Sascha

Gasperini auch nächste Saison Trainer von Atalanta?

Während Sinisa Mihajlovic Juventus den Kampf ansagte, sagte Gian Piero Gasperini die Spieltags-PK vor dem heutigen Schlager gegen den AC Mailand komplett ab. Atalanta Bergamos Präsident Luca Perchassi stellte sich stattdessen den Journalisten und erklärte die Beweggründe für diese Entscheidung.

Eine überraschende Wende am Vorabend des lang erwarteten Spiels zwischen Atalanta und dem AC Mailand. Es wird keine Pressekonferenz mit Trainer Gian Piero Gasperini geben. Der Verein hat stattdessen beschlossen, die klassische Pressekonferenz mit dem Trainer vor dem Spiel in Zingonia abzusagen.

"Ich habe den Trainer persönlich gefragt, ob ich die Pressekonferenz im Namen des Vereins halten darf, weil es richtig erscheint, am Ende einer weiteren außergewöhnlichen Saison zu sprechen und Bilanz zu ziehen. Wir danken allen von ganzem Herzen für alles, was sie getan haben, dem Trainer und den Spielern. Sie haben etwas Außergewöhnliches erreicht“, lobte Präsident Perchassi.

"Wir sprechen über eine sehr wettbewerbsfähige Atalanta-Mannschaft und wir sind sehr stolz darauf, gegen eine starke Mailänder Mannschaft anzutreten, da wir wissen, dass wir die Champions-League-Qualifikation in der Tasche haben. Trotzdem werden wir morgen unser Bestes geben. Atalanta will wie Atalanta spielen".

„Gasp“ bleibt Trainer

Und auch bei Atalanta gibt es keinen Zweifel an den Plänen, denn sie wollen weiterhin am Tisch der großen Namen sitzen. All dies immer mit Gasperini am Ruder. Percassi hat keine Zweifel an der Beständigkeit des Trainers: "Wir haben uns das Recht verdient, dort zu sein, wo wir sind, und das dank enormer Arbeit und Anstrengung.

Wir haben uns das Recht verdient, dort zu sein, wo wir sind, und das dank enormer Arbeit und Anstrengung. Bergamo ist eine Stadt, die mit harter Arbeit aufgebaut wurde und Atalanta möchte seine Stadt repräsentieren. Es gibt keine Abkürzungen, wir müssen jeden Tag arbeiten und haben den perfekten Führer in Form unseres Trainers. Ob er bleiben wird? Gasperini wird auf jeden Fall bleiben."

Neuzugänge explodieren

In der Tat ist es wieder eine glorreiche Saison für „La Dea“ geworden. Man konnte sogar trotz des engen Spielplans und Abgangs von Kapitän Papu Gomez die Königsklasse erreichen. Zudem haben die Neuzugänge wie Romero oder Malinovsky die erste Elf ungemein aufgewertet.

Während der Argentinier zum absoluten Abwehrboss und einer der besten Innenverteidiger der Liga avancierte, macht Malinovsky den Abang Papus vergessen. In 35 Partien gelangen dem Ukrainer beeindruckende 20 Scorerpunkte und das obwohl er erst in der Rückrunde richtig explodierte.

Denn in der Hinserie hatte er überwiegend die Rolle des Rotationsspielers inne. Atalanta macht einfach eine tolle Arbeit, gute Transfers und spielt einen attraktiven Fußball. Genau deswegen hat Perchassi recht, gehören sie dorthin wo sie gerade stehen, nämlich auf Platz zwei der höchsten italienischen Spielklasse.

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Sascha

Endspiel für Juventus | Mihajlovic mit Kampfansage

Am Sonntagabend wird um 20:45 Uhr das „Grande Finale“ im Rennen um die Champions-League-Plätze eingeläutet. Juventus Turin bekommt es mit dem FC Bologna zu tun, welcher momentan auf dem elften Tabellenplatz rangiert und als klarer Underdog in die Partie geht.

Denn die Rossoblu sind seit 6 Spieltagen ohne Sieg und kassierten 14 Gegentore. Selbst gegen das seit 8 Wochen sieglose Hellas reichte es nur zu einem 2:2-Remis. Doch der Übungsleiter der Emilianer verspricht den Tifosi gegen die alte Dame trotzdem einen heißen Kampf.

"Sie (Juvenuts) kommen mit einer großen Chance hierher und ihre Motivation wird sehr hoch sein. Sie haben in ihrem letzten Spiel in der Coppa Italia mit viel mehr Intensität gespielt", betonte Trainer Sinisa Mihajlovic in seiner Pressekonferenz.

Miha: „Habe von einem Elfer geträumt“

"Wir werden alles tun, um unser Spiel zu spielen und sowohl körperlich als auch mental bis zum Schluss präsent zu sein. Es wird ein hart umkämpftes Spiel werden, das hoffe ich!“ Die größte Angst scheint der temperamentvolle Serbe allerdings vor dem Schiedsrichtergespann zu haben.

"Wissen Sie, gestern war ich zu einer Untersuchung im Krankenhaus und sie mussten mich betäuben. Sie haben mich genau in dem Moment geweckt, in dem ich geträumt habe, dass Paulo Dybala einen Elfmeter für Juve schießt und es 0:0 steht. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich frage mich, ob es etwas zu bedeuten hat...“, ließ er bewusst offen.

Sieg für die Fans & die Stadt

Sicherlich ging der Appell an die Unparteiischen, da die Bianconeri in den letzten beiden Partien gegen Inter und Atalanta bevorteilt wurden und seine Truppe diese Saison schon einige Fehlentscheidungen hinnehmen musste. Trotz eines gesicherten Mittelfeldplatzes, geht es für den Tabellenelften laut Miha immer noch um einiges und nicht nur darum Milan oder Napoli einen Gefallen zu tun.

„Dieses Ergebnis bedeutet auch für uns sehr viel, denn mit einem Sieg würden wir in der oberen Tabellenhälfte landen, und das war unser Ziel zu Beginn der Saison. Wenn wir gewinnen würden, würden wir es für uns, für die Stadt und die Fans tun, nicht um jemand anderem einen Gefallen zu tun."

Gutes erstes Jahr für Pirlo?

Über seinen Trainerkollegen Andrea Pirlo, hatte er allerdings positive Worte übrig. "Er hat in seiner ersten Saison bei einem großen Verein die Supercoppa und die Coppa Italia gewonnen, also kann man sich nicht wirklich beschweren. Man sollte ihm nicht die Schuld für den verpassten Scudetto geben, denn früher oder später musste Juventus ihn verlieren.“

„Wenn er auch noch in die Champions League kommt, ist das ein gutes erstes Jahr. Er hätte es besser machen können, aber das hätte ich auch können." Absolut ehrliche Worte des ehemaligen Milan-Trainers, der die Leistung Pirlos entgegen der italienischen Medienlandschaft in ein neutraleres Licht rückte.

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Sascha

Inter | Rettung durch einen US-Hedgefond?

Inter scheint in dieser Woche den Einstieg von Oaktree Capital mit einer Investition von 300 Millionen Euro vollziehen zu wollen. Der globale Investor soll in Zukunft ebenso die Möglichkeit besitzen, die restlichen Vereinsanteile zu erwerben, was den endgültigen Rückzug der Suning Group aus dem Verein bedeuten würde.

Inter wurde diese Saison aufgrund der Pandemie von signifikanten wirtschaftlichen Problemen heimgesucht. Doch nun scheint die chinesische Führung einen Weg gefunden zu haben, die Kosten des Vereins zu decken. Oaktree Capital ist eine weltweit operierende US-Investmentgesellschaft, welche ein Vermögen von 148 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Grundsätzlich investiert der Fonds in Aktien und Anleihen von Unternehmen, die sich in der Krise befinden, und wettet auf deren zukünftiges Wachstum. Oaktree Capital verwaltet mit dieser Art der Investition mittlerweile einen Umsatz von 148 Milliarden Dollar weltweit.

Pendant zu Elliott

Man könnte sie als das Pendant zu Milan-Eigentümer Elliot Management mit dem Hedgefond-Zaren Paul Singer bezeichnen, da sie ein sehr ähnliches Geschäftsmodell auszeichnet und sie gleichermaßen vorwiegend auf notleidende Wertpapiere und Hochzinsanleihen setzen.

Die wesentliche Nachricht ist, dass die Transaktion des Fonds, der 2019 von Brookfield Asset Management gekauft wurde, sehr bald von Inter abgeschlossen werden könnte. Oaktree Capital ist in der Tat bereit für eine Maxifinanzierung und gleichzeitigen Erwerb von 31 Prozent der Vereinsanteile für 300 Millionen Euro.

Wie sieht die wirtschaftliche Strategie Inters aus?

Die allgemeine Wirtschaftskrise, bedingt durch die Pandemie, die jede Art von Sektor mit erheblichem Schaden für Unternehmen und multinationale Konzerne betroffen hat, hat auch die Suning-Gruppe dazu veranlasst, Bewertungen vorzunehmen.

Um der Hypothese eines Eigentümerwechsels vorzubeugen, zumal heute niemand mehr bereit wäre, beträchtliche Summen für das gesamte Aktienpaket von Inter auszugeben, hat der Konzern beschlossen, erst einmal auf ein Darlehen durch einige Investmentfonds zurückzugreifen. Bain Capital und eben Oaktree Capital.

Sauerstoff für die Kassen

Dies könnte also die entscheidende Woche sein, um die Vereinbarung zu unterzeichnen, die den durch die Liquiditätskrise von Suning strapazierten Kassen der Nerazzurri Sauerstoff geben kann. Die Zeit ist knapp und die Überprüfung der Konten Nerazzurri ist sehr komplex und muss vor den Unterschriften der Transaktion durch die Gegenseite überprüft werden.

Die Priorität liegt darin, die Gehälter der Spieler schnell zu überweisen. Inter könnte mit dieser Operation also einer ruhigeren Zukunft entgegensehen, indem es seine Kassen mit Mitteln von Oaktree Capital rekapitalisiert und den 31-prozentigen Anteil von LionRock Capital am Klub zurückzukauft. Zudem ist nicht auszuschließen, dass Oaktree irgendwann kompletter Eigentümer der Nerazzurri wird.

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Sascha

Serie A | Dreikampf um den Einzug in die Königsklasse

Am letzten Spieltag kommt es in der Serie A zum absoluten Showdown! Denn mit Juventus, Milan und dem SSC Neapel streiten drei Teams um zwei Champions-League-Plätze. Zudem trennen alle drei lediglich ein Punkt.

Tabellarisch scheint der AC Milan im Vorteil zu sein. Die Rossoneri belegen mit 76 Punkten den dritten Rang, punktgleich mit dem SSC, welcher auf Platz vier rangiert. Die alte Dame belegt mit einem Punkt weniger den fünften Rang, welcher lediglich die Qualifikation zur Euro League bedeuten würde.

Zudem hat die Pioli-Truppe den Vorteil mit beiden Kontrahenten den direkten Vergleich gewonnen zu haben. Daher würden bei einem Punktegleichstand die Lombarden in die Königsklasse einziehen. Doch kommen wir zu den Gegnern am letzten Spieltag, denn dort gestaltet sich alles ein wenig anders.

Schwerster Gegner für Milan

Milan hat es nämlich auswärts mit dem Tabellenzweiten Atalanta Bergamo den schwersten Brocken vor der Brust. Sicherlich werden die Bergamasci heute im Coppa-Finale gegen Juventus, genau wie die Bianconeri einige Körner lassen, vor allem wenn das Spiel in die Verlängerung gehen sollte, jedoch ist „La Dea“ nominell der herausfordernste Gegner im direkten Vergleich der anderen beiden.

Der SSC Neapel dagegen bekommt es zu Hause mit dem eigentlich Favoritenschreck Hellas Verona zu tun. Das Wort „eigentlich“ habe ich eingebaut, da davon in den letzten Wochen wenig übrig geblieben ist. Die Veroneser sind seit acht Spieltagen sieglos und gebeutelt durch die Sorgen um die auf der Kippe stehenden Lizenz für die nächste Saison.

Der italienische Rekordmeister muss auswärts gegen den Tabellenelften Bologna ran. Für die Truppe von Coach Sinisa Mihajlovic geht es wie für alle Gegner der drei um nichts mehr. Weder kann man absteigen, noch die internationalen Plätze erreichen. Darüber hinaus befinden sich die Rossoblu nicht gerade in Topform. Seit sechs Spielen konnte kein Dreier mehr eingefahren werden und die Abwehr zeigt sich schon die ganze Spielzeit über als extrem unsicher.

Napoli in Bestform

Bewerten wir die Form der drei Teams, dann scheint der SSC Neapel die besten Karten auf den Einzug in die Königsklasse zu besitzen. Seit dem 25. Februar ging lediglich das Spiel gegen die alte Dame mit 1:2 knapp verloren, ansonsten blieb die Partenopei ungeschlagen und zeigt sich voll entschlossen und ungemein torgefährlich.

Milan und Juve haben beide aus den letzten fünf Partien eine Niederlage, drei Siege und ein Remis vorzuweisen. Allerdings schlugen die Mailänder vorletzte Woche den direkten Konkurrenten souverän mit 3:0 und unterstrichen, dass sie die beste Auswärtsmannschaft der Liga sind. Doch mit der Knieverletzung Zlatan Ibrahimovics fehlt der große Leader des Teams, welcher grade in großen Drucksituationen elementar für diese junge Milan-Elf ist.

Konstatieren wir die Voraussetzungen der drei Protagonisten, dann scheinen die Mailänder, obwohl sie tabellarisch und im direkten Vergleich im Vorteil sind, die schlechtesten Karten zu besitzen. Es ist wirklich schwer vorstellbar, dass Juventus gegen ein enorm abwehr- und formschwaches Bologna versagen wird, und genauso wenig das extrem formstarke Napoli gegen das krisengebeutelte Hellas versagt.

Hat Pioli eine taktische Antwort parat?

Darüber hinaus fand Milan bereits in der Hinrunde bei der 0:3-Niederlage gegen die Bergamasci kaum taktische Lösungen um Gasperinis Pressingmaschine zu stoppen. Pioli wird sein Spielsystem also überdenken müssen, was natürlich zu Lasten der Automatismen führen könnte. Zudem bleibt die Frage wer Zlatan vorne ersetzen kann.

Rebic war gegen Cagliari ein Totalausfall und scheint nur zu funktionieren, wenn er Räume bekommt, was für einen Einsatz gegen das hochstehende Bergamo sprechen würde. Jedoch mehren sich die Gerüchte, dass auch Mario Mandzukic, welcher bisher weder physisch fit scheint, noch eine Anbindung zur Spielphilosophie des Teams besitzt, starten könnte.

Pioli scheint im letzten und alles entscheidenden Spiel der Saison volles Risiko gehen zu müssen. Es ist also wieder eine mutige Entscheidung von ihm gefragt. Es war auf jeden Fall schon lange nicht mehr so spannend. Also lasset die Spiele beginnen!

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Sascha

Derby d’Italia | Juve siegt glücklich

Das Derby d’Italia war für Juventus Turin gestern Abend wie ein kleines Endspiel. Denn hätte die alte Dame verloren, dann wäre die Königsklasse in weite Ferne gerutscht. Am Ende siegte die Pirlo-Truppe in Unterzahl glücklich mit 3:2 gegen den amtierenden Meister Inter Mailand.

Es war eine hart umkämpfte Partie zwischen beiden Teams, in welche Juventus besser hineinfand. Die Bianconeri wirkten wacher und fokussierter, als das schon als Meister feststehende Inter. Vor allem im Kombinationsspiel offenbarte die Conte-Truppe wiederkehrend technische Defizite. Allein Lukaku versprang mehrfach der Ball beim ersten Kontakt.

Daher war das 1:0 in der 24. Minute durch Cristiano Ronaldo nach einem unnötigen Elfmeter die logische Konsequenz. Zwar konnte Handanovic den Schuss zunächst parieren, doch beim Nachsetzen des Portugiesen war Inters Kapitän machtlos. Vorausgegangen war ein schlampiges Foul von Matteo Darmian an Giorgio Chiellini bei einer Ecke des Tabellenfünften.

De Ligt verursacht nächsten Elfmeter

Inter wachte nun auf und fand nun mehr in die Zweikämpfe. Nach einigen Torannäherungen war es Mathijs De Ligt, welcher Lautaro Martinez im Sechzehner auf die Achillessehne tappte – Elfmeter. Ebenfalls völlig unnötig, da der Argentinier weder im Ballbesitz war und sich zudem vom Tor wegbewegte.

Lukaku schnappte sich selbstbewusst das Leder und netzte in der 35. Spielminute souverän flach ins linke Eck ein. Das Spiel war nun ausgeglichener, wobei die ganz großen Torchancen auch weiterhin nicht herausgespielt werden konnten. In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde Juventus von der Glücksgöttin Fortuna gesegnet.

Der Zufall regelt das 2:1

Zunächst landete der Ball nach einer Klärungsaktion von Abwehrchef De Vrij bei Cuadrado, dieser zog dann wuchtig aus 16 Meter halbrechter Position ab, welcher unhaltbar im Netz Handanovics einschlug, weil Eriksen die Flugbahn des Schusses entscheidend veränderte. Mit 2:1 ging es also für die Hausherren in die Halbzeit.

Juventus hatte Vorteile in der ersten Hälfte, ohne sich dabei jedoch gute Torchancen herauszuspielen, während Inter sich hauptsächlich aufs Verteidigen fokussierte. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit jedoch ändern.

Die Conte Truppe kam motiviert aus der Kabine und drängte von Anfang an auf den Ausgleich. Juve hatte sichtliche Mühe dies zu verhindern. Es entstanden gute Chancen wie Perisics und Lautaro Martinez‘ Abschlüsse. Auch Schiedsrichter Gianpaolo Calvarese wurde wiederkehrend gefordert, da beide Teams sich nichts schenkten.

Bentancur sieht gelb-rot

Rodrigo Bentancur war dann der erste, der nach einem Foul an Lukaku in der 55. Spielminute die Ampelkarte erhielt und den Platz verlassen musste. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Inter spieldominierend. Doch der Meister musste bis zur 83. Spielminute gegen einen tief verteidigenden Gegner warten, bis der erlösende Ausgleich durch Lukaku fiel.

Der Treffer des Belgiers wurde allerdings erst nach Überprüfung des VAR gegeben, da nur Chiellini den Sturmtank festgehalten hatte und nicht umgekehrt. Die alte Dame wurde nun wieder etwas offensiver und versuchte Nadelstiche zu setzen. Vor allem war es immer wieder Cuadrado, welcher offensiv Akzente setzte und der stärkste Mann bei den Bianconeri war.

Fortuna hält Juventus im Rennen

Der Kolumbianer holte nur fünf Minuten später den nächsten Elfmeter für die alte Dame heraus, wobei dieser sehr umstritten war. Selbst Juve-Legende Alessandro Del Piero gab zu, dass es für ihn kein Elfmeter war, da Cuadrado sich beim Kroaten einhakte und Schiri Calcarese drauf reinfiel und die Szene auch nicht durch den VAR überprüfen ließ.

Der Gefoulte sorgte dann für den Endstand von 3:2 und garantierte, dass Juventus weiterhin von der Königsklasse träumen darf, während sich Marcelo Brozovic in der 93. Spielminute ebenfalls die Ampelkarte nach einem Foul am Siegtorschützen abholte.

Letzten Endes ein Sieg der Moral für den italienischen Rekordmeister, doch betrachtet man die Leistung der Pirlo-Truppe ganz analytisch, dann waren die Turiner wieder nicht in der Lage sich Großchancen gegen einen tiefstehenden Gegner herauszuspielen und siegten glücklich durch einen abgefälschten Schuss, welcher zufällig beim Torschützen landete und durch zwei Elfmeter, wobei letzterer eine Fehlentscheidung war.

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Sascha

Milan | So verdrängte Brahim Diaz Hakan auf der Zehn

In den letzten beiden Siegen des AC Milans spielt Brahim Diaz (21) als neuer Zehner eine zentrale Rolle. Den Aufschwung des kleinen Spaniers mit marokkanischen Wurzeln erklärte Trainer Stefano Pioli (55) bei der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel gegen Cagliari Calcio.

Mit Brahim als neuer Zehner spielen die Rossoneri wie verwandelt und demontierten beide Turiner Vereine. Juventus wurde mit 3:0 im eigenen Stadion gedemütigt und Lokalrivale Torino mit 7:0 im San Siro abgeschlachtet. Brahim Diaz war an vier Toren in diesen beiden Partien beteiligt, wobei er drei Treffer erzielte und eine Vorlage gab.

Pioli verrät jedoch, dass die spektakuläre Form des 21-jährigen Spaniers in der Rolle des Trequartista nur eine Folge einer anderen Entscheidung war. "Brahim macht seine Sache sehr gut, aber ich habe ihn auf diese Position gestellt, weil ich Calhanoglu auf die linke Seite ziehen wollte, damit wir mehr defensive Absicherung haben und auf dieser Seite stabiler sind", sagte der Trainer gegenüber Milan TV.

Theos Absicherung Weg zum Erfolg

"Gegen Benevento haben wir zum Beispiel sehr gut am Ball gearbeitet, nicht so sehr, wenn wir den Ballbesitz verloren haben. Glauben Sie mir. Das war die wichtigste Entscheidung." Calhanoglu war bis dahin als Zehner eingesetzt worden, während Rafael Leao oder Ante Rebic eher auf der linken Seite des Mittelfeld-Trios spielten.

Die Rossoneri brauchten mehr defensive Absicherung auf der linken Seite, damit Außenverteidiger Theo Hernandez nach vorne stoßen kann, der gegen Torino zwei Tore erzielte. Denn oftmals war es die linke Seite, über die Milan verwundbar war und über die die Gegner gekontert haben.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Lombarden mit Brahim auf der Zehn und Rebic in vorderster Front, mehr Tempo in der offensiven Zentrale besitzen. Zudem funktionieren die Positionswechsel flüssiger, was das ganze Angriffsspiel flexibler, dynamischer und kombinationsstärker wirken lässt.

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