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Christian

Was macht eigentlich Jürgen Kohler?

Er ist einer der erfolgreichsten Fußballer Deutschlands und wurde 1990 mit dem DFB-Team Weltmeister und 1996 Europameister. Dazu gewann Jürgen Kohler 1997 mit dem BVB die Champions League. Aber auch in der italienischen Serie A, zu jener Zeit die beste Liga der Welt, feierte der beinharte Verteidiger Erfolge. Mit Juventus Turin, wo er zahlreiche Titel holte. Doch was macht Jürgen Kohler heute? (Bild: IMAGO / WEREK)

Bei all seinen Clubs war der „Kokser“ hoch angesehen. Auch bei Borussia Dortmund, wohin er 1995 als damals 29-Jähriger wechselte. Ganze sieben Jahre spielte Jürgen Kohler für den BVB und vor allen Dingen seine Leistung im Halbfinale des Champions-League-Rückspiels 1997 gegen Manchester United bleibt bis heute unvergessen. Zum Abschluss seiner Karriere wurde Jürgen Kohler mit den Dortmundern noch einmal Deutscher Meister, woraufhin Tränen flossen. Ein echter Typ eben, der immer alles für seine jeweiligen Clubs gegeben hat.

Nachwuchstrainer, Unternehmensrepräsentant und Vermögensberater

Im Jahr 2000 veranstaltete der DFB einen Trainerlehrgangssonderkurs für verdiente Nationalspieler, an dem auch Jürgen Kohler teilnahm. Kurz nach seinem Karriereende übernahm der Welt- und Europameister so die deutsche U21-Auswahl. Diese Tätigkeit gab Jürgen Kohler jedoch nach nicht einmal einem halben Jahr auf, um Sportdirektor bei Bayer Leverkusen zu werden. Auch dieses Engagement war kurz. Es folgten Trainerstationen beim MSV Duisburg, in Aalen, bei der A-Jugend des Grafschafter-SV, beim Bonner SC, bei der SpVgg EGC Wirges, beim SC Hauenstein und einigen weiteren.

Alles in allem blieb Jürgen Kohler bei seinen Trainerjobs nie besonders lange. Aktuell ist der mittlerweile 60-Jährige U19-Coach des Bonner SC. Aber der Ex-Profi hat auch noch andere Standbeine. So ist Jürgen Kohler seit vielen Jahren Unternehmensrepräsentant und Vermögensberater. Hin und wieder äußert sich der dreimalige Deutsche Meister zum aktuellen Fußballgeschehen oder tritt als TV-Experte auf. Etwa beim „Doppelpass“ von Sport1.

Das große Rampenlicht sucht Jürgen Kohler dagegen nicht. Skandale findet man zudem bei ihm auch vergebens. Der im Kreis Ahrweiler in Nordrhein-Westfalen lebende deutsche Hall of Famer ist in zweiter Ehe mit Silke Kohler verheiratet, mit der er drei Kinder hat.

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Christian

Was macht eigentlich Mehmet Scholl?

Von 1992 bis 2007 spielte er für den FC Bayern. Ganze 15 Jahre, in denen Mehmet Scholl achtmal Deutscher Meister wurde und 2001 die Champions League gewann. Nach seiner Karriere blieb die „Nummer 7“ den Münchnern treu. In der Rolle eines Nachwuchstrainers. Aber vor allen Dingen mit seiner Tätigkeit als TV-Experte für die ARD belebte Mehmet Scholl jahrelang die deutsche Fußballlandschaft. Nach einem Zerwürfnis mit der ARD beim Confed Cup 2017 nun längere Zeit nicht mehr. Doch was macht Mehmet Scholl heute? (Bild: IMAGO / MIS)

Nach allgemeinem Kontext hat „Scholli“ seine Rolle als Experte sehr gut ausgefüllt. Mit klaren Analysen und seiner eigenen verschmitzten Art. Gerade die Berichterstattung rund um die WM 2014 war mit ihm äußerst unterhaltsam.

