Bei Werder Bremen stehen die Uhren aktuell auf Fünf vor Zwölf. Denn seit über drei Monaten warten die Hanseaten auf einen Dreier in der Bundesliga. Auch die Wirkung des Trainerwechsels scheint erst einmal verpufft. Viel wird jetzt auf die kommenden beiden Spiele gegen St. Pauli und Heidenheim ankommen, die zwei unmittelbare Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind. (Bild: IMAGO / DeFodi Image)
Doch Werder hat gerade ein großes Problem. Denn es hapert an der Durchschlagskraft in der Offensive und am Toreschießen. So erzielten die Bremer in den letzten neun Bundesligaspielen lediglich vier Tore. Davon resultierten allerdings drei gegen Eintracht Frankfurt. Das bedeutet, dass die Norddeutschen in neun Begegnungen siebenmal ohne Torerfolg blieben. Eine Horrorbilanz, mit der nur schwer der Abstieg vermieden werden kann.
Daniel Thioune sieht im 0:3 gegen Bayern einen Mutmacher - die #Werder-Fans hier auch? 🤔 In der Formtabelle der Top-5-Ligen ist kein Team so schwach wie die Bremer... #SVWFCB
— Transfermarkt (@Transfermarkt) February 15, 2026
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Bei der jüngsten Partie gegen den FC Bayern hatte das Thioune-Team eine starke Phase kurz nach der Halbzeit. Doch wie schon in den Spielen zuvor klappte es nicht mit einem Treffer und man hatte auch nicht das Gefühl, dass einer fallen könnte. Auch läuferisch präsentierte sich Werder nicht so stark. Anders als etwa der HSV, der den Münchnern ein 2:2 abtrotzte. Apropos Hamburg. Wie andere Mitstreiter im Abstiegsstrudel trifft der Nordrivale regelmäßig das Tor und kann so punkten.
Wie kann die Wende gelingen?
Momentan wirken die Bremer Verantwortlichen ratlos. Zudem scheinen die Spieler verunsichert. Doch das Hauptproblem, was es zu lösen gilt, ist das Toreschießen. Doch wer soll das tun? Sommerneuzugang Victor Boniface? Hat sich an der Weser erledigt. Auch der andere Sturmtransfer Samuel Mbangula, immerhin für 10 Millionen Euro gekommen, ist bislang eine Enttäuschung. Erst drei Tore stehen für den belgischen U21-Nationalspieler auf der Habenseite. Vier Treffer kann Justin Njinmah vorweisen. Bester Bremer Torschütze ist Jens Stage mit sechs Treffern, aber auch er präsentierte sich zuletzt formschwach und ist im Bundesligadurchschnitt eher unteres Mittelmaß.
Doch vielleicht findet Daniel Thioune die richtigen Worte und kann den Turnaround schaffen, was aber unbedingt in den nächsten beiden Spielen gelingen muss. Schafft das Werder nicht, wäre der 51-Jährige so gut wie verbrannt.
Und so beten die Bremer Fans, dass bei St. Pauli etwas Zählbares herausspringt.




