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Mathys Tel-Transfer fix – so könnte die Bayern-Offensive aussehen

Mit dem Transfer von Mathys Tel haben die Bayern im Sturm noch einmal nachgelegt. Für den 17-Jährigen Franzosen zahlt der Rekordmeister kolportierte 28,5 Millionen Euro an Stade Rennes. Damit ist er nach Renato Sanches (2017 für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon gewechselt) der zweitteuerste Teenager der Vereinshistorie. Doch ist das Sturmjuwel ein Eins-zu-Eins-Ersatz für Robert Lewandowski oder verfolgen die Bayern einen anderen Plan für die Offensive? Zumindest was die Trikotnummer angeht, wird er Lewandowski nicht beerben, da Tel zukünftig mit der Nummer 39 auflaufen wird. (Foto: IMAGO / PanoramiC)

Die Frage nach dem klassischen Neuner

Die Bayern haben eine große Tradition, wenn es um Mittelstürmer geht, allen voran natürlich der "Bomber der Nation" Gerd Müller. Doch auch Stürmer wie Giovane Elber, Roy Makaay, Luca Toni, Mario Gomez und natürlich Robert Lewandowski haben den Rekordmeister mit vielen Toren und Erfolgen geprägt. Nachdem der Transfer von Robert Lewandowski zum FC Barcelona in trockenen Tüchern war, stellte sich die Frage, ob Sadio Mané die Lewy-Rolle einnehmen soll oder noch ein "echter Neuner" verpflichtet wird. Als Nachfolger fiel immer wieder der Name Sasa Kalajdzic und ein Transfer hätte durchaus Sinn ergeben. Als torgefährlicher und extrem kopfballstarker Spieler wäre Kalajdzic prädestiniert für die Rolle, zumal er nicht ausnahmslos in jedem Spiel auf dem Platz stehen müsste, ohne dass er für Unruhe sorgen würde. Außerdem fehlt im aktuellen Kader ein Spieler, der durch seine Physis Bälle festmachen kann und so Räume für die Mitspieler eröffnet. Spekuliert wurde auch über Harry Kane, den Julian Nagelsmann auch jüngst öffentlich lobte und dafür umgehend von Antonio Conte, aktueller Trainer der Tottenham Hotspurs und von Kane, gerügt wurde.

Bereits vor dem Lewandowski-Transfer verpflichteten die Bayern Sadio Mané vom FC Liverpool, der zwar in der abgelaufenen Saison von Jürgen Klopp zumeist im Sturmzentrum eingesetzt wurde, dennoch eigentlich gelernter Flügelstürmer und weniger ein Neuner, obwohl er eine herausragende Saison gespielt hat. Er wurde nicht explizit als positionsgetreuer Ersatz für Lewandowski nach München gelotst, dennoch hatten Brazzo & Co. sicherlich Manés Variabilität im Hinterkopf gehabt.

Joshua Zirkzee traut man diese Rolle trotz seiner erfolgreichen Leihe bei RSC Anderlecht, wo er in der abgelaufenen Saison in 32 Partien 15 Tore verbuchte und acht Torvorlagen lieferte, wohl nicht zu. Er soll nach Möglichkeit verkauft werden und eine Ablösesumme generieren.

Wie sieht der Plan mit Mathys Tel aus?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, da Tel kaum Profierfahrung hat (lediglich 7 Kurzeinsätze als Einwechselspieler in der letzten Saison, null Tore), sodass man seine Rolle noch noch nicht abschließend beurteilen kann. Er ist in der Offensive, ähnlich wie Mané, variabel einsetzbar und kommt aufgrund seiner enormen Geschwindigkeit auch gerne über die Flügel. Allerdings spielte Tel bei der U17-EM für die französische Nationalmannschaft im Sturmzentrum und führte die Equipe Tricolore als Kapitän mit drei Treffern zum Turniersieg. Das 17-jährige Talent ist bereits jetzt 1,83m groß und sicherlich noch nicht am Ende seiner Wachstumsphase angelangt. Er könnte sich also zu einem echten Neuner entwickeln und perspektivisch die Lewy-Rolle einnehmen.

„Er ist natürlich noch kein Eins-zu-eins-Ersatz für Robert Lewandowski, aber er kann eines Tages einer der besten Stürmer werden – das ist unser Plan. Er kann sich zu einem Weltklassespieler entwickeln. Ich habe die Vision, dass er eines Tages 40 Tore schießt." - Julian Nagelsmann

Systemumstellung auf eine Doppelspitze?

