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Christian

Jürgen Klopp als Bundestrainer?

Die deutsche Nationalmannschaft hat einmal mehr eine enttäuschende WM gespielt. Dementsprechend steht Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Kritik und Experten sowie Medien fordern bereits seinen Rücktritt. Hier sei einmal der DFB erwähnt, der seinen Bundestrainern seit der Löw-Ära immer langfristige Verträge anbietet.

Seit einiger Zeit schwebt Jürgen Klopp wie ein Schatten über Julian Nagelsmann und nicht wenige sehen in ihn den idealen Bundestrainer. Doch wäre der 59-Jährige wirklich der geeignete Kandidat?

Bei dieser Weltmeisterschaft ist Jürgen Klopp als Experte für Magenta TV im Einsatz und man hatte die ganze Zeit bei Deutschland-Spielen das Gefühl, dass er sich mit seinen Analysen und Einschätzungen für das Amt des Bundestrainers beworben hat. So bot Jürgen Klopp etwa mehrmals Team-Ansprachen und Motivationsreden dar.

Den Vogel schoss er aber mit seiner Aussage vor dem ersten Gruppenspiel ab, dass „noch“ Julian Nagelsmann die Mannschaft aufstellen würde um ein „noch“ hinterherzuschieben, was moralisch und charakterlich höchst verwerflich ist und Julian Nagelsmann gegenüber alles andere als fair war.

Erfolge von Jürgen Klopp

Zweifellos ist „Kloppo“ eine Kultfigur und im Allgemeinen bei den Fans seiner trainierten Clubs äußerst beliebt. So sucht etwa der BVB bis heute nach diesem Trainertypen.

Gerade seine Dortmunder Zeit mit den beiden Deutschen Meisterschaften 2011 und 2012 prägen sein Image in Deutschland. Aber Fakt ist auch, dass Jürgen Klopp von 2012 bis 2015 nichts mehr mit dem Revierclub gewann.

Beim FC Liverpool war der gebürtige Stuttgarter sehr beliebt und wirkte dort ganze neun Jahre. Unter dem Strich stehen aber in diesem Zeitraum als Erfolge eine englische Meisterschaft und ein Triumph in der Champions League zu Buche.

Viel Werbung und ein fragwürdiges Engagement bei RB

Jürgen Klopp ist in der Werbung allgegenwärtig. Egal, ob Deutsche Vermögensberatung, Trivago, MediaMarktSaturn oder Erdinger Weißbräu, „Kloppo“ zeigt für diese Marken sein breites Lächeln und kassiert ordentlich ab.

Das macht er auch als Global Head of Soccer bei Red Bull. Man kann ja mal in Dortmund nachfragen, wie man das findet, dass ihr einstiger Kulttrainer für das allgemein verhasste RB-Konstrukt arbeitet.

Doch am Ende wird es wahrscheinlich so kommen, dass Jürgen Klopp Bundestrainer wird und sicherlich könnte er das DFB-Team wieder nach vorne bringen. Doch vielleicht liegen die Ursachen und Gründe für den Misserfolg der letzten zehn Jahre tiefer. Auch Hansi Flick, der beim FC Bayern und beim FC Barcelona erfolgreich gearbeitet hat bzw. arbeitet, hat es als Bundestrainer nicht geschafft, Erfolge einzufahren. Alles in allem eine verzwickte Situation, die der DFB nun lösen muss.

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Christian

Wir erleben eine historische WM

Leider ist die deutsche Nationalmannschaft bereits ausgeschieden. Vorzeitig und das zum dritten Mal hintereinander. Doch bei dieser Weltmeisterschaft sind bislang Dinge passiert, die wahrlich historisch sind.

Beispielsweise die jeweils sechsten WM-Teilnahmen von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. In der fast 100-jährigen Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften waren fünf Teilnahmen bisher das Maß der Dinge. Dies schafften Antonio Carbajal, ein mexikanischer Torwart, in den 1950er- und 1960er-Jahren und ein gewisser Lothar Matthäus, bevor fünf andere Spieler gleichzogen. Auch Manuel Neuer.

