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Christian

Wie wird eigentlich die FIFA-Weltrangliste berechnet?

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft gab es schon einige Überraschungen. So holte der Weltranglistendritte Spanien nur ein Unentschieden gegen die Nummer 63 des Rankings Kap Verde. Dagegen deklassierte Platz 28, den derzeit Kanada einnimmt, die Nummer 58 Katar mit einem 6:0.

Doch wie wird die FIFA-Weltrangliste berechnet? Und ist sie fair?

Die erste FIFA-Weltrangliste erschien 1993, um die Stärken der jeweiligen Nationalmannschaften abzubilden. Sie dient bis heute als Grundlage für Setzlisten bei großen Turnieren.

Seit 2018 wird für die Berechnung der sogenannte „SUM“-Algorithmus herangezogen, der auf dem ELO-Punktesystem basiert, welchen es beim Schach gibt.

Dabei lautet die Formel:

Punkte (Neu)=Punkte (Alt)+Spielwertigkeit x (Tatsächliches Ergebnis-Erwartbares Ergebnis)

Klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht.

Mitentscheidend für das Ranking ist die Spielwertigkeit I. So haben Partien bei Welt- und Europameisterschaften eine höhere Wertigkeit als Freundschaftsspiele. Auch K.o.-Spiele bei einer Weltmeisterschaft werden höher bewertet als Vorrundenbegegnungen.

I= 05: Freundschaftsspiele, die außerhalb der internationalen Spielkalender-Fenster gespielt werden

I= 10: Freundschaftsspiele, die während der internationalen Spielkalender-Fenster gespielt werden

I= 15: Gruppenspiele der Nations-League-Wettbewerbe

I= 25: Play-off- und Finalspiele der Nations-League-Wettbewerbe

I= 25: Qualifikationsspiele für die Endrunden der Konföderationen und für die Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft

I= 35: Spiele der Endrunden der Konföderationen bis zum Viertelfinale

I= 40: Spiele der Endrunden der Konföderationen ab dem Viertelfinale; alle Spiele des FIFA-Konföderationen-Pokals

I= 50: Spiele der Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft bis zum Viertelfinale

I= 60: Spiele der Endrunden der FIFA-Weltmeisterschaft ab dem Viertelfinale

Dementsprechend ist für die jeweiligen Nationalverbände das Abschneiden bei Weltmeisterschaften wichtig und so sind auch die momentan beiden Führenden der FIFA-Weltrangliste, Argentinien und Frankreich, die Finalisten der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Deutschland belegt aktuell Platz 9. Auch weil man zuletzt sehr viele WM-Qualifikationsspiele gewann und bei der EURO 2024 ins Viertelfinale kam.

Auch das erwartbare Ergebnis spielt bei der Berechnung der Weltrangliste eine Rolle und richtet sich nach dem Platz im Ranking des Gegners. So gibt es mehr Punkte für ein Team, welches eine stärker eingeschätzte Mannschaft schlägt.

Die Punktevergabe für das tatsächliche Ergebnis W ist dagegen eindeutig:

1 = Sieg nach regulärer Spielzeit oder nach Verlängerung

0,75 = Sieg nach Elfmeterschießen

0,5 = Unentschieden oder Niederlage nach Elfmeterschießen

0 = Niederlage nach regulärer Spielzeit oder nach Verlängerung

Die FIFA hofft, dass dieses System fair ist. Zumindest werden seit 2018 alle Kontinentalverbände gleich behandelt. Bis dahin gab etwa es für europäische und südamerikanische Teams mehr Punkte bei Qualifikationsspielen als beispielsweise in Asien oder Afrika.

Natürlich wird die FIFA-Weltrangliste nach dieser Weltmeisterschaft neu geordnet. Auch deswegen spiegelt sie das Leistungsvermögen von Nationalmannschaften wieder. Im Fußball ist es jedoch so, dass es immer wieder Überraschungen gibt. So wie beim 0:0 zwischen Spanien und Kap Verde.