Julian Nagelsmann hat bei seinen vorigen Stationen RB Leipzig und die TSG Hoffenheim stets mit zwei Stürmern gespielt. Diese Variante war bislang mit Lewandowski nicht denkbar, da das Spiel der Bayern auf den Polen zugeschnitten war und er sich in einem System mit nur einem Mittelstürmer am wohlsten fühlt. Nun herrschen andere Vorzeichen und Nagelsmann könnte auf eine Doppelspitze umstellen und so das Spiel des Rekordmeisters variabler und unberechenbarer machen.

Dabei bieten sich ihm verschiedene Möglichkeiten an. Sowohl Thomas Müller als auch Serge Gnabry haben bereits in der Vergangenheit, vor allem bei der Deutschen Nationalmannschaft, die Position des Mittelstürmers bekleidet und wurden auch in den bisherigen Vorbereitungsspielen, wo stets mit zwei zentralen Stürmern agiert wurde, dort eingesetzt. Dann wären auch Sadio Mané und Mathys Tel als Mittelstürmer denkbar. Sogar Jamal Musiala hat diese Position in seiner Jugend bekleidet und wäre eine weitere Alternative für den Sturm - außerdem wäre da noch Eric Maxim Chuopo-Moting, der jedoch nach wie vor eher als Back-up gesehen wird. All die genannten Spieler würden sich in einem System mit nur einer echten Spitze sichtlich schwer tun, in einer Grundformation mit zwei Spitzen jedoch den Lewy-Abgang abfangen können.

Fazit

Das Spiel der Bayern wird unabhängig von der Grundformation sehr viel variabler und schwerer auszurechnen. Es wird in der Offensive keinen Fixpunkt mehr geben, auf den sich sowohl die Mitspieler als auch die gegnerische Verteidigung fokussieren werden. Spieler wie Leroy Sané, Kingsley Coman und Serge Gnabry können mehr Zug zum Tor entwickeln und auf die eigenen Scorerpunkte schauen. Es ist ganz stark davon auszugehen, dass Julian Nagelsmann mit zwei Spitzen agieren wird und so allen Offensivspieler viele Tore ermöglichen wird. Es deutet vieles darauf hin, dass Gnabry und Mané die Doppelspitze bilden werden.

Mathys Tel würde so die nötige Zeit bekommen, um sich im Profifußball und in München einzuleben, und sich perspektivisch zu einem klassischen Neuner weiterentwickeln.

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Der "Königstransfer" des HSV: Ransford-Yeboah Königsdörffer

Der Hamburger SV hat Ransford-Yeboah Königsdörffer (20) für die kommende Saison verpflichtet. Für den Offensivspieler erhält die SG Dynamo Dresden eine Ablösesumme in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Bei den Hamburgern hat Königsdörffer einen Vier-Jahres-Vertrag bis zum 30.06.2026 unterschrieben und läuft künftig mit der Rückennummer 11 auf. (Foto: IMAGO / Dennis Hetzschold)

Frecher Trickser

Beim Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden war der 20 jährige Deutsch-Ghanaer einer der wenigen Lichtblicke in der abgelaufenen Saison. Mit fünf Toren und fünf Vorlagen war er zweitbester Scorer im Team und ein belebendes Element im Spiel der Sachsen. Auch in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern konnte er mit seiner Kreativität und feinen Technik immer wieder für Gefahr sorgen. Vor allem die "Zidane Pirouette" gehört zu seinen Lieblingstricks.

Berliner Jung

Ausgebildet wurde Königsdorffer bei Hertha BSC Berlin, wo der gebürtige Berliner von der U16 bis zur U19 stürmte, ehe er im Sommer 2019 ablösefrei nach Dresden wechselte. Es lag nicht an seinen Fähigkeiten oder seinem Talent, dass er es bei der Hertha nicht gepackt hat. Mit 17 Jahren zog er sich innerhalb eines Jahres an beiden Knien jeweils einen Meniskusriss zu und bangte zwischenzeitlich sogar um seine Karriere. Das war auch der Grund, weshalb er von der Hertha nach Dresden gewechselt ist.

