DFB-Spielorte 2019: Wieder nichts im Osten

DFB-Spielorte 2019: Wieder nichts im Osten

Der DFB hat die Austragungsorte der Heimspiele der deutschen Nationalmannschaft für das Jahr 2019 festgelegt. Und wie schon in der letzten Qualifikationsperiode zur WM in Russland findet kein Spiel im Osten statt. 

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Los geht es für die deutsche Nationalmannschaft am 20. März in Wolfsburg gegen die Auswahlmannschaft Serbiens. Der Gegner vom Balkan um Luka Jovic und Co. ist sicherlich ein guter Härtetest vor dem Beginn der Qualifikation zur Europameisterschaft. Denn nur vier Tage später muss das DFB-Team bereits in Holland ran, das vermeintlich schwerste Spiel in der Quali-Gruppe. 

Das erste Heimspiel der Deutschen wird erst im Juni stattfinden. Gegen Gruppengegner Estland ist die Arena in Mainz sicherlich eine angemessene Kulisse und man darf auf ein ausverkauftes Stadion hoffen. Allerdings sind am letzten Spieltag die Nordiren in Frankfurt zu Gast, sodass zwei der vier Quali-Spiele im Rhein-Main-Gebiet stattfinden - bundesweite Verteilung sieht anders aus. Und ob die Partie gegen Nordirland 50.000 Zuschauer in die Commerzbank-Arena locken kann, ist sehr fraglich. Ebenso lehre Ränge wird es vermutlich auch im Mönchengladbacher Borussia-Park gegen Weißrussland geben.

Holland-Knaller in Hamburg

Das Highlight der Qualifikation aus deutscher Sicht findet am 6. September in Hamburg statt: Wenn die Holländer kommen, herrscht sicherlich gute Stimmung. Und hierfür ist das Volksparkstadion in Hamburg perfekt geeignet. Dadurch, dass Hamburg nur knapp 250 Kilometer von der holländischen Grenze entfernt liegt, ist auch mit einigen Oranje-Fans zu rechnen.

Beim letzten Spiel gegen die Niederlande, das 2:2 in der Nations League, besuchten jedoch nur 42.000 das Spiel auf Schalke - über 10.000 Ränge blieben leer.

Der Osten geht leer aus

Weder das Testspiel gegen Serbien noch eins der vier Pflichtspiele wurde in die ehemalige DDR verlegt. Dabei hätte gerade das Spiel gegen Mainz aufgrund der oben genannten Rhein-Main-Problematik genau so gut in Dresden oder Rostock stattfinden können. Beide Stadien sind hochmodern und verfügen über ähnliche Kapazitäten wie die Mainzer Opel Arena. Das letzte Länderspiel im Rostocker Ostseestadion ist schon über 12 Jahre her. Im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden war zuletzt im Jahr 2011 bei der Frauenweltmeisterschaft internationaler Fußball zu sehen.

Bereits in der Qualifikation zur WM 2018 in Russland fand keines der insgesamt fünf Heimspiele Deutschlands in den neuen Bundesländern statt. Kürzlich traf man in einem bedeutungslosen Freundschaftsspiel in Leipzig auf Russland. In selbigem Stadion fand auch das letzte Pflichtspiel der deutschen Nationalmannschaft im Osten statt, was schon über drei Jahre zurück liegt: Ein 2:1-Sieg gegen Georgien.

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