
(IMAGO / STEINSIEK.CH)
Unbesungene Helden - Vincenzo Grifo

Da gerät ein Held der vergangenen Jahre ein wenig in Vergessenheit, der bei den Breisgauern immer abgeliefert und fast 300 Bundesligaspiele absolviert hat. Auch weil ein über 10 Jahre jüngerer Derry Scherhant im Begriff ist, Vincenzo Grifo auf seiner Position im linken offensiven Mittelfeld den Rang abzulaufen.
So kommt der 33-Jährige in dieser Saison auf vier von möglichen fünf Bundesligaeinsätzen, von denen er allerdings nie in der Startelf stand. Dagegen kann der gebürtige Pforzheimer bislang lediglich 63 Spielminuten vorweisen.
Doch wer den SC Freiburg und seine Verantwortlichen kennt, weiß, dass dem jahrelangen Stammspieler, der nun im Spätherbst seiner Karriere angekommen ist, irgendwann ein würdiger Abschied bereitet wird. Und vielleicht nimmt Vincenzo Grifo in dieser Spielzeit noch einmal eine tragende Rolle ein. Etwa durch seine unvergleichlichen Eckbälle und Freistöße oder seine Torgefährlichkeit. Zumal die Freiburger die Doppelbelastung aus Bundesliga und Europapokal stemmen müssen.
Mit Unterbrechung seit 2015 in Freiburg
Nach Stationen in Hoffenheim, Dresden und beim FSV Frankfurt wechselte Vincenzo Grifo zur Saison 2015/16 zum Sportclub. Dieser war gerade unglücklich aus der Bundesliga abgestiegen. Trotzdem hielt man damals an Trainer Christian Streich fest.
Auch Dank Vincenzo Grifos 14 Toren und 15 Assists stiegen die Freiburger sofort wieder in Deutschlands Beletage auf, wo man sich bis heute behaupten kann.
Vincenzo Grifo suchte derweil zwischen 2017 und 2019 sein Glück bei den vermeintlich größeren Gladbachern und bei der TSG Hoffenheim. Aber schließlich gab es die Rückkehr zum SC Freiburg, wo der Mittelfeldspieler fortan zum Leistungsträger wurde, der mit zahlreichen Toren und Vorlagen glänzte und zudem der Mann für die Standards beim Sportclub war.
Skandale sucht man beim neunfachen italienischen Nationalspieler vergeblich. Eher ist der 33-Jährige seit 2018 mit seiner langjährigen Freundin verheiratet, mit der er drei Kinder hat.
Man darf gespannt sein, wohin es Vincenzo Grifo nach seiner Karriere zieht. Es ist durchaus vorstellbar, dass die Freiburger ihm eine Position anbieten. Als jahrelanger Identifikationsfigur, Publikumsliebling und einem Gesicht des Sportclubs in der Bundesliga der letzten zehn Jahre.
Tags

Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs
Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.
