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Christian

Bayernfan zu sein war in den 1990er-Jahren kein Zuckerschlecken

Der FC Bayern dominiert seit weit über einem Jahrzehnt die Bundesliga. 13 Meistertitel in 14 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Auch die Ära von 1999 bis 2010 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Mit acht gewonnenen Deutschen Meisterschaften in diesem Zeitraum. (Bild: IMAGO / WEREK)

Doch die 1990er-Jahre boten viel Unruhe, geprägt von relativ wenig Titeln, dafür mit zahlreichen schmerzhaften Pleiten.

Mit ursächlich für einige Misserfolge war ein gewisser Ottmar Hitzfeld, der 1991 den Trainerposten bei Borussia Dortmund übernahm. Der spätere Bayerncoach, nachgewiesenermaßen ein absoluter Fußball-Fachmann, der seine Stärken im Umgang mit den Profis hatte, führte den BVB in die europäische Spitze und zum Konkurrenten Nummer 1 für die Bayern. So gewann der Revierclub 1995 und 1996 jeweils die Deutsche Meisterschaft und holte 1997 den Titel in der Champions League. Ausgerechnet im Münchner Olympiastadion und mit zahlreichen früheren Italien-Legionären wie Stefan Reuter, Jürgen Kohler oder Andreas Möller.

Und hier kommt der eigentliche Krebsschaden der 1990er-Jahre für den FC Bayern ins Spiel. Die Seuchen-Saison 1991/92, als man lediglich im Mittelfeld landete und den Europapokal verpasste.

Der BVB wiederum stieß in der darauffolgenden Spielzeit bis ins Finale des UEFA-Cups vor, bei dem man damals richtig viel Geld verdienen konnte. Die Dortmunder investierten so kräftig in ihre Mannschaft und holten Stars wie etwa Matthias Sammer oder Jürgen Kohler.

Die Bayern erholten sich erst 1994/95 so richtig davon, als man 1994 Deutscher Meister wurde und anschließend ins Halbfinale der Champions League vordrang.

Doch inzwischen gab es den FC Hollywood, der praktisch fast täglich an der Säbener Straße Schlagzeilen produzierte. Auch deshalb verpasste man wohl 1996 den Deutschen Meistertitel unter Otto Rehhagel, der schließlich nach nicht einmal nach einem Jahr beurlaubt wurde. Dieser wiederum revanchierte sich 1998 für seine unschöne Münchner Zeit, als er mit dem 1. FC Kaiserslautern die Bayern düpierte und als Aufsteiger Meister wurde. Eine besondere Schmach für den deutschen Rekordmeister, der jahrelang nicht zur Ruhe kam.

Dies änderte sich erst mit der Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld als Bayerntrainer vor der Saison 1998/99 und dem Transfer von Stefan Effenberg. Die Zeit des FC Hollywood war auf einmal vorbei und die sportlichen Erfolge kehrten zurück.

Dass man inzwischen national der Konkurrenz enteilt ist, liegt übrigens auch an der Reform der Champions League zur Saison 1998/99. Bis dahin hatten nur die jeweiligen Meister der europäischen Ligen ein Anrecht auf einen Startplatz in der Königsklasse, was ab diesem Zeitpunkt auch Zweit-, Dritt- und sogar Viertplatzierte hatten.

So darf sich der FC Bayern jedes Jahr über üppige Einnahmen aus der Champions League freuen, denn nur einmal verpasste man seit 1998 die Königsklasse (Saison 2007/08).

In Erinnerung an die 1990er-Jahre bleiben aber unter anderem die Wutrede von Giovanni Trapattoni, der Werbetonnentritt von Jürgen Klinsmann und das Tagebuch von Lothar Matthäus, was damals alles durchaus unterhaltsam, jedoch geprägt von bescheidenen sportlichen Erfolgen war.

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Christian

Was macht eigentlich Franck Ribéry?

