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Was machen eigentlich Pierre-Michel Lasogga und Lewis Holtby?

Was machen eigentlich Pierre-Michel Lasogga und Lewis Holtby?

Pierre-Michel Lasogga und Lewis Holtby haben den HSV von 2014 bis 2019 geprägt. In dieser Zeit schwebten die Hamburger mehrmals in Abstiegsgefahr, um dann 2018 endgültig den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten zu müssen. Der sofortige Wiederaufstieg in die Bundesliga misslang bekanntlich und so trennten sich die Hanseaten von ihren beiden Top-Verdienern. Gerade Pierre-Michel Lasogga wurde während seiner Hamburger Zeit fürstlich entlohnt. Geschätzte 3,4 Millionen Euro soll der Stürmer in der 1. Liga pro Jahr verdient haben, im Unterhaus kamen üppige Prämienzahlungen dazu. Auch Lewis Holtby erhielt in der Bundesligazeit des HSV über 3 Millionen pro Jahr. Dieses Gehalt halbierte sich zwar nach dem Abstieg, doch für Zweitligaverhältnisse war das immer noch ein fürstliches Salär.

Sportlich stimmten hingegen die Leistungen nicht immer. Lewis Holtby spielte im Endeffekt nur unter Christian Titz groß auf und Pierre-Michel Lasogga erzielte zwar in der letzten Saison 13 Tore in 27 Zweitligapartien, doch unter dem Strich blieb der Angreifer unter seinen Möglichkeiten.

Nun haben beide Spieler neue Vereine gefunden. Pierre-Michel Lasogga heuerte in Katar an und Lewis Holtby, der einige Zeit vereinslos blieb, fand in den Blackburn Rovers einen neuen Arbeitgeber.

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10 Millionen Euro netto für drei Jahre

Dass ein 27-jähriger Spieler, der für die Hertha und den HSV über 150 Bundesligaspiele bestritten hat, nach Katar in eine sportlich unbedeutende Liga geht, ist erst einmal ungewöhnlich. Doch bekanntlich bezahlen die Scheichs sehr gut und so erhält Pierre-Michel Lasogga bei Al-Arabi das gleiche Gehalt seines 5-Jahres-Vertrages, den er in Hamburg 2014 abschloss. Allerdings bekommt der Stürmer seinen Verdienst vom Wüstenklub aus Doha netto und da sein Vertrag bis 2022 läuft, kann sich Pierre-Michel Lasogga über rund 10 Millionen Euro freuen, die er in drei Jahren verdienen wird.

Seinen Start im Land des WM-Gastgebers von 2022 kann man als gelungen bezeichnen. In den ersten fünf Ligaspielen erzielte der Angreifer drei Tore und Al-Arabi steht in der Tabelle der Quatar Stars League derzeit auf Platz zwei. Zudem hat Pierre-Michel Lasogga nach den ersten Wochen in seiner neuen Heimat eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Ich fühle mich hier absolut wohl. Es war der richtige Schritt für mich und meine Familie im Sommer nach Katar zu wechseln. Auch wenn wir natürlich Hamburg alle ein bisschen vermissen“, so der 27-Jährige.

Dafür drückt Pierre-Michel Lasogga für seinen HSV immer noch die Daumen und er verfolgt regelmäßig die Spiele der Hanseaten.

Nach seinem Wechsel nach Katar kamen Gerüchte auf, dass der Stürmer bei der WM 2022 für Katar auflaufen könnte. Das untersagen jedoch FIFA-Statuten, die besagen, dass ein Spieler mindestens fünf Jahre in dem Land, für das er im Nationaltrikot auflaufen möchte, gespielt haben muss. Im Fall des Ex-HSV-Profis wären das jedoch 2022 lediglich drei Jahre, die er dann in Katar gespielt hätte.

Unter dem Strich hat Pierre-Michel Lasogga finanziell fast alles aus seiner Karriere herausgeholt, sportlich hingegen war sicherlich mehr drin. Für einen, der einmal in der Bundesliga drei Tore in acht Minuten erzielte.

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Englische Zweite Liga

Auch die Laufbahn von Lewis Holtby hätte anders verlaufen können, schließlich absolvierte der Mittelfeldspieler 24 Länderspiele für die deutsche U21-Auswahl. Doch nach der Vertragsunterschrift bei Schalke im Jahr 2009 wechselte der heute 29-Jährige häufig den Verein, bevor es ihn 2014 nach Hamburg zog.

Im Sommer 2019 war dann endgültig Schluss in der Hansestadt, doch bei der Suche nach einem neuen Klub tat sich Lewis Holtby schwer. Erst im September, nach vier Monaten, meldete sich mit den Blackburn Rovers ein Verein, der ihn unter Vertrag nehmen wollte. Nach Tottenham und dem FC Fulham sind die Rovers die dritte Station in England für Lewis Holtby, dessen Vater Engländer ist. Diesmal allerdings spielt der 29-Jährige „nur“ in der zweiten Liga, doch nach wie vor ist es der Profifußball.

Dafür könnte Lewis Holtby seine erste Zeit in England einholen. Mehrere Medien berichteten unlängst, dass der Mittelfeldspieler zwischen 2013 und 2015 mittels einer Briefkastenfirma in Belize Steuern gespart haben soll.

Auf dem Platz reichte es jedoch schon für zwei Kurzeinsätze für die Blackburn Rovers und es ist Lewis Holtby zu wünschen, dass er doch noch sein fußballerisches Glück findet.

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