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Christian

Deutschland als Turniermannschaft?

Bekanntlich wird die diesjährige Weltmeisterschaft mit 48 Teams ausgetragen, die sich auf zwölf Gruppen verteilen. Dementsprechend gibt es eine Zwischenrunde, bevor die Achtelfinals anstehen.

Die deutsche Mannschaft hat ihre erste Partie gegen Curacao souverän 7:1 gewonnen. Auch Frankreich hielt sich mit einem Sieg über den Senegal schadlos. Würden Deutschland und die Franzosen jeweils Gruppensieger, könnten sie im Achtelfinale aufeinandertreffen, was nicht unrealistisch ist.

Vergangene Turniere haben jedoch gezeigt, dass man durchaus auch Losglück braucht, um im Turnier weit zu kommen.

Bestes Beispiel ist die WM 1986. Das in ihrer Gruppe eigentlich favorisierte DFB-Team unter Franz Beckenbauer verlor das letzte Vorrundenspiel gegen Dänemark. „Danish Dynamite“ wurde Gruppenerster, traf jedoch dadurch im Achtelfinale auf starke Spanier und schied aus.

Deutschland bekam es dagegen in dieser Runde mit Algerien zu tun und kam weiter. Im Viertelfinale wartete schließlich Mexiko, damals alles andere als eine Fußball-Großmacht. Erst im Halbfinale ging es gegen einen starken Gegner, den damaligen Europameister Frankreich mit ihrem Superstar Michel Platini, was die DFB-Auswahl durch die beste Turnierleistung gewann.

In die WM 2002 ging die deutsche Mannschaft ohne große Hoffnungen. Nachdem man sich in der Gruppenphase gegen Saudi-Arabien, Irland und Kamerun durchsetzen konnte, waren eher leichtere Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Mit drei 1:0-Siegen gegen Paraguay, die USA und Südkorea erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Rudi Völler das Finale. Erst hier kam es mit Brasilien zum Aufeinandertreffen mit einem sehr starken Gegner.

Natürlich verliert kein Team absichtlich. Auch Taktieren ist nicht einfach. Doch vielleicht wird das DFB-Team ja nicht Gruppenerster und begeht unter Umständen einen etwas leichteren Weg durch die K.o.-Phase. Die Weltmeisterschaften seit 1994 haben auch gezeigt, dass Deutschland nach einem Auftaktsieg nur einmal auch die zweite Vorrundenpartie gewonnen hat (2006 gegen Polen). Hingegen gab es beispielsweise 2010, als man Dritter wurde, nach einem 4:0 zum Auftakt über Australien eine 0:1-Niederlage gegen Serbien.

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Christian

Ein unvergessliches Erlebnis in der Allianz Arena

Fußball-Weltmeisterschaften finden bekanntlich alle vier Jahre statt und sie sind jedes Mal ein echtes Highlight. Umso größer war damals die Vorfreude auf eine Heim-WM, die 2006 stattfinden sollte.

Ein Jahr zuvor hatte die FIFA die erste Ticket-Verkaufsphase gestartet. Man konnte sich entweder für eine sogenannte Team-Serie bewerben, bei der man alle Spiele seiner Favoriten-Mannschaft hätte begleiten können. Oder für einzelne Partien. Hier waren drei Auswahlen möglich. Ich bewarb mich um das Eröffnungsspiel, ein Halbfinale und das Finale.

Wenig später erhielt ich eine E-Mail über eine erfolgreiche Ticket-Zustellung. Natürlich war da die Freude groß. Auch weil feststand, dass Deutschland die erste Begegnung des Turniers bestreiten würde und diese in der soeben erst eröffneten Allianz Arena ausgetragen wird.

Schließlich erhielt ich im Spätsommer 2005 meine Eintrittskarte für das WM-Eröffnungsspiel, welche mir ein Briefträger persönlich übergab.