Er stand für den FC Bayern 425-mal auf dem Platz, erzielte dabei 124 Tore und bereitete unzählige Treffer vor. Ganze zwölf Jahre wirkte Franck Ribéry für den deutschen Rekordmeister und feierte unzählige Titel. Zusammen mit seinem kongenialen Partner Arjen Robben. 2019, im stolzen Fußballeralter von 36 Jahren, verließ der Franzose schließlich München und wechselte zum AC Florenz in die Serie A. Doch was macht Franck Ribéry heute? (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Für die Florentiner spielte der Offensivmann zwei Jahre, bevor er im September 2021 zum damaligen Serie-A-Aufsteiger US Salernitana wechselte. Mit 39 Jahren war dann endgültig Schluss mit der Karriere, aber Salernitana behielt Franck Ribéry, der nun in anderen Funktionen für die Italiener arbeiten sollte.

Ein langer geduldiger Weg zum Profitrainer

So begann die Tätigkeit bei US Salernitana als Techniktrainer. Aber auch im Nachwuchsbereich sammelte Franck Ribéry Erfahrungen. Mittlerweile besitzt er die UEFA A- und B-Lizenzen, mit der er Mannschaften ab der 3. Liga übernehmen könnte. Der Franzose strebt jedoch die Pro-Lizenz an, deren Erwerb laut eigenen Aussagen „viele Monate dauern“ würde und mit zahlreichen Prüfungen endet.

„Vielleicht kann ich dann eine ältere Jugendmannschaft übernehmen oder bei einem guten Klub Co-Trainer unter einem guten Coach werden. Aber bis dahin muss ich noch viel lernen. Als Ex-Profi habe ich zwar viel Erfahrung. Aber ich habe erst nach meiner Spielerkarriere gemerkt, wie schwer der Job als Trainer wirklich ist. Es macht mir allerdings viel Spaß!“ Franck Ribéry

Im April 2026 kamen Gerüchte auf, dass der neunmalige Deutsche Meister Co-Trainer am Bayern-Campus an der Seite seines früheren Teamkollegen Dante wird. Daraus wurde allerdings nichts und so darf man gespannt sein, wohin der Weg des Franzosen führt.

In München erinnert man sich gerne an Franck Ribéry zurück. Und auch der 43-Jährige ist immer noch mit seinem langjährigen Club verbunden. So ist Franck Ribéry ab und an für die Bayern-Legenden aktiv, etwa bei Hallenturnieren an der Seite seiner ehemaligen Mitspieler Arjen Robben, Rafinha oder Holger Badstuber.

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Christian

Was macht eigentlich Neven Subotic?

Er spielte zehn Jahre für Borussia Dortmund und feierte mit dem BVB zwei Deutsche Meisterschaften und einen Sieg im DFB-Pokal. Bei dem Revierclub war Neven Subotic absoluter Publikumsliebling und Kultfigur. Auch bei einer seinen späteren Stationen, bei Union Berlin. Vor vier Jahren beendete der Abwehrspieler seine Karriere. Doch was macht der mittlerweile 37-Jährige heute? (Bild: IMAGO / Mika Volkmann)

Geboren in Banja Luka, dem früheren Jugoslawien, kam Neven Subotic im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Aufgrund drohender Balkankriege. 1999 lief jedoch der Duldungsstatus der Subotics ab und so zog man in die USA. Insofern ist es erstaunlich, dass Neven Subotic, der die Flüchtlingszeit rückblickend mit Armut verbindend bezeichnete, später in Deutschland Karriere machte. Wohl auch deshalb macht er jetzt etwas Außergewöhnliches.

Trinkbrunnen in Ostafrika

Bereits 2012 als BVB-Profi gründete Neven Subotic eine Stiftung, die das Ziel hat, Trinkbrunnen und Sanitäranlagen in Ostafrika zu bauen. Nach eigenem Bekunden investiert der er dabei nicht nur Zeit, sondern hat für dieses Projekt nahezu sein ganzes Vermögen, was er in seiner Fußballerlaufbahn verdient hat, investiert.

Natürlich lebt die well:fair foundation auch von Geld, was von Investoren und Sponsoren kommt, Neven Subotic verspricht jedoch, dass von jedem gespendeten Euro 100 Cent ankommen würden. Daher trage er die Verwaltungs- und Reisekosten.

Inzwischen ist die well:fair foundation sehr erfolgreich und auch ausgezeichnet worden.

„Im ersten Jahr hatten wir einen Umsatz von etwa 76.000 Euro. Mittlerweile sind wir bei knapp fünf Millionen im Jahr. Uns wird mehr zugetraut und anvertraut, es gibt Firmenpartnerschaften, ein Botschafterprogramm.“ Neven Subotic

So konnte bislang knapp 500.000 Menschen in Äthiopien, Kenia und Tansania Zugang zu Trinkwasser ermöglicht werden. Bis 2020 sollen es 1.000.000 Million Menschen sein.

