Klaus Gjasula – ein echter Kultspieler

Klaus Gjasula – ein echter Kultspieler

Im Fußball wird immer wieder gerne behauptet, dass es keine „echten Typen“ mehr gibt. Klaus Gjasula von Darmstadt 98 wäre aber solch einer. Denn der 32-Jährige fällt immer wieder durch seine Gelbe-Karten-Statistik auf. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

So hat Klaus Gjasula in dieser Saison in 23 Ligaeinsätzen elf Gelbe Karten erhalten. Dazu sah er einmal Gelb-Rot und flog einmal mit glatt Rot vom Platz.

In den Geschichtsbüchern der 1. Fußballbundesliga steht der defensive Mittelfeldspieler sowieso schon.

Da Klaus Gjasula in der Saison 2019/20 im Trikot des SC Paderborn 17 Verwarnungen erhalten hatte. Vorher hielt Tomasz Hajto mit 16 Gelben Karten diesen Rekord.

Auch als Drittligaspieler fiel der gebürtige Albaner schon durch rüdes Verhalten auf. In der Spielzeit 2016/17 kommt Klaus Gjasula für den Halleschen FC auf 15 Gelbe und eine Gelb-Rote Karte in 30 Partien. Die Folgesaison brachte dann 12 Gelbe Karten aus 23 Begegnungen ein.

Schließlich wechselte Klaus Gjasula zur Spielzeit 2018/19 zum damaligen Zweitligisten Paderborn. Seine Bilanz im ersten Jahr: 24 Spiele, 12 Gelbe Karten. „Eisenfuß“ wäre wohl die passende Bezeichnung für Klaus Gjasula, der zudem noch lange Zeit durch einen martialischen Helm auffiel, der an einen Gladiator erinnerte.

Prädikat „Herausragend“ vom Kicker

Andererseits hat es Klaus Gjasula auch in die albanische Nationalmannschaft geschafft. Sein Debüt feierte er im Alter von 29 Jahren und kann inzwischen 17 Länderspiele vorweisen.

Bis auf eine Ausnahme, beim kurzen Gastspiel in Hamburg, war Klaus Gjasula zudem immer Stammspieler und zeitweise sogar Kapitän in seinen jeweiligen Mannschaften. Und auch sein aktueller Club Darmstadt weiß um die Qualitäten des Abräumers. Zumal ihn das Fachmagazin Kicker in der Winterpause das Prädikat „Herausragend“ für das defensive Mittelfeld verlieh.

Doch durch seine vielen Gelben Karten hat der 32-Jährige Spuren im deutschen Fußball hinterlassen und man wird sich auch nach dem Karriereende an Klaus Gjasula zurückerinnern. Der ungewöhnliche Vorname für einen in Tirana geborenen ist übrigens auf die ZDF-Kultserie „Die Schwarzwaldklinik“ zurückzuführen. Die Mutter von Klaus Gjasula war ein großer Fan dieser Serie und nannte ihre beiden Söhne Klaus und Jürgen, nach dem Schwarzwaldklinik-Hauptdarsteller Klaus-Jürgen Wussow. Die Familie Gjasula wohnt im Übrigen seit vielen Jahren in Freiburg. Auch das ist eine Geschichte, die eines Kultspielers würdig ist.

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