Der FC Bayern hat eine überragende Hinrunde gespielt. Auch ins neue Jahr sind die Münchner gut gestartet. Mit einem 8:1 über den VfL Wolfsburg, einem 3:1-Sieg beim 1. FC Köln und einem 5:1 in Leipzig. Dazu kam ein 2:0 in der Champions League gegen Union St. Gilloise. (Bild: IMAGO / DeFodi Images)
Aber dann steckte beim deutschen Rekordmeister etwas Sand im Getriebe. Einem 1:2 in einem Heimspiel gegen den FC Augsburg folgte ein wenig souveräner 2:1-Sieg in Eindhoven und auch beim 2:2 in Hamburg ließen die Bayern in der Bundesliga Punkte liegen.
Dadurch schmolz der Vorsprung in der Tabelle auf Verfolger Dortmund von elf auf sechs Punkte. Doch zuletzt hielt das Kompany-Team dem Druck stand und gewann gegen die TSG Hoffenheim und in Bremen. Zudem konnte ein Erfolg im DFB-Pokal gegen starke Leipziger gefeiert werden.
Fünf Spiele in 14 Tagen
Die Münchner betreiben einen enormen Aufwand, um ihre Partien erfolgreich zu gestalten. Läuferisch stehen sie an der Bundesligaspitze. Auch weil die Offensivspieler viel nach hinten arbeiten. Den Aderlass merkte man spätestens bei der Heimniederlage gegen den FC Augsburg. Trotz Führung hatten Harry Kane & Co. den Schwaben in der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegenzusetzen und verloren verdient.
Ein wesentlicher Punkt ist jedoch, dass auch die Gegner alles reinhauen und meist über ihre Grenzen gehen. Das hat man deutlich bei den Hamburgern gesehen, die den FC Bayern regelrecht totgelaufen haben. Lohn für den HSV war ein erkämpftes Unentschieden. Unter dem Strich hatte es der Januar für die Münchner in sich. Ab dem 11.1. mussten die Isarstädter fünf Begegnungen in 14 Tagen bestreiten. Der gesamte Januar beinhaltete dann sieben Partien in 21 Tagen, was mit dem 2:2 in Hamburg endete.
Danach hatte der Bayern-Tross eine Woche Pause. Sichtlich erholt gab es ein 5:1 über die TSG Hoffenheim. Den TV-Experten Michael Ballack erinnerte diese Leistungssteigerung an seine aktive Zeit. Am DAZN-Mikrofon erklärte der 49-Jährige den Zuschauern, dass es einen Unterschied gäbe, ob man unter der Woche Champions League spielt. Natürlich wären die Bayernspieler diesen Rhythmus gewohnt, aber der Januar hatte es eben auch in sich.
Ein Vorteil in Dortmund?
Daher war es für Vincent Kompany und seine Mannschaft enorm wichtig, die Playoffs in der Champions League zu umgehen. So spielen die Bayern in den kommenden zwei Wochen nur zweimal. Der BVB hingegen muss in der Königsklasse ran und hat zwei englische Wochen vor der Brust, bevor das Spitzenduell am 28.2. zwischen den Dortmundern und den Münchner steigt.
Es bleibt festzuhalten, dass der FC Bayern absolut im Soll ist. Dass es in der Bundesliga nur noch sechs Punkte Vorsprung sind, ist eben auch darauf zurückzuführen, dass der BVB seine letzten sechs Begegnungen allesamt gewonnen hat. Doch die zumeist sehr guten Leistungen in dieser Spielzeit sollten den Bayernfans Hoffnung für den restlichen Saisonverlauf geben. Wenn denn die Kraft bis Ende Mai reicht.




