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Sascha

Dieses BVB-Talent soll SGE-Abwehr stärken | Elias Benkara (18) im Porträt

Elias Benkara (18) gehört zu einer der spannendsten Abwehrtalente des BVB, besitzt jedoch einen in Sommer auslaufenden Vertrag, der ihn zu einer der begehrtesten Aktien auf dem Transfermarkt macht. Vereine wie Eintracht Frankfurt, Feyenoord Rotterdam und auch der RSC Anderlecht bekunden starkes Interesse am Deutsch-Algerier. Doch was ihn so interessant macht, verraten wir euch in diesem Porträt. (Bild: IMAGO / RHR-Foto)

Mit 1,93 Metern Körpergröße, einer beeindruckenden Präsenz im Strafraum und der Fähigkeit, Bälle nicht nur zu klären, sondern auch präzise zu verteilen, hat sich Elias Benkara in den letzten Jahren zu einem der vielversprechendsten Innenverteidiger-Talente im deutschen Nachwuchsfußball entwickelt.

Der 18-Jährige (geboren am 29. April 2007 in Frankfurt am Main) spielt derzeit für die Zweitvertretung von Borussia Dortmund in der Regionalliga West und hat bereits erste Spuren bei den Profis hinterlassen. Mit algerischem Pass und deutschen Jugend-Länderspielen stand er vor der Entscheidung, für welche Nationalmannschaft er langfristig auflaufen wird und entschied sich für die Nordafrikaner:

„Für mich war es eine riesige Freude eingeladen zu werden. Es ist eine Ehre hier sein zu dürfen. Mein Ziel ist es meinen Vater stolz zu machen. Ich bin zwar weiß und habe blaue Augen, aber fühle mich zu 100 Prozent algerisch. Ihr werdet das an meiner Hingabe auf dem Feld sehen, ich werde alles für mein Land geben“, betonte Benkara nach seiner A-Nationalmannschaftseinladung.

Vom Mainzer Nachwuchs zum BVB-Juwel

Benkara begann seine Karriere in der Jugend von 1. FSV Mainz 05 und wechselte 2021 im Alter von 14 Jahren zu Borussia Dortmund. Der Schritt in den Ruhrpott markierte den Beginn einer steilen Entwicklung: Schnell etablierte er sich in der U17 und U19 des BVB, absolvierte neun Spiele in der UEFA Youth League und feierte 2024 mit der U17 den Gewinn der Deutschen B-Junioren-Meisterschaft.

„Seit drei Jahren bin ich beim BVB und in dieser Zeit schon zu einem echten Dortmunder Jungen geworden. Es ist ein geiles Gefühl, jetzt die Meisterschale in den Händen zu halten.“

In der Saison 2025/26 rückte er in die U23 auf und ist dort Stammspieler. Bereits in der Vorsaison durfte er mit den Profis trainieren, reiste mit zur FIFA Klub WM in die USA und kam in Testspielen (u. a. gegen Siegen, wo er traf) sowie als Bankspieler in der Champions League zum Einsatz. Sein Vertrag läuft im Sommer 2026 aus – Verlängerungsgespräche laufen, doch Top-Klubs wie die SGE, Brügge und RSC Anderlecht sollen bereits Interesse zeigen.

Benkara scheint auch nicht abgeneigt zu sein bei den Dortmundern zu verlängern, jedoch fordert er eine klare Perspektive bei den Profis.

„Ich will spielen und mich weiterentwickeln. Dortmund hat mir viel gegeben, aber ich brauche eine Perspektive!“

Diese Haltung erklärt auch das Interesse der eben genannten Vereine - vor allem die Hessen machen sich große Hoffnungen, da Benkara gebürtiger Frankfurter ist und daher die „neue“ Umgebung keine Anpassungsprobleme darstellen sollte. Gespräche sollen bereits mit der SGE laufen.

Moderner & athletische Innenverteidiger

Elias Benkara besticht durch seine imposante physische Präsenz als großgewachsener, athletischer Innenverteidiger, der in der Luft extrem dominant ist und Zweikämpfe mit hoher Intensität führt. Er kombiniert diese Robustheit mit einem guten Spielverständnis, ruhigem Aufbauspiel aus der Defensive heraus und einer bemerkenswerten Passsicherheit, die ihn zu einem modernen Abwehrspieler macht.

Sein Aufbauspiel ist nicht nur sicher, sondern gleichermaßen progressiv! Benkara spielt nicht nur Querpässe, sondern überwindet sowohl mit seinen Pässen, als auch seinen Dribblings die Linien des Gegners, was ihn umso wertvoller gegen Teams macht, die vorne früh draufgehen respektive stark anpressen.

Darüber hinaus bringt er bei Standardsituationen echte Torgefahr mit und zeigt eine kommandierende, präsent wirkende Ausstrahlung auf dem Platz, die an etablierte Bundesliga-Verteidiger erinnert. Diese Stärken machen ihn bereits jetzt zu einem der vielversprechendsten Talente auf seiner Position im deutschen Nachwuchsfußball und machen ihn zu einem begehrten modernen Innenverteidiger.

Trotz aller Stärken ist Benkara noch jung und braucht vor allem eines: Erfahrung. Ramy Bensebaini bringt es auf den Punkt: „Er braucht noch Erfahrung.“ In der Regionalliga und bei den Profi-Trainings hat er bereits gezeigt, dass er mithalten kann, doch in der physischen und taktischen Härte der Bundesliga muss er sich weiter beweisen.

Hinzu kommt gelegentliche Impulsivität – in der laufenden Saison sah er bereits eine Rote Karte in der U23. Hier gilt es, die Zweikämpfe noch dosierter zu führen und die Konzentration über 90 Minuten konstant zu halten. Auch im Spielaufbau unter hohem Druck kann er durch mehr Routine noch sicherer werden.

Der nächste Schritt in die Bundesliga und zur WM?

