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Ein unvergessliches Erlebnis in der Allianz Arena

Ein unvergessliches Erlebnis in der Allianz Arena

Fußball-Weltmeisterschaften finden bekanntlich alle vier Jahre statt und sie sind jedes Mal ein echtes Highlight. Umso größer war damals die Vorfreude auf eine Heim-WM, die 2006 stattfinden sollte.

Ein Jahr zuvor hatte die FIFA die erste Ticket-Verkaufsphase gestartet. Man konnte sich entweder für eine sogenannte Team-Serie bewerben, bei der man alle Spiele seiner Favoriten-Mannschaft hätte begleiten können. Oder für einzelne Partien. Hier waren drei Auswahlen möglich. Ich bewarb mich um das Eröffnungsspiel, ein Halbfinale und das Finale.

Wenig später erhielt ich eine E-Mail über eine erfolgreiche Ticket-Zustellung. Natürlich war da die Freude groß. Auch weil feststand, dass Deutschland die erste Begegnung des Turniers bestreiten würde und diese in der soeben erst eröffneten Allianz Arena ausgetragen wird.

Schließlich erhielt ich im Spätsommer 2005 meine Eintrittskarte für das WM-Eröffnungsspiel, welche mir ein Briefträger persönlich übergab.

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Dann war ich noch auf die Auslosung gespannt, welche Costa Rica ergab. Ein durchaus attraktives Los.

Auch im ganzen Land war die Euphorie zu spüren. WM-Fan-Shops wurden in vielen Städten eröffnet und als es in den Juni ging, waren immer mehr Deutschland-Fahnen im Stadtbild zu sehen. Dazu wurde überall über Fußball diskutiert.

Am 9. Juni 2006 machte ich mich auf den Weg nach München. Bekleidet mit dem Welcome-Trikot der Deutschen Telekom, was damals beworben und verkauft wurde. An einer Raststätte bei Nürnberg kaufte ich eine Bild-Zeitung, die ich heute noch habe.

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Poldi und Schweini standen dabei als Gesichter einer neuen Generation, nachdem der deutsche Fußball am Anfang des Jahrtausends mehr oder weniger am Boden lag. Auch „Sunnyboy“ Jürgen Klinsmann brachte frischen Wind rein.

Die ganze Begeisterung rund um die deutsche Mannschaft war schließlich in der Allianz Arena zu spüren, obwohl es hier und da ein paar Misstöne gab, weil eben nicht Oliver Kahn im Tor stand, sondern Jens Lehmann.

Überhaupt war ich zum ersten Mal bei einem Länderspiel eines DFB-Teams im Stadion. Demzufolge war auch das Abspielen der Hymnen bewegend.

Auch der Spielverlauf hätte kaum besser sein können. Nach dem vielumjubelten Führungstreffer durch Philipp Lahm gab es zwar einen Dämpfer, doch am Ende stand ein souveränes 4:2 auf der Anzeigetafel.

Neben mir saß eine Münchnerin, die ein Trikot von Costa Rica trug und mit der ich sehr gut fachsimpeln konnte. So blieben wir auch nach Spielende noch lange sitzen, um über Fußball zu reden.

Die WM wurde dann ein Sommermärchen, allerdings mit einem tragischen Ende durch das Ausscheiden gegen Italien. Interessant fand ich aber, dass sich eigentlich nicht-fußballinteressierte Menschen für diese Weltmeisterschaft begeistern konnten, was auch bei den darauffolgenden Turnieren der Fall war.

Die DFB-Auswahl wiederum war zwar 2006 gescheitert, krönte sich jedoch 2014 zum Weltmeister. Mit Akteuren wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski oder Joachim Löw, die schon bei der Heim-WM dabei waren.

WM Eroeffnung 2006 24

Die Eröffnungsfeier

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