Aber sechs Endrunden-Teilnahmen sind eben einzigartig.

Apropos Lionel Messi, der Argentinier hat die meisten WM-Spiele bestritten (29) und kann seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten dieses Rankings, Lothar Matthäus (25), weiter ausbauen. Der Weltmeister von 1990 wiederum wird bei dieser WM höchstwahrscheinlich von Cristiano Ronaldo übertrumpft, der momentan bei 25 WM-Partien steht.

Tore, Tore, Tore

32 Jahre, von 1974 bis 2006, hielt Gerd Müller den Rekord für die meisten WM-Tore (14). Diesen schnappte sich der Brasilianer Ronaldo und schraubte ihn auf 15 Treffer. Bis Miroslav Klose kam, der 16 Tore bei Weltmeisterschaften erzielen konnte.

In dieser Statistik bietet diese WM viel Spektakel. Grund hierfür sind Lionel Messi und Kylian Mbappé, die bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft jeweils schon sechsmal trafen.

Dementsprechend stehen beide Weltmeister aktuell bei 19 bzw. 18 WM-Toren.

Insbesondere bei dem Argentinier kann man von Superlativen sprechen und wenn man die Frage nach dem besten Fußballer aller Zeiten stellt, kommt man an Lionel Messi nicht vorbei. Zudem ist es erstaunlich, dass ein fast 39-Jähriger sechs WM-Tore schießt.

Cristiano Ronaldo traf dagegen bei sechs Weltmeisterschaften, wie Lionel Messi, und ist jetzt der zweitälteste WM-Torschütze aller Zeiten. Nach Kameruns Legende Roger Milla.

Ein weiterer aktiver Spieler kann sich in dieser Liste weiter nach oben schieben. Denn Harry Kane kann elf WM-Treffer vorweisen und nimmt so mit Sandor Kocsis und Jürgen Klinsmann Platz 8 ein.

Man darf gespannt sein, welche Rekorde bei dieser Weltmeisterschaft als nächstes fallen werden, doch es ist auch klar, dass es für die ganzen Superstars um Titel geht. Drei WM-Titel kann übrigens Pele für sich verbuchen. Eine Reihe von italienischen und brasilianischen Spielern schafften zwei WM-Triumphe. Insofern gibt es für Lionel Messi & Co. noch Anreize. Auch für Cristiano Ronaldo, der unbedingt Weltmeister werden möchte.

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Christian

Wie wird eigentlich die FIFA-Weltrangliste berechnet?

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft gab es schon einige Überraschungen. So holte der Weltranglistendritte Spanien nur ein Unentschieden gegen die Nummer 63 des Rankings Kap Verde. Dagegen deklassierte Platz 28, den derzeit Kanada einnimmt, die Nummer 58 Katar mit einem 6:0.

Doch wie wird die FIFA-Weltrangliste berechnet? Und ist sie fair?

Die erste FIFA-Weltrangliste erschien 1993, um die Stärken der jeweiligen Nationalmannschaften abzubilden. Sie dient bis heute als Grundlage für Setzlisten bei großen Turnieren.

Seit 2018 wird für die Berechnung der sogenannte „SUM“-Algorithmus herangezogen, der auf dem ELO-Punktesystem basiert, welchen es beim Schach gibt.

Dabei lautet die Formel:

Punkte (Neu)=Punkte (Alt)+Spielwertigkeit x (Tatsächliches Ergebnis-Erwartbares Ergebnis)

Klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht.

Mitentscheidend für das Ranking ist die Spielwertigkeit I. So haben Partien bei Welt- und Europameisterschaften eine höhere Wertigkeit als Freundschaftsspiele. Auch K.o.-Spiele bei einer Weltmeisterschaft werden höher bewertet als Vorrundenbegegnungen.

