LänderspielFuchs

Kellerstimmung zum Karnevalsauftakt in Köln und Mainz

Ausgerechnet zum Fastnachtsbeginn stehen beim 1.FC Köln und dem FSV Mainz 05 Chaostage an: Beide Vereine suchen nach den Heimpleiten am Wochenende einen neuen Trainer. Statt ausgelassen Karneval feiern zu können gilt es nun, den Abstiegskampf anzunehmen.

Köln ohne Trainer und Sportchef

Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage gegen Hoffenheim steht der Effzeh weiterhin mit nur sieben Zählern auf Rang 17. Unmittelbar danach trennte sich der Verein von Trainer Achim Beierlorzer sowie Geschäftsführer Armin Veh. Übergangsweise werden Co-Trainer André Pawlak und Manfred Schmid die Mannschaft trainieren. Der Posten von Armin Veh wird interimsweise von Frank Aehlig übernommen. Dieser verkündete bereits, dass Bruno Labbadia, welcher als Trainer-Nachfolge gehandelt wurde, nicht die Mannschaft übernehmen werde. Als weitere Gerüchte stehen die Namen Pal Dardai sowie Tayfun Korkut im Raum. Beide Trainer sind zurzeit vereinslos und wissen, was Abstiegskampf bedeutet.

Mainz entlässt Sandro Schwarz

Noch am Samstagabend nach der enttäuschenden 2:3-Niederlage gegen Union Berlin hatte Manager Schröder erklärt, gemeinsam mit Trainer Sandro Schwarz eine Lösung zu finden. Am Sonntagmorgen war es dann doch soweit. Der Verein, der lange an Schwarz festgehalten hat, trennt sich von seinem Coach. Der Auftritt der Mainzer gegen Direktkonkurrent Union Berlin war extrem enttäuschend, wenig Kampf und Mut war zu sehen. Bereits vor einer Woche hatte man sich in Leipzig vorführen lassen (8:0).

Mit 30 Gegentoren ist Mainz die Schießbude der Liga. Die 05er brauchen nun einen Coach, der die Defensive stabilisiert, der aber auch mit Herzblut dabei ist und zur Philosophie des Vereins passt. Zwar ist für die Mainzer Abstiegskampf nichts neues, doch der ungeheure Frust ist auch bei den Fans immer mehr spürbar. Die sonst so treuen Anhänger des FSV beschallten ihre Mannschaft beim Union-Debakel mit lautstarken Pfiffen.

Die nächsten Spiele von Köln und Mainz:

Zunächst hat der 1.FC Köln mit dem Auswärtsspiel in Leipzig eine Hercules-Aufgabe vor der Brust. Doch danach folgen mit Augsburg und Union Berlin gleich zwei Sechs-Punkte-Spiele. Vor allem die Kölner Offensive sollte bis dahin angriffslustiger sein, mit zehn Treffern aus elf Spielen hat Köln derzeit den schlechtesten Sturm der Liga.

Auf Mainz warten in diesem Jahr noch ordentliche Kaliber: Der nächste Gegner ist die TSG Hoffenheim, welche zuletzt fünf Siege in Folge einfuhr. Es sind die Partien in Augsburg oder in Bremen, wo sie die Punkte holen müssen. Auch im Derby zuhause gegen Eintracht Frankfurt ist was drin, dafür bedarf es aber einer großen Willenssteigerung im Vergleich zu den letzten Auftritten.

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Diese Trainer werden als Kovac-Nachfolger gehandelt

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet der Rekordmeister vollzieht die erste Trainerentlassung der Saison 2019/20 in der Bundesliga. Zunächst übernimmt Hansi Flick das Amt von Niko Kovac, Herrmann Gerland rutscht auf den Co-Trainer-Posten, mit dem er bereits vertraut ist. Doch es stehen einige Gerüchte und Spekulationen im Raum, wer den FC Bayern übernehmen könnte.