Irgendwann hatte der mittlerweile 55-Jährige jedoch die Lust am Fußball verloren.

„Ich habe mir ja alles anschauen müssen, weil ich wissen musste, über was ich alles reden will. Ich musste mir selbst ein Bild machen und habe immer ein bisschen anders auf die Spiele geschaut. Aber ich war müde, mir das alles reinzuziehen.“

Mehmet Scholl ergänze 2023 in dem Podcast der Kroos-Brüder:

„Ich war es einfach immer mehr leid, den bösen Onkel zu spielen, der im Fernsehen immer wieder die Spieler kritisiert.“

Nach eigenen Aussagen sei aber die Lust am Fußball in der letzten Zeit zurückgekehrt und so sieht man ihn wieder vermehrt bei Bayernspielen in der Allianz Arena. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass seine Tochter Josefine mit dem Bayernstar Tom Bischof liiert ist.

Doch aus der Öffentlichkeit hält sich Mehmet Scholl weitgehend heraus und so genießt er das Leben abseits des großen Trubels, was er jahrzehntelang hatte. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der 55-Jährige sich hin und wieder zum Fußballgeschehen äußert. So wie bei der EURO 2024 als Kolumnist der „Bild“.

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Christian

Was macht eigentlich Timo Hildebrand?

Lange Zeit war Timo Hildebrand einer der besten Torhüter Deutschlands. Gerade in seiner Zeit beim VfB Stuttgart, wohin er als 15-Jähriger wechselte und dann ganze 13 Jahre blieb. Seine 884 Minuten ohne Gegentor aus dem Jahr 2003 sind heute noch Bundesligarekord und auch die Deutsche Meisterschaft der Saison 2006/07 bleiben unvergessen. Doch was macht der mittlerweile 47-Jährige heute? (Bild: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Fans der Stuttgarter waren nach der gewonnenen Meisterschaft enttäuscht, dass ihr Publikumsliebling den Verein verließ, weil die Klubbosse der Schwaben im Dezember 2006 das Vertragsangebot für ihren Keeper zurückgezogen hatten, da sich Timo Hildebrand zu diesem Zeitpunkt nicht festlegen wollte.

Es sollte nicht der einzige Fehler in der Karriereplanung des siebenfachen Nationalspielers sein. Nach einem durchwachsenen Engagement beim FC Valencia, wo Timo Hildebrand permanent zwischen Startelf und Ersatzbank hin- und herpendelte, wollte ihn 2009 Borussia Dortmund, eine spätere Meistermannschaft, verpflichten. Der gebürtige Wormser entschied sich jedoch für die TSG Hoffenheim und die eher ruhigere Provinz. Sein größter Karrierefehler, wie Timo Hildebrand später zugab.

Schließlich endete die Laufbahn des Torhüters nach der Saison 2014/15. Bei Eintracht Frankfurt im reifen Fußballeralter von 36 Jahren.

Markenbotschafter, soziale Projekte und eine gesunde Lebensweise

Skandale sucht man bei Timo Hildebrand bis heute vergeblich. Er war auch nie ein Lautsprecher, der beispielsweise seinen Anspruch auf die Nummer 1 im deutschen Tor erhob.

Deshalb kann man bei Timo Hildebrand von einem Vorbild sprechen und so ist der 47-Jährige nach wie vor eng mit dem VfB Stuttgart verbunden. Als Markenbotschafter.

Daneben engagiert er sich für die in Stuttgart ansässige Hilfsorganisation STELP e.V., die unter anderem Waisenhäuser in Tansania betreibt.

Auch als Unternehmer ist Timo Hildebrand tätig. So veranstaltet der Ex-Profi regelmäßig Yoga- und Atemkurse. Darüber hinaus ist er Mitinhaber eines veganen Restaurants, was zu Timo Hildebrand passt, da er seit sehr vielen Jahren vegan lebt.

