
(IMAGO / Werner Otto)
Was macht eigentlich Uli Borowka?

Uli Borowka hat in seiner Karriere mit den größten Trainern ihrer Zunft zusammengearbeitet. In Mönchengladbach jahrelang mit Jupp Heynckes und dann in Bremen mit dem einzigartigen Otto Rehhagel, der den zuverlässigen Abwehrspieler zu schätzen wusste.
Länderspiele kann der mittlerweile 64-Jährige auch vorweisen. Unter anderem bei der Heim-EM 1988, bei der er in allen vier Partien zum Einsatz kam.
Doch zur Wahrheit gehört auch, dass Uli Borowka während seiner aktiven Zeit immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, was 1996 mit einem schweren Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss gipfelte. Schließlich begab sich Uli Borowka im Jahr 2000 in eine viermonatige Therapie. Seitdem lebt er abstinent.
Kein Reality-TV und seriöse Suchtberatung
Seine Erfahrungen hat er in seiner Autobiographie „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ verarbeitet. Zudem gründete er einen Verein, der sich mit Suchtprävention und Beratung rund um dieses Thema auseinandersetzt.
Uli Borowka ist zertifizierter Suchtberater und hält regelmäßig Vorträge zu diesem Thema. Unter anderem bei Unternehmen und in Kliniken, Gefängnissen und Schulen. Auch im Auftrag der DFB-eigenen Sepp-Herberger-Stiftung, was dann wirklich seriös ist.
Medien oder das große Rampenlicht sucht Uli Borowka nicht. Vielmehr versucht er, seine Erfahrungen an andere weiterzugeben und Präventionsarbeit zu leisten.
Privat ist der 64-Jährige in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.
Hin und wieder ist Uli Borowka bei der Schalke-04-Traditionself im Einsatz. Auch manchmal zusammen mit Olaf Thon, dem er eigentlich bei dessen erstem Bundesligaspiel laut Aussage Thons „beide Beine brechen“ wollte, was dann aber doch nicht eingetreten ist.
Auf jeden Fall ein beeindruckender Weg, den Uli Borowka hingelegt hat. Auch seine Karriere kann sich sehen lassen. Etwa als Teil der legendären Bremer Mannschaft, die 1988 und 1993 die Deutsche Meisterschaft erringen und immer wieder den großen FC Bayern ärgern konnte.

Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs
Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.
