
(IMAGO / Harald Dostal)
Was macht eigentlich Peter Stöger?

Erstaunlich in seiner Karriere ist, dass Peter Stöger über vier Jahre beim 1. FC Köln war, was für Trainer eigentlich ein Schleudersitz ist. Mit den Rheinländern stieg er jedoch in der Saison 2013/14 in die Bundesliga auf, um sich dann dort die kommenden Jahre zu etablieren und 2016/17 sogar die Qualifikation für die Europa League zu schaffen.
Peter Stöger ging 2017/18 sogar in seine fünfte Spielzeit als Kölner Trainer, ein Novum seit der Vereinsgründung der Domstädter im Jahr 1948, aber unglücklicherweise ging der Saisonstart mit drei Punkten aus den ersten 14 Spielen in die Hose, sodass der langjährige Erfolgscoach am 10. Dezember 2017 beurlaubt wurde.
Eine Woche später griff der BVB zu, der Peter Stöger als Nachfolger des glücklosen Peter Bosz verpflichtete. Wohl auch, um auf der Trainerposition etwas Langfristiges zu haben. Obwohl der Österreicher die Dortmunder von Platz 7 noch in die Champions League führte, wurde der Vertrag seitens des Revierclubs nicht verlängert. Somit verabschiedete sich der 65-malige österreichische Nationalspieler aus der Bundesliga. Bis heute.
Glücklose Engagements
Nach seiner Tätigkeit beim BVB erfolgte eine einjährige Auszeit, um dann zum dritten Mal in einer verantwortlichen Position zu Austria Wien zu wechseln. Erst als Sportdirektor, später als Trainer.
Der Erfolg mit der Austria blieb jedoch aus, da man zweimal in die Abstiegsplayoffs um den Klassenerhalt musste.
Schließlich unterschrieb Peter Stöger zur Saison 2021/22 beim ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest. Nach einem durchwachsenen Saisonstart und einer Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten wurde der Österreicher jedoch schon im Dezember 2021 entlassen.
Danach ging es zurück in seine Heimat in die 2. Liga zu Admira Wacker in der Funktion eines Sportdirektors. Unter seiner Leitung wurde jedoch der Aufstieg in die österreichische Bundesliga zweimal verpasst.
Auch die anschließende Trainerrückkehr zu Rapid Wien blieb unglücklich. Trotz eines erfolgreichen Starts wurde Peter Stöger nach nicht einmal fünf Monaten im November 2025 bei den Wienern entlassen. Seitdem ist der 60-Jährige vereinslos.
Eine Rückkehr in die Bundesliga ist eher unwahrscheinlich, aber Peter Stöger hat als Österreicher in Deutschland auch etwas Bleibendes erreicht. Nicht nur die längste Amtszeit beim 1. FC Köln und das Erreichen der Champions League mit Borussia Dortmund, sondern auch den Fußballspruch des Jahres 2016 mit der Aussage: „Ich habe dem Linienrichter meine Brille angeboten. Auch das hat er nicht gesehen.“

Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs
Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.