Hin und wieder äußert sich Timo Hildebrand zum aktuellen Fußballgeschehen. Vornehmlich wenn es um Torwartthemen gilt.

Beim VfB Stuttgart ist Timo Hildebrand dagegen eine Legende. Die Schwaben hatten in ihrer langen Geschichte einige gute Torhüter, wie etwa Helmut Roleder, der 1984 mit den Stuttgartern Deutscher Meister wurde, oder Eike Immel, der 287 Bundesligaspiele für den VfB bestritt und 1992 ebenfalls mit den Schwaben den Meistertitel gewann. In diese Kategorie gehört zweifellos auch Timo Hildebrand. Mit dem kleinen Makel des Weggangs nach der Meistersaison 2006/07.

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Christian

2. Liga - Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Die 2. Bundesliga hat in den letzten Jahren einige ihrer Zugpferde verloren. Wie etwa Schalke 04, den 1. FC Köln oder den Hamburger SV, die inzwischen wieder erstklassig sind. Auch Werder Bremen spielte bekanntlich in diesem Jahrzehnt schon in der 2. Liga.

Doch noch immer ist Deutschlands Unterhaus von den Clubs her äußerst attraktiv, mit einer Mischung aus Traditionsclubs, die um den Aufstieg kämpfen, und durchaus ambitionierten Außenseitern.

In dieser Saison ist aber der VfL Wolfsburg so etwas wie ein Fremdkörper, da die Niedersachsen über drei Jahrzehnte erstklassig und bis zu diesem Sommer noch nie aus der Bundesliga abgestiegen waren. In der Autostadt sieht man das Ganze als Betriebsunfall, aber Fakt ist auch, dass die „Wölfe“ für Zweitligaverhältnisse personell sehr gut besetzt sind. Dementsprechend gelten sie als klarer Aufstiegsanwärter, was auch die Wettanbieter so sehen. Diese sehen hinter den Wolfsburgern Hannover 96 als zweitstärkstes Team an. Die 96er, mit ihrem Cheftrainer Christian Titz, mischte schon in der vergangenen Saison im oberen Tabellendrittel mit und möchte nach einigen Enttäuschungen zurück in die Bundesliga.

Das möchten auch die beiden Absteiger St. Pauli und Heidenheim. Die Hamburger mussten jedoch einige namhafte Abgänger verkraften. Bei den Heidenheimern wiederum ist der langjährige Erfolgscoach Frank Schmidt an Bord geblieben und so versucht der kleine Club, noch einmal ein Wunder zu schaffen.

Starten Dresden, Nürnberg und Kaiserslautern durch?

Gefühlt eine Ewigkeit müssen der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern ihr Dasein in der 2. Liga verbringen. Fans, Stadion und Tradition sind dagegen erstklassig und so streben beide Bundesligagründungsmitglieder die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs an.

Das hoffen insgeheim auch die Anhänger von Dynamo Dresden, das seine Leistungsträger weitgehend halten konnte und eine gute Vorbereitung absolviert hat. Somit sind die Sachsen so etwas wie ein Geheimfavorit auf den Aufstieg.

Wie schlagen sich die Aufsteiger?

Kleinere Brötchen bäckt dagegen die Berliner Hertha, die als Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz herausgegeben hat. Wundertüten sind hingegen Darmstadt 98 und Holstein Kiel, die im Sommer jeweils einen erheblichen personellen Umbruch verkraften mussten.

Eintracht Braunschweig und die SpVgg Greuther Fürth wiederum möchten nicht noch einmal solch eine Zittersaison wie die vorherige erleben, als man fast abgestiegen wäre. Auch der VfL Osnabrück, eine Fahrstuhlmannschaft der letzten Jahre, wünscht sich wohl eine ruhige Spielzeit.

