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Warum es für Werder Bremen noch mal eng wird

Warum es für Werder Bremen noch mal eng wird

Der SV Werder Bremen hatte es bis vor kurzem einigermaßen erfolgreich geschafft, Abstand zum Tabellenkeller zu halten. Abstiegskampf war eher kein Thema. Nun sieht die Lage anders aus, das Punktepolster schmilzt. Wir schauen uns an, warum das so ist.

Nach dem Sieg gegen Arminia Bielefeld im Nachholspiel des 20. Spieltag schraubte Werder sein Punktekonto auf 30 hoch. Für viele bedeutete dies den sicheren Klassenerhalt. Doch in im Anschluss setzte es vier Niederlagen in Serie und mit dem BVB wartet ein Gegner, der problemlos für die fünfte Pleite hintereinander sorgen kann. Die Teams unter den Bremern punkten und punkten, kämpfen und haben den Abstiegskampf längst angenommen. Nun müssen die Grün-Weißen den so oft beschworenen Bock umstoßen.

Problem 1: Keine konstante Mannschaft

Das Verletzungspech ist in Bremen scheinbar ein ständiger Begleiter. Auch wenn es im Vergleich zur letzten Saison nicht ganz so drastisch ist, fallen besonders wichtige Schlüsselspieler wie Toprak, Augustinsson, Füllkrug oder in der Hinrunde auch Rashica regelmäßig aus. Konstanz im Team? Fehlanzeige. So kommt ein Einspielen einfach nicht wirklich zustande, fast nie steht zweimal hintereinander dieselbe Mannschaft auf dem Platz.

Problem 2: Fehlende offensive Durchschlagskraft

Auch wenn Kohfeldt wohlbemerkt die Bremer Defensive deutlich stabilisieren konnte, so fehlt es offensiv meist an Durchschlagskraft. Auch dabei sind natürlich die vielen verpassten Spiele von z. B. Füllkrug und Rashica als Gründe zu nennen, doch gerade von anderen Offensiven wie Sargent, Bittencourt oder Schmid muss mehr Zug zum Tor kommen, mehr Abschlüsse, mehr letzte Pässe müssen her.

Problem 3: Die anderen reagieren, Werder nicht

Die Teams, die unter den Norddeutschen in der Tabelle zu finden sind, haben allesamt personell reagiert. Mainz hat eine neue sportliche Führung mit dem ehemaligen Spieler Bo Svensson als Trainer etabliert, Bielefeld neuen Schwung mit Trainer Kramer reingebracht. Hertha hat den Weg zurück zum Arbeitsfußball mit Dardai gefunden und selbst Köln hat jetzt in seiner prekären Lage Trainer Gisdol entlassen. Auch wenn Werder einen heutzutage so ersehnten Weg ohne Entlassungen geht, werden die Rufe nach Veränderungen, gerade auch in der sportlichen Führung und nicht nur auf der Trainerposition, immer lauter.

Ausblick aufs Bremer Restprogramm

Wenn das Spiel gegen Dortmund abgehakt ist, bleiben 5 Spiele, um Punkte zu sammeln. Das Programm kann dann immerhin etwas leichter angesehen werden als zuletzt. Die restlichen Gegner sind: Mainz, Union, Leverkusen, Augsburg und Mönchengladbach. Um in der Liga zu bleiben, sind nach unseren Einschätzungen zwei Siege Pflicht. Auch wenn 36 Punkte keine Meisterleistung sind, sollte diese Marke in der aktuellen Saison zum Klassenerhalt reichen. Angesichts der letzten Spiele wird es jedoch eine sehr große Herausforderung, dieses Ziel zu erreichen.

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