Arsene Wenger

Der 70-Jährige Franzose ist ein heiß gehandelter Kandidat auf den Trainerposten bei den Münchnern. Über 20 Jahre lang stand der Franzose an der Seitenlinie des FC Arsenals und führte die Gunners u.a. ins Champions League Finale 2006. Vor einem Jahr trennten sich dann die Wege von Arsenal und Arsene Wenger. Seitdem ist Wenger nicht mehr als Trainer aktiv. Bereits 2018 betonte er, dass er sich ein Engagement beim FC Bayern gut vorstellen könne. Arsene Wenger ist sogar der deutschen Sprache mächtig.

Massimiliano Allegri

Ein Mann, der ebenfalls das Format hätte, die Bayern zu coachen, ist der Italiener Massimiliano Allegri. Laut "Sky" soll Allegri sich gut vorstellen können, beim FC Bayern anzuheuern. Auch Landsmann Luca Toni und Lothar Matthäus halten den 52-Jährigen für einen geeigneten Nachfolger.

"[...] für mich die spannendste Lösung" erklärt Matthäus gegenüber "Sky".

Allerdings hat sich Allegri im Sommer 2019 aus privaten Gründen von Juventus Turin verabschiedet und sich vom Fußballgeschäft erstmal zurückgezogen. Sein Plan ist, erst wieder zur Saison 2020/21 in das Geschäft einzusteigen. Und wer weiß, vielleicht dann ja beim FC Bayern...

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Massimiliano Allegri hat Juve fünfmal in folge zur Meisterschaft geführt

Ralf Rangnick

Im Sommer hat Ralf Rangdick den Trainerposten bei RB Leipzig an Julian Nagelsmann übergeben. Nach Leipzig würde der FCB einen nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn darstellen. Rangnick wäre wohl einer Anstellung beim Rekordmeister nicht abgeneigt. Allerdings gibt es seitens der Münchner Gegenwind: Schon öfters haben sich Rangnick und Bayern-Präsident Uli Hoeneß in die Haare gekriegt. Deshalb ist mit einer Übernahme durch Ralf Rangnick eher nicht zu rechnen.

Mark van Bommel

Auch der Name Mark van Bommel kursiert als Anwärter auf die Trainerposition bei den Bayern. Der 42-Jährige Holländer hat fünf Jahre beim FCB gekickt und wäre dort als Trainer gern gesehen. Was seine Trainerlaufbahn betrifft ist van Bommel noch vergleichsweise unerfahren. Derzeit steht er bei PSV Eindhoven bis 2021 unter Vertrag, wo er seinen Job bislang tadellos erfüllt. Dennoch wäre der FC Bayern perspektivisch ein großer Schritt für Mark van Bommel.

In der Trainer-Debatte bei den Bayern fallen einige Namen, unter anderem auch Thomas Tuchel und Mourinho. Letztendlich ist es erst einmal Hansi Flick, der die Bayern-Stars in den nächsten Spielen coachen wird.

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Vorschau 10. Spieltag: Wer bricht oben aus?

Zwischen Tabellenplatz 1 und 10 liegen gerade einmal fünf Punkte, der Kampf um die Tabellenspitze beginnt in diesem Jahr so spannend wie noch nie. Die Bayern sind nicht mehr so dominant wie in den Jahren zuvor, außerdem mischt eine Handvoll Überraschungsteams wie z.B der SC Freiburg oben mit. Am kommenden Bundesliga-Spieltag gibt es am Samstag um 15:30 gleich drei Topspiele, wo sich das eine oder andere Team vielleicht oben absetzen kann.

Tabellenführer Gladbach zum Derby nach Leverkusen

Mit vier Zählern Vorsprung auf Leverkusen geht Borussia Mönchengladbach in das Rhein-Derby am Samstagmittag. Für die Werkself ist die Partie eine große Chance, auf die internationalen Plätze aufzuschließen und zu zeigen, dass in der Bosz-Truppe mehr steckt. In der Bundesliga und in der Champions League läuft es nicht wirklich rund für Bayer, sodass sie im Spiel gegen Mönchengladbach unter Ergebnisdruck stehen. Womöglich muss Peter Bosz dabei auf beide Bender-Zwillinge verletzungsbedingt verzichten. Doch auch die Gladbacher sind von Verletzungspech geplagt: Mit Spielern wie Ginter, Jantschke oder Embolo fallen den Fohlen wichtige Namen weg. Nichts desto trotz darf man sich auf ein hochklassiges und spannendes Derby zwischen freuen. Obwohl die Borussia als Tabellenführer anreist, liegt die Siegesquote bei Interwetten bei 3,30. Ein Sieg Leverkusens würde immerhin mit dem 2,05-fachen des Einsatzes honoriert werden.

