Bekanntlich wird die diesjährige Weltmeisterschaft mit 48 Teams ausgetragen, die sich auf zwölf Gruppen verteilen. Dementsprechend gibt es eine Zwischenrunde, bevor die Achtelfinals anstehen.
Die deutsche Mannschaft hat ihre erste Partie gegen Curacao souverän 7:1 gewonnen. Auch Frankreich hielt sich mit einem Sieg über den Senegal schadlos. Würden Deutschland und die Franzosen jeweils Gruppensieger, könnten sie im Achtelfinale aufeinandertreffen, was nicht unrealistisch ist.
Vergangene Turniere haben jedoch gezeigt, dass man durchaus auch Losglück braucht, um im Turnier weit zu kommen.
Bestes Beispiel ist die WM 1986. Das in ihrer Gruppe eigentlich favorisierte DFB-Team unter Franz Beckenbauer verlor das letzte Vorrundenspiel gegen Dänemark. „Danish Dynamite“ wurde Gruppenerster, traf jedoch dadurch im Achtelfinale auf starke Spanier und schied aus.
Deutschland bekam es dagegen in dieser Runde mit Algerien zu tun und kam weiter. Im Viertelfinale wartete schließlich Mexiko, damals alles andere als eine Fußball-Großmacht. Erst im Halbfinale ging es gegen einen starken Gegner, den damaligen Europameister Frankreich mit ihrem Superstar Michel Platini, was die DFB-Auswahl durch die beste Turnierleistung gewann.
In die WM 2002 ging die deutsche Mannschaft ohne große Hoffnungen. Nachdem man sich in der Gruppenphase gegen Saudi-Arabien, Irland und Kamerun durchsetzen konnte, waren eher leichtere Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Mit drei 1:0-Siegen gegen Paraguay, die USA und Südkorea erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Rudi Völler das Finale. Erst hier kam es mit Brasilien zum Aufeinandertreffen mit einem sehr starken Gegner.
Natürlich verliert kein Team absichtlich. Auch Taktieren ist nicht einfach. Doch vielleicht wird das DFB-Team ja nicht Gruppenerster und begeht unter Umständen einen etwas leichteren Weg durch die K.o.-Phase. Die Weltmeisterschaften seit 1994 haben auch gezeigt, dass Deutschland nach einem Auftaktsieg nur einmal auch die zweite Vorrundenpartie gewonnen hat (2006 gegen Polen). Hingegen gab es beispielsweise 2010, als man Dritter wurde, nach einem 4:0 zum Auftakt über Australien eine 0:1-Niederlage gegen Serbien.
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