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Der bullige Torjäger aus Kiew | Matviy Ponomarenko (20) im Porträt

Der bullige Torjäger aus Kiew | Matviy Ponomarenko (20) im Porträt

Aktuell sorgt ein Youngster von Dynamo Kiev in der Premier Liga für Furore und zieht damit die Aufmerksamkeit von halb Europa auf sich. Sein Name ist Matviy Ponomarenko, 20 Jahre jung und von Beruf Mittelstürmer. Was ihn neben seinen Toren am Fließband so interessant für den BVB und RB Leipzig macht, verraten wir euch in diesem Porträt. (Bild: IMAGO / Newspix)

Matviy Ponomarenko ist gerade 20 Jahre alt geworden – und schon der heißeste ukrainische Stürmer der Gegenwart. In der laufenden Saison 2025/26 der ukrainischen Premier League hat der bullige Mittelstürmer von Dynamo Kiew mit neun Treffern in zehn Einsätzen eine regelrechte „Terminator“-Serie hingelegt. Sechs Spiele in Folge traf er, stellte damit einen Klubrekord auf und katapultierte sich in die Notizbücher von Scouts aus Premier League und Bundesliga.

„Ich bin sehr motiviert, Torschützenkönig der Meisterschaft zu werden. Ich habe mir dieses Ziel gesetzt und arbeite schrittweise darauf hin. Ich bin nur ein Tor von den Führenden entfernt und werde nicht aufhören. Es liegen noch viele Spiele vor uns, in denen ich aufholen und sie überholen muss.“

Der 1,88 Meter große und knapp 96 Kilo schwere Angreifer ist kein klassischer Angreifer, sondern ein moderner und kompletter Neuner – physisch dominant, agil und mit einer Arbeitsmoral, die in der ukrainischen Liga ihresgleichen sucht. Dynamo Kiew fordert für ihn bereits 20–25 Millionen Euro Ablöse, während sein Marktwert in den letzten Monaten auf sechs Millionen Euro gestiegen ist.

Vom Provinzjungen zum Akademiejuwel

Geboren am 11. Januar 2006 in Myronivka im Kiewer Oblast, begann Ponomarenko seine Karriere in der lokalen Sportschule Nr. 1. Mit sieben Jahren wechselte er in die berühmte Dynamo-Akademie – ein klassisches „Dynamo-Kind“ wie so viele ukrainische Talente vor ihm. Über die U17, U19 und Reservemannschaften (inklusive einer Leihe zu Sorja Luhansk in der Reserveliga) arbeitete er sich hoch. Sein Erstliga-Debüt feierte er bereits mit 17 Jahren, am 3. November 2023 als Einwechselspieler gegen Schachtar Donezk.

Die ersten Profijahre waren noch von Geduld geprägt. In der Saison 2023/24 kam er auf acht Ligaeinsätze und ein Tor, 2024/25 blieb er zunächst Ergänzungsspieler. Der große Durchbruch kam erst in dieser Saison. Seit Juli 2024 gehört er fest zum Kader, und sein Vertrag wurde im Mai 2025 bis Ende 2028 verlängert.

In der Jugend glänzte er schon früher: Torschützenkönig der ukrainischen U19-Liga (24 Tore), Topscorer der UEFA Youth League und regelmäßiger Nationalspieler bei U19, U20 und U21. In der Ukraine galt er schon früh als potenziell stärker im Vergleich zu Roma-Stürmer Artem Dowbyk.

Ein „bulliger Terminator“ mit modernem Profil

Ponomarenko verkörpert den idealen modernen Mittelstürmer. Mit seiner Statur dominiert er Luftduelle und schirmt den Ball wie ein klassischer Torjäger ab. Doch er ist weit mehr: Er lässt sich tief fallen, sichert Bälle im Mittelfeld und stört mit explosiven Bewegungen die gegnerische Ordnung. Seine Stärken liegen in seiner Schnelligkeit, Antritt, Work Rate und seinen Laufwegen ohne Ball – alles auf sehr hohem Niveau.

Rechtsfuß, aggressiv, laut in der Kabine und mit einem Personal Coach an seiner Seite, der an Athletik und Koordination feilt – Ponomarenko ist ein Arbeiter, der jeden Tag versucht sich selbst zu perfektionieren. Scouts beschreiben ihn als „kompletten Stürmer“, der nicht nur Tore schießt, sondern auch Mitspieler dank seiner Spielintelligenz mit enorm smarten Pässen bedient und in großen Spielen Verantwortung übernimmt.