Erste Niederlage für Wolfsburg?

Der VfL Wolfsburg ist der einzige Verein, der in der Saison 2019/20 noch keine Niederlage kassiert hat. Das liegt unter anderem an der disziplinierten Defensive, die mit fünf Gegentoren die beste Abwehr der Liga darstellt. Somit muss sich der BVB am Samstag strecken, um die Abwehr der Gäste aus Niedersachsen zu knacken. Im eigenen Stadion erwarten die Schwarz-Gelben natürlich einen Sieg, anderenfalls würde es um Trainer Favre noch unruhiger werden. Ähnlich wie Wolfsburg sind viele Spiele der Dortmunder knapp gewesen und endeten in einem Unentschieden. Ein weiteres Remis würde keinem der beiden Mannschaften so wirklich helfen, Dortmund liegt drei Punkte hinter der Spitze, Wolfsburg einen Punkt davor auf Rang 4. Das große Manko der Wolfsburger ist die Offensive, auch wenn sie mit Wout Weghorst (5 Saisontore) einen wuchtigen Stürmer im Angriff haben. Der VfL bringt es aktuell auf 11 Tore, genauso viel wie Schlusslicht Paderborn. Somit darf die Borussia-Defensive hoffen, im dritten Bundesliga-Spiel in Folge zu null zu spielen. Bei Interwetten ist Dortmund der klare Favorit.

Frankfurt gegen Bayern im Free-TV

Ein echter Kracher des 10. Spieltags ist die Begegnung Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern, welche live am Samstag um 15:30 Uhr im ZDF zu sehen ist. In der Commerzbank Arena wird die Bayern sicherlich eine hitzige Atmosphäre erwarten. Gegen Leverkusen brennte die SGE bereits ein 3:0-Spektakel ab und kann jetzt mit einem Sieg gegen die Münchner auf die internationalen Plätze aufschließen. Für Niko Kovac, der mit Frankfurt 2018 den DFB-Pokal gewann, wird die Partie besonders emotional und auch ein Härtetest. Nachdem die Bayern zuletzt bei eher schwächeren Gegnern schon ihre Probleme hatten, wartet nun ein größeres Kaliber auf sie. Nach dem knappen Pokalsieg in Bochum unter der Woche äußerten Trainer Kovac und auch Schlussmann Manuel Neuer kritische Stimmen, bei den Bayern läuft es zurzeit nicht gerade rund. Das könnte für Frankfurt die Gelegenheit sein, dem FCB am Samstag Punkte abzuknüpfen. Die Quote auf Heimsieg liegt bei Interwetten bei 6,00. Bei Unentschieden sind es immerhin noch 4,50 während die Quote auf Auswärtssieg 1,50 beträgt.

Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern haben schwere Auswärtsaufgaben zu bewältigen, Dortmund kann mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg einen großen Schritt machen. Allerdings darf man auch gespannt sein, wie die Konkurrenten aus Leipzig, Schalke und Freiburg am Wochenende performen.

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Die Chaos-Zukunft der Nations League

Bereits die Einführung der Nations League als zusätzlichen Wettbewerb wurde vielerseits kritisch betrachtet. Nach der Erstausgabe 2018/19 wird nun gleich die erste Änderung vorgenommen und es werden zwangsläufig weitere Änderung kommen.