Der andere Aufsteiger, Energie Cottbus, möchte natürlich ebenfalls in der 2. Liga verbleiben. Doch „Pele“ Wollitz ist einiges zuzutrauen und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass man vorerst nicht wieder in die 3. Liga zurückmuss.

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Was macht eigentlich Tim Wiese?

Er war ein sehr guter Torwart, der zwischen 2005 und 2012 über 190 Bundesligaspiele für Werder Bremen bestritten hat. In einer äußerst erfolgreichen Zeit der Hanseaten, als man in der Bundesligaspitze mitmischte. Aber nach seiner Bremer Zeit kam Tim Wiese irgendwie nie so richtig aus den Schlagzeilen heraus und produzierte Skandale, weit ab vom eigentlichen Fußballgeschehen. (Bild: IMAGO / Nordphoto)

Los ging es mit der berühmten „Trainingsgruppe 2“ der TSG Hoffenheim, in die der Keeper in der Saison 2013/14 strafversetzt wurde. Im November 2014 erklärte Tim Wiese schließlich, dass er mit Fußball „nichts mehr am Hut“ habe, um zwei Jahre später ein Comeback in der achtklassigen Kreisliga Nord Schwaben zu feiern.

Engagement im Amateurfußball

Am Ende lief Tim Wiese in einem Ligaspiel für den SSV Dillingen auf, was vor einer beachtlichen Kulisse von 1.200 Zuschauern ausgetragen und live im Internet gestreamt wurde. Laut eigener Aussage „um sich für den Amateurfußball einzusetzen, der immer mehr in den Hintergrund gerate“.

Auch in der Gegenwart engagiert sich Tim Wiese für einen Amateurligisten. Als Berater beim fünfklassigen Brinkumer SV. Interessant ist hierbei, dass er damit die Nachfolge von seinem ehemaligen Mentor Dieter Burdenski, eine Werder-Legende, übernommen hat.

Kampfsport, rechte Szene und Protzerkarren

Da gibt es aber auch die andere Seite von Tim Wiese. Zum Beispiel ein früheres Stadionverbot bei seinem Ex-Verein Werder Bremen, weil er im VIP-Bereich des Weserstadions einen Mitarbeiter rassistisch beleidigte und mit obskuren Gestalten der rechten Szene mehrmals gesichtet wurde. Dieser Streit ist jedoch 2024 außergerichtlich beigelegt worden.

Dann war der Ausflug in die Wrestler-Szene und seinem vielbeachteten Kampf als „The Machine“ im Rahmen eines WWE-Events in der Münchner Olympiahalle.

Aufsehen erregte Tim Wiese auch, als 2018 die Hamburger Polizei dessen Lamborghini aufgrund von Lärmbelästigung beschlagnahmte. Tim Wiese hatte zuvor eine fernbedienbare Modifikation an der Auspuffanlage seines Lamborghinis angebracht.

Ruhigere Zeiten

Mit der Zeit hatte Tim Wiese sein Image in Deutschland weg, doch es gab auch Läuterung, gerade was seinen diskutablen Umgang mit Menschen aus der rechten Szene betrifft.

„Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit mehr darauf hätte achten sollen, mit wem ich mich umgebe und vor allem hätte ich mich von bestimmten Leuten inhaltlich deutlicher abgrenzen müssen.“ Tim Wiese

Und so ist es in letzter Zeit etwas ruhiger um Tim Wiese geworden. Der mittlerweile 44-Jährige lebt immer noch in Bremen und hat 2020 seine langjährige Freundin geheiratet. Beide haben eine Tochter.

Trotz seines schlechten Rufes sei erwähnt, dass sich Tim Wiese immer noch für karitative Zwecke engagiert. Nicht nur beim Brinkumer SV. So nahm der sechsfache deutsche Nationalspieler im April 2026 an einem Benefizspiel der „Charity World Squad“ gegen eine Auswahl des Vatikans teil. An der Seite von Ailton, Halil Altintop und Sascha Mölders, um Spenden für kranke Kinder und ein Projekt von Oliver Baumann zu sammeln.