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Dann war ich noch auf die Auslosung gespannt, welche Costa Rica ergab. Ein durchaus attraktives Los.

Auch im ganzen Land war die Euphorie zu spüren. WM-Fan-Shops wurden in vielen Städten eröffnet und als es in den Juni ging, waren immer mehr Deutschland-Fahnen im Stadtbild zu sehen. Dazu wurde überall über Fußball diskutiert.

Am 9. Juni 2006 machte ich mich auf den Weg nach München. Bekleidet mit dem Welcome-Trikot der Deutschen Telekom, was damals beworben und verkauft wurde. An einer Raststätte bei Nürnberg kaufte ich eine Bild-Zeitung, die ich heute noch habe.

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Poldi und Schweini standen dabei als Gesichter einer neuen Generation, nachdem der deutsche Fußball am Anfang des Jahrtausends mehr oder weniger am Boden lag. Auch „Sunnyboy“ Jürgen Klinsmann brachte frischen Wind rein.

Die ganze Begeisterung rund um die deutsche Mannschaft war schließlich in der Allianz Arena zu spüren, obwohl es hier und da ein paar Misstöne gab, weil eben nicht Oliver Kahn im Tor stand, sondern Jens Lehmann.

Überhaupt war ich zum ersten Mal bei einem Länderspiel eines DFB-Teams im Stadion. Demzufolge war auch das Abspielen der Hymnen bewegend.

Auch der Spielverlauf hätte kaum besser sein können. Nach dem vielumjubelten Führungstreffer durch Philipp Lahm gab es zwar einen Dämpfer, doch am Ende stand ein souveränes 4:2 auf der Anzeigetafel.

Neben mir saß eine Münchnerin, die ein Trikot von Costa Rica trug und mit der ich sehr gut fachsimpeln konnte. So blieben wir auch nach Spielende noch lange sitzen, um über Fußball zu reden.

Die WM wurde dann ein Sommermärchen, allerdings mit einem tragischen Ende durch das Ausscheiden gegen Italien. Interessant fand ich aber, dass sich eigentlich nicht-fußballinteressierte Menschen für diese Weltmeisterschaft begeistern konnten, was auch bei den darauffolgenden Turnieren der Fall war.

Die DFB-Auswahl wiederum war zwar 2006 gescheitert, krönte sich jedoch 2014 zum Weltmeister. Mit Akteuren wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski oder Joachim Löw, die schon bei der Heim-WM dabei waren.

WM Eroeffnung 2006 24

Die Eröffnungsfeier

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Christian

Im Fokus: Alphonso Davies

Er ist der beste Spieler aller Zeiten seines Landes und steht bei der WM natürlich besonders im Blickpunkt, da Kanada Co-Gastgeber dieses Turniers ist. Aber Alphonso Davies plagt sich seit einiger Zeit mit Verletzungen herum und ist auch jetzt angeschlagen. Daher ist sein Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina, welches am Freitag den 12. Juni um 21 Uhr MESZ stattfindet, nicht sicher. (Bild: IMAGO / Beautiful Sports International)

Der Auftritt des Bayernspielers wäre jedoch für die Kanadier enorm wichtig, um internationale Aufmerksamkeit und eine gewisse Euphorie in dem Eishockey-Land zu erzeugen. Denn Kanada ist alles andere als ein Fußballland. So gab es bislang erst zwei WM-Teilnahmen und auch sonst halten sich die Erfolge in Grenzen.

Alphonso Davies wiederum spielt seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau im europäischen Fußball und hat schon viele Schlachten in der Champions League geschlagen, obwohl er erst 25 Jahre alt ist. Man kann davon ausgehen, dass der Linksverteidiger seit sehr langer Zeit auf diese Weltmeisterschaft hin gefiebert hat, weil seit Juni 2018 feststeht, dass sie neben der USA und Mexiko auch in Kanada ausgetragen wird. Umso tragischer ist jetzt sein Verletzungspech.