Viele sehen in Benkara ein „defensives Juwel“ des BVB. Seine Pre-Season-Auftritte 2025 haben gezeigt, dass er physisch und mental schon nah an der Profi-Ebene ist. Mit seiner Größe und Athletik ist er für die Bundesliga wie gemacht. Sollte er die nächste Saison bei den Profis nutzen können – oder bei einem Wechsel zu einem ambitionierten Klub – könnte er schnell den Sprung schaffen.

Mit Algerien winkt ihm zudem die Chance auf eine WM-Teilnahme 2026. Bensebaini formuliert es treffend:

„Er ist groß, stark und hat ein gutes Spielverständnis. Wenn er sich für Algerien entscheidet, ist das ein Plus für uns. Das Potenzial ist da – jetzt fehlt nur die kontinuierliche Erfahrung auf höchstem Niveau."

Elias Benkara steht an der Schwelle zum Profifußball. Ob er bei Borussia Dortmund den Durchbruch schafft oder anderswo, eines scheint klar: Der 18-Jährige hat alles, um ein Leistungsträger in der Bundesliga und bei einer Nationalmannschaft zu werden.

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Sascha

Ein Riese aus der Arktis für den HSV? | Jens Hjertø-Dahl (20) im Porträt

Norwegen hat es nicht nur als Gruppenerster zur WM geschafft, sondern produziert auch weiterhin fleißig spannende Talente. Eins davon ist der fast 2-Meter große Jens Hjertø-Dahl (20), welcher nun in den Fokus des HSV und weiteren Vereinen der Topligen gerückt ist. Doch was macht den 20-jährigen Norweger so interessant für die Hamburger? (Bild: IMAGO / AFLOSPORT)

Im hohen Norden Norwegens, wo der Polarwind über das Eis fegt und Fußball oft unter Flutlicht und bei Minusgraden stattfindet, hat sich ein 20-Jähriger zum heimlichen Star der Eliteserien entwickelt: Jens Hjertø-Dahl.

Mit seinen 1,94 Metern, einer beeindruckenden Physis und einer Reife, die man in seinem Alter selten sieht, verkörpert der zentrale Mittelfeldspieler von Tromsø IL den modernen Alleskönner – physisch dominant, technisch versiert und taktisch klug. Stand April 2026 ist er nicht nur Leistungsträger bei seinem Heimatklub, sondern auch einer der gefragtesten Talente Skandinaviens.

Ein kompletter Tromsø-Werdegang

Jens Hjertø-Dahl wurde am 31. Oktober 2005 in Tromsø geboren und trat bereits 2011 im Alter von sechs Jahren in die Jugendabteilung von Tromsø IL ein. Der Klub, der für seine harte Schule und die Produktion robuster Talente bekannt ist, formte ihn von Grund auf. Über die Reserve (Tromsø 2) in der 3. Divisjon – wo er zwischen 2021 und 2023 in 35 Spielen sieben Tore erzielte – führte der Weg nahtlos ins Profiteam.

Sein Debüt in der Eliteserien gab er am 13. Mai 2023 als Einwechselspieler gegen HamKam. Nur wenige Wochen später, im Pokal gegen Hammerfest, traf er erstmals doppelt für die erste Mannschaft. Am Tag seines 18. Geburtstags unterzeichnete er einen Vierjahresvertrag (bis Ende 2027), der später – im Februar 2026 – bis 2029 verlängert wurde.

„Ich habe großes Vertrauen in die Arbeit, die wir hier bei TIL leisten. Ich bin sehr stolz darauf, die Stadt und den Klub in meinem Herzen zu repräsentieren, und ich freue mich darauf, mit euch allen neue Momente auf dem Stadion zu schaffen.“ Der Durchbruch folgte schließlich 2024: 29 Ligaspiele, das erste Eliteserien-Tor (Siegtor gegen Rosenborg) und Einsätze in der UEFA Conference League.

In der Saison 2025 etablierte er sich endgültig als Stammspieler (30 Ligaspiele, vier Tore) und wurde gleich zweimal zum „Young Player of the Month“ der Eliteserien gekürt (Juli und November). Bis April 2026 hat er in der laufenden Saison bereits vier Ligatore in nur drei Einsätzen erzielt – ein beeindruckender Start.

Insgesamt kommt Hjertø-Dahl auf über 90 Einsätze für Tromsøs erste Mannschaft (Stand April 2026), davon 78 in der Liga mit neun Toren. Dazu kommen Pokal- und Europapokal-Erfahrung. International durchlief er alle norwegischen Jugendnationalteams, führte die U18 als Kapitän an und spielt seit 2025 für die U21 (bislang sieben Einsätze).

Größe, Technik und nordischer Kampfgeist

Hjertø-Dahl ist der Prototyp des modernen Box-to-Box-Mittelfeldspielers – oder, wie man ihn auch beschreiben kann, ein potenzieller „Defensiv-Anker mit Offensiv-Qualitäten“. Mit 1,94 Metern gewinnt er fast jeden Zweikampf, sei es am Boden oder in der Luft. Seine langen Schritte und seine Athletik machen ihn zu einem Pressing-Monster, das Räume schließt und Bälle erobert. Gleichzeitig ist er am Ball erstaunlich ruhig: beidfüßig, mit sicherer Ballbehandlung, präzisen Pässen unter Druck und der Fähigkeit, das Spiel zu verlagern oder selbst voranzutragen.

Was den norwegischen U21-Nationalspieler so beeindruckend macht, ist eine Kombination aus physischer Präsenz und technischer Finesse. Er gewinnt Duelle, trägt den Ball den Ball über weite Strecken nach vorne, kreiert Chancen und stürmt in den Strafraum – mit der Souveränität eines Zehn Jahre Älteren. Seine Vorbilder – Paul Pogba, Sergio Busquets und Ivan Rakitić – spiegeln sich in seinem Spiel wider: die physische Dominanz Pogbas, die Positionsintelligenz Busquets’ und die Spielübersicht Rakitićs.

