Kampf um Europa: Wer hat die Nase vorne?

Kampf um Europa: Wer hat die Nase vorne?

Während die Bayern schon mit einer Hand an der Schale sind, geht es im Kampf um die internationalen Startplätze noch heiß her. Wer kann sich in den letzten zwei verbleibenden Spielen noch die Champions League bzw. die Europa League-Teilnahme sichern?

Champions League: Kampf um Platz Vier

Die Top 3 der Bundesliga stehen bereits fest, doch noch fünf Vereine schielen auf Platz Vier, welcher seit 2017 sogar die Direktqualifikation zur Königsklasse bedeutet und somit höchst attraktiv ist. 

Aktuell Viertplatzierter ist Eintracht Frankfurt, was sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League eine überragende Saison spielt. Doch der intensive Spielstil vom Team von Adi Hütter scheint der Mannschaft in den Knochen zu stecken. In den letzten vier Bundesliga-Partien holten die Adler nur zwei Punkte. Beim kürzlich vergangenen 6:1 in Leverkusen wurde die Eintracht praktisch überrollt. In den letzten beiden Spielen geht es zunächst im eigenen Stadion gegen Mainz 05 - ein Pflichtsieg, wenn man Champions League spielen will. Am 34. Spieltag sind die Hessen jedoch beim FC Bayern München zu Gast, was eine große Herausforderung darstellt. Es sei denn, die Bayern sind zu diesem Zeitpunkt schon sicherer Meister. Vergangene Saison konnte der VfB Stuttgart am letzten Spieltag in der Allianz Arena einen 4:1-Auswärtssieg feiern.

Punktgleich mit Eintracht Frankfurt auf Rang Fünf ist Bayer Leverkusen. Die Werkself konnte zuletzt vier Spiele in Folge gewinnen, darunter der 6:1-Kantersieg gegen den direkten Konkurrenten aus Frankfurt. Leverkusen ist frisch, bissig und hungrig auf Platz Vier. Das Team um Youngsters wie Julian Brandt oder Kai Havertz ist derzeit in Top-Form und hat ein vergleichsweise leichtes Restprogramm: Es geht gegen Schalke 04 und die Hertha aus Berlin. Zwei Mannschaften, für die es in dieser Saison um nichts mehr geht. Bayer hat gute Karten, auf der Zielgerade noch auf den vierten Platz vorzurücken und nächstes Jahr in der Champions League zu spielen.

Mit je zwei Punkten Rückstand befinden sich Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg noch gut im Rennen auf den Champions League-Platz, auch wenn sie auf Punktverluste von Frankfurt und Leverkusen angewiesen sind. Beide haben am 33. Spieltag ein Auswärtsspiel bei einem Abstiegskandidat: Gladbach muss nach Nürnberg - keine einfache Aufgabe, zumal der Club kürzlich gegen die Bayern einen Punkt holte. Für Wolfsburg geht es zum VfB Stuttgart, welcher mit einem Sieg Platz 16 festigen könnte. Am letzten Spieltag trifft Borussia Mönchengladbach dann auf die andere Borussia aus Dortmund, während Wolfsburg die Augsburger empfängt. Die Wölfe haben damit zwei lösbare Aufgaben vor der Brust, außerdem ist das Team von Bruno Labbadia zurzeit in guter Verfassung. Die Fohlen dagegen tun sich in der Rückrunde weiterhin extrem schwer. Außerdem steht man noch dem BVB gegenüber, welcher theoretisch am letzten Spieltag noch um die Meisterschaft kämpfen könnte. 

Wer zieht in die Europa League ein?

Gladbach und Wolfsburg, aber auch die SGE und Bayer Leverkusen dürfen bei all den Königsklassen-Träumen den Blick nach hinten nicht verlieren - alle vier können am Ende der Saison noch auf Platz 8 landen, womit sie mit leeren Händen dastehen würden. Denn für Platz 5 und 6, was die direkte Teilnahme an der Euro League bedeutet, bewerben sich auch noch die TSG Hoffenheim sowie Werder Bremen. Die TSG kann mit drei Punkten Rückstand auf Frankfurt sogar noch die Champions League erreichen. Als nächstes geht es für die Kraichgauer ins Direktduell mit Werder Bremen. Letztere müssen gewinnen, um noch im Rennen um Europa zu bleiben. Ansonsten wäre auch Platz 7 für Bremen gestorben, welcher zur Europa League-Qualifikation führt. Zum Saisonfinale empfängt Werder Bremen die roten Bullen aus Leipzig. Dass Werder tatsächlich noch einen internationalen Startplatz belegt, ist unwahrscheinlich. Hoffenheim dagegen kann am letzten Spieltag mit einem Auswärtssieg in Mainz sich noch auf einem internationalen Rang positionieren. 

Fazit: Frankfurt und Gladbach müssen zittern

Im Kampf um die Champions League-Teilnahme sieht es nach einem Zweikampf aus: Aufgrund der aktuellen Form stehen die Karten für Leverkusen besser als für Eintracht Frankfurt, auch wenn die SGE das bessere Torverhältnis hat. Die Frankfurter haben mit Bayern München am letzten Spieltag noch einen echten Brocken vor sich. 

Was die Europa League betrifft darf sich Wolfsburg große Hoffnungen machen, zumal das Restprogramm zwei Teams aus dem unteren Tabellendrittel sind. Auch Hoffenheim hat noch berechtigte Hoffnungen auf die Top 7, während Mönchengladbach enorm aufpassen muss. Wenn sie den Negativtrend nicht stoppen, könnte es für die Borussen noch weiter nach unten gehen und am Ende nicht für die Rückkehr ins internationale Geschäft reichen. Werder Bremen, aktuell auf Platz 9, hat nur noch theoretische Chancen auf Platz 6.

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