Eigentlich kommt die Eröffnungspartie für Alphonso Davies zu früh, doch der 25-Jährige hofft noch:

„Im Leben ist alles möglich. Für mich hängt alles davon ab, wie mein Genesungsprozess verläuft, wie die nächsten Tage und die Woche vor dem Spiel laufen.“

Kanadas Trainer Jesse Marsch erklärt dagegen, dass man kein Risiko eingehen werde. Dennoch hofft der frühere Coach von RB Leipzig:

„Ich weiß, dass er einige Verletzungen hatte und nicht geplant ist, dass er zum ersten Spiel zurück sein wird. Aber dieser Mann ist ein außergewöhnlicher Athlet und ein Wettkämpfer. Ohne Druck auf ihn ausüben zu wollen, glaube ich an Alphonso. Wir schauen von Tag zu Tag.“

Wie heikel die ganze Sache ist, auch für den FC Bayern, ist das Ereignis vom März 2025, als er angeschlagen in ein Länderspiel gegen die USA auflief und sich einen Kreuzbandriss zuzog und mehrere Monate ausfiel, was die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters in Richtung des kanadischen Verbandes stark kritisierten.

Fakt ist, dass Alphonso Davies seit seinem Comeback im Dezember 2025 immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Münchner den Linksverteidiger abgeben möchten, was dramatisch für Alphonso Davies wäre, weil er sich in der Isarstadt wohlfühlt, eigentlich einen Vertrag bis 2030 hat, Publikumsliebling und aufgrund seiner Art beliebt in der Mannschaft ist.

Daher bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass Alphonso Davies rechtzeitig fit wird und er bei der WM verletzungsfrei bleibt.

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Christian

Union hat seine Nische gefunden

Als jahrelanger Zweitligist schaffte Union Berlin 2019 den Aufstieg in die Bundesliga. Auch in der nächsten Saison spielen die Köpenicker erstklassig und man kann nach sieben Jahren in der Beletage des deutschen Fußballs festhalten, dass Union nicht nur ein Farbtupfer, sondern ein absolut belebendes Element der Bundesliga ist und dort seine Nische gefunden hat. (Bild: IMAGO / Matthias Koch)

Vergleichbar vielleicht mit den Mainzern, die sich als eher kleinerer Club seit vielen Jahren in der Bundesliga behaupten. Mit ihrem sogenannten Mainzer Weg und den im Gegensatz zu zahlreichen anderen Klubs geringeren finanziellen Mitteln.

Union Berlin hingegen zieht seine Kraft aus der Gemeinschaft, in die zwischen Verantwortlichen, Vereins-Mitarbeitern und Fans wirklich kein Blatt Papier passt und die durch jahrelange Zusammenarbeit, mit Erfolgen und negativen Erlebnissen, miteinander gewachsen und wie ein verschworener Haufen ist. Mit Präsident Dirk Zingler, der seit 2004 im Amt ist. Dass es da häufige Wechsel auf der Trainerposition gibt, ist dabei nicht ungewöhnlich und im Profifußball die Regel.

Gerade die Alte Försterei spielt hier eine besondere Rolle. Als Traditionsort mit seinem ganz eigenen Charme. Hier wird Fußball gelebt und gearbeitet, mit der bedingungslosen Unterstützung der meist stehenden Fans. Von „wahrem Fußball“ sprach einmal Joshua Kimmich nach einem Auswärtsspiel seiner Bayern in der Alten Försterei. Auch andere Profis und Supporter der Gastmannschaften finden oft lobende Worte. Wie auch Kommentatoren und Experten der Sendeanstalten, die schon viel gesehen haben.

Erwähnenswert ist zudem, dass es seit 2008 kein ehemaliger DDR-Oberligist mehr in die 1. Bundesliga geschafft hat. Bis eben auf die Unioner, die in der ewigen Bundesligatabelle inzwischen auf den 30. Platz vorgestoßen sind.

