aus.

Der Marktwert des Franzosen wird aktuell auf 160 Millionen Euro taxiert. Sein Gehalt bei Paris soll etwa 17,5 Millionen Euro pro Jahr betragen.

Es ist davon auszugehen, dass Kylian Mbappé bei einem Wechsel zu Real Madrid deutlich mehr verdienen würde. 30 oder gar 35 Millionen Euro pro Jahr könnte dann das Gehalt des Weltmeisters von 2018 sein. Als Ablösesumme steht dann sicherlich eine dreistellige Summe im Raum und so würde am Ende ein Transfervolumen von über 250 Millionen Euro, verteilt auf vier oder fünf Jahre, im Raum stehen.

Das muss natürlich erst einmal erwirtschaftet werden, was natürlich zum Teil mit Trikotverkäufen gelingen wird. Bis 2022 müssen die Königlichen aber noch die Hälfte des 39-Millionen-Gehaltes von Gareth Bale bezahlen. Dazu kommen Ausgaben für Eden Hazard (25 Millionen Euro pro Jahr) und für die ganzen anderen Superstars, die jenseits der 10-Millionen-Euro-Marke per anno entlohnt werden.

Zusätzlich baut Real Madrid gerade sein Estadio Santiago Bernabeu um. Die Kosten hierfür werden über 500 Millionen Euro betragen. An diesem Punkt hatte Florentino Pérez geplant, dass im Bernabeu Super-League-Spiele stattfinden werden. Mit Kylian Mbappé, der mit den Einnahmen aus der Super League finanziert werden sollte.

Das sind unter dem Strich alles schwindelerregende Summen, doch wie man Real Madrid kennt, wird der Franzose am Ende in der spanischen Hauptstadt landen. Man darf jedoch gespannt sein, wie weit die Königlichen, und auch der FC Barcelona, diese Spirale noch drehen können. Bei Schulden von 900 Millionen Euro bzw. 1,1 Milliarden Euro. Der Schuldenberg bei den Katalanen ist übrigens auch darauf zurückzuführen, dass Lionel Messi in den letzten vier Jahren über 500 Millionen Euro an Gehalt kassiert hat. Wie Barca lebt auch Real seit vielen Jahren über seine Verhältnisse. Lohn sind dagegen berauschende Champions-League-Abende und viele Titel. Diese Magie soll fortgeführt werden. Am besten mit Kylian Mbappé. Dieser soll sich derweil schon auf Häusersuche in Madrid befinden.

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