In Dresden durchgestartet

Dort konnte er in der U19 vollends überzeugen und durfte mit 18 Jahren sein Profidebüt feiern, als er am 18. Spieltag der 2. Bundesliga bei der 0:2 Auswärtspleite beim 1. FC Nürnberg in der 68. Spielminute eingewechselt wurde. Der Durchbruch gelang ihm in der Folgesaison 20/21 in der 3. Liga, wo er maßgeblich daran beteiligt war, dass die Dresdener die Drittliga-Meisterschaft gewannen und in die 2. Bundesliga aufstiegen. Mit 27 Startelfeinsätzen gehörte er zum Stammpersonal und war mit sieben Tore und vier Torvorlagen Leistungsträger der Sachsen. Als flexibler Offensivspieler kommt der gelernte 1,83m große Mittelstürmer häufig auch über die Flügel und ist oftmals für die gegnerischen Abwehrreihen schwer zu durchschauen.

„Ich habe nicht unbedingt daran gedacht, dass die Profikarriere noch so früh oder überhaupt noch klappt." (Ransford-Yeboah Königsdörffer)

Kittel-Alidou-Nachfolger

Beim HSV soll er den zu Eintracht Frankfurt gewechselten Faride Alidou und den abwanderungswilligen Sonny Kittel ersetzen, der mit einem Wechsel in die MLS in Verbindung gebracht wird. In Hamburg trifft er mit Tim Walter auf einen Trainer, der ein Faible für junge Talente hat und sie mit viel Vertrauen und Einsatzzeit weiterentwickeln kann. Der Kader des HSV gehörte in der letzten Saison zu den jüngsten der Liga und konnte dennoch die Bundesliga-Relegation erreichen, wo man unglücklich an Hertha BSC Berlin scheiterte.

Fazit

In Hamburg könnte der deutsche U21-Nationalspieler den nächsten Schritt machen und beim vielleicht stärksten Verein der 2. Bundesliga in der kommenden Saison zu einer festen Größe werden. Mit ihm haben die Rothosen ein weiteres vielversprechendes Talent an Land gezogen, mit dem sie in diesem Jahr endlich die Rückkehr in die 1. Liga schaffen wollen.

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Was macht Franck Ribèry in der nächsten Saison?

Mit seinem aktuellen Verein, US Salernitana 1919, konnte Ribèry überraschenderweise den Klassenerhalt in der Serie A sichern. Der Vertrag des inzwischen 39-jährigen Franzosen lief ursprünglich diese Saison aus. Nun hat der Ex-Bayern-Spieler seinen Vertrag um ein Jahr bis zum 30.06.2023 verlängert. (Foto: IMAGO / Shutterstock)

Verletzungen haben König Franck noch nie gestoppt

Die ganz große Rolle beim Aufsteiger spielte der Kapitän der Mannschaft nicht, da er in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt nur auf 23 Einsätze kam, in denen er kein Tor erzielte und lediglich drei Torvorlagen verbuchen konnte. Seine Aufgabe ist es jedoch nicht mehr, über die Flügel mit seiner Dribbelstärke für Torgefahr zu sorgen, sondern eher durch seine Erfahrung und seinen Siegeswillen das Team von der 10er-Position aus zu führen. Von den 23 Ligaspielen stand er 16-mal in der Startelf, was nochmal seinen Stellenwert innerhalb der Mannschaft und beim Trainer der Italiener, Davide Nicola, zeigt. Wenn er gesund war, hat er zumeist gespielt.

Noch immer nicht satt

Trotz seines Alters und seiner nach wie vor bestehenden Verletzungsanfälligkeit denkt er nicht daran, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. So hat man seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert und damit gezeigt, dass man ihn, trotz weniger Scorerpunkte, als Fußballer aber vor allem auch als Persönlichkeit in der nächsten Saison nicht missen möchte.

Franck Ribery Trikot

Die Persönlichkeit von Franck Ribéry hat mich schon immer fasziniert.

Der Klassenerhalt in dieser Saison war alles andere als ein Spaziergang. Der Aufsteiger ging als absoluter Underdog in die Saison und war nach dem 32. Spieltag noch Tabellenschlussschlicht der Liga. Doch im Saison-Endspurt konnte man eine Serie von fünf Spielen in Folge ohne Niederlage hinlegen (2 Siege, 3 Unentschieden) und so erreichte Nicolas Truppe am letzten Spieltag durch tatkräftige Schützenhilfe noch dem 17. Platz und verhinderten den Abstieg in die Serie B.