Natürlich ist es kein Selbstläufer, dass Union Berlin die nächsten Jahre immer erstklassig bleibt. Wie es aber bei Werder Bremen, dem 1. FC Köln oder beim FC Augsburg auch nicht ist, um nur einige Beispiele zu nennen.

So darf man gespannt sein, wohin der Weg des „kleinen gallischen Dorfes“ noch hinführt. Mit über 70.000 Mitgliedern und einer wohl immer ausverkauften Alten Försterei.

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Christian

Jürgen Klopp – Geld, Werbung und RB

Zweifelsohne ist Jürgen Klopp eine Kultfigur. Das lässt sich zum Beispiel daraus ablesen, dass man beim BVB seit über zehn Jahren versucht, solch einen Trainertypen noch einmal zu verpflichten, was mehr oder weniger erfolglos geblieben ist.

Auch beim FC Liverpool ist der 58-Jährige zur Legende geworden. Durch seine Art und dass er mit den „Reds“ nach über 30 Jahren den englischen Meistertitel geholt und zudem in der Champions League triumphiert hat. (Bild: IMAGO / Sports Press Photo)

Doch seit einiger Zeit gibt es bei vielen Menschen Irritationen über Jürgen Klopps Aktivitäten. Es ist keinesfalls verwerflich, wenn Fußballer oder Trainer Werbung für etwas machen. Aber bei dem gebürtigen Stuttgarter hat man das Gefühl, dass er den Hals nicht voll bekommt. Opel, Erdinger, Trivago, Deutsche Vermögensberatung und andere Sachen – Jürgen Klopp ist omnipräsent.

Dabei kann man durchaus dessen Zusammenarbeit mit der DVAG kritisch sehen, denn hier werden manchmal Leute mit Geldanlagen und Lebensversicherungen abgezockt. Das passt so gar nicht zum malochenden und bodenständigen Pott und auch nicht zur Arbeiterstadt Liverpool.

Warum RB?

Jürgen Klopp hat als Vereinstrainer über 20 Jahre fast täglich auf dem Trainingsplatz gestanden und auch in diesem Zeitraum den Stress des Erfolgsdrucks des Profifußballs mitgemacht.

Da ist es verständlich, dass man sich irgendwann etwas Ruhigeres sucht. Sicherlich ist die Position bei Red Bull ein Traumjob, doch irgendwo ein Verrat an Idealen.

Die BVB-Fans sind jedenfalls weniger amused, gerade weil das RB-Konstrukt, neben Dietmar Hopp und der TSG Hoffenheim, das Feindbild schlechthin für die schwarz-gelben Anhänger ist. So ist Jürgen Klopp bei dem Revierklub aktuell näher an einem Stadionverbot als an einem Denkmal vor dem Signal Iduna Park dran. Und das will bei dem letzten Dortmunder Meistertrainer etwas heißen.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist Jürgen Klopp für Magenta Sport als Experte im Einsatz. Das wird sicherlich unterhaltsam werden. So wie es damals beim ZDF war, als der 58-Jährige noch Mainz trainierte. Aber man kann davon ausgehen, dass auch diese Tätigkeit gut bezahlt wird.

Beim FC Liverpool war Jürgen Klopp neun Jahre und hat dort kolportierte 18 bis 22 Millionen Euro pro Jahr verdient. Als Global Head of Soccer bei Red Bull sollen es zwischen 10 und 15 Millionen Euro per anno sein. Dazu kommen jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge, die aus Werbeverträgen resultieren. Gerade bei dem Verdienst aus der Liverpooler Zeit fragt man sich, ob man so viel Werbung machen muss. Wie aktuell für die DVAG und Expedia. Aber da ist Jürgen Klopp im Profifußball beileibe kein Einzelfall, wenn man so manche Vertragsverhandlungen von Spielern anschaut oder Cristiano Ronaldo und andere in Saudi-Arabien beobachtet.

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