Plötzliche Umverteilung der vier Ligen

Zwischen den Ligen A, B, C und D ist ein Auf- und Abstiegssystem vorgesehen, wodurch nach der Gruppenphase 2018 zwölf Teams, darunter auch Deutschland, absteigen müssten. Die UEFA hat allerdings kürzlich beschlossen, die oberen Ligen aufzustocken. Somit bestehen künftig Liga A, B und C jeweils aus 16 Teams und Deutschland darf in der kommenden Saison in Liga A spielen. Die übrigen sieben Teams bilden Liga D. Während also in jeder Liga vier Vierergruppen existieren wird Liga D wohl oder übel in einer Vierer- und einer Dreiergruppe ausgetragen. Ein Problem tritt da schon auf, denn in Liga D wird es nur zwei Gruppensieger und somit zwei Aufsteiger geben, während aus Liga C aber vier Gruppenvierte den Gang ins Unterhaus antreten müssten. Ob am Ende tatsächlich vier von sieben Liga D-Teams (mehr als die Hälfte) aufsteigen würden oder ob der Austausch zwischen Liga C und D anders geregelt wird ist noch unklar.

Einfluss der Nations League auf die WM 2022

Es ist unumgänglich, dass das Qualifikationssystem für die WM 2022 in Katar verändert werden muss. Denn anstatt 24 Teams, die bei der Euro 2020 mitspielen verfügt Europa nur über 13 Startplätze bei einer Weltmeisterschaft. Trotzdem soll die Nations League weiterhin einen Einfluss auf die WM-Quali haben. Dass allerdings jeder der vier Ligen wieder ein fester Startplatz zugeordnet würde, wäre verrückt. Denn Liga D, in welcher die sieben schlechtesten Nationen der insgesamt 55 Länder der UEFA spielen, erhielte einen fixen Startplatz. Die wohl realistischere Lösung ist die Idee, der Nations League zwei Startplätze an den Play-Off zur WM zu geben. Demnach sollen in den zehn herkömmlichen Qualifikationsgruppen zunächst zehn Direktteilnehmer an der WM ausgespielt werden. Die zehn Gruppenzweiten würden mit zwei Teams der Nations League zusammengelegt werden und in zwei Runden die drei übrigen Startplätze unter sich ausmachen. Damit würde die Nations League aber deutlich an Attraktivität verlieren, denn bevor man überhaupt in die finale Play-Off-Runde gelangt, muss man sich zunächst in der Nations League selber in den ligeninternen Play-Offs um eben jenen Startplatz durchsetzen. Außerdem ist noch nicht definiert,wie die zwei Startplätze in der Nations League überhaupt vergeben werden.

Es wird nicht weniger chaotisch

Nach der WM in Katar soll turnusgemäß die Nations League 2022/23 starten, welche wiederum Auswirkungen auf die Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland haben wird. Man greift also wieder auf das Prinzip mit den vier Startplätzen zurück, welches bei der aktuellen EM-Quali angewandt wird. Der Unterschied ist jedoch, dass sich für 2024 nur 23 Mannschaften qualifizieren können, da Deutschland als Gastgeber torqualifiziert ist. Wie die Startplatzverteilung hier angepasst wird und ob Deutschland dennoch in der Nations League Gruppenphase antreten wird steht in den Sternen. Und nach der Euro 2024 wird man den Modus gleich nochmal verändern müssen: Denn für die WM 2026 stehen der UEFA 16 Startplätze zur Verfügung, da das WM-Teilnehmerfeld von 32 auf 48 Länder aufgestockt wird. Die Nations League wird in den nächsten Jahren darunter leiden, immer wieder umstrukturiert werden zu müssen, sofern man die Möglichkeit, sich über sie für ein großes Turnier qualifizieren zu können, erhalten will.

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EM-Quali: Diese Nationen zittern noch um die Euro

Sechs Nationen konnten am vergangenen Doppelspieltag die EM-Quali vorzeitig perfekt machen. Weitere Top-Mannschaften wie England, Deutschland oder die Niederlande haben ebenfalls gute Aussichten auf die Teilnahme an der Euro 2020. Doch für einige Top-Nationen geht es ab dem 14. November um alles oder nichts.

