
(IMAGO / PsnewZ)
Paris Brunner - Klopps Lösung im Sturmzentrum?

Was wurde nicht alles über Paris Brunner nach seinem Abgang von Borussia Dortmund zur AS Monaco im Sommer 2024 geschrieben. Der Angreifer konnte weder während seines Leihjahres bei Cercle Brügge noch in der vergangenen Saison bei den Monegassen wirklich überzeugen. In Deutschland wurde er bereits als gescheitertes Sturmtalent à la Youssoufa Moukoko abgestempelt. Die Bild titelte im November 2024 beispielsweise: „Ex-BVB-Talent geht in Brügge unter.“.
Niemand hatte Brunner mehr auf dem Zettel, doch in dieser Saison dreht das Sturmtalent so richtig auf. Immer noch erst 20 Jahre alt, hat sich der 1,86 Meter große Stürmer zur absoluten Stütze bei der AS Monaco entwickelt. Neu-Trainer Filipe Luís setzt große Stücke auf den Rechtsfuß, der das Vertrauen in Form von Toren zurückzahlt. In wettbewerbsübergreifend neun Partien erzielte Brunner acht Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. Zuletzt traf er in der Europa League sehenswert gegen den SC Freiburg. Auch für die deutsche U21-Nationalmannschaft zeigte sich der Ex-Dortmunder treffsicher und erzielte einen Doppelpack gegen Lettland.
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Der Erfolg von Brunner geht jedoch, wie bereits in seiner bisherigen Karriere, nicht ohne Kontroversen einher. Sein Kopf-ab-Jubel gegen Racing Straßburg gefiel der Disziplinarkommission der Ligue 1 gar nicht, die den Knipser für zwei Spiele sperrte. Diese Sperre hat er mittlerweile abgesessen und kann für das Team aus dem Fürstentum wieder in der Liga stürmen. Der plötzliche Formaufschwung kam für viele überraschend, doch der Youngster hat in entscheidenden Bereichen spürbar zugelegt.
Endlich im Profifußball angekommen
Die physische Komponente war schon immer ein wesentlicher Bestandteil im Spiel von Paris Brunner. Bereits in der Jugend beim BVB bestach er durch seine Durchsetzungsfähigkeit. Als Teenager allerdings auch gegen gestandene Profis mit Athletik zu glänzen, ist selten. Der Mittelstürmer wirkte in seinen ersten Profijahren oftmals noch nicht in der Lage, gegen physisch robuste Verteidiger gegenzuhalten. Mittlerweile hat Brunner körperlich jedoch deutlich zugelegt und läuft regelmäßig Verteidigern davon, so auch dem sprintstarken Max Rosenfelder bei seinem Treffer gegen den SC Freiburg in der Europa League.
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Auch mit dem Rücken zum Tor kann sich Brunner inzwischen behaupten. Bei der AS Monaco nimmt er vergleichsweise wenig am Spielaufbau teil (nur 11,28 Pässe/90 Minuten), sondern fungiert zumeist als Wandspieler, der die Bälle festmacht, ablegt und anschließend den Weg in die Tiefe sucht.
Ein echter Knipser
Vor dem Tor zeigt Brunner den größten Fortschritt. Der junge Deutsche erarbeitet sich zahlreiche Abschlusssituationen, was auch die Zahlen untermauern. Er gibt pro 90 Minuten 3,68 Abschlüsse ab, wovon 2,07 aufs gegnerische Tor fliegen. Das ordnet ihn im Ligue 1-Vergleich im 94. Perzentil ein. Mit 0,92 Toren pro 90 Minuten übertrifft er seinen xG-Wert (0,55) deutlich, was auf eine überdurchschnittlich gute Abschlussfähigkeit hindeutet.
In den vergangenen Jahren haben Datenanalysten die Metriken rund um erwartete Tore weiter verfeinert und den xGOT-Wert (expected Goals on Target) etabliert. Dieser misst die Wahrscheinlichkeit eines Treffers unter Berücksichtigung von Platzierung, Schussgeschwindigkeit, Sichtfeld und Positionierung des Torhüters. Während xG die Messung der Torwahrscheinlichkeit beendet, wenn der Stürmer gegen den Ball tritt, misst xGOT auch den eigentlichen Schuss. Bei Brunner beträgt dieser Wert starke 1,05 pro 90 Minuten. Er macht aus guten Abschlusssituationen (0,55 xG/90 min) durch seine Qualität beim Abschluss also noch gefährlichere Torchancen. Bei jungen Spielern liegt der xG-Wert im Normalfall höher als der xGOT-Wert, da die eigentliche Schusspräzision meist erst im Laufe der Profikarriere verfeinert wird.
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Muss Klopp ihn nominieren?
Für die Länderspiele im November wird sich Bundestrainer Jürgen Klopp sicherlich Gedanken über Paris Brunner machen. Die bestechende Form des jungen Angreifers in Monaco ist nicht von der Hand zu weisen, zumal die Mittelstürmer im letzten Aufgebot des DFB-Teams zuletzt nicht vollends überzeugen konnten. Brunner selbst zeigte sich nach der Partie gegen Freiburg gelassen: „Ich versuche, das zu tun, was ich am besten kann – und zwar Tore schießen. Die Aktion kommt von ihm (Jürgen Klopp), ich mache hier einfach weiter.“
Auch seine Zukunft auf Vereinsebene verspricht Spannung. Präsentiert sich Brunner weiterhin so treffsicher, dürften schnell weitere internationale Schwergewichte anklopfen. Mit seinem Profil würde er ideal in die Premier League passen, wo die nötige Finanzkraft vorhanden ist. Aus der Bundesliga bleibt vor allem sein Ex-Klub Borussia Dortmund im Rennen: Die Schwarz-Gelben besitzen bei ihrem ehemaligen Eigengewächs ein sogenanntes Matching Right. Dadurch wird der BVB über Angebote anderer Vereine informiert und könnte zu den gleichen Konditionen mitbieten.

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Am 19. April 2014 erblickte Daniel zum ersten Mal als Fan von West Ham United den Rasen im Upton Park. Die Hammers verloren zwar 0-1 gegen Crystal Palace, aber das tat nichts zur Sache. Spätestens von dem Tag an war er gepackt. Seine Liebe zu West Ham und der Premier League lässt ihn seitdemn icht mehr los.