I= 05: Freundschaftsspiele, die außerhalb der internationalen Spielkalender-Fenster gespielt werden

I= 10: Freundschaftsspiele, die während der internationalen Spielkalender-Fenster gespielt werden

I= 15: Gruppenspiele der Nations-League-Wettbewerbe

I= 25: Play-off- und Finalspiele der Nations-League-Wettbewerbe

I= 25: Qualifikationsspiele für die Endrunden der Konföderationen und für die Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft

I= 35: Spiele der Endrunden der Konföderationen bis zum Viertelfinale

I= 40: Spiele der Endrunden der Konföderationen ab dem Viertelfinale; alle Spiele des FIFA-Konföderationen-Pokals

I= 50: Spiele der Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft bis zum Viertelfinale

I= 60: Spiele der Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft ab dem Viertelfinale

Dementsprechend ist für die jeweiligen Nationalverbände das Abschneiden bei Weltmeisterschaften wichtig und so sind auch die momentan beiden Führenden der FIFA-Weltrangliste, Argentinien und Frankreich, die Finalisten der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Deutschland belegt aktuell Platz 9. Auch weil man zuletzt sehr viele WM-Qualifikationsspiele gewann und bei der EURO 2024 ins Viertelfinale kam.

Auch das erwartbare Ergebnis spielt bei der Berechnung der Weltrangliste eine Rolle und richtet sich nach dem Platz im Ranking des Gegners. So gibt es mehr Punkte für ein Team, welches eine stärker eingeschätzte Mannschaft schlägt.

Die Punktevergabe für das tatsächliche Ergebnis W ist dagegen eindeutig:

1 = Sieg nach regulärer Spielzeit oder nach Verlängerung

0,75 = Sieg nach Elfmeterschießen

0,5 = Unentschieden oder Niederlage nach Elfmeterschießen

0 = Niederlage nach regulärer Spielzeit oder nach Verlängerung

Die FIFA hofft, dass dieses System fair ist. Zumindest werden seit 2018 alle Kontinentalverbände gleich behandelt. Bis dahin gab etwa es für europäische und südamerikanische Teams mehr Punkte bei Qualifikationsspielen als beispielsweise in Asien oder Afrika.

Natürlich wird die FIFA-Weltrangliste nach dieser Weltmeisterschaft neu geordnet. Auch deswegen spiegelt sie das Leistungsvermögen von Nationalmannschaften wieder. Im Fußball ist es jedoch so, dass es immer wieder Überraschungen gibt. So wie beim 0:0 zwischen Spanien und Kap Verde.

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Christian

Deutschland als Turniermannschaft?

Bekanntlich wird die diesjährige Weltmeisterschaft mit 48 Teams ausgetragen, die sich auf zwölf Gruppen verteilen. Dementsprechend gibt es eine Zwischenrunde, bevor die Achtelfinals anstehen.

Die deutsche Mannschaft hat ihre erste Partie gegen Curacao souverän 7:1 gewonnen. Auch Frankreich hielt sich mit einem Sieg über den Senegal schadlos. Würden Deutschland und die Franzosen jeweils Gruppensieger, könnten sie im Achtelfinale aufeinandertreffen, was nicht unrealistisch ist.

Vergangene Turniere haben jedoch gezeigt, dass man durchaus auch Losglück braucht, um im Turnier weit zu kommen.

Bestes Beispiel ist die WM 1986. Das in ihrer Gruppe eigentlich favorisierte DFB-Team unter Franz Beckenbauer verlor das letzte Vorrundenspiel gegen Dänemark. „Danish Dynamite“ wurde Gruppenerster, traf jedoch dadurch im Achtelfinale auf starke Spanier und schied aus.

Deutschland bekam es dagegen in dieser Runde mit Algerien zu tun und kam weiter. Im Viertelfinale wartete schließlich Mexiko, damals alles andere als eine Fußball-Großmacht. Erst im Halbfinale ging es gegen einen starken Gegner, den damaligen Europameister Frankreich mit ihrem Superstar Michel Platini, was die DFB-Auswahl durch die beste Turnierleistung gewann.

