Serge Gnabry startet jetzt durch

Serge Gnabry startet jetzt durch

In jungen Jahren beim FC Arsenal, über einige Zwischenstationen zum FC Bayern. Mittlerweile ist Serge Gnabry 24 Jahre alt und dreht jetzt richtig auf, was er jüngst beim 7:2-Erfolg der Bayern unter Beweis stellte. Auch bei der Nationalmannschaft ist der schnelle Stürmer nicht mehr wegzudenken.

Mit 16 auf die Insel, Tiefpunkt bei West Brom

In Stuttgart geboren verbrachte der junge Serge Gnabry seine Jugend beim VfB Stuttgart. Mit gerade einmal 16 Jahren kam dann allerdings schon der erste große Schritt: Für 100.000 Euro wechselte Gnabry in die U18 des FC Arsenal, schaffte es folglich in die Reservemannschaft der Gunners, bis er 2012 sein Premier League-Debüt bei der A-Mannschaft geben durfte. So wirklich zum Zug kam Gnabry allerdings nie, gerade einmal zehn Einsätze konnte der Offensivmann bei den Gunners verbuchen. So ließ er sich 2015 auf eine halbjährige Leihgabe zu West Bromwich Albion in der Hoffnung auf mehr Spielpraxis ein. Doch zu seiner Enttäuschung wurde er für ganze zwölf Minuten in der A-Mannschaft von West Brom eingesetzt und ziemlich schnell in die U21 versetzt. Von diesem Rückschlag ließ sich Serge Gnabry allerdings nicht runterkriegen, wie sich in der Folge noch zeigen sollte.

Olympia 2016 und Wechsel nach Deutschland

Nach dem Ende der Saison 2015/16 kehrte Serge Gnabry nach Deutschland zurück. Nach eigener Aussage war es ein schwerer Schritt, einen so großen Verein wie den FC Arsenal zu verlassen. Doch bei Werder Bremen fasste er sofort Fuß und brachte es in der Spielzeit 2016/17 auf elf Treffer in 27 Spielen. Bei den olympischen Spielen durfte Gnabry, welcher auch alle DFB-Juniorenteams durchlaufen hat, für Deutschland auflaufen. Mit seinen sechs Treffern teilte er sich mit Nils Petersen Platz 1 der Torschützenliste und erreichte mit Deutschland das Finale. Gegen Gastgeber Brasilien zog man im Elfmeterschießen dann den Kürzeren. Gnabry hatte sich mit 21 Jahren nun in Deutschland einen großen Namen gemacht. Kein Wunder, dass der FC Bayern großes Interesse zeigte und den flexibel einsetzbaren Stürmer im Sommer 2017 für 8 Millionen Euro verpflichtete.

Doch zunächst verlieh der FCB sein frisch ergattertes Talent an die TSG Hoffenheim. Dort verfolgte ihn in der Hinrunde das Verletzungspech, weshalb er mehrere Monate ausfiel. In der Rückrunde kämpfte sich Gnabry wieder zurück und erreichte mit Hoffenheim einen Startplatz in der Champions League. Durch eine erneute Verletzung am Oberschenkel verpasste er allerdings die WM 2018. In der Vergangenheit musste Serge Gnabry viel Geduld beweisen und einiges einstecken, doch spätestens ab der Saison 2018/19 konnte der schnelle Stürmer endlich bei den Bayern aufdrehen: 17 Scorerpunkte in der Bundesliga, 7 Einsätze in der Königsklasse und zunehmende Beachtung des Bundestrainers Joachim Löw. Serge Gnabry startet nun endlich durch.

Stammplatzgarantie in der Nationalmannschaft

Im Zuge des Umbruchs, den die deutsche Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel hinlegen musste, spielt Gnabry bei der Nationalmannschaft eine immer wichtigere Rolle. Zuletzt gab ihm Jogi Löw sogar eine Stammplatzgarantie. Somit scheint sich Gnabry als Stürmer Nummer 1 vor Timo Werner im deutschen Aufgebot durchzusetzen. Allerdings ist sowohl Gnabry als auch die deutsche Nationalmannschaft flexibel: Der gerade einmal 1,75m große Gnabry kann als flinker, dribbelstarker Spieler genauso gut über die Flügel kommen oder mit Timo Werner eine nur schwer aufzuhaltende Doppelspitze bilden. In beiden Partien gegen die Niederlande und in Nordirland netzte Serge Gnabry. In zehn absolvierten Länderspielen konnte er bislang neun Treffer erzielen, was eine überragende Quote darstellt. In Betracht auf die EM 2020 wird Serge Gnabry sicherlich eine tragende Rolle spielen.

Mit 24 hat Serge Gnabry offensichtlich die Form erreicht, nach der er immer gestrebt hat. Der äußerst schnelle und abschlussstarke Offensivspieler ist ein echter Juwel für die Bayern und auch für die Nationalmannschaft. Man kann nur hoffen, dass das Verletzungspech ihm fernbleibt und er weiterhin die Zuschauer mit seinem Spiel begeistert.

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