WM 2018: Zwischen Spitzenfußball und Grottenkick

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist noch sehr jung, doch eines fällt schon nach den ersten zwei Tagen auf: Der Leistungsunterschied zwischen den Teilnehmern könnte kaum größer sein. Der Gastgeber aus Russland konnte trotz vielen Ungenauigkeiten im Passspiel mühelos gegen Saudi-Arabien mit 5:0 gewinnen. Der vermeintliche Gruppenfavorit Uruguay tat sich dagegen schwer gegen die Ägypter, die ohne Superstar Mohammed Salah aufliefen. Erst nach 72 Minuten brachte Ägypten den ersten Schuss auf das gegnerische Tor, Uruguay traf immerhin kurz vor Schluss noch ins Tor.

In Gruppe B war das fußballerische Niveau in der Partie zwischen Marokko und dem Iran ebenfalls sehr überschaubar. Während die erste Hälfte wenigstens noch einige Torchancen auf beiden Seiten bot, brachte der Iran im zweiten Durchgang keinen Torschuss zustande - und gewann trotzdem durch ein Eigentor. Erst mit dem Abendspiel vom Freitag kam dann zum ersten Mal so richtig Weltklasse-Feeling auf, als Spanien und Portugal sich einen spannenden Schlagabtausch lieferten. Das Duell zwischen Dreifach-Torschütze Ronaldo und den spielerisch starken Spaniern machte Lust auf mehr Spitzenfußball.

Große Bühne für kleine Teams

Das Besondere an der WM 2018 in Russland ist einfach, dass große Favoriten wie Italien, Holland oder Chile fehlen. An deren Stelle haben sich Underdogs wie Panama oder Saudi-Arabien qualifiziert. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass die WM insgesamt schlechter wird. Natürlich gibt es in der Gruppenphase den einen oder anderen Kick, doch spätestens ab der K.O.-Phase darf man sich auf knallharte Fights der Nationen freuen. Und wer weiß, sicherlich wird auch ein "kleineres" Team für eine Überraschung sorgen. Immerhin führen Russland und der Iran nach dem ersten Spieltag die ersten beiden Gruppen an. 

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