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Christian

Bayernfan zu sein war in den 1990er-Jahren kein Zuckerschlecken

Der FC Bayern dominiert seit weit über einem Jahrzehnt die Bundesliga. 13 Meistertitel in 14 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Auch die Ära von 1999 bis 2010 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Mit acht gewonnenen Deutschen Meisterschaften in diesem Zeitraum. (Bild: IMAGO / WEREK)

Doch die 1990er-Jahre boten viel Unruhe, geprägt von relativ wenig Titeln, dafür mit zahlreichen schmerzhaften Pleiten.

Mit ursächlich für einige Misserfolge war ein gewisser Ottmar Hitzfeld, der 1991 den Trainerposten bei Borussia Dortmund übernahm. Der spätere Bayerncoach, nachgewiesenermaßen ein absoluter Fußball-Fachmann, der seine Stärken im Umgang mit den Profis hatte, führte den BVB in die europäische Spitze und zum Konkurrenten Nummer 1 für die Bayern. So gewann der Revierclub 1995 und 1996 jeweils die Deutsche Meisterschaft und holte 1997 den Titel in der Champions League. Ausgerechnet im Münchner Olympiastadion und mit zahlreichen früheren Italien-Legionären wie Stefan Reuter, Jürgen Kohler oder Andreas Möller.

Und hier kommt der eigentliche Krebsschaden der 1990er-Jahre für den FC Bayern ins Spiel. Die Seuchen-Saison 1991/92, als man lediglich im Mittelfeld landete und den Europapokal verpasste.

Der BVB wiederum stieß in der darauffolgenden Spielzeit bis ins Finale des UEFA-Cups vor, bei dem man damals richtig viel Geld verdienen konnte. Die Dortmunder investierten so kräftig in ihre Mannschaft und holten Stars wie etwa Matthias Sammer oder Jürgen Kohler.

Die Bayern erholten sich erst 1994/95 so richtig davon, als man 1994 Deutscher Meister wurde und anschließend ins Halbfinale der Champions League vordrang.

Doch inzwischen gab es den FC Hollywood, der praktisch fast täglich an der Säbener Straße Schlagzeilen produzierte. Auch deshalb verpasste man wohl 1996 den Deutschen Meistertitel unter Otto Rehhagel, der schließlich nach nicht einmal nach einem Jahr beurlaubt wurde. Dieser wiederum revanchierte sich 1998 für seine unschöne Münchner Zeit, als er mit dem 1. FC Kaiserslautern die Bayern düpierte und als Aufsteiger Meister wurde. Eine besondere Schmach für den deutschen Rekordmeister, der jahrelang nicht zur Ruhe kam.

Dies änderte sich erst mit der Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld als Bayerntrainer vor der Saison 1998/99 und dem Transfer von Stefan Effenberg. Die Zeit des FC Hollywood war auf einmal vorbei und die sportlichen Erfolge kehrten zurück.

Dass man inzwischen national der Konkurrenz enteilt ist, liegt übrigens auch an der Reform der Champions League zur Saison 1998/99. Bis dahin hatten nur die jeweiligen Meister der europäischen Ligen ein Anrecht auf einen Startplatz in der Königsklasse, was ab diesem Zeitpunkt auch Zweit-, Dritt- und sogar Viertplatzierte hatten.

So darf sich der FC Bayern jedes Jahr über üppige Einnahmen aus der Champions League freuen, denn nur einmal verpasste man seit 1998 die Königsklasse (Saison 2007/08).

In Erinnerung an die 1990er-Jahre bleiben aber unter anderem die Wutrede von Giovanni Trapattoni, der Werbetonnentritt von Jürgen Klinsmann und das Tagebuch von Lothar Matthäus, was damals alles durchaus unterhaltsam, jedoch geprägt von bescheidenen sportlichen Erfolgen war.

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