„Meine Tore sind keine Magie, sondern konstante Arbeit an mir selbst. Danke an das Team, danke für das Vertrauen der Trainer und aller Menschen um mich herum. Ich versuche, mich von all dem Gerede fernzuhalten – meine Aufgabe ist es, bei jedem Spiel auf den Platz zu gehen und der Mannschaft zu helfen zu gewinnen“, Worte die zeigen, welches Mindset der junge Ukrainer besitzt.

Dribbling, Flair und Technik sind schon gut ausgeprägt, seine Führungsqualitäten (Kapitän in fast allen Jugendteams) und mentale Stärke herausragend. Schwächen? Das Tackling ist noch durchschnittlich, seinem Pressing fehlt es noch an Intensität und manch kritische Stimmen behaupten er trage mit 96 Kg zu viel Gewicht mit sich herum:

"Das ist ein weit verbreitetes Problem vieler Angriffsspieler in jungem Alter – mit 18-19 Jahren ist es schwer, sowohl gleich gut zu pressen als auch Angriffe abzuschließen“, kritisierte der ehemalige U19-Nationaltrainer Dmytro Mykhaylenko.

Mykhaylenko betont, dass Ponomarenko ein herausragender Abschlussspieler ist, ihm aber noch die perfekte Balance zwischen Torjäger-Instinkt und intensiver Defensivarbeit fehlt. In der ukrainischen Liga reicht das oft aus, in der Bundesliga oder Premier League würde ein moderner Neuner jedoch deutlich höhere Anforderungen im Gegenpressing und im kollektiven Verteidigen mitbringen.

Ansonsten gibt es kaum Baustellen, aber eine Menge Entwicklungspotenzial, was darauf wartet auch auf höherem Niveau wie beispielsweise der Bundesliga gefördert zu werden.

Das Bundesliga-Potenzial: Perfekt für Leipzig, Dortmund & Co.

Genau dieses Profil passt wie maßgeschneidert in die Bundesliga. RB Leipzig und Borussia Dortmund lassen ihn bereits wöchentlich beobachten; die Scouts haben von „Monitoring“ auf „dringende Empfehlung zum Kauf“ umgeschwenkt. Beide Klubs suchen physische, athletische Neuner, die mit pressen, in der Box eiskalt sind und sich schnell an ein hohes Tempo gewöhnen können – Ponomarenko bringt all das mit.

Aber auch Union Berlin benötigt so einen Typ Stürmer, was die Baumgart-Truppe auf ein höheres Level heben könnte. Die Bundesliga hat auf jeden Fall in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass junge Ukrainer hier adäquat reifen können. Ponomarenko wäre nicht der Erste, der aus der Dynamo-Akademie den Sprung schafft – aber einer der Vielversprechendsten. Mit 20 Jahren hat er bereits gegen gestandene Profi-Verteidiger in der ukrainischen Liga bestanden und eine Torquote, die selbst in der Youth League beeindruckte.

Aushängeschild einer neuen ukrainischen Generation

Wir trauen ihm zu, sich innerhalb von ein, zwei Jahren zu einem 50–60-Millionen-Spieler zu entwickeln. Die physische Robustheit, die hohe Laufarbeit und die mentale Stärke sprechen für eine schnelle Anpassung an die Intensität in der höchsten deutschen Spielklasse.

Risiken gibt es natürlich: Die Umstellung auf eine neue Liga, Sprache und Kultur ist nie einfach. Doch sein Werdegang (und auch Herkunft – Ukrainer aus dem Kiewer Oblast gelten als demütig und hart arbeitend), spricht für einen widerstandsfähigen Charakter. Ein Verein wie Leipzig, der junge Talente gezielt fördert, oder Dortmund mit seiner Vorliebe für dynamische Stürmer, oder Unions leidenschaftlicher Trainer Baumgart, könnten ideale nächste Schritte sein.

Matviy Ponomarenko ist mehr als nur ein gehypter Torjäger. Er ist das aktuelle Aushängeschild einer neuen ukrainischen Generation – physisch, technisch und mental bereit für den nächsten großen Sprung. Die Bundesliga-Saison 2026/27 könnte schon seine Bühne werden…

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