Nach dem knappen Scheitern bei der Heim-WM hatte die deutsche Nationalmannschaft in Südafrika viel vor. Doch im Vorfeld des Turniers gab es eine Hiobsbotschaft. „Capitano“ Michael Ballack konnte verletzungsbedingt nicht dabei sein, da ihn ein übles Foul von Kevin-Prince Boateng außer Gefecht gesetzt hatte. (Bild: IMAGO / Newscom World)
Aber dieser Ausfall sollte sich nicht negativ auf das Abschneiden auswirken. Denn beispielsweise wurde Michael Ballack hervorragend durch Sami Khedira ersetzt und in der Mannschaft konnte eine neue Hierarchie entstehen. Mit dem neuen Kapitän Philipp Lahm.
Wie schon vier Jahre zuvor legte das DFB-Team im ersten Gruppenspiel gut los. 4:0 wurde Australien besiegt, wobei es schon nach 26 Minuten 2:0 stand. Danach gab es zwar einen Dämpfer gegen Serbien, was auch daran lag, dass Miroslav Klose nach Gelb-Rot vom Platz musste und Lukas Podolski einen Elfmeter verschoss. In der abschließenden Vorrundenpartie gegen Ghana hielt man sich hingegen mit einem 1:0-Erfolg schadlos und erreichte als Gruppensieger das Achtelfinale.
South Africa 2010. Germany 4-0 Argentina 🤯 pic.twitter.com/MMQq0usIsQ
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Hier wartete mit England ein schwerer Brocken. Entfesselte Spieler um Thomas Müller, der in der zweiten Halbzeit aufdrehte, fertigen jedoch Wayne Rooney & Co. 4:1 ab, was eine der besten Leistungen einer deutschen Mannschaft in der WM-Geschichte war. Dies kann man auch vom 4:0-Sieg über Argentinien mit seinem Superstar Lionel Messi sagen. Alles in allem entfachte Bundestrainer Joachim Löw mit seinem Team eine wahre Euphorie im Land des damaligen dreifachen Weltmeisters.
Warum es in Südafrika nicht mit dem 4. WM-Titel geklappt hat, lag an den Spaniern mit ihren exzellenten Spielern wie Andres Iniesta, Xavi, Sergio Ramos oder Xabi Alonso. So war Deutschland im Halbfinale gegen die Iberer chancenlos, zudem ersatzgeschwächt, weil 5-Tore-Mann Thomas Müller wegen einer Gelb-Sperre fehlte.
Eine neue Generation rückt nach
Trotzdem darf die WM 2010 als voller Erfolg für die deutsche Nationalmannschaft gewertet werden. Mit schnellem und ansehnlichem Fußball begeisterte man die Fans, nicht nur hierzulande. Zudem wurden in Südafrika neue Stars geboren, die am Anfang einer Weltkarriere standen. Wie etwa Manuel Neuer oder Thomas Müller. Auch Mesut Özil kann man hier nennen, der im Mittelfeld zauberte. Zudem schnupperte ein Jerome Boateng oder ein Toni Kroos, die später Stammspieler wurden, zum ersten Mal WM-Luft. Ergänzt wurde diese junge Garde durch Spieler, die 2006 ihr erstes WM-Turnier bestritten hatten. Wie Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski, die wie alle genannten Spieler 2014 Weltmeister wurden.
Rückblickend war 2010 ein Zwischenschritt auf dem Weg zum WM-Triumph in Brasilien. Ein bisschen hofft man, dass es 2026 ebenfalls so etwas wie einen Aufbruch geben wird. Mit einer neuen Generation, welche die Fußball-Welt erobern will.
Wird Deutschland bei der WM 2026 Gruppensieger?
Ja
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Wird Deutschland bei der WM 2026 Weltmeister?
Ja
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