Das Ziel für die nächste Saison ist ganz klar der erneute Klassenerhalt und dabei brauchen sie so viel Ribèry wie möglich.

Hinweis: Bei Interesse an einem solchen Trikotrahmen für die eigenen vier Wände oder als Geschenk für Fußballfans kann ich euch unverbindlich trikotrahmen.de empfehlen

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Schützenhilfe vom Ex: Hilft Daniel Thioune dem HSV im Aufstiegskampf?

Fortuna Düsseldorf empfängt heute Abend um 18:30 Uhr in der Merkur Spiel-Arena den aktuellen Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga, Darmstadt 98, und kann den Aufstiegskampf entscheidend beeinflussen. Die Lilien haben aktuell drei Punkte Vorsprung auf Rang 4, wo sich der HSV mit einer besseren Tordifferenz in Lauerstellung befindet. Gelingt der Fortuna der Dreier, kann der HSV mit einem Sieg morgen gegen Hannover 96 an Darmstadt vorbeiziehen. (Foto: IMAGO / Moritz Müller)

Wie Phönix aus der Asche

Nach der 0:1 Auswärtspleite am 29. Spieltag bei Holstein Kiel, war der HSV bereits abgeschrieben und stellte sich auf eine weitere Saison in der 2. Bundesliga ein. Die Hamburger belegten den sechsten Tabellenplatz und der Abstand zum damaligen Dritten und Stadtrivalen, FC St. Pauli, betrug beträchtliche sieben Punkte, zum 1. FC Nürnberg (5.) immerhin vier Punkte. Die Hoffnung war verschwunden und vom Aufstieg schien niemand mehr zu träumen. Vielleicht gerade deshalb ging man ohne Druck in die darauffolgenden Partien und konnte drei Siege am Stück einfahren. Gleichzeitig profitierte der HSV davon, dass alle höher platzierten Teams fast ausschließlich gegeneinander spielen mussten und sich gegenseitig die Punkte wegnahmen. Nun ist die Mannschaft von Cheftrainer Tim Walter überraschenderweise wieder voll im Aufstiegsrennen und die Fans träumen von der Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga. Totgesagte leben länger, wie es so schön heißt.

Ausgerechnet die ehemaligen Hamburger

Im Fokus des heutigen Spiels der Fortuna werden zwei ehemalige Hamburger sein, Ex-Trainer Daniel Thioune und Ex-Spieler Khaled Narey. Als der HSV zu Beginn der vergangenen Saison 20/21 Daniel Thioune als neuen Trainer vorstellte, erhoffte man sich mit dem vom VfL Osnbarück an die Elbe gewechselten Coach den lang ersehnten Wiederaufstieg. Nachdem man am Ende der Hinrunde die Herbstmeisterschaft feiern konnte, holte die Rothosen der "April-Fluch" ein und zwei Spieltage vor Schluss fand man sich auf dem vierten Tabellenplatz wieder. Die direkten Aufstiegsplätze konnten nicht mehr erreicht werden, sodass nur noch die Relegation möglich war. Dort rangierte die SpVgg Greuther Fürth mit drei Punkten Vorsprung auf die Hamburger, weshalb man wie so oft die Reißleine zog und Thioune durch HSV-Legende Horst Hrubesch ersetzte, der allerdings die Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen konnte.

Anfang Februar übernahm Daniel Thioune das Ruder von Christian Preußner, unter dem die Fortuna akut abstiegsgefährdet war. Es stellte sich als Glücksfall heraus, denn seit dem Trainerwechsel ist Fortuna Düsseldorf in der Liga ungeschlagen. In seinen bisherigen elf Spielen fuhr Thioune fünf Siege und sechs Remis ein und verdrängte alle Abstiegssorgen. Einen maßgeblichen Anteil am Erfolg trägt auch ein ehemaliger Schützling, Khaled Narey. Im Sommer wechselte der pfeilschnelle Flügelspieler ablösefrei von Hamburg zur Fortuna nach Düsseldorf und kommt in der laufenden Saison auf 8 Tore und 15 Vorlagen und ist die Lebensversicherung der Fortuna schlechthin. Kein Wunder, dass der Rechtsaußen nun auf dem Zettel vieler Bundesligisten steht.

