Während Fortuna Düsseldorf in der Drittklassigkeit versinkt, könnte ein 21-jähriges Talent mit 1,90 Metern Körpergröße, linkem Fuß und Bundesliga-Ambitionen schon bald das Mittelfeld des FC Augsburg verstärken – Sima Suso, der physische Regista, der mit Muskeln, Passgenauigkeit und unerschütterlichem Willen genau das verkörpert, was die Fuggerstädter für den nächsten Schritt brauchen. (Bild: IMAGO / Darius Simka)
Werdegang - Durchbruch bei Hansa
Klaus Sima Suso wurde am 28. Mai 2005 in Bergisch Gladbach geboren und ist damit erst 21 Jahre alt. Seine fußballerische Reise begann in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen, führte über den SC Fortuna Köln und einen kurzen Stopp bei der SG Dynamo Dresden weiter. Im Januar 2022 wechselte er in die Jugendabteilung von Fortuna Düsseldorf, wo er sich schnell durchsetzte.
Nach starken Leistungen in der B- und A-Junioren-Bundesliga erhielt er im Dezember 2023 seinen ersten Profivertrag. Sein Debüt in der 2. Bundesliga feierte er bereits am 2. Dezember 2023 beim 5:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, als er in der 68. Minute eingewechselt wurde.
In den folgenden Jahren sammelte er erste Erfahrungen in der Profimannschaft von Fortuna Düsseldorf (rund 20 Ligaeinsätze mit einem Tor in der 2. Bundesliga bis Anfang 2026) und spielte zudem für die zweite Mannschaft in der Regionalliga West. Im Januar 2025 wurde er für die Rückrunde an den Drittligisten Hansa Rostock ausgeliehen, wo er elf Ligaspiele absolvierte, Spielpraxis sammelte und mit dem Team den Landespokalsieg in Mecklenburg-Vorpommern feierte.
Für die deutschen Juniorennationalmannschaften lief er in der U19 (sieben Spiele) und später in der U20 auf. Aktuell steht er noch bis 2028 bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag, doch der Verein befindet sich nach dem Abstieg in die 3. Liga in einer Umbruchphase, was Susos Zukunft offen gestaltet und mehrere Vereine wie der FC Augsburg oder der FC Venedig auf den Plan rufen.
🚨💥 Sima Suso to FC Augsburg - DONE DEAL ✔️
— Florian Plettenberg (@Plettigoal) July 8, 2026
Full agreement reached with Fortuna Düsseldorf. Also via RP. Transfer fee: €1.6m. Medical still pending. Contract until 2031.
Augsburg see huge potential in the 21 y/o Germany U20 international versatile midfielder. @kerry_hau… pic.twitter.com/H7D8E0USOo
Spielerprofil – Der pyhsische & intelligente Regista
Mit einer beeindruckenden Körpergröße von 1,90 Metern, einem kräftigen Körperbau (ca. 84 kg) und einem versierten linken Fuß ausgestattet, verkörpert Sima Suso den modernen, vielseitigen Mittelfeldspieler. Seine Hauptposition ist das zentrale oder defensive Mittelfeld, doch er kann ebenso in der Innenverteidigung oder sogar als Joker links hinten agieren.
Er wird oft als taktisches „Metronom“ beschrieben, das das Spieltempo kontrolliert und als halblinker Regista mit Spielmacher-Qualitäten agiert – weit mehr also als ein klassischer Abräumer.
Seine größten Stärken liegen in der physischen Dominanz und Robustheit. Mit enormer Reichweite in Zweikämpfen und einer daraus resultierenden 60-prozentigen Gewinnquote am Boden, ist er zweikampfstärker als viele Innenverteidiger. Er gewinnt Bälle (81 trotz nur 17 Startelf-Einsätzen) und leitet sofort vertikale, linienbrechende Pässe ein, die schnelle Gegenangriffe ermöglichen. Seine hohe Passgenauigkeit in der eigenen Hälfte (88%), Athletik, Laufbereitschaft und Pressingintensität machen ihn zu einem Hybrid-Motor im Mittelfeld.
Unter Druck behält er die Ruhe und findet gute Lösungen, und seine taktische Intelligenz und technische Stärke erlauben es ihm, das Spiel auch auf engen Raum zu strukturieren. In der Saison 2025/26 in der 2. Bundesliga kam er auf über 1.400 Minuten Einsatzzeit, erzielte ein Tor und war Teil des Aufstiegsprojekts von Fortuna – auch wenn die Mannschaft letztlich abstieg.
„Er hängt sich in jedem Training voll rein und ist ein sehr spielintelligenter und athletischer Spieler, der sowohl in der Abwehr als auch auf der Doppelsechs spielen kann. Er bringt eine hohe Laufbereitschaft und Pressingintensität mit und findet auch in Drucksituationen gute Lösungen“, lobte Amir Shapourzadeh (Direktor Profifußball Hansa Rostock).
Die Entwicklungsfelder
Schwächen zeigen sich vor allem in der Disziplin: Mehrere Gelbe Karten und eine Rote Karte in der letzten Saison deuten auf gelegentliche Hektik oder übermotivierte Zweikampfführung hin. Darüber hinaus ist er trotz seines Gardemaßes von 190 cm mit nur 43 Prozent gewonnen Luftduellen deutlich zu schwach gegen den Ball.
Seine Torbeteiligung bleibt überschaubar (insgesamt nur ein Treffer auf Profiebene), da er wenig spielentscheidende Schlüsselpässe spielt, was der logische nächste Schritt für ihn in der Ballbesitzphase wäre. Denn in der gegnerischen Spielhälfte finden nur noch 75 Prozent seiner Pässe ihr Ziel.
Seine zahlreichen Verletzungen wie ein Bänderriss im Sprunggelenk 2024 haben ihn zeitweise (60 Tage) in seiner rasanten Entwicklung zurückgeworfen. Dennoch überwiegen die positiven Anlagen deutlich – er ist ein Spieler mit hohem Entwicklungspotenzial, der physisch und technisch für höhere Anforderungen gerüstet ist.
Privater Hintergrund und Einfluss auf Charakter sowie Mentalität
Sima Suso ist deutsch-gambischer Herkunft; sein Vater stammt aus Gambia. Geboren und aufgewachsen in Bergisch Gladbach, verkörpert er eine bikulturelle Identität, die in der deutschen Fußballlandschaft immer präsenter wird. Öffentlich ist wenig über seine Familie oder Kindheit bekannt – er selbst spricht selten darüber. In einem Statement anlässlich seiner Leihe nach Rostock hieß es lediglich, dass sein Vater aus Gambia stammt.
Diese Herkunft hat möglicherweise einen prägenden Einfluss auf seinen Charakter und seine Mentalität gehabt. Bikulturelle Spieler bringen oft eine besondere Resilienz, Anpassungsfähigkeit und einen starken Willen mit, sich in einem Umfeld zu behaupten, das nicht immer auf den ersten Blick für sie gemacht scheint.
Susos Bereitschaft, eine Leihe in die 3. Liga anzunehmen, um Spielpraxis zu sammeln, und seine positiven Worte dazu – „Ich kann es kaum erwarten, dass es für mich los geht“ und die Freude über die Chance, sich zu beweisen – zeugen von einer vorwärtsgerichteten, ehrgeizigen und demütigen Einstellung.
Verletzungen und der Weg durch mehrere Jugendvereine haben ihn offenbar mental gestärkt. Er wirkt fokussiert, teamorientiert (er erwähnte die Freundschaft zu einem Mitspieler in Rostock als hilfreich) und entschlossen, sich kontinuierlich zu verbessern.
Weitere Stimmen aus dem Umfeld (Mitspieler/Fans/Club) betonen seine positive Einstellung, sein Anfeuern von außen und seine Entwicklung. Er wird als sympathisch, gläubig und teamdienlich wahrgenommen, so dass jeder Sportdirektor sich über die Mentalität des Jungen keine Sorgen machen muss.
Nach Verteidiger Calvin Brackelmann (Paderborn) und Talent Faik Sakar (Leipzig) deutet sich der dritte externe Neuzugang des FC Augsburg an: Sima Suso von Fortuna Düsseldorf steht kurz vor der Unterschrift. https://t.co/QPgMaWZfai
— kicker Newsfeed (@kicker_feed) July 8, 2026
Potenzial für den FC Augsburg?
Sima Suso besitzt eindeutig das Potenzial für den FC Augsburg. Mehrere Bundesliga- und Serie A-Klubs, darunter Berichten zufolge auch Augsburg und Venezia, beobachten ihn intensiv – Scouts von RB Leipzig und Bayer Leverkusen waren bei Spielen ebenfalls anwesend, und es gibt konkrete Transfergerüchte mit einer möglichen Ablöse im niedrigen bis mittleren Millionenbereich.
Auf einer Skala von 1 bis 10 schätze ich das Potenzial des 21-jährigen Mittelfeldspielers bei 7,5 ein. Der 1,90 Meter große Hüne vereint bereits jetzt physische Präsenz, taktische Intelligenz und eine beeindruckende Vielseitigkeit, die ihn als robusten Regista oder defensiven Allrounder auszeichnet.
Mit Zweitliga-Erfahrung, wichtigen Toren und dem Interesse namhafter Bundesligaklubs hat Suso das Zeug zum etablierten Stamm- oder Rotationsspieler im deutschen Oberhaus – vielleicht sogar mehr, wenn er seine Disziplin und Konstanz weiter schärft.
Er ist sicherlich noch kein Wunderkind, aber ein durchsetzungsstarker, ehrgeiziger Typ mit klarem Entwicklungspotenzial. Für einen Verein wie den FC Augsburg könnte er genau der richtige, bezahlbare Baustein sein, um das Mittelfeld perspektivisch zu verstärken.
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