Dreikampf zwischen Irland, Dänemark und der Schweiz

In Gruppe D führt zwar Irland noch die Tabelle an, jedoch haben die Iren ein Spiel mehr als die Verfolger aus Dänemark und der Schweiz bestritten. Zuletzt waren die Leistungen der Iren etwas dürftig: In den Partien gegen die Schweiz und in Georgien konnte man lediglich einen Zähler einfahren. Das große Manko ist die Offensive, gerade einmal sechs Tore erzielte Irland in der laufenden Qualifikation, eins weniger als Viertplatzierter Georgien.

So ist es gut möglich, dass Irland auf der Zielgerade noch von Dänemark und der Schweiz überholt wird. Die Schweiz hat mit Georgien und Gibraltar zwei machbare Aufgaben vor der Brust. Für Dänemark geht es am letzten Spieltag auf die grüne Insel, wo die Iren womöglich ihre letzte Chance wittern. Die qualitativ doch um einiges besser besetzten Dänen konnten jedoch kürzlich die Schweiz besiegen und haben gute Karten, Irland hinter sich zu lassen.

Portugal und Serbien im Fernduell

Die größte Überraschung in Gruppe B ist wohl die Ukraine, die sich souverän das Ticket zur EM sicherte und auch als Gruppensieger feststeht. Durch den 2:1-Sieg gegen die Portugiesen geraten CR7 und Co. nochmal unter Druck. Nur noch einen Punkt Vorsprung hält Portugal auf Serbien. Mit Litauen und Luxemburg hat der Europameister von 2016 allerdings ein leichtes Restprogramm, die Serben treffen noch auf Luxemburg und die Ukraine. Für die Serben, die 2018 bei der WM teilnahmen und mit Spielern wie Tadic, Nastasic oder Jovic über einen starken Kader verfügen, wäre die Nicht-Qualifikation eine Enttäuschung. Allerdings gibt es noch die Play-Offs als Hintertürchen: Da Serbien in der Nations League in Liga 3 Gruppensieger wurde, steht ihnen auf jeden Fall der Play-Off-Startplatz zur Verfügung.

Showdown in Bukarest

Während die Spanier in Gruppe F die Qualifikation perfekt gemacht haben, müssen die Schweden noch um die EM-Teilnahme zittern. Denn durch den Last-Minute-Ausgleich der Spanier in Schweden konnten sich die Skandinavier nicht von Rumänien absetzen. Andererseits verpassten die Rumänen ihrerseits mit dem 1:1 gegen Norwegen, an den Schweden vorbeizuziehen. Somit kommt es am 15. November in Bukarest zum Showdown. Rumänien muss Schweden schlagen, um an ihnen vorbeizuziehen. Spielerisch sind die Schweden um Emil Formberg sicherlich besser veranlagt, doch Rumänien wird im eigenen Stadion sicherlich mit Herzblut kämpfen. Allerdings wartet auf die Rumänen drei tage später noch eine Hercules-Aufgabe, wenn es in Madrid gegen Tabellenführer Spanien geht. Schweden wird im Parallelspiel zuhause gegen die Färöer-Inseln wahrscheinlich nichts anbrennen lassen und hat somit gute Chancen, sich am 18. November über die Direktqualifikation zur Europameisterschaft freuen zu dürfen.


Neben der Ukraine und Spanien konnten auch Italien und Polen in ihren Gruppen das Ticket zur EM 2020 lösen. In Gruppe I stehen mit Belgien und Russland sogar beide direkt qualifizierten Teams schon fest. 28 Nationen kämpfen Mitte November noch um 14 zu vergebene Startplätze. Im März 2020 werden dann über die Play-Off-Turniere die letzten vier EM-Teilnehmer ausgespielt.

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EM-Quali: Showdown in der Frankreich-Gruppe, Österreich und Schweiz unter Druck

Zwischen dem 10. und 15. Oktober stehen wieder zwei Spieltage der EM-Qualifikation an. Während in einigen Gruppen schon so gut wie fest steht, wer sich durchsetzt geht es für ein paar Nationen jetzt in die heiße Phase. Hier ein Ausblick auf die spannendsten Duelle der kommenden Länderspielpause:

Dreikampf zwischen Frankreich, Island und der Türkei

In Gruppe H führen die Türken punktgleich mit der Equipe Tricolore (beide 15) die Tabelle an, Island folgt auf Rang 3 mit 12 Zählern. Bereits am Freitag kommt es zum Showdown in Reykjavik, wenn Weltmeister Frankreich im hohen Norden zu Gast ist. Wenn Island sich noch Chancen auf Platz 2 und damit die Teilnahme an der Euro 2020 ausrechnen will, müssen gegen den Konkurrenten aus Frankreich auf jeden Fall Punkte her. Zuletzt enttäuschte die isländische Nationalmannschaft, als man mit 4:2 in Albanien verlor. Ein Hoffnungsschimmer könnte allerdings ihre Heimstärke sein, bis jetzt gewann Island alle drei seiner bestrittenen Heimspiele in der laufenden Qualifikation. Dennoch liegt die Quote auf Heimsieg beim Wettanbieter Interwetten bei 7,20 während ein Remis immerhin noch das 4,4-fache des Einsatzes einspielt.

Parallel wird die Türkei vermutlich drei Punkte im Heimspiel gegen Albanien einfahren. Allerdings geht es für die Türken drei Tage später zur Sache: Dann steigt nämlich im Stade de France das Topspiel gegen Frankreich. Je nachdem wer in dieser Partie Punkte verliert können die Isländer mit einem Pflichtsieg gegen Andorra nochmal ganz oben anklopfen. Fest steht jedoch, dass sowohl Frankreich als auch die Türkei die Sache in der eigenen Hand haben.

Österreich will an Nachbar Slowenien vorbei

Die Ösis stehen in Gruppe G nur auf Platz 3 und müssen in den nächsten beiden Spielen liefern. Zunächst geht es gegen die vom Österreicher Andreas Herzog trainierten Israelis, gegen die man im Hinspiel bereits verlor und gewarnt sein sollte. Denn mit einem Auswärtssieg könnte Israel sogar an Österreich vorbeiziehen und die Hoffnung auf die EM-Qualifikation bewahren. Ein wichtiger Faktor könnte sein, ob Bayern-Star David Alba rechtzeitig fit wird. Denn nicht weniger leicht wird es dann am 13.10. in Ljubljana, wo das Derby gegen Slowenien ansteht. Die Slowenen liegen, u.a. dank eines zuletzt eingefahrenen Heimsieges gegen Spitzenreiter Polen einen Punkt vor Österreich auf Platz 2 und wollen jetzt im Schlussspurt die EM-Quali perfekt machen.

Dadurch, dass die Polen in den vergangenen zwei Spielen federn gelassen haben, könnte die Gruppe auch nochmal komplett auf den Kopf gestellt werden. Der Vorsprung auf Österreich beträgt mittlerweile nur noch drei Punkte. Selbst Nordmazedonien und Israel haben daher zumindest noch rechnerische Chancen, wobei es eher auf einen Dreikampf zwischen Polen, Slowenien und Österreich hinauslaufen dürfte.

Die Schweiz muss nach Kopenhagen

Für die schweizer "Nati" steht am Samstag das Kräftemessen mit Dänemark an. Dabei soll Xherdan Shaqiri wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren. Die Schweiz liegt mit 8 Punkten einen Zähler hinter den Dänen auf Platz 3, hat aber auch ein Spiel weniger bestritten. Daher steht Dänemark genauso unter Druck, denn mit einer Niederlage läge man trotz einem Spiel mehr hinter der Schweiz auf dem dritten Platz. Doch auch Tabellenführer Irland (11 Punkte) kann sich seiner Sache noch nicht sicher sein. Die Iren müssen am Samstagmittag nach Georgien, wo Dänemark kürzlich erst gestolpert ist. In den letzten beiden Spielen trifft Irland dann auf Dänemark und auf die Schweiz. Es ist also nicht auszudenken, dass am Ende Dänemark und die Schweiz, welche über die qualitativ besseren Kader der Gruppe D verfügen, die Qualifikation packen und die Iren noch auf Platz 3 abrutschen. Laut Interwetten werden sowohl die Begegnung Georgien-Irland als auch Dänemark-Schweiz eine knappe Angelegenheit, da keine Quote unter 2,00 liegt.


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