Aus dem Fußballgeschäft hat sich Neven Subotic weitgehend zurückgezogen, obwohl Dortmund sein Lebensmittelpunkt ist. Im Signal Iduna Park trifft man den 37-Jährigen dagegen so gut wie nie an.

„Ich war einmal beim BVB, allerdings für und mit Spendern. Ich habe es geliebt, auf dem Platz zu spielen. Zuschauen war nie mein Ding. Kontakt gehalten habe ich mit dem ehemaligen Pressesprecher Josef Schneck und dem Teammanager Fritz Lünschermann des BVB. Ich bin ohne Großeltern groß geworden. Sie sind Menschen mit Herz, waren immer da.“ Neven Subotic

Einen Wunsch hätte er aber noch. Sich irgendwann mit Jürgen Klopp bei einem Bier auszutauschen, um ihre gemeinsame Zeit zu reflektieren und um sich darüber hinaus Input des 59-Jährigen zu holen.

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Christian

Die Menschlichkeit im Profifußball …

Mit am unterhaltsamsten bei dieser WM war der Auftritt des Magenta-Expertenduos Thomas Müller/Jürgen Klopp beim Eröffnungsspiel im Aztekenstadion von Mexiko-City. Denn als es um die Aufstellung des DFB-Teams für die erste Vorrundenpartie gegen Curacao ging, stellte Jürgen Klopp fest, „dass Julian Nagelsmann NOCH die Mannschaft aufstellen würde“, um ein „NOCH“ hinterherzuschieben. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Dabei ist erstaunlich, dass der 59-Jährige neben seiner Expertentätigkeit inzwischen selbst fast Bundestrainer ist. Ellenbogengesellschaft nennt man das wohl.

Als am besagten Tag die Torwartfrage und die Situation von Oliver Baumann diskutiert wurde, erklärte Thomas Müller sinngemäß, „dass das hier Profifußball ist und jeder damit klarkommen müsse“.

Da hat der Ur-Bayer wohl recht. Auch weil er sich in seiner langen Karriere immer behauptet und Erfolge eingefahren hat. Auch Titel, beispielsweise bei großen Turnieren, entstehen nicht einfach so, sondern durch Einsatz, Training und der ständigen Optimierung, wo es wirklich auf die letzten Prozentpunkte ankommt.

Doch die Frage nach der Menschlichkeit im Profifußball, wo dann wirklich auch Menschen wirken, bleibt.

Ein gutes Beispiel ist Max Eberl, der von Bayern-Patron Uli Hoeneß regelmäßig in der Öffentlichkeit demontiert wird, obwohl dieser nachweislich die letzten beiden Jahre gut gearbeitet hat.

Aber Fakt ist auch, dass es das schon immer gab. Erwähnenswert sei hier Karl-Heinz Rummenigge, der einst den ehemaligen Mathelehrer Ottmar Hitzfeld zutiefst kränkte („Fußball ist keine Mathematik“).

Wesentlich mehr fertiggemacht wurde Berti Vogts bei der WM 1994. Insbesondere durch die Medien.

Aber schlussendlich ist Fußball eben auch ein Showgeschäft, wo nebenbei auch sehr viel Geld im Spiel ist. Es gibt jedoch unzählige Fußballer, die sich nach ihrer aktiven Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Dagegen welche, die permanent die Öffentlichkeit suchen und sich gefühlt alle zwei Tage zu Wort melden. Und dabei gerne draufhauen. Lothar Matthäus oder Mario Basler seien hier erwähnt. Aber auch hier gibt es Positivbeispiele, die sich als Experten sachlich äußern. Wie etwa Sami Khedira oder Michael Ballack.

Wie Jürgen Klopp hingegen als Bundestrainer abschneiden wird, steht in den Sternen. Als Vereinstrainer kann er lediglich drei Meistertitel in 16 Jahren vorweisen. Dafür lieben ihn die Medien. Gute Voraussetzungen, um bei einem großen Turnier Erfolg zu haben.