Der U18-Nationaltrainer Luís Pimenta lobte bereits früh seine „Physis, Ballkontrolle und Führungsqualitäten“ und deklarierte ihn als „zukünftigen Leader“. Trotz seiner Jugend zeigt er mentale Stärke: In der harten nordischen Liga, wo Zweikämpfe und Wetterextreme den Ton angeben, wirkt er nie überfordert.

Trotz aller Stärken hat der 20-Jährige noch klare Entwicklungsfelder. Seine Aggressivität im Zweikampf führt regelmäßig zu einer hohen Foulquote und gelben Karten. Technisch leistet er sich in Drucksituationen noch zu viele Ballverluste, und seine Entscheidungsfindung auf engen Räumen ist ausbaufähig. Zudem besitzt er eine Anfälligkeit für leichte Fehler unter Stress. Dennoch wirken diese Schwächen bei Hjertø-Dahl weniger wie Limitierungen, sondern vielmehr wie logische Baustellen eines Talents, das noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung steht.

Auf dem Sprung zum HSV?

Jens Hjertø-Dahl ist ein Edelstein mit enormem Schliffpotenzial. Mit 20 Jahren bereits einen Marktwert von rund sieben Millionen Euro, regelmäßige Kandidat für die „100 besten U20-Spieler“ des CIES Football Observatory und im Fokus von Klubs wie dem Hamburger SV, Lazio, Rangers und weiteren englischen Vereinen wie West Ham oder Wolverhampton: Die Gerüchteküche brodelt. Sein Profil passt perfekt in moderne Top-Ligen – physisch robust für die Premier League, technisch stark für die Bundesliga oder die Serie A.

Fans und Medien sehen in ihm einen Mittelfeld-Rookie, der noch lange nicht am Zenit ist. Seine schnelle Entwicklung von der Reserve zum Leistungsträger, die Fähigkeit, sich taktisch weiterzuentwickeln (von reiner Defensivarbeit hin zum kompletten Spielgestalter), und seine mentale Reife deuten auf eine Karriere hin, die weit über Norwegen hinausführen könnte.

Tromsø-Fans fürchten schon jetzt den Abschied, doch der Klub hat mit dem langfristigen Vertrag vorgesorgt. Ob er 2026 noch in der Eliteserien spielt oder den nächsten großen Schritt macht – Jens Hjertø-Dahl hat das Zeug, der nächste große norwegische Exportschlager zu werden.

In einer Liga, in der viele Talente früh ins Ausland gehen, bleibt er vorerst der Anker im hohen Norden. Doch eines ist klar: Das skandinavische Mittelfeld-Talent hat das Zeug, bald unter helleren Scheinwerfern zu glänzen. Die Fußballwelt sollte ihn also im Auge behalten, vor allem die Fans des HSV…

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Sascha

Darum jagen ihn Bayer und der BVB | Louey Ben Farhat (19) im Porträt

Louey Ben Farhat sorgt momentan mit seinen Toren für den Karlsruher SC für eine Menge Furore in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, so dass der gebürtige Schwabe in den Fokus zahlreicher Bundesligisten geraten ist. Vor allem der BVB und Bayer Leverkusen sollen am meisten um das Toptalent buhlen. Doch was macht die beiden Erstligisten so heiß auf das Juwel? (Bild: IMAGO / DeFodi Images)

Louey Ben Farhat ist derzeit einer der aufregendsten Namen im deutschen Unterhaus. Der 19-Jährige (geboren am 19. Juli 2006 in Waiblingen bei Stuttgart) spielt als hängende Spitze für den Karlsruher SC und hat sich in der Saison 2025/26 mit 7 Scorerpunkten zum echten Durchbruchskandidaten entwickelt.

Mit tunesischen Wurzeln und deutschem Pass verkörpert er den klassischen „Integrationsspieler“ – nur dass sein Weg nicht durch die großen Akademien von Bayern oder Dortmund, sondern über die Provinz direkt in den Profifußball führte und er sich für Tunesiens A-Nationalmannschaft entschieden hat.

Werdegang: Vom FSV Waiblingen zum KSC-Talent

Ben Farhats Karriere begann 2013 beim FSV Waiblingen, dem Verein seiner Heimatstadt. Über die Stuttgarter Kickers (2021/22) landete er 2022 mit 16 Jahren in der KSC-Jugend. Dort durchlief er die U17 und U19 mit beeindruckender Effizienz, bevor er im Sommer 2024 den Sprung in den Profikader schaffte. Bereits im Januar 2025 unterschrieb er einen langfristigen Vertrag bis 2029 – mit einer Verlängerungsoption, die der Verein kürzlich nutzte.

Die Saison 2025/26 lief zunächst holprig: Eine Mittelfußverletzung (Metatarsalbruch) bremste ihn aus. Seit seiner Rückkehr jedoch explodiert er förmlich. In rund 13 Einsätzen in der 2. Bundesliga stehen fünf Tore und zwei Vorlagen zu Buche – eine Quote, die Scouts europaweit aufhorchen lässt. KSC-Sportdirektor Timon Pauls hat bereits bestätigt, dass Vertreter von Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und sogar Bayern München vor Ort waren. Der Marktwert liegt laut Transfermarkt bei etwa 7,5 Millionen Euro; intern soll KSC ihn sogar mit bis zu 12 Millionen bewerten.

