Bayer Leverkusen auf der Überholspur

In etwas mehr als 40 Jahren Bundesliga sprang für Bayer Leverkusen noch nie eine Deutsche Meisterschaft heraus. National steht lediglich ein DFB-Pokalsieg aus dem Jahr 1993 auf der Habenseite. Dass es wahrscheinlich in diesem Jahr wiederum nicht zum Titel reichen wird, liegt an der durchwachsenen Hinrunde der Bayer-Elf. Lediglich 28 Punkte konnten dort gesammelt werden. In der Rückrunde sind es nach zehn Spielen dagegen schon 25 Zähler.

Das Team von Trainer Peter Bosz gewann sechs seiner letzten sieben Bundesligaspiele und hat sich inzwischen auf einen Champions-League-Platz katapultiert. Pech ist eben nur, dass die Bayern und der BVB ebenfalls fast immer gewinnen und in der Tabelle acht bzw. vier Punkte vor den Leverkusenern liegen.

Demirbay und Havertz als Erfolgsgaranten

Die Hinrunde verlief für Kai Havertz alles andere als gut. Der Nationalspieler erzielte lediglich zwei Scorerpunkte, doch seit der Winterpause hat der 20-Jährige in zehn Partien acht Tore geschossen und vier weitere Treffer vorbereitet.

Kerem Demirbay steht dem in nichts nach. Der Mittelfeldspieler kommt in sieben Rückrundenpartien auf ein Tor und drei Assists, nachdem es für den Neuzugang in der Hinserie nicht besonders lief. Doch viel wichtiger für Bayer ist Demirbays Einsatz für die Mannschaft. Gegen Borussia Mönchengladbach gewann der Ex-Hoffenheimer 23 Zweikämpfe und gab die Richtung im Leverkusener Spiel vor.

Trainer Peter Bosz, sonst sehr sparsam mit Lob, gab nach dem Gladbach-Spiel zu Protokoll, dass Kerem Demirbay „in der Rückrunde sehr gut spielt“. Äußerungen zu Kai Havertz vermeidet dagegen der Niederländer, weil er weiß, wie heiß die Gerüchte um einen Mega-Wechsel des Nationalspielers sind. Vielmehr soll sich der 20-Jährige auf die Rückrunde und die Ziele von Bayer Leverkusen konzentrieren.

Peter Bosz erlebt eine Wandlung

Das Engagement von Peter Bosz bei Borussia Dortmund kann man als misslungen bezeichnen. Dem Holländer wurde in der Saison 2017/18 vorgeworfen, dass er stur an seinem 4-3-3-System festhalten würde und auch sein Verhältnis zu den BVB-Stars geriet in die Diskussion.

In Leverkusen scheint die Chemie zwischen Peter Bosz und dem Team zu stimmen, und auch eine größere taktische Flexibilität ist im Spiel der Leverkusener zu erkennen.

Die Verbindung Bosz/Bayer scheint zu funktionieren. Lohn könnte die erneute Teilnahme an der Champions League sein, nachdem sich der 56-Jährige auch schon in der letzten Saison mit der Werkself für die Königsklasse qualifizieren konnte.

Sicherlich gibt es so manchen in Leverkusen, der von der Deutschen Meisterschaft träumt, schließlich müssen die Bayern noch in der BayArena antreten, doch das Erreichen der Champions League könnte schon als großer Erfolg verzeichnet werden. Es wäre auch ein Verdienst von Peter Bosz, dem einige Experten den Erfolg bei Bayer nicht unbedingt zugetraut hatten. Wagemutige können trotzdem auf eine Deutsche Meisterschaft der Leverkusener wetten. Interwetten bietet für diesen Fall eine Quote von 130,00 an.

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