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Christian

Die besten Wetten für die Halbfinals

Fast fünf Wochen läuft schon die Fußball-Weltmeisterschaft mit bislang exakt 100 ausgetragenen Spielen. Inzwischen sind jedoch die besten Mannschaften unter sich, die auch die ersten vier Plätze der FIFA-Weltrangliste einnehmen. Daher dürfen sich Fans weltweit auf zwei packende Halbfinals freuen. (Bild: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Los geht es am Dienstagabend mit der Partie zwischen Frankreich und dem amtierenden Europameister Spanien. Dabei haben sich die Iberer bei der EURO 2024 im Halbfinale gegen die Franzosen mit einem 2:1 durchgesetzt. Das Team von Trainer Didier Deschamps wiederum hat bei den letzten beiden Weltmeisterschaften jeweils das Finale erreicht. Darum ist es hier schwierig einen eindeutigen Favoriten zu benennen und so sind auch die Quoten relativ ausgeglichen.

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Christian

Jürgen Klopp als Bundestrainer?

Die deutsche Nationalmannschaft hat einmal mehr eine enttäuschende WM gespielt. Dementsprechend steht Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Kritik und Experten sowie Medien fordern bereits seinen Rücktritt. Hier sei einmal der DFB erwähnt, der seinen Bundestrainern seit der Löw-Ära immer langfristige Verträge anbietet.

Seit einiger Zeit schwebt Jürgen Klopp wie ein Schatten über Julian Nagelsmann und nicht wenige sehen in ihn den idealen Bundestrainer. Doch wäre der 59-Jährige wirklich der geeignete Kandidat?

Bei dieser Weltmeisterschaft ist Jürgen Klopp als Experte für Magenta TV im Einsatz und man hatte die ganze Zeit bei Deutschland-Spielen das Gefühl, dass er sich mit seinen Analysen und Einschätzungen für das Amt des Bundestrainers beworben hat. So bot Jürgen Klopp etwa mehrmals Team-Ansprachen und Motivationsreden dar.

Den Vogel schoss er aber mit seiner Aussage vor dem ersten Gruppenspiel ab, dass „noch“ Julian Nagelsmann die Mannschaft aufstellen würde um ein „noch“ hinterherzuschieben, was moralisch und charakterlich höchst verwerflich ist und Julian Nagelsmann gegenüber alles andere als fair war.

Erfolge von Jürgen Klopp

Zweifellos ist „Kloppo“ eine Kultfigur und im Allgemeinen bei den Fans seiner trainierten Clubs äußerst beliebt. So sucht etwa der BVB bis heute nach diesem Trainertypen.

Gerade seine Dortmunder Zeit mit den beiden Deutschen Meisterschaften 2011 und 2012 prägen sein Image in Deutschland. Aber Fakt ist auch, dass Jürgen Klopp von 2012 bis 2015 nichts mehr mit dem Revierclub gewann.

Beim FC Liverpool war der gebürtige Stuttgarter sehr beliebt und wirkte dort ganze neun Jahre. Unter dem Strich stehen aber in diesem Zeitraum als Erfolge eine englische Meisterschaft und ein Triumph in der Champions League zu Buche.

Viel Werbung und ein fragwürdiges Engagement bei RB

Jürgen Klopp ist in der Werbung allgegenwärtig. Egal, ob Deutsche Vermögensberatung, Trivago, MediaMarktSaturn oder Erdinger Weißbräu, „Kloppo“ zeigt für diese Marken sein breites Lächeln und kassiert ordentlich ab.

Das macht er auch als Global Head of Soccer bei Red Bull. Man kann ja mal in Dortmund nachfragen, wie man das findet, dass ihr einstiger Kulttrainer für das allgemein verhasste RB-Konstrukt arbeitet.

Doch am Ende wird es wahrscheinlich so kommen, dass Jürgen Klopp Bundestrainer wird und sicherlich könnte er das DFB-Team wieder nach vorne bringen. Doch vielleicht liegen die Ursachen und Gründe für den Misserfolg der letzten zehn Jahre tiefer. Auch Hansi Flick, der beim FC Bayern und beim FC Barcelona erfolgreich gearbeitet hat bzw. arbeitet, hat es als Bundestrainer nicht geschafft, Erfolge einzufahren. Alles in allem eine verzwickte Situation, die der DFB nun lösen muss.

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