In die WM 2002 ging die deutsche Mannschaft ohne große Hoffnungen. Nachdem man sich in der Gruppenphase gegen Saudi-Arabien, Irland und Kamerun durchsetzen konnte, waren eher leichtere Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Mit drei 1:0-Siegen gegen Paraguay, die USA und Südkorea erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Rudi Völler das Finale. Erst hier kam es mit Brasilien zum Aufeinandertreffen mit einem sehr starken Gegner.

Natürlich verliert kein Team absichtlich. Auch Taktieren ist nicht einfach. Doch vielleicht wird das DFB-Team ja nicht Gruppenerster und begeht unter Umständen einen etwas leichteren Weg durch die K.o.-Phase. Die Weltmeisterschaften seit 1994 haben auch gezeigt, dass Deutschland nach einem Auftaktsieg nur einmal auch die zweite Vorrundenpartie gewonnen hat (2006 gegen Polen). Hingegen gab es beispielsweise 2010, als man Dritter wurde, nach einem 4:0 zum Auftakt über Australien eine 0:1-Niederlage gegen Serbien.

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Christian

Ein unvergessliches Erlebnis in der Allianz Arena

Fußball-Weltmeisterschaften finden bekanntlich alle vier Jahre statt und sie sind jedes Mal ein echtes Highlight. Umso größer war damals die Vorfreude auf eine Heim-WM, die 2006 stattfinden sollte.

Ein Jahr zuvor hatte die FIFA die erste Ticket-Verkaufsphase gestartet. Man konnte sich entweder für eine sogenannte Team-Serie bewerben, bei der man alle Spiele seiner Favoriten-Mannschaft hätte begleiten können. Oder für einzelne Partien. Hier waren drei Auswahlen möglich. Ich bewarb mich um das Eröffnungsspiel, ein Halbfinale und das Finale.

Wenig später erhielt ich eine E-Mail über eine erfolgreiche Ticket-Zustellung. Natürlich war da die Freude groß. Auch weil feststand, dass Deutschland die erste Begegnung des Turniers bestreiten würde und diese in der soeben erst eröffneten Allianz Arena ausgetragen wird.

Schließlich erhielt ich im Spätsommer 2005 meine Eintrittskarte für das WM-Eröffnungsspiel, welche mir ein Briefträger persönlich übergab.

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Dann war ich noch auf die Auslosung gespannt, welche Costa Rica ergab. Ein durchaus attraktives Los.

Auch im ganzen Land war die Euphorie zu spüren. WM-Fan-Shops wurden in vielen Städten eröffnet und als es in den Juni ging, waren immer mehr Deutschland-Fahnen im Stadtbild zu sehen. Dazu wurde überall über Fußball diskutiert.

Am 9. Juni 2006 machte ich mich auf den Weg nach München. Bekleidet mit dem Welcome-Trikot der Deutschen Telekom, was damals beworben und verkauft wurde. An einer Raststätte bei Nürnberg kaufte ich eine Bild-Zeitung, die ich heute noch habe.

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Poldi und Schweini standen dabei als Gesichter einer neuen Generation, nachdem der deutsche Fußball am Anfang des Jahrtausends mehr oder weniger am Boden lag. Auch „Sunnyboy“ Jürgen Klinsmann brachte frischen Wind rein.

Die ganze Begeisterung rund um die deutsche Mannschaft war schließlich in der Allianz Arena zu spüren, obwohl es hier und da ein paar Misstöne gab, weil eben nicht Oliver Kahn im Tor stand, sondern Jens Lehmann.

Überhaupt war ich zum ersten Mal bei einem Länderspiel eines DFB-Teams im Stadion. Demzufolge war auch das Abspielen der Hymnen bewegend.

Auch der Spielverlauf hätte kaum besser sein können. Nach dem vielumjubelten Führungstreffer durch Philipp Lahm gab es zwar einen Dämpfer, doch am Ende stand ein souveränes 4:2 auf der Anzeigetafel.

Neben mir saß eine Münchnerin, die ein Trikot von Costa Rica trug und mit der ich sehr gut fachsimpeln konnte. So blieben wir auch nach Spielende noch lange sitzen, um über Fußball zu reden.

Die WM wurde dann ein Sommermärchen, allerdings mit einem tragischen Ende durch das Ausscheiden gegen Italien. Interessant fand ich aber, dass sich eigentlich nicht-fußballinteressierte Menschen für diese Weltmeisterschaft begeistern konnten, was auch bei den darauffolgenden Turnieren der Fall war.

Die DFB-Auswahl wiederum war zwar 2006 gescheitert, krönte sich jedoch 2014 zum Weltmeister. Mit Akteuren wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski oder Joachim Löw, die schon bei der Heim-WM dabei waren.

WM Eroeffnung 2006 24

Die Eröffnungsfeier

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Christian

Im Fokus: Alphonso Davies

Er ist der beste Spieler aller Zeiten seines Landes und steht bei der WM natürlich besonders im Blickpunkt, da Kanada Co-Gastgeber dieses Turniers ist. Aber Alphonso Davies plagt sich seit einiger Zeit mit Verletzungen herum und ist auch jetzt angeschlagen. Daher ist sein Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina, welches am Freitag den 12. Juni um 21 Uhr MESZ stattfindet, nicht sicher. (Bild: IMAGO / Beautiful Sports International)

Der Auftritt des Bayernspielers wäre jedoch für die Kanadier enorm wichtig, um internationale Aufmerksamkeit und eine gewisse Euphorie in dem Eishockey-Land zu erzeugen. Denn Kanada ist alles andere als ein Fußballland. So gab es bislang erst zwei WM-Teilnahmen und auch sonst halten sich die Erfolge in Grenzen.

Alphonso Davies wiederum spielt seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau im europäischen Fußball und hat schon viele Schlachten in der Champions League geschlagen, obwohl er erst 25 Jahre alt ist. Man kann davon ausgehen, dass der Linksverteidiger seit sehr langer Zeit auf diese Weltmeisterschaft hin gefiebert hat, weil seit Juni 2018 feststeht, dass sie neben der USA und Mexiko auch in Kanada ausgetragen wird. Umso tragischer ist jetzt sein Verletzungspech.

Eigentlich kommt die Eröffnungspartie für Alphonso Davies zu früh, doch der 25-Jährige hofft noch:

„Im Leben ist alles möglich. Für mich hängt alles davon ab, wie mein Genesungsprozess verläuft, wie die nächsten Tage und die Woche vor dem Spiel laufen.“

Kanadas Trainer Jesse Marsch erklärt dagegen, dass man kein Risiko eingehen werde. Dennoch hofft der frühere Coach von RB Leipzig:

„Ich weiß, dass er einige Verletzungen hatte und nicht geplant ist, dass er zum ersten Spiel zurück sein wird. Aber dieser Mann ist ein außergewöhnlicher Athlet und ein Wettkämpfer. Ohne Druck auf ihn ausüben zu wollen, glaube ich an Alphonso. Wir schauen von Tag zu Tag.“

Wie heikel die ganze Sache ist, auch für den FC Bayern, ist das Ereignis vom März 2025, als er angeschlagen in ein Länderspiel gegen die USA auflief und sich einen Kreuzbandriss zuzog und mehrere Monate ausfiel, was die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters in Richtung des kanadischen Verbandes stark kritisierten.

Fakt ist, dass Alphonso Davies seit seinem Comeback im Dezember 2025 immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Münchner den Linksverteidiger abgeben möchten, was dramatisch für Alphonso Davies wäre, weil er sich in der Isarstadt wohlfühlt, eigentlich einen Vertrag bis 2030 hat, Publikumsliebling und aufgrund seiner Art beliebt in der Mannschaft ist.

Daher bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass Alphonso Davies rechtzeitig fit wird und er bei der WM verletzungsfrei bleibt.

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