„Das war bislang eine überragende Zeit, das hat soviel Spaß gemacht. Das gibt mir richtig Lust auf das nächste und die weiteren Jahre im Profifußball", freut sich das KSC-Juwel über seine eigene Entwicklung, lässt aber auch Lob für seine Mitspieler da.
„Wir haben eine Hammer-Mannschaft, mit so Hammer-Leuten kann man gar nicht die Fassung verlieren. Die weisen dich immer darauf hin, wo du herkommst. Das ist das Wichtigste, immer zu wissen, wo du herkommst.“

Spielerprofil erinnert an Marco Reus

Mit 1,75 m ist Ben Farhat kein klassischer Strafraumstürmer, sondern ein beweglicher, spiel- und technisch starker zweiter Stürmer. Er ist mit dem Rechten sehr schussstark, hat einen tiefen Schwerpunkt und ist im Dribbling auf engen Räumen nur schwer zu stoppen.

Über seinen tiefen Schwerpunkt hinaus besitzt er einen explosiven Antritt, mit welchem er allein schon die Gegner in Turbulenzen bringt und damit für den KSC gefährliche Situationen schafft. Zudem ist er ein echter Pressingspieler, der aktiv mit anläuft und dabei intensive Läufe abspult.

Dank seiner herausragenden Spielintelligenz belebt er das Offensivspiel seines Teams mit sehr smarten Pässen über sämtliche Distanzen, egal ob über kurz oder lang. Vor allem wenn er auf der Außenbahn auftaucht, sollte der Gegner alarmiert sein, da seine Flanken mit höchster Präzision in den Strafraum segeln!

Seine Abschlussstärke aus der Distanz und im Strafraum kombiniert mit tödlichen Laufwegen haben ihm in der laufenden Saison bereits fünf Tore und zwei Assists in nur 13 Partien eingebracht. Besonders durch Sololäufe und überraschende Abschlüsse schockierte er die Schlussmänner der 2. Bundesliga, und erinnert daher etwas an BVB-Legende Marco Reus.

Schwächen

Genau wie der ehemalige deutsche Nationalspieler fehlt ihm noch die physische Robustheit, vor allem in der Luft, wo er aufgrund seiner Größe von 1,75 m und seines geringen Gewichts oft unterlegen ist. Auch seine Abstimmung in Bezug auf die Abseitsfalle des Gegners und die Konstanz über volle 90 Minuten sind noch ausbaufähig.

Dafür bringt er ein extrem hohes Tempo, gute Abschlussstärke und eine bemerkenswerte Spielintelligenz mit. In der KSC-Offensive ist er der dynamische Faktor: Er zieht zwischen die Linien, kombiniert eng mit den Außenspielern und sucht immer den direkten Weg zum Tor. Videos von seinen Dribblings und Toren kursieren bereits unter dem Hashtag „ThePerfectTalent“ – und der Hype ist nicht übertrieben.

Passt er zu Dortmund oder Leverkusen?

Ja – und zwar mit Abstrichen zu beiden. Bei Borussia Dortmund würde Ben Farhat perfekt in das Profil junger, hungriger Talente passen, die der BVB traditionell fördert. Seine Pressingbereitschaft, Schnelligkeit und die Fähigkeit, in chaotischen Szenen zu glänzen, kämen dem intensiven, vertikalen Spiel von Nico Kovac entgegen. Dortmund sucht genau solche „Explosiv-Typen“, die sofort Druck machen und gleichzeitig stark im Umschaltspiel sind. Zudem ist er die Doppelspitze durch seine Rolle beim KSC schon gewohnt.

Bei Bayer Leverkusen müsste er sich eher anpassen, da Trainer Kasper Hjulmand nur mit einem Stürmer agiert, wenngleich Ben Farhat in Karlsruhe auch schon als falscher Neuner abliefern konnte. Hjulmand gilt jedoch als taktisch flexibler Trainer der auch den Mensch hinter dem Fußballer sieht und das System an seine Spieler anpasst.

Daher ist es denkbar, dass er entweder auf Doppelspitze umbaut, aber noch wahrscheinlicher eine andere Rolle für das Offensivwunder im Kopf hat. Dementsprechend könnte der Däne Ben Farhat auf die Zehn packen, die er nicht als klassischer Spielmacher interpretiert, sondern mit klugem Kurzpassspiel und Dribblings auf engem Raum ausfüllt. Auch die Außenbahn wäre dank seiner Schnelligkeit, Flanken- und Dribbelstärke denkbar.

Fazit:

Louey Ben Farhat ist kein Rohdiamant mehr, sondern ein polierter Edelstein mit klarem Bundesliga-Potenzial. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass er noch ein weiteres Jahr beim Karlsruher Sportclub verweilen wird, so sehr die Fans ihn ins Herz geschlossen haben.

Bei diesen Leistungen könnte er im Sommer mit Tunesien bei der WM landen, nachdem er den Afrika verletzungsbedingt absagen musste:

„Es gab die eine oder andere Einladung jetzt zum Afrika Cup und zu einem Lehrgang oder Testspielen mit der A-Nationalmannschaft. Wir hatten einen guten Austausch mit dem Verein und mit der Nationalmannschaft, aber es hätte einfach keinen Sinn gemacht, weil ich nicht bei 100 Prozent bin und ich mir mit dem Afrika Cup selbst ein Bein stellen würde. […] Aber klar, es wäre ein Kindheitstraum, der in Erfüllung gehen würde, wenn ich für Tunesien bei der WM auflaufen darf.“

Die Anfragen aus Dortmund und Leverkusen zeigen: Die ganz Großen haben ihn längst auf dem Zettel und durch eine starke WM könnte der Hype um ihn weiter steigen. Daher sollten alle Interessenten den Deal so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen. Denn Louey Ben Farhat könnte nach Sami Allagui oder Änis Ben-Hatira der nächste (noch größere) tunesisch-deutsche Shootingstar im deutschen Oberhaus werden.

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Sascha

Der finnische Messi des 1. FCK | Naatan Skyttä (23) im Porträt

Mit gerade einmal 23 Jahren hat Naatan Skyttä in der Saison 2025/26 die 2. Bundesliga im Sturm übernommen. Der finnische Mittelfeldspieler vom 1. FC Kaiserslautern gilt derzeit als einer der heißesten Offensivkräfte der Liga – und das nicht nur wegen seiner 14 Scorerpunkte in 26 Ligaspielen. Der Linksfuß mit der Nummer 15 ist Torjäger, Kreativkopf und Laufwunder in einem. Fans und Medien sehen in ihn bereits den „Shootingstar der Saison“. Doch wer ist dieser junge Mann, der als finnischer Messi der Pfalz bezeichnet wird? (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Naatan Skyttä ist ein echtes Produkt der finnischen Fußballprovinz – geboren und aufgewachsen in Ylöjärvi, einer kleinen Stadt mit rund 33.000 Einwohnern, die etwa 20 Kilometer nordwestlich von Tampere liegt. Die Region Pirkanmaa, in der Tampere das Zentrum bildet, gilt als eine der fußballbegeisterten Gegenden Finnlands, doch Ylöjärvi selbst ist kein klassischer Hotspot wie die Hauptstadt Helsinki oder die Küstenstädte.

Seine fußballerischen Wurzeln liegen bei FC Ilves Tampere, einem der traditionsreichsten Vereine des Landes. Skyttä durchlief dort die gesamte Jugendakademie und unterschrieb bereits 2018 – mit gerade einmal 16 Jahren – seinen ersten Profivertrag bei der ersten Mannschaft. Sein Debüt in der Veikkausliiga (der höchsten finnischen Spielklasse) gab er ebenfalls 2018.

Durchbruch in der Ligue 2

In den folgenden drei Jahren kam er auf 29 Ligaspiele und neun Tore – genug, um im Februar 2021 für 500 Tausend Euro zum französischen Klub Toulouse zu wechseln. In der Ligue 1 und Ligue 2 blieb ihm der große Durchbruch jedoch verwehrt. Leihstationen bei Viking FK in Norwegen (2022) und Odense Boldklub in Dänemark (2022/23) brachten ihm mehr Erfahrung, doch eine Schienbeinfraktur im Mai 2023 warf ihn wieder zurück.

Der eigentliche Durchbruch folgte erst 2024: Für eine nicht genannte Ablöse ging es zu USL Dunkerque in die französische Ligue 2. Dort wurde Skyttä plötzlich zum Star. In der Saison 2024/25 erzielte er in 32 Ligaspielen sieben Tore und vier Assists, wurde mehrmals zum Spieler des Monats gewählt und führte sein Team in die Aufstiegsplay-offs sowie ins Coupe-de-France-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain.

Klautern schlägt für 1,8 Mio. Euro zu

Im August 2025 schlug dann Kaiserslautern zu – für 1,8 Millionen Euro holte der FCK den Finnen und stattete ihn mit einem Dreijahresvertrag bis 2028 aus. In Rot-Weiß blühte er weiter auf: Sein erstes Tor folgte prompt Ende August gegen Darmstadt, ein Hattrick im November gegen Holstein Kiel und das viral gegangene Dribbling gegen Dresden sorgte bundesweit für Aufsehen.

„Alles, was ich heute in der ersten Halbzeit gemacht habe, hat funktioniert. Manchmal gibt es diese Tage. (…) Es war mein erster Hattrick in meiner Karriere. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, das in diesem Stadion zu erleben“, offenbarte Skyttä seine Gedanken nach der Partie gegen Kiel.

Mit seiner Dynamik und Torgefahr ist er neben Marlon Ritter und Ivan Prtajin einer der Garanten für Kaiserslauterns Aufstiegsambitionen. Aktuell verbucht der junge Finne starke 9 Tore und 5 Vorlagen für die roten Teufel und ist damit der Topscorer des Vereins. Trainer Torsten Lieberknecht und Sportdirektor Thomas Hengen loben ihn regelmäßig für seine Entwicklung und seinen Teamgeist – Skyttä selbst bleibt jedoch immer fokussiert auf kollektive Leistung statt auf persönlichen Ruhm.

Spielerprofil: Kreativer Zehner mit Torinstinkt

Skyttä ist mit 1,74 Metern eher klein gewachsen, doch das macht ihn auf dem Platz nur wendiger. Als klassischer offensiver Mittelfeldspieler (Zehner) oder hängende Spitze besticht er durch seinen exzellenten linken Fuß, starken Abschluss und hervorragende Pässe. Er ist ein Konter-Spezialist, der Räume erkennt, teilweise 3-4 Gegner auf einmal ausdribbelt und häufig Fouls provoziert. Laut Datenanalysen legt er pro Spiel über elf Kilometer zurück und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 33 km/h – eine beeindruckende Laufleistung für einen Kreativspieler.

Seine Stärken liegen klar im Angriff: präzise Schlüsselpässe und Flanken, kaltschnäuziger Torabschluss und damit eine hohe Effizienz vor dem Kasten. Schwächen zeigen sich dagegen in der Defensive – er geht selten in Zweikämpfe und gewinnt kaum Kopfballduelle. Das macht ihn nicht zum klassischen „Box-to-Box“-Mann, sondern zu einem reinen Offensiv-Ass, das von einem stabilen Team getragen werden muss.

„Immer, wenn ich Fußball spiele, versuche ich mein Bestes zu geben und dem Team zu helfen. Natürlich braucht man manchmal auch etwas Glück, damit es so gut läuft.“ Ein bescheidenes Statement des 23-Jährigen zu seiner starken Saison mit zahlreichen Toren und Vorlagen – typisch für seine nordisch-bescheidene Art.

Hat er das Potenzial für die Bundesliga?

Skyttä hat längst bewiesen, dass er in einer der besten zweiten Ligen Europas mithalten und sogar dominieren kann. Mit seinem Marktwert von fünf Millionen Euro, der starken Form und dem jungen Alter von 23 Jahren besitzt er eindeutig das Potenzial für die 1. Bundesliga. Er ist kein Rohdiamant mehr, sondern ein fertiger Spieler mit Profil – torgefährlich, kreativ und hungrig. Ein Aufstieg mit Kaiserslautern wäre die ideale nächste Stufe, doch auch ein Wechsel zu einem etablierten Bundesligisten scheint realistischer.

Stilistisch würde er besonders zu Mannschaften passen, die einen dynamischen, offensiv denkenden Zehner oder hängende Spitze suchen und nicht primär auf defensive Stabilität setzen. Denkbare Adressen wären zum Beispiel der VfL Wolfsburg, 1. FSV Mainz 05, TSG Hoffenheim – Klubs, die Wert auf Tempo und Kreativität legen und einen finnischen Nationalspieler (zwei Länderspiele bisher) gut integrieren könnten.

Auch bei Aufsteigern wie dem Hamburger SV oder einem Team wie Borussia Mönchengladbach, das kreative Impulse im Mittelfeld benötigt, könnte er sofort eine Rolle spielen. Skyttä ist kein Weltklasse-Talent à la Bellingham, aber ein hochklassiger Bundesligaspieler mit Entwicklungspotenzial nach oben. Die Pfalz könnte nur eine Durchgangsstation sein – der nächste Schritt nach ganz oben scheint nur eine Frage der Zeit.

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Sascha

Der bullige Torjäger aus Kiew | Matviy Ponomarenko (20) im Porträt

Aktuell sorgt ein Youngster von Dynamo Kiev in der Premier Liga für Furore und zieht damit die Aufmerksamkeit von halb Europa auf sich. Sein Name ist Matviy Ponomarenko, 20 Jahre jung und von Beruf Mittelstürmer. Was ihn neben seinen Toren am Fließband so interessant für den BVB und RB Leipzig macht, verraten wir euch in diesem Porträt. (Bild: IMAGO / Newspix)

Matviy Ponomarenko ist gerade 20 Jahre alt geworden – und schon der heißeste ukrainische Stürmer der Gegenwart. In der laufenden Saison 2025/26 der ukrainischen Premier League hat der bullige Mittelstürmer von Dynamo Kiew mit neun Treffern in zehn Einsätzen eine regelrechte „Terminator“-Serie hingelegt. Sechs Spiele in Folge traf er, stellte damit einen Klubrekord auf und katapultierte sich in die Notizbücher von Scouts aus Premier League und Bundesliga.

„Ich bin sehr motiviert, Torschützenkönig der Meisterschaft zu werden. Ich habe mir dieses Ziel gesetzt und arbeite schrittweise darauf hin. Ich bin nur ein Tor von den Führenden entfernt und werde nicht aufhören. Es liegen noch viele Spiele vor uns, in denen ich aufholen und sie überholen muss.“

Der 1,88 Meter große und knapp 86 Kilo schwere Angreifer ist kein klassischer Angreifer, sondern ein moderner und kompletter Neuner – physisch dominant, agil und mit einer Arbeitsmoral, die in der ukrainischen Liga ihresgleichen sucht. Dynamo Kiew fordert für ihn bereits 20–25 Millionen Euro Ablöse, während sein Marktwert in den letzten Monaten auf sechs Millionen Euro gestiegen ist.

Vom Provinzjungen zum Akademiejuwel

Geboren am 11. Januar 2006 in Myronivka im Kiewer Oblast, begann Ponomarenko seine Karriere in der lokalen Sportschule Nr. 1. Mit sieben Jahren wechselte er in die berühmte Dynamo-Akademie – ein klassisches „Dynamo-Kind“ wie so viele ukrainische Talente vor ihm. Über die U17, U19 und Reservemannschaften (inklusive einer Leihe zu Sorja Luhansk in der Reserveliga) arbeitete er sich hoch. Sein Erstliga-Debüt feierte er bereits mit 17 Jahren, am 3. November 2023 als Einwechselspieler gegen Schachtar Donezk.

Die ersten Profijahre waren noch von Geduld geprägt. In der Saison 2023/24 kam er auf acht Ligaeinsätze und ein Tor, 2024/25 blieb er zunächst Ergänzungsspieler. Der große Durchbruch kam erst in dieser Saison. Seit Juli 2024 gehört er fest zum Kader, und sein Vertrag wurde im Mai 2025 bis Ende 2028 verlängert.

In der Jugend glänzte er schon früher: Torschützenkönig der ukrainischen U19-Liga (24 Tore), Topscorer der UEFA Youth League und regelmäßiger Nationalspieler bei U19, U20 und U21. In der Ukraine galt er schon früh als potenziell stärker im Vergleich zu Roma-Stürmer Artem Dowbyk.

Ein „bulliger Terminator“ mit modernem Profil

Ponomarenko verkörpert den idealen modernen Mittelstürmer. Mit seiner Statur dominiert er Luftduelle und schirmt den Ball wie ein klassischer Torjäger ab. Doch er ist weit mehr: Er lässt sich tief fallen, sichert Bälle im Mittelfeld und stört mit explosiven Bewegungen die gegnerische Ordnung. Seine Stärken liegen in seiner Schnelligkeit, Antritt, Work Rate und seinen Laufwegen ohne Ball – alles auf sehr hohem Niveau.

Rechtsfuß, aggressiv, laut in der Kabine und mit einem Personal Coach an seiner Seite, der an Athletik und Koordination feilt – Ponomarenko ist ein Arbeiter, der jeden Tag versucht sich selbst zu perfektionieren. Scouts beschreiben ihn als „kompletten Stürmer“, der nicht nur Tore schießt, sondern auch Mitspieler dank seiner Spielintelligenz mit enorm smarten Pässen bedient und in großen Spielen Verantwortung übernimmt.

„Meine Tore sind keine Magie, sondern konstante Arbeit an mir selbst. Danke an das Team, danke für das Vertrauen der Trainer und aller Menschen um mich herum. Ich versuche, mich von all dem Gerede fernzuhalten – meine Aufgabe ist es, bei jedem Spiel auf den Platz zu gehen und der Mannschaft zu helfen zu gewinnen“, Worte die zeigen, welches Mindset der junge Ukrainer besitzt.

Dribbling, Flair und Technik sind schon gut ausgeprägt, seine Führungsqualitäten (Kapitän in fast allen Jugendteams) und mentale Stärke herausragend. Schwächen? Das Tackling ist noch durchschnittlich, seinem Pressing fehlt es noch an Intensität und manch kritische Stimmen behaupten er trage mit 86 Kilogramm zu viel Gewicht mit sich herum:

"Das ist ein weit verbreitetes Problem vieler Angriffsspieler in jungem Alter – mit 18-19 Jahren ist es schwer, sowohl gleich gut zu pressen als auch Angriffe abzuschließen“, kritisierte der ehemalige U19-Nationaltrainer Dmytro Mykhaylenko.

Mykhaylenko betont, dass Ponomarenko ein herausragender Abschlussspieler ist, ihm aber noch die perfekte Balance zwischen Torjäger-Instinkt und intensiver Defensivarbeit fehlt. In der ukrainischen Liga reicht das oft aus, in der Bundesliga oder Premier League würde ein moderner Neuner jedoch deutlich höhere Anforderungen im Gegenpressing und im kollektiven Verteidigen mitbringen.

Ansonsten gibt es kaum Baustellen, aber eine Menge Entwicklungspotenzial, was darauf wartet auch auf höherem Niveau wie beispielsweise der Bundesliga gefördert zu werden.

Das Bundesliga-Potenzial: Perfekt für Leipzig, Dortmund & Co.

Genau dieses Profil passt wie maßgeschneidert in die Bundesliga. RB Leipzig und Borussia Dortmund lassen ihn bereits wöchentlich beobachten; die Scouts haben von „Monitoring“ auf „dringende Empfehlung zum Kauf“ umgeschwenkt. Beide Klubs suchen physische, athletische Neuner, die mit pressen, in der Box eiskalt sind und sich schnell an ein hohes Tempo gewöhnen können – Ponomarenko bringt all das mit.

Aber auch Union Berlin benötigt so einen Typ Stürmer, was die Baumgart-Truppe auf ein höheres Level heben könnte. Die Bundesliga hat auf jeden Fall in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass junge Ukrainer hier adäquat reifen können. Ponomarenko wäre nicht der Erste, der aus der Dynamo-Akademie den Sprung schafft – aber einer der Vielversprechendsten. Mit 20 Jahren hat er bereits gegen gestandene Profi-Verteidiger in der ukrainischen Liga bestanden und eine Torquote, die selbst in der Youth League beeindruckte.

Aushängeschild einer neuen ukrainischen Generation

Wir trauen ihm zu, sich innerhalb von ein, zwei Jahren zu einem 50–60-Millionen-Spieler zu entwickeln. Die physische Robustheit, die hohe Laufarbeit und die mentale Stärke sprechen für eine schnelle Anpassung an die Intensität in der höchsten deutschen Spielklasse.

Risiken gibt es natürlich: Die Umstellung auf eine neue Liga, Sprache und Kultur ist nie einfach. Doch sein Werdegang (und auch Herkunft – Ukrainer aus dem Kiewer Oblast gelten als demütig und hart arbeitend), spricht für einen widerstandsfähigen Charakter. Ein Verein wie Leipzig, der junge Talente gezielt fördert, oder Dortmund mit seiner Vorliebe für dynamische Stürmer, oder Unions leidenschaftlicher Trainer Baumgart, könnten ideale nächste Schritte sein.

Matviy Ponomarenko ist mehr als nur ein gehypter Torjäger. Er ist das aktuelle Aushängeschild einer neuen ukrainischen Generation – physisch, technisch und mental bereit für den nächsten großen Sprung. Die Bundesliga-Saison 2026/27 könnte schon seine Bühne werden…

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Ist er das fehlende Puzzlestück für Union? | Ao Tanaka (27) im Porträt

Sein Weg vom J-League-Talent über die 2. Bundesliga bis ins englische Oberhaus ist eine Geschichte von Disziplin, Anpassungsfähigkeit und stiller Effizienz – Eigenschaften, die ihn nicht nur bei den „Whites“ unverzichtbar machten, sondern auch die Frage aufwirft: Könnte dieser vielseitige Alleskönner perfekt zu 1. FC Union Berlin passen? (Bild: IMAGO / Every Second Media)

Von der Wand in Kawasaki zum Titelhelden an der Elland Road

Tanakas Fußballkarriere begann früh und ungewöhnlich ambitioniert. Als Kind in Miyamae-ku kickte er stundenlang allein gegen eine Parkwand, weil ihm das Training zu langweilig war – eine Anekdote, die seinen Trainer bei Saginuma SC schon früh beeindruckte. Über die Jugend von Kawasaki Frontale (2007 bis 2017) führte der Weg direkt ins Profiteam.

2018 debütierte er in der J1 League, schoss sechs Minuten nach seiner Einwechslung bereits sein erstes Tor und wurde 2019 als „Rookie of the Year“ ausgezeichnet – der erste Kawasaki-Spieler, dem diese Ehre zuteilwurde. Drei J-League-Titel (2017, 2018, 2020), Emperor’s Cup und Super Cups folgten; Tanaka war fester Bestandteil des erfolgreichen japanischen Traditionsvereins, bevor ein Anruf aus Europa kam.

2021/22 der Wechsel zu Fortuna Düsseldorf

Der große Sprung nach Europa kam 2021: Erst einmal Leihweise zu Fortuna Düsseldorf in die 2. Bundesliga. Aus der Leihe wurde schnell ein fester Vertrag. In den folgenden drei Spielzeiten reifte Tanaka zum stillen Führungsspieler. Besonders die Saison 2023/24 mit sieben Toren zeigte seine Torgefahr aus dem Mittelfeld. Im August 2024 wechselte er für rund vier Millionen Euro zu Leeds United – ein Schnäppchen für die Engländer, wie sich schnell herausstellen sollte.

In der Championship 2024/25 wurde Tanaka binnen weniger Monate „undroppable“. Sein erstes Tor beim 3:3 gegen Hull City (Januar 2025) wurde zum „Tor der Saison“ gewählt. Mit fünf Ligatreffern half er entscheidend beim Aufstieg in die Premier League. Die Krönung sollte folgen: „Players’ Player of the Year“ und Nominierung ins „Championship Team of the Season“.

In der laufenden Premier-League-Saison 2025/26 (Stand März 2026) startete er bereits in der Startelf gegen Everton und traf spektakulär – unter anderem mit einem Distanzschuss gegen Chelsea und einem Tor in der Nachspielzeit gegen Liverpool. Insgesamt kommt er auf über 60 Einsätze für Leeds mit acht Treffern und zwei Vorlagen.

„Die Premier League ist die beste Liga der Welt und jedes Spiel ist so schwer! Die Gegner sind so gut, aber genau das will ich. Natürlich ist das mein Traum, aber ich muss mich an dieses Niveau gewöhnen – das ist wichtig.“ Diese Worte zeugen von Demut, seine Begeisterung für den höchsten Wettbewerb und sein ständiger Verbesserungswille.

Tanaka: „Möchte zum Monster werden!“

Für Japan ist Tanaka seit 2019 Nationalspieler (35 Einsätze, 8 Tore). Sein legendäres Siegtor gegen Spanien bei der WM 2022 in Katar – per Flugkopfball, dessen Gültigkeit durch Fotos bestätigt wurde – machte ihn weltweit bekannt. Mittlerweile gehört der Leeds-Akteur weiter zum Stammpersonal von Nationaltrainer Hajime Moriyasu.

„Ich habe bei dieser WM viele „Monster“ gesehen und gespürt, dass ich noch nicht dazu gehöre. Deshalb will ich in den nächsten vier Jahren selbst zu einem Monster reifen“, verriet Tanaka sein Ziel sich auf Weltklasse-Niveau zu steigern – ein Zitat, das seine selbstkritische und hungrige Einstellung zeigt.

Spielerprofil: Ein kompletter Mittelfeld-Allrounder

Tanaka ist kein reiner Zerstörer und kein reiner Kreativer – er ist beides. Primär als zentraler Mittelfeldspieler (ZM) eingesetzt, kann er auch als defensiver Sechser (DM) oder leicht offensiver Achter agieren. Seine Stärken liegen in der Balance: Er gewinnt Zweikämpfe mit hoher Intensität, liest das Spiel früh und verteilt meist präzise Pässe auf kurzen und mittleren Distanzen.

Man kann ihn als technisch starken Mittelfeldmotor bezeichnen – einen zentralen Organisator, der alle Phasen des Spiels beeinflusst, stark in der Balleroberung und im Umschaltspiel, welcher eine geringe Fehlerrate in seinem Spiel besitzt.

Er dirigiert das Spiel aus der Tiefe, kann auch aber auch „Box-to-Box“ und bringt gleichzeitig Torgefahr mit (Distanzschüsse, Kopfballstärke). Mit 180 cm Größe und 75 kg Körpergewicht ist er physisch robust genug für den europäischen Fußball, ohne dabei technische Defizite aufzuweisen.

Seine Arbeitseinstellung und Professionalität werden bei Leeds als sehr vorbildlich gelobt. Schwächen? Er ist kein wirklicher Dribbler oder „Langer-Pass-Experte“, der dir Traumpässe respektive Schlüsselpässe a la Pirlo spielen wird – seine Stärke liegt eher in der defensiven Effizienz und im Zusammenspiel mit seinen Teamkameraden, nicht im Spektakel.

Passt Tanaka zur Spielweise von Union Berlin?

Unter Trainer Steffen Baumgart hat Union Berlin 2025/26 wieder zu seiner Kernidentität zurückgefunden: kompakt, intensiv, physisch und schwer zu bespielen. Die „Eisernen“ setzen meist auf ein 3-5-2 oder 5-3-2, mit enger Staffelung, aggressivem Mittelfeldpressing und schnellen Umschalt-Momenten. Disziplin, robuste Zweikämpfe und die Fähigkeit, als Underdog dem Gegner „weh“ zu tun, stehen beim ehemaligen Bundesligastürmer für Hansa Rostock im Vordergrund.

Genau hier würde Tanaka hervorragend hineinpassen. Seine Zweikampfstärke und sein Timing in der Balleroberung ergänzen die physische Präsenz der Berliner Defensive adäquat. Als zentraler Mittelfeldspieler in einem Dreier- oder Fünfer-Mittelfeld könnte er die Brücke zwischen Abwehr und Angriff bilden: Ballgewinne sichern, progressive Spielzüge einleiten und in Umschaltmomenten Tempo machen.

Seine Erfahrung aus der 2. Bundesliga (Düsseldorf) und die Anpassung an den körperlich betonten Fußball in England zeigen, dass er den robusten, weniger ballbesitzlastigen Stil Unions klar aufwerten könnte. In einem System, das auf schnelle Vertikalität setzt, wäre er der ideale „Kawasaki-Motor“ – technisch sauber, passsicher und nicht zimperlich in 1-gegen-1-Duellen.

Ao Tanaka ist nicht nur ein Aufstiegsheld oder Premier-League-Überraschung. Er verkörpert genau den Typus, den Steffen Baumgart für seine Union-Truppe braucht, um in der Bundesliga weiter unangenehm und erfolgreich zu sein. Ein Transfer nach Köpenick wäre keine Risiko-Investition – sondern eine durchdachte, logische und sinnvolle Verstärkung für die „Eisernen“.

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