Interessante Konstellation in Gruppe E

Interessante Konstellation in Gruppe E

Der 1. Spieltag der Gruppe E ist vorbei und es zeichnet sich ab, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg und um die Plätze für das Achtelfinale geben wird. Denn die Slowaken, die eigentlich am schwächsten von allen vier Teams eingeschätzt wurden, konnten die Polen besiegen. Gruppenfavorit Spanien kam dagegen in seiner Partie gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinaus.

Dabei waren die Iberer über weite Strecken der Begegnung drückend überlegen. Die Skandinavier verteidigten jedoch geschickt und hatten mit Robin Olsen einen Torhüter, der mehrfach glänzend parierte. Zudem kam Glück dazu, weil das spanische Star-Ensemble beste Chancen vergab.

Doch die Schweden hatten ihrerseits zwei hochkarätige Chancen, die allerdings nicht genutzt wurden. So stand am Ende ein 0:0 auf der Anzeigetafel.

Spanien steht dadurch am Samstag (21.00 Uhr, ARD, MagentaTV) gegen Polen ein wenig unter Druck. Eine Niederlage dürfen sich die Iberer gegen die Osteuropäer auf keinen Fall erlauben.

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Robert Lewandowski enttäuscht mit seinem Team

Weltfußballer Robert Lewandowski hat in der abgelaufenen Bundesligasaison 41 Tore erzielt. In lediglich vier Bundesligapartien, die er bestritten hat, sprang kein Treffer heraus.

Doch gegen die Slowakei blieb der 32-Jährige weitgehend blass. Damit setzt sich seine Bilanz der letzten Welt- und Europameisterschaften fort. Seit 2012 hat Robert Lewandowski bei großen Turnieren jeweils immer nur höchstens ein Tor erzielen können.

Das liegt auch daran, dass der Stürmer in der Nationalmannschaft weite Wege gehen muss. Im Spiel gegen die Slowaken war der Angreifer sogar ab und zu in der eigenen Hälfte am Ball. Bei seinem Club, dem FC Bayern kommt so etwas so gut wie nie vor. Bei den Münchnern hat Robert Lewandowski dazu absolute Weltklassespieler an seiner Seite, die es eben in der polnischen Nationalmannschaft nicht gibt.

Knackpunkt Rote Karte

So gehören die Polen bei dieser EM auch eher zu den Außenseitern. Trotzdem sollte es mit einem Sieg über die Slowakei klappen. Die Osteuropäer konnten sich nur mit sehr viel Mühe für diese EURO qualifizieren. Doch das schien die Slowaken zu beflügeln und man konnte den Willen und die Leidenschaft sehen, sich auf der großen Fußballbühne gut zu präsentieren. So sprang zur Halbzeit eine 1:0-Führung heraus. Mit einer überzeugenden Leistung.

Polens Nationaltrainer Paulo Sousa schien jedoch in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team trat wie verwandelt nach dem Seitenwechsel auf.

Schon in der 46. Minute traf Karol Linetty zum 1:1. Danach drückten die Polen auf den Führungstreffer. Den Slowaken gelang dagegen kaum noch etwas, doch dann kam die 62. Minute und die Rote Karte für Grzegorz Krychoiak. Danach änderte sich das Spiel zugunsten der Slowaken. Folgerichtig fiel in der 69. Minute das 2:1 für die Osteuropäer. Polen hatte anschließend nichts mehr entgegenzusetzen und so war der Jubel bei den Slowaken nach dem Abpfiff riesig.

Mit drei Punkten im Gepäck tritt das Team um den Kölner Ondrej Duda am Freitag (15.00 Uhr, MagentaTV) gegen Schweden an. Die Skandinavier sind bei den Buchmachern der klare Favorit in diesem Duell. So vergibt Bet365 für einen Sieg der Schweden eine Quote von 1,80. Die Chancen der Slowaken werden mit einer Quote von 4,75 taxiert.

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