Fazit

Nun könnten ausgerechnet der gescheiterte Ex-Trainer und der ehemalige HSV-Spieler heute dafür sorgen, dass die Hamburger weiterhin vom Aufstieg träumen dürfen. Wenn Düsseldorf heute nicht verliert und der HSV morgen das Derby zuhause gegen Hannover 96 für sich entscheidet, wird das Aufstiegsrennen erst am letzten Spieltag entschieden. Sollte die Siegesserie der Fortuna reißen und Darmstadt punktet in Düsseldorf, dürfte es für den HSV ganz schwer werden. Die Hamburger werden sich das Spiel ganz genau anschauen und Thioune und Narey die Daumen drücken.

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Klassenerhalt oder Abstiegskampf? Das droht dem VfL Wolfsburg bei einer Niederlage gegen Arminia Bielefeld

Der 29. Bundesliga-Spieltag könnte ein wegweisendes Spiel für die Wölfe werden und womöglich eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten. Gegen den direkten Tabellennachbarn aus der Alm steht Cheftrainer Florian Kohfeldt nach überstandener Corona-Infektion wieder an der Seitenlinie. Personell können die Wölfe wieder fast aus dem Vollen schöpfen. Im Hinspiel holten die Wölfe einen 0:2 Rückstand noch auf (Endergebnis 2:2) und konnten zumindest einen Auswärtspunkt auf der Alm ergattern. (Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)

Ein Sieg ist Pflicht - für beide

Aktuell stehen die Wölfe mit 31 Punkten auf Rang 14 in der Tabelle und haben damit fünf Punkte Vorsprung auf Hertha Berlin (17.) und Arminia Bielefeld (16.). Der VfB Stuttgart (15.) erwartet im Freitagabendspiel Borussia Dortmund und könnte mit einem Heimsieg vorerst bis auf einen Punkte an die Wölfe ranrücken. Sollte der VfL ihr Heimspiel am Samstag gegen Bielefeld verlieren wird es nochmal richtig eng im Tabellenkeller. Denn der Vorsprung auf den Relegationsplatz, und bei einem Sieg der Herthaner im Stadtderby gegen Union Berlin auch der direkte Abstiegsplatz, würde dann auf magere zwei Punkte schrumpfen und die Kohfeldt-Truppe wäre mittendrin im Abstiegskampf. Dabei spielen beide Konkurrenten an diesem Spieltag zuhause, auch wenn die Spiele kein Spaziergang werden dürfte. Die Hertha empfängt Union Berlin im Stadtderby und der VfB Stuttgart erwartet im Freitagabendspiel Borussia Dortmund.

Während Wolfsburg nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mit einem Dreier den Negativtrend stoppen kann, befinden sich die Bielefelder nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg mit nur einem Punkt in einer echten Krise. Der letzte Sieg war ein 1:0 Heimerfolg gegen Union Berlin am 23. Spieltag.

Fazit


Bei einem Sieg gegen die Arminia würden sie den Vorsprung mindestens halten, im besten Falle sogar ausbauen, sollten die anderen Vereine nicht gewinnen. Bei dann noch vier ausstehenden Spielen dürften die 34 Punkte sehr wahrscheinlich ausreichen, um auch nächstes Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse zu spielen. Das letzte Mal, dass 34 Punkte nicht zum direkten Klassenerhalt reichten, war die Saison 2016/17, als die Wölfe mit 37 Punkten auf dem Relegationsplatz landeten und sich dort erste retten und den Abstieg abwenden konnten.

Bei einer Niederlage dürfte es nicht nur für den Verein, sondern vor allem für Sportdirektor Jörg Schmadtke und Cheftrainer Florian Kohfeldt ungemütlich werden.

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Paukenschlag beim FC Bayern! Brazzo entlassen - Nagelsmann übernimmt Doppelrolle

Der FC Bayern München hat Hasan Salihamidzic mit sofortiger Wirkung als Sportdirektor entlassen. Der noch bis zum 30.06.2023 laufende Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Julian Nagelsmann soll zunächst, so wie bei den englischen Teams in der Premier League, übergangsweise als Teammanager fungieren und beide Rollen übernehmen. (Foto: IMAGO / Philippe Ruiz)

+++ Achtung: April-Scherz +++

Die Transferpolitik wurde Brazzo zum Verhängnis

Den Unmut der Fans brachte Brazzo durch seinen Disput mit Hansi Flick, der wegen Salihamidzic den Verein verließ, bereits in der letzten Saison gegen sich auf. Sie gründeten die Initiative "pro Hansi Flick - Brazzo raus!" und konnten über 70.000 Unterschriften sammeln. Der ausschlaggebende Grund für die Kritik am Bosnier waren die gescheiterten Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Thiago Alcantara, Jerome Boateng und allen voran David Alaba. Die letzten beiden verließen den Verein ablösefrei, was für den finanziell mindestens leicht gebeutelten Klub fatal ist. Dazu kam, dass Brazzo keine den Kader qualitativ verstärkende Transfers tätigte.

Mit der Verpflichtung von Julian Nagelsmann erhielt Brazzo die Chance zu zeigen, dass er in der Lage ist mit einem erfolgreichen Trainer klar zu kommen und ihm einen starken Kader zur Verfügung zu stellen. Nun verlässt mit Niklas Süle, ebenso wie voraussichtlich Corentin Tolisso, erneut ein wichtiger Spieler und Innenverteidiger im besten Alter ablösefrei die Bayern wegen "mangelnder Wertschätzung". Bei Borussia Dortmund erhält er weniger, als ihm die Bayern angeboten haben. Auch hier versäumte es Brazzo, frühzeitig den Vertrag des deutschen Nationalspielers zu verlängern.

Stockende Vertragsverlängerungen

Die Verträge von Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Serge Gnabry laufen allesamt am 30.06.2023 aus und es wurden nach wie vor keine konkreten Gespräche geführt. Diese Spieler sind für den Verein, für die Fans und für den Erfolg der Mannschaft elementar wichtig. Auch hier ließ sich Brazzo zu viel Zeit und stiftet bei den Spielern, der gesamten Mannschaft und den Anhängern unnötige Unruhe, was gerade in der so wichtigen Saisonphase, in der es um die Titel geht, fatal sein könnte.

Auch was Transfers angeht, die die Bayern im Sommer dringend nötig haben, sind bislang außer Ryan Gravenberch noch keine Neuverpflichtungen in Sicht. Bisher war es beim FCB unter Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß so gewesen, dass Verträge frühzeitig verlängert wurden und Transfers still und heimlich zu diesem Zeitpunkt bereits feststanden.

Die Ambitionen sollen weiterhin hoch sein

Die Bayern-Bosse haben schon seit längerer Zeit die Befürchtung, dass Salihamidzic der Aufgabe schlicht nicht gewachsen. Nun hat die Sorge um den Verlust von Lewandowski, Gnabry & Co. sowie die trüben Aussichten auf einige Verstärkungen im Sommer dazu geführt, dass allen voran Oliver Kahn die Reißleine gezogen und Hasan Salihamidzic entlassen hat. Vor allem möchte man verhindern, dass dem FCB international der Rang abgelaufen wird und man sich nicht mehr den Gewinn der Champions League als Saisonziel setzen kann

Julian Nagelsmann soll übergangsweise nach dem englischen Modell zusätzlich die Rolle von Hasan Salihamidzic übernehmen, wobei ihm Marco Neppe tatkräftig unterstützend zur Seite stehen wird. Im Sommer will man dann schauen, ob er diese Rolle weiter einnimmt oder ein neuer Sportdirektor verpflichtet wird. Nagelsmann hat sowieso in den letzten Monaten den Part von Kahn und Brazzo, vor allem gegenüber den Medien, inne gehabt. Er beantwortete nicht nur Fragen zu anstehenden Spielen, wie es üblich ist bei Cheftrainer, sondern musste sich auch über Transfers, Vertragsverhandlungen und sogar über die aus dem Ruder geratene Jahreshauptversammlung erklären. Sein Wunsch nach Transfers im Winter wurden von Brazzo abgebügelt.

Mehr Wohlfühloase - Kommt womöglich Max Eberl?

Sowohl den Fans als auch der Mannschaft tut der Rausschmiss von Brazzo gut und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Die Stimmung war losgelöst, als Brazzo der Mannschaft seinen Abgang verkündete.

Der erste Namen der nun fällt ist Max Eberl. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er mitten in der laufenden Saison seinen Rücktritt bei Borussia Mönchengladbach erklärt. Der ehemalige Bayern-Spieler hat allerdings nie einen Hehl daraus gemacht, dass er eines Tages gerne nach München zurückkehren möchte. Es ist allerdings fraglich, ob er nach so kurzer Zeit wieder genug Kraft gesammelt hat, um den kräftezerrende Posten als Sportdirektor des FC Bayern München zu übernehmen.

..... April April ;)

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