Er spielte zehn Jahre für Borussia Dortmund und feierte mit dem BVB zwei Deutsche Meisterschaften und einen Sieg im DFB-Pokal. Bei dem Revierclub war Neven Subotic absoluter Publikumsliebling und Kultfigur. Auch bei einer seinen späteren Stationen, bei Union Berlin. Vor vier Jahren beendete der Abwehrspieler seine Karriere. Doch was macht der mittlerweile 37-Jährige heute? (Bild: IMAGO / Mika Volkmann)
Geboren in Banja Luka, dem früheren Jugoslawien, kam Neven Subotic im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Aufgrund drohender Balkankriege. 1999 lief jedoch der Duldungsstatus der Subotics ab und so zog man in die USA. Insofern ist es erstaunlich, dass Neven Subotic, der die Flüchtlingszeit rückblickend mit Armut verbindend bezeichnete, später in Deutschland Karriere machte. Wohl auch deshalb macht er jetzt etwas Außergewöhnliches.
Trinkbrunnen in Ostafrika
Bereits 2012 als BVB-Profi gründete Neven Subotic eine Stiftung, die das Ziel hat, Trinkbrunnen und Sanitäranlagen in Ostafrika zu bauen. Nach eigenem Bekunden investiert der er dabei nicht nur Zeit, sondern hat für dieses Projekt nahezu sein ganzes Vermögen, was er in seiner Fußballerlaufbahn verdient hat, investiert.
Natürlich lebt die well:fair foundation auch von Geld, was von Investoren und Sponsoren kommt, Neven Subotic verspricht jedoch, dass von jedem gespendeten Euro 100 Cent ankommen würden. Daher trage er die Verwaltungs- und Reisekosten.
Inzwischen ist die well:fair foundation sehr erfolgreich und auch ausgezeichnet worden.
„Im ersten Jahr hatten wir einen Umsatz von etwa 76.000 Euro. Mittlerweile sind wir bei knapp fünf Millionen im Jahr. Uns wird mehr zugetraut und anvertraut, es gibt Firmenpartnerschaften, ein Botschafterprogramm.“ Neven Subotic
So konnte bislang knapp 500.000 Menschen in Äthiopien, Kenia und Tansania Zugang zu Trinkwasser ermöglicht werden. Bis 2020 sollen es 1.000.000 Million Menschen sein.
Aus dem Fußballgeschäft hat sich Neven Subotic weitgehend zurückgezogen, obwohl Dortmund sein Lebensmittelpunkt ist. Im Signal Iduna Park trifft man den 37-Jährigen dagegen so gut wie nie an.
„Ich war einmal beim BVB, allerdings für und mit Spendern. Ich habe es geliebt, auf dem Platz zu spielen. Zuschauen war nie mein Ding. Kontakt gehalten habe ich mit dem ehemaligen Pressesprecher Josef Schneck und dem Teammanager Fritz Lünschermann des BVB. Ich bin ohne Großeltern groß geworden. Sie sind Menschen mit Herz, waren immer da.“ Neven Subotic
Einen Wunsch hätte er aber noch. Sich irgendwann mit Jürgen Klopp bei einem Bier auszutauschen, um ihre gemeinsame Zeit zu reflektieren und um sich darüber hinaus Input des